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Zu jedem Gestirn gehört ein Ort auf der Erde, an dem ein Beobachter das Gestirn genau senkrecht über sich sehen kann. Bei der Sonne ist das der Ort, an dem ein genau senkrecht im Boden steckender Stab keinen Schatten wirft. Diesen Ort bezeichnet man als Bildpunkt. Der Sonnenbildpunkt befindet sich immer zwischen den beiden Wendekreisen. ![]() Wie man in der Grafik sehen kann, verlaufen alle Orte, an denen man die Sonne unter dem gleichen Winkel sehen kann kreisförmig (in der Zeichnung die roten Linien) um den Bildpunkt. Das bedeutet, daß wir aus dem mit dem Sextanten gemessenem Winkel errechnen können, wie weit wir von dem Bildpunkt entfernt sind. Wir erhalten also eine kreisförmige Standlinie. Als Standlinie bezeichnet man die Menge (oder Summe) aller Orte, an denen sich der Beobachter befinden kann. Wenn man 2 Standlinien zur Verfügung hat, befindet sich der Beobachter an dem Schnittpunkt derselben.
![]() Auf der Skizze sehen wir, daß die Winkel Alpha, Beta und Gamma zusammen 180° ergeben. Der scheinbare Horizont ist nichts anderes als eine Tangente an die Erdoberfläche. Beta ist demnach 90° groß. Daraus folgt, daß Alpha + Gamma = 90° sind. Weil die Sonne praktisch unendlich weit entfernt ist, können wir davon ausgehen, daß die Sonnenstrahlen auf der Erde überall paralell einfallen. Der Winkel Phi ist demnach genauso groß wie Gamma (Wechselwinkel). Also ist Phi=90°-Alpha Phi entspricht dem Abstand zum Bildpunkt in Grad. Wenn wir dem Abstand in Seemeilen (Winkelminuten) wissen möchten, müssen wir das Ergebnis noch mit 60 multiplizieren. Es gilt also folgende Formel:
Selbstverständlich muß der Kimmabstand (der Winkel zwischen Sonne und Horizont) zuerst in Dezimalgrade umgerechnet werden. Wie das geht, steht im Abschnitt Koordinatensystem der Erde. |
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