
Vorteile:
Er besitzt einen geschlossenen Strahlengang, bestehend aus Objektiv, Tubus und Okular. Dadurch kann wenig instrumentell erzeugte Luftunruhe entstehen, da die Luftsäule im Tubus nicht mit der Aussenluft in Wechselwirkung treten kann. Er hat keine, Beugung erzeugenden (und damit bildverschlechternde), Bauteile im Strahlengang und benötigt keine reflektierenden optischen Oberflächen (reflektierende, also spiegelnde Oberflächen erzeugen immer Streulicht). Das entstehende Brennpunktbild ist scharf, kontrastreich und weitgehend streulichtfrei.
Nachteile:
Durch den gestreckten Strahlengang hat er eine grosse Baulänge, das wiederum erfordert eine stabile Montierung; der Refraktor ist relativ unhandlich. Er hat normalerweise kleinere Objektivöffnungen im Vergleich zu Spiegelteleskopen und das Objektiv bildet nicht alle Farben des Spektrums gleichscharf ab (Farbrestfehler oder Restchromasie). Dieser Fehler ist bei den modernen Objektivtypen aber weitgehend gemindert.
Refraktoren in Amateurbesitz haben im allgemeinen Objektivdurchmesser von ca. 80-150 mm, Brennweiten von ca. 800-1500 mm und daraus resultierende Öffnungszahlen von ca. N=10 - 15 (auch 1:10, bzw. 1:15 Öffnungsverhältnis genannt).

Die Strahlengänge und die daraus resultierenden Baugrößen der drei Teleskoptypen, © 2001, W. Paech
Vorteile:
Grosse Öffnungen (also grosse Spiegeldurchmesser) sind im Vergleich zum Refraktor preiswert (bei einem Objektiv müssen 4 Oberflächen optisch bearbeitet werden, bei einem Newton-Spiegel nur eine), Die Abbildung ist völlig frei von Restchromasie und durch die üblichen kleinen Öffnungszahlen sind die Baulängenrecht kurz.
Nachteile:
Der Newton hat ein offenes Tubussystem und ist daher sehr anfällig gegen thermische Effekte (instrumentell erzeugte Luftunruhe). Er ist streulichtempfindlich (speziell bei Tagesbeobachtungen). Er hat einen, Beugung und Streulicht erzeugenden, Fangspiegel im direkten Strahlengang. Die Öffnungszahlen sind meist recht klein und damit ist die Wärmebelastung des Fangspiegels und des Okulars sehr hoch.
Die gängigen Spiegeldurchmesser liegen bei ca. 130-200 mm mit Brennweiten von etwa 500-1200 mm; die resultierenden Öffnungszahlen liegenbeidurchschnittlich N=5 bis 8 (1:5 - 1:8).
Vorteile:
Das SC-System hat die kürzeste Baulänge aller drei Systeme und ist daher sehr handlich (es ist ein typisches transportables Reiseinstrument). Die relativ grossen Öffnungen sind preiswert und es hat durch die Schmidtplatte ein abgeschlossenes Tubussystem. Da es eine Kombination ist, bestehend aus zwei Spiegeln und der Schmidtplatte ist die Restchromasie minimal.
Nachteile:
Auch das Schmidt-Cassegrain Teleskop ist bei Tagesbeobachtungen streulichtempfindlich und es hat einen sehr grossen, Beugung und Streulicht erzeugenden Fangspiegel im direkten Strahlengang.
Die Hauptspiegeldurchmesser betragen ca. 150-200 mm, die Brennweite 1500-2000 mm. Die Öffnungszahl liegt meist bei N=10 (1:10).
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