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Optische Fehler und wie sie beseitigt
wurden
Doch nun zurück zu unserem eigentlichen Thema, dem
astronomischen Teleskop. Wahrscheinlich haben die meisten Amateurastronomen
meiner Generation als Teenager mit selbst gebastelten Refraktoren
experimentiert: Da wurden beim Optiker für ein paar Mark billige
Sammellinsen gekauft, in Papptuben eingesetzt und letztlich mehr oder weniger
wackelfrei mit einem Fotostativ aus Papas Kameraausrüstung verbunden.
Doch bereits der erste Blick durch dieses einfache Fernrohr
offenbarte gravierende optische Fehler: Von einem scharfen, kontrastreichen
Bild konnte keine Rede sein. Die beobachteten Objekte wiesen einen intensiven,
bläulich-roten Farbsaum auf. Aber damit noch nicht genug des Unbills: War
das Bild in der Mitte des Blickfeldes noch einigermaßen brauchbar (wenn
man sich daran gewöhnt hatte), so fielen zum Rand katastrophale
Unschärfen auf.
Wie nun kommen diese zwei gravierendsten optischen Fehler
einfacher Sammellinsen zustande? Der Farbfehler ist auch als "chromatische
Aberration" (Farbabweichung) bekannt. Des Pudels Kern ist hier das weiße
Licht, das sich ja bekanntlich aus Licht unterschiedlicher Wellenlängen
zusammensetzt, was sich in Form verschiedener Farben, den Spektralfarben,
manifestiert.
Jeder hat schon einmal einen Regenbogen gesehen. Er kommt
zustande, wenn Wassertröpfchen in der Atmosphäre wie Prismen wirken
und das Sonnenlicht in seine Farben zerlegen. Und unsere Sammellinse tut dies
anscheinend auch, zumindest hauptsächlich für die Farben Rot und
Blau.
Warum? Vorhin wurde gesagt, dass die Sammellinse die
gebrochenen, also von ihrer ursprünglichen Richtung abgelenkten
Lichtstrahlen im Brennpunkt wieder vereinigt. Nun ist es aber dummerweise so,
dass die unterschiedlichen Lichtwellenlängen auch verschiedene Brennweiten
haben, sodass sich streng genommen kein Brennpunkt, sondern eine Art
"Brennlinie" bildet. Und da dies Problem für die Farben Blau und Rot am
gravierendsten ist, tritt das so genannte "sekundäre Spektrum" auf.
Der zweite bedeutende Fehler, die Randunschärfe oder
"sphärische Aberration" (was wörtlich übersetzt
"Kugelgestaltfehler" bedeutet), hat praktisch die selbe Ursache wie der
Farbfehler: Im Klartext heißt dies, dass ein Lichtstrahl, der durch die
Mitte des Objektivs dringt, eine etwas längere Brennweite hat als das
Licht, das randnah durch die Linse geht, was in der Folge zu unscharfen Bilden
in Randnähe des Gesichtsfeldes führt.
Natürlich fragten sich die Pioniere der astronomischen
Beobachtung mit optischer Verstärkung, wie den Linsenfehlern am besten zu
begegnen sei. Ziemlich schnell wurde klar, dass beide optischen Fehler stark
zurückgehen, umso länger die Brennweite des Objektivs im Vergleich zu
dessen Durchmesser gewählt wird.
Was bedeutet dies nun konkret? Habe ich also z. B. einen
Refraktor mit einem Objektivdurchmesser von 10 Zentimetern (also ein durchaus
passables Amateurinstrument) und einer Brennweite von 100 Zentimetern, wird
dieser eine erheblich bessere Bildqualität haben als einer, der bei gleich
großer Optik bloß 50 Zentimeter Brennweite hat. Oder anders
ausgedrückt: Je kleiner das Verhältnis zwischen Objektivdurchmesser
und Objektivbrennweite ("Öffnungsverhältnis"), desto besser ist die
Bildqualität. Bei unserem Teleskop mit 10 Zentimetern Objektivdurchmesser
und 100 Zentimetern Brennweite wäre das Öffnungsverhältnis 1/10
(sprich 1 zu 10), weil die Brennweite des Objektivs 10 Mal länger ist als
dessen eigener Durchmesser. Bei lediglich 50 Zentimetern Brennweite wäre
das Öffnungsverhältnis erheblich größer, nämlich 1/5.
