Astronomie.de
der Treffpunkt für Astronomie

Volkers Crashkurs-Astronavigation


 Astronavigation
 Vorwort
 Koordinatensystem der Erde
 Der Sextant
 Die erste Sonnenmessung
 Winkelbeschickung
 Beschickung mit dem NJ
 Los geht's: Das Grundprinzip
 Verschiedene Zeiten
 Berechnung des Bildpunkts
 Einzeichnen der Standlinie
 Weitere Themen 
Sonnenuhr 
 © Volker Lotze
Ascheberg (NRW), Februar 2001
www.Volker-Lotze.de
 
Vorwort:

Dem einen oder anderen mag es in heutiger Zeit überflüssig vorkommen sich mit Astronomischer Navigation zu beschäftigen, wo es doch bereits viel komfortablere und genauere Navigationssysteme wie Loran, Omega und natürlich GPS gibt, welche die aktuelle Position einfach auf ihren Display anzeigen. Trotzdem ist und bleibt Astronavigation ein hoch interessantes und faszinierendes Hobby, zumal dafür keine komplizierten Satellitensysteme oder ähnliches erforderlich sind.
Astronavigation gar nicht so schwer zu erlernen, wie der Laie vielleicht vermuten möchte. Trozdem gehts nicht ganz ohne Mathematikkentnisse und etwas "Gehirnakrobatik". Im Handel gibt es Tabellen wie zum Beispiel das Nautische Jahrbuch zu kaufen, die eine Menge Arbeit ersparen weil in ihnen die Positionen der Gestirne für jeweils ein Jahr bereits fertig ausgerechnet stehen. Leider gibt es kaum noch Menschen, die den Umgang mit dem Sextant beherschen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen diesen Chrashkurs zu schreiben, um jedem der daran interessiert ist den Einstieg zu erleichtern.
Die Genauigkeit einer astronomischen Standlinie ist nicht nur von dem Sextanten, sondern auch sehr stark von dem Können des Navigators abhängig. Die meisten Weltumsegler schwören auf Metallsextanten. Für den Hobby-Astronavigator ist ein solcher Sextant ganz klar zu teuer. Ich verwende einen Plastiksextanten der gehobenen Preisklasse und erreiche damit in der Regel eine Genauigkeit von ungefähr 8 Seemeilen. Häufig beträgt sie sogar nur etwa 5 Seemeilen. Wichtig ist, daß sämtliche bekannte Fehler korrigiert werden, denn ein Sextant ist immer nur so gut, wie derjenige, der ihn bedient. Gewarnt sei an dieser Stelle vor Billigsextanten für 50DM. Diese Sextanten eignen sich vielleicht zum erlernen der Astronavigation, werden Ihnen danach jedoch wenig Freude bereiten.

Die Polynesier kannten noch eine andere Art mit den Sternen zu Navigieren: Sie benötigten keine Hilfsmittel wie Sextant oder Kompaß. Wenn sie beispielsweise von Tahiti nach Hawaii segeln wollten, fuhren sie zunächst direkt nach Norden, bis sie nachts genau die Sterne über sich sahen die ihre Bahnen über dem Breitengrad von Hawaii ziehen. Tagsüber entnahmen die Polynesier den Kurs der Sonne und nachts den Sternen. Nach überqueren des Äquators reichte es dazu aus immer auf den Nordstern zu zufahren. Nachdem sie die Breite Hawaiis erreicht haben änderten sie ihren Kurs genau nach Westen und hielten Ausschau nach stillstehenden Türmchenwolken, von denen Sie wußten, daß sich unter ihnen Land befindet. Diese Wolken entstehen durch das Aufsteigen wasserhaltiger Luftmassen über der Insel die in höheren Luftschichten kondensieren.





Bei Fragen oder Unklarheiten stehe ich gerne via E-Mail zur Verfügung.


Ich habe meine Mailadresse hier als Bild eingefügt, damit sie nicht von irgendwelchen Bots eingesammelt und vollgemüllt wird.


[Hauptseite] [Kontakt] [Copyright]