Astronomie für Kinder

Astrokids als Sieger auf der ATT

Nur Gewinner gab es bei den jungen Teilnehmern des Astrokids-Wettbewerbs auf Europas größter Astronomie-Börse ATT in Essen. Nicht nur den Hauptgewinn - ein 130-Millimeter-Dobson von Skywatcher - wurde unter den Teilnehmer der Verlosung oder einer kleinen Rate-Rallye zu gewinnen, sondern auch für jeden einen Astromedia-Bausatz.

Der Hauptgewinn der Astrokids-Aktion wurde bis zur Ermittlung des Hauptgewinners am Stand von Astronomie.de an der Cafeteria auch von zahlreichen Erwachsenen bestaunt. Viele hätten ihn hier gleich gekauft, weil sie ein solches Spiegelteleskop auch gut auf Reisen oder für schnelle Beobachtungen hätten nutzen wollen. Das ist kein Spielzeug, sondern auch etwas für ernsthafte Beobachtungen nicht nur von Anfängern, wurden übereinstimmend gelobt. Auch die zahlreiche Schüler, die sich hier ihre Teilnahmezettel oder später die Fragebögen für die Planeten-Rallye abholten, hätten alle gerne das Teleskop gehabt. Aber nur einer konnte gewinnen. Die Preise waren übrigens von einer Astrokids-Gönnerin gestiftet und von Teleskop- Service Ransburg und Astromedia zur Verfügung gestellt worden. Astronomie.de-Leiter Stefan van Ree und Astrokids-Projektleiter Gerald Kistner nahmen die Preisverteilung vor. In diesem Jahr war die Zahl der Teilnehmer größer als in den vergangenen. Daher soll der Wettbewerb sicherlich auch zum nächsten ATT wieder stattfinden. Die Rallye-Fragen hatte sich Rosi Paech ausgedacht.

Das Teleskop gewann der zehnjährige Leroy Schulte-Loh. Der Astronomie-Begeisterte hat schon genaue Pläne, was er beobachten will. Er konnte sein Glück gar nicht fassen. als er den Teilnahmezettel entfalte und seinen Namen vorlas. Leroy sprang als Glücksfee ein. Sein Geburtstag lag von allen Kindern am nächsten.
Weitere Gewinner sind Canalp und Berian Woelke, Leonie Schröder, Lise, Gerben und Sandy Prikanowski, Marco Augustin, Mathis Lohmann, Jan aus Leopolzhöhe, Josefine Kuhn, Tim Lukas Meier, Sara Müller, Moritz Winter, Eicke Ehlert und Moritz Winterott.
Die Trostpreise werden an die Teilnehmer per Post versandt.

Auf der diesjährigen Astronomie-Börse herrschte wieder Hochbetrieb, auch wenn es etwas weniger Aussteller und Besucher gegeben haben soll. Auch für jüngere Besucher gab es hier allerhand zu sehen. Ob das Spiegelteleskop mit einer Öffnung von 610 Millimeter, das sich eher nur Sternwarten leisten können, oder kleine Teleskope sogar zum Selbstbauen - vieles interessantes zum Bestaunen und zum Anschauen war dabei. Vor allem aber standen hier überall auch erfahrene Astronomie-Begeisterte, die gerne auch Anfängern oder jüngeren wichtige Ratschlage gaben.

Während die Ferngläser teilweise auch ausprobiert werden konnten, sah das bei den unterschiedlichen Fernrohrtypen zur Himmelsbeobachtung schlechter aus. Zum Glück zeigte sich vor allem am Morgen die Sonne. Das nutzten viele, um einen Blick mit den aufgebauten Spezialteleskopen verschiedener Anbieter zu werfen und vor allem zu vergleichen. Diese Sonnenteleskope sind alle mit ihren Spezialfiltern teuer und erfordern auch einige Erfahrung. Doch gerade jüngere nutzten diese Gelegenheit auf dem ATT.

Zahlreiche Schnäppchen und gebrauchte Geräte zur Beobachtung gab es. Dichter Andrang herrschte schon kurz nach der Eröffnung in der großen Halle. Selbst kleine Stückchen von Meteoriten gab es. Besonders interessant waren auch die vielen Bücher und Zeitschriften sowie die Informationsbroschüren.

Astronomie.de konnte auf dem Stand in diesem Jahr wieder die beliebten Fleece-Jacken anbieten, de es auch in Kindergrößen gibt. Auch T-Shirts und die neuen Jahrestassen waren sehr gefragt.

Fernseh-Moderator, Buchautor und Astrophysiker Ranga Yogeshwar nutzte die ATT zu einem privaten Bummel. Doch leider wurde er von vielen ATT-Besuchern erkannt und kam gar nicht dazu,sich um die weitere Ausstattung seiner Sternwarte und neue Geräte zu kümmern, und um mit anderen Kleinplaneten-Beobachtern zu fachsimpeln. Er hofft auf jeden Fall, dass sein Projekt "Stars & Schools" über das wir ja schon kurz berichtet haben, bald anlaufen kann. Er ist opimistisch, doch das erfordert noch viele Gespräche.

Nach oben