Wer vielleicht noch eine alte Spiegelreflexkamera besitzt, bei
der sämtliche Einstellungen manuell durchgeführt werden mussten, kann
die beschriebenen Effekte noch "live" beobachten: Das vom Kameraobjektiv
entworfene Bild wird immer schärfer, je höher die Blendenzahl
gewählt wird, also je mehr das Kameraobjektiv abgeblendet wird.
Aber keine Rose ohne Dornen: Das Abblenden des Objektivs
führt zu dunkleren Bildern, und das ist natürlich auch bei unserem
Refraktor der Fall. Somit lässt bei steigender Brennweite auch die
Lichtstärke des Objektivs nach, d. h. es können keine schwach
leuchtenden Objekte erkannt werden, was der Beobachtung von Sternhaufen und
Nebeln, die ohnehin nicht zu den hellsten Himmelsobjekten gehören, nicht
sonderlich förderlich ist.
Im 17. Jahrhundert gab es recht abenteuerliche Formen des
Linsenfernrohres. Durch deren lange Brennweiten von bis zu 20 Metern (!) bei
einem Objektivdurchmesser von vielleicht 20 Zentimetern war es schwierig, ein
genügend langes Rohr zu finden. Vielfach wurde dann ganz darauf
verzichtet: Das Objektiv wurde einfach höhen - und seitenverstellbar an
einen langen Mast montiert, während das Okular hinter dem Brennpunkt an
einer weiteren Vorrichtung befestigt wurde. Das waren die berühmten
"Luftfernrohre", aber die Beobachtung mit diesen war, wie man leicht ermessen
kann, nicht sonderlich ersprießlich.
Es war also geboten, geeignete Mittel zur Beseitigung der
optischen Fehler der Linsen zu finden. Trotzdem dauerte es nach der Erfindung
des Fernrohres noch nahezu 150 Jahre, bis man der Fehler endlich Herr wurde.
Aber was geschah in der Zwischenzeit? Die
Unzulänglichkeiten der Linsen schrieen geradezu nach Alternativen. Und
hier begegnet uns der schon weiter vorn erwähnte englische Astronom Isaac
Newton. Bekannt geworden ist er vor allem durch die Entdeckung des
Gravitationsgesetzes und seiner drei Axiome. Aber er war auch der erste, der
1668 die Objektivlinse durch einen Hohlspiegel (d. h. einen konkaven, also
einseitig nach innen gewölbten Spiegel) ersetzte und somit das
Spiegelteleskop erfand.
Der Hohlspiegel (etwa so geformt wie der Rasierspiegel im
heimischen Bad) sammelt Lichtstrahlen ebenso wie die Linse und besitzt daher
auch einen Brennpunkt (von einem besonderen Typ abgesehen, von dem später
noch die Rede sein wird). Der feine Unterschied ist aber der, dass der Spiegel
keinen Unterschied zwischen den Wellenlängen des Lichtes macht: Alle
werden in einem Punkt vereinigt, sodass es keinen Farbfehler gibt, weil das
Prinzip der Bildentstehung beim Spiegel die Reflexion ist. Daher spricht man
bei Spiegelteleskopen auch von "Reflektoren". Die sphärische Aberration
ist jedoch auch bei Spiegeln bekannt.
