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| Sonnenfinsternisse in der
Geschichte |
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Die ältesten Berichte über Sonnenfinsternisse
besitzen wir aus den Annalen der chinesischen Astronomen. Aufgrund der
Aufzeichnungen des chinesischen Astronomen Chu wissen wir von 916
Sonnenfinsternissen, welche sich von 2137 bis 1785 v. Chr ereignet haben.
Beispiel für eine Umschreibung einer Sonnenfinsternis in den chinesischen
Annalen: als Sonne und Mond nicht friedlich zusammen wohnen wollten
..., oder für eine ringförmige Sonnenfinsternis: die
Sonne sah aus wie ein goldener Ring!
Die chinesischen Hofastronomen Hsi und Ho sollen aufgrund
von Trunkenheit eine Sonnenfinsternis nicht rechtzeitig vorhergesagt haben und
wurden deshalb geköpft. Bei dieser Sonnenfinsternis handelt es sich
vermutlich um die totale Sonnenfinsternis vom 13. Oktober 2128 v. Chr, welche
gegen 12 Uhr in Tay-kon-kien stattfand. Die Chinesen glaubten, daß bei
einer Sonnenfinsternis ein riesiger Drache die Sonne verschlinge. Das Volk zog
zur Rettung der Sonne mit allerlei Gerätschaften lärmend los und
vertrieb mit Geschrei, Trommeln und Krach den Drachen. Bereits zu diesem
Zeitpunkt konnten die Chinesen also eine Sonnenfinsternis vorherberechnen und
dies bedarf des Verständnisses der himmlischen Bewegungen und
mathematischer Kenntnisse.
Sowohl die Chaldäer als auch die Chinesen erkannten
quasi zur selben Zeit, daß Verfinsterungen von der Stellung des Mondes
zur Sonne abhängt. Sie beobachteten, daß Sonnenfinsternisse nur
während der Zeit des Neumondes stattfinden können. Aber da nicht
immer zum Zeitpunkt eines Neumondes eine Verfinsterung der Sonne stattfindet,
erkannten sie, daß der Mond verschiedene Umlaufbahnen ausführen
muß.
Den Chinesen und Chaldäern war also bereits vor
über 2000 Jahren die Neigung der Mond- zur Erdbahn (der Ekliptik) bekannt.
Sie nannten die Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik Knotenpunkte oder
Drachenpunkte. Eine Keilschrift aus dieser Zeit: Sonnenfinsternisse
finden nur statt, wenn zur Zeit des Neumondes die Sonne und die unsichtbare,
lichtlose Mondscheibe, von der Erde aus gesehen, in Knotennähe nahe genug
beieinander stehen, und zwar so, daß eine ganze oder teilweise Bedeckung
der Sonne durch den Mond möglich ist!
Die Schlacht zwischen Lydern und Parthern: Herodot
berichtet von einer Schlacht in Griechenland: ... im sechsten Jahr, als
gerade eine Schlacht im Gange war, geschah es, daß während des
Kampfgetümmels plötzlich der Tag zur Nacht wurde... Als die Lyder und
die Parther sahen, daß die Nacht den Tag ersetzte, ließen sie vom
Kampf ab und drängten auf beiden Seiten darauf, daß Frieden
geschlossen werde. Man vermutet, daß Schlacht und Sonnenfinsternis
sich am 28. Mail 584 v. Chr. ereigneten.
Weitere Informationen:
Geschichte der
Sonnenfinsternisse sowie
historische
Aufnahmen
Hier finden Sie Reiseberichte der Sonnenfinsternisse
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| Voraussetzungen für eine
Sonnenfinsternis |
- Sonne, Mond und Erde müssen auf einer Linie
stehen
- Sonne und Mond müssen am Tageshimmel stehen, es
muß also Neumond sein
- Der Mond muß sich in unmittelbarer Nähe
eines seiner Knoten- oder Drachenpunkte befinden
- Sonne und Mond müssen optisch den gleichen
Durchmesser haben
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Eine Sonnenