|
|
Wer astronomisch Navigieren will, befindet sich
meistens nicht immer in der gleichen Zeitzone. Das bedeutet wir brauchen ein
Zeitsystem, das überall auf der Erde gleich ist. "Jetzt kommt UTC" wird
der eine oder andere nun denken und ist damit schon dicht dran. In der
Astronomie verwendet man in der Regel UT1 (Universal Time 1). UTC (Universal
Time Coordinated) wird mit Hilfe von Atomuhren erzeugt. UT1 orientiert sich
dagegen an der Erdrotation. Weil die Erde jedoch nicht immer gleich schnell
rotiert, schwankt demnach auch die Länge einer UT1-Sekunde im Gegensatz
zur UTC-Sekunde, die als eine feste Größe definiert ist. Deshalb
wird in UTC jedesmal eine Schaltsekunde eingefügt, sobald UTC mehr als 0,9
Sekunden von UT1 abweicht.
Wir können den Zeitunterschied
zwischen UT1 und UTC also vernachlässigen, da er stets kleiner als 0,9
Sekunden ist.
UTC bzw. UT1 liegt eine Stunde vor unserer Winterzeit
(MEZ) und zwei Stunden vor unserer Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet 12:00MESZ
ist gleich 11:00MEZ ist gleich 10:00UTC ist gleich 10:00UT1. Jetzt sollte es
kein Problem mehr für Sie sein eine Zeit in eine andere umzurechnen. Am
einfachsten ist es einfach eine Uhr auf UTC einzustellen und diese für die
Astronavigation zu verwenden. Dann erspart man sich das Umrechnen.
Der Sonnenbildpunkt bewegt sich mit einer Geschwindigkeit
von 0,25 Seemeile pro Sekunde auf der Erdoberfläche. Es ist daher wichtig,
daß wir bei der Sonnenmessung die sekundengenaue Uhrzeit ermitteln an der
die Messung durchgeführt wurde. Wir müssen also darauf achten,
daß unsere Uhr immer die Sekundengenaue Uhrzeit hat, denn von der
Genauigkeit der Zeit hängt auch die Genauigkeit der Position ab die wir
aus ihr ermitteln werden. Wenn wir eine Sonnenmessung in Äquatornähe
machen, beträgt der Fehler in der Position sogar volle 0,25 Seemeilen pro
Sekunde Zeitfehler!
Am besten ist es, wenn jemand anders auf die Uhr
schaut, während Sie die Messung machen. Wenn Sie die Sonne dann genau auf
der Kimm haben, rufen Sie laut "JETZT" und ihr Partner schreibt die Zeit auf.
|