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| Bild 12: Das
optische Prinzip des Newton-Spiegelteleskops |
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Ein Problem jedoch stellt sich, wenn es um die Betrachtung des
Brennpunktbildes geht: Während dieses bei der Linse hinter dieser und dem
betrachteten Objekt entsteht, liegt der Brennpunkt beim Spiegel wegen der
Reflexion zwischen Spiegel und Objekt. Da kann kein Okular angebracht werden,
weil der Kopf des Beobachters dann den Spiegel vollständig abschatten
würde. So platzierte Newton kurz vor dem Brennpunkt des Spiegels (der im
folgenden aus verständlichen Gründen als "Hauptspiegel" bezeichnet
werden wird) einen um 45° geneigten ebenen Sekundärspiegel, der das
Licht um 90° aus dem Teleskoptubus heraus reflektiert, wo es dann
betrachtet werden kann. (Bild 12).
Dieser Teleskoptyp heißt dementsprechend
"Newton-Teleskop". Dieser Typ ist bis heute unter Amateurastronomen weit
verbreitet, da er selbst bei größeren Dimensionen noch recht
preiswert ist. Der große Nachteil des Newton und auch anderer
Spiegelteleskoptypen ist der Sekundär - oder auch Fangspiegel. Durch seine
Stellung im Strahlengang führt er zu einer Bildverschlechterung und zu
Lichtverlust. Auch muss er ja irgendwie im Teleskoprohr befestigt werden, und
das geschieht meist durch Metallstreben, an denen das Licht auch vorbeistreift
und für einen Qualitätsverlust sorgt.
Und der seitliche Einblick beim Newton war und ist nicht
jedermanns Sache. Trotzdem war der Spiegel damals den Linsen turmhoch
überlegen, und das nicht nur wegen der fehlenden chromatischen Aberration,
sondern auch weil er sich recht einfach und auch in größeren
Durchmessern leichter herstellen ließ als eine Linse. So trat denn der
Reflektor im 18. Jahrhundert seinen Siegeszug an.
Die ersten Spiegel bestanden jedoch nicht wie die heutigen aus
speziellen Glas-oder Keramikarten mit einer reflektierenden Schicht aus
Aluminium oder Silber, sondern einem selbst reflektierenden Metall, das
"Speculum" genannt wurde. Erst der französische Physiker Jean-Bernard Leon
Foucault (1819-1858), der erste Pendler, verwendete versilbertes Glas für
Teleskopspiegel, so beispielsweise für ein Gerät von immerhin 80
Zentimetern Spiegeldurchmesser.
Der zweite sowohl für den Amateur als auch für den
Profi-Astronomen bedeutende Reflektortyp wurde 1672 von dem französischen
Bildhauer Guillaume Cassegrain (1629-1693) entwickelt. Er fragte sich,
wie man dem relativ unkomfortablen seitlichen Einblick beim Newtonspiegel
begegnen könnte. Seine Lösung war ebenso einfach wie genial: Wenn der
Fangspiegel ohnehin einen Teil des Hauptspiegels abschattet, kann auf diesen
verzichtet werden:
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| Bild 13: Das
optische Prinzip des Cassegrain-Spiegelteleskops |
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So platzierte Cassegrain in seinem Teleskop den
Sekundärspiegel in der halben Brennweite des Hauptspiegels. Das
Bemerkenswerte ist hier, dass der Fangspiegel im Gegensatz zum Newtonteleskop
nicht plan, also eben, sondern konvex ist. Das bedeutet, dass dieser kugelige
Sekundärspiegel die zweite Hälfte der Brennweite zurück in
Richtung Hauptspiegel wirft. Dieser ist mittig durchbohrt, und in dieser
Bohrung entsteht das Brennpunktbild. An der Hauptspiegelfassung ist demnach das
Okular angebracht, der Einblick ist genau so wie beim Refraktor (Bild
13).
Ein weiterer Vorteil ist die durch den kugeligen Fangspiegel
gleichsam "gefaltete" Brennweite, welche die Tubuslänge halbiert, sodass
auch große Hauptspiegel in vergleichsweise kurzen Tuben untergebracht
werden können, was recht komfortabel ist, wenn man im Vergleich dazu die
sehr ausladenden Dimensionen des Newtonspiegels bedenkt. Außerdem bedingt
die kürzere Bauweise auch ein geringeres Gewicht.
Etwas vereinfachend wurde beim Hauptspiegel bisher von einem
"Hohlspiegel" geredet, wenn es um die Definition der Form der reflektierenden
Fläche ging. Es gibt aber genau genommen derer zwei: Entspricht die Form
der reflektierenden Fläche der einer Kugel, spricht man von einem
"Kugelspiegel": Das ist die weiter oben erwähnte Ausnahme: Der
Kugelspiegel erzeugt keinen Brennpunkt, daher kann er nur für kurze
Öffnungsverhältnisse von 1/10 bis 1/20 verwendet werden, da optische
Fehler dann aus den bereits erwähnten Gründen recht stark
zurückgehen.
Gibt man der reflektierenden Fläche des Hauptspiegels aber
eine parabolische Form, d. h. der geometrischen Figur der Parabel entsprechend,
werden optische Unzulänglichkeiten recht gut kompensiert, sodass hier
durchaus mit großen Öffnungsverhältnissen von bis zu 1/5
gearbeitet werden kann.
Aber was geschah zwischenzeitlich mit den Linsenfernrohren?
Natürlich war man, wie schon weiter vorn erwähnt, bemüht, deren
gravierende Fehler auszumerzen, denn auf Dauer war es mit den unbequemen,
lichtschwachen Luftfernrohren nicht getan. Es galt also, für das Ziel der
Bildverbesserung neue Wege zu beschreiten. Ein erster Versuch in diese Richtung
war die Konstruktion mehrlinsiger Okulare, und das maßgeblich durch den
holländischen Astronomen Christian Huyghens (1629-1695). Bekannt
wurde dieser auch durch die Entdeckung der Saturnringe und das Auffinden des
größten Saturnmondes Titan.
Diese zweilinsigen, so genannten "Huyghens-Okulare" finden sich
heute noch im Zubehör billiger Kaufhausteleskope, wie sie, wenn diese
Zeilen geschrieben werden (Dezember 2004), vermutlich mannigfach unter dem
Christbaum liegen werden. Eine bedeutende Verbesserung der Bildqualität
brachten diese Okulare jedoch auch nicht, so fragte man sich ernsthaft, ob es
nicht möglich sei, "achromatische", also farbfehlerfreie Linsenobjektive
herzustellen. Isaac Newton schloss diese Möglichkeit kategorisch aus, weil
sich diese nicht mit der Vorstellung vertrug, die er von der Natur des Lichtes
hatte (deshalb wohl erfand er das Spiegelteleskop). Etwas anders sah der
deutsche Mathematiker Leonhard Euler (1701-1783) die Sache: Er entdeckte
die heute anerkannte Wellennatur des Lichts und konstruierte das Modell eines
achromatischen Fernrohrobjektivs aus Linsen unterschiedlicher Brechkraft.
Vielfach wird der englische Optiker John Dollond
(1706-1761) als der Erfinder des achromatischen Linsenfernrohrs genannt. Dies
trifft jedoch nicht zu: Zwar ist sicher, dass er 1758 ein achromatisches
Fernrohr vorgestellt hat. Kurioserweise hatte Dollond zuvor noch die Theorien
Eulers belächelt, er war eher Newtons Meinung gewesen.
Wie aber kam es zu dem Sinneswandel und der darauf folgenden
vermeintlichen Entdeckung des achromatischen Teleskops? Dollond bekam, nachdem
er von Eulers Theorien erfahren hatte, Wind von einer Arbeit, die in das Jahr
1733 fiel, also ein Vierteljahrhundert vor seiner "Entdeckung". Da gab es
nämlich einen englischen Rechtsanwalt namens Chester Moor Hall
(1703-1771), der sich in seiner Freizeit intensiv mit Optik beschäftigte.
Er entdeckte 1733, dass der Farbfehler sehr stark zurückging, wenn das
Objektiv aus einer bikonvexen Linse aus Kronglas und einer plankonkaven (also
einer auf der einen Seite konkaven und auf der anderen Seite ebenen) Linse aus
Flintglas zusammengesetzt wurde. Diese Gläser weisen unterschiedliche
Brecheigenschaften auf, wodurch die Brennpunkte für Rot und Blau in nahezu
einem Punkt vereinigt werden.
Seltsamerweise hat Hall diese hochwichtige Entdeckung nicht
bekannt gegeben. Jedenfalls hat Dollond von dieser Erfindung profitiert: Er und
sein Sohn Peter (1730-1820) waren lange Zeit führend durch die hohe
Qualität der von ihnen hergestellten Instrumente.
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| Bild 14: Joseph von
Fraunhofer |
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Der deutsche Physiker Joseph von Fraunhofer (1787-1826,
Bild 14), der einige Zeit im Benediktinerkloster zu Benediktbeuern in
Südbayern lebte, arbeitete und dort auch eine Glashütte betrieb,
verbesserte das achromatische Objektiv weiter: Er entdeckte, dass sich optische
Fehler wie die sphärische Aberration weiter minimieren ließen, wenn
sich die beiden Linsenelemente nicht berührten, sondern ein Abstand von
einigen Millimetern zwischen ihnen verblieb: Die Luft in diesem Zwischenraum
wirkte wie eine dritte Linse.
Dieses so genannte Fraunhofer-Objektiv findet heute noch in
vielen Refraktoren vor allem im Amateurbereich Verwendung: Es ist recht
preiswert herzustellen, hat kaum Fehler und ist bis zu
Öffnungsverhältnissen von 1/10 gut verwendbar. Auch die meisten der
heute im Amateurbereich verwendeten Okulare sind achromatisch und bestehen aus
drei oder mehr Einzellinsen, was logisch ist: Denn was nutzt das beste
achromatische Objektiv, wenn bloß ein einfaches Okular, was
natürlich auch Fehler aufweist, dessen Vorteile zunichte macht.
Trotz alledem, der Siegeszug des Reflektors war nicht mehr
aufzuhalten, und das vor allem deshalb weil, wie weiter vorn schon
erwähnt, Spiegel wesentlich billiger und in größeren
Dimensionen herstellbar waren als Linsen. So vermochte Dollond lediglich
Linsenobjektive mit Durchmessern von maximal 20 Zentimetern herzustellen. Erst
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es technisch
möglich, größere Linsen zu konstruieren. Das markierte den
Beginn der Ära der großen Refraktoren mit Objektivdurchmessern von
bis zu einem Meter, allerdings zunächst nur auf dem nordamerikanischen
Kontinent.
So haben wir nun die drei klassischen Teleskoptypen kennen
gelernt, nach deren Prinzip alle heute gebräuchlichen Fernrohre arbeiten,
vom einfachen Fernrohr für den astronomischen Einsteiger bis hin zum
computergesteuerten Gerät einer professionellen Sternwarte. Natürlich
wurden alle diese Teleskoptypen in neuerer Zeit weiter verbessert, was
letztlich auch den Fernrohren für die Amateurastronomen zugute kam. So
gibt es heute Teleskope mit einer technischen Ausstattung, wie sie vor zehn
Jahren noch undenkbar gewesen wäre, und das sogar noch zu halbwegs
erschwinglichen Preisen. Bevor ich nun aber mit einem kleinen Streifzug durch
die Welt der Teleskope für den Amateurastronomen beginne, sei mir noch ein
kurzer Ausflug in die Geschichte des astronomischen Fernrohres gestattet, wobei
es um bedeutende historische Großteleskope und ihre Meister gehen
soll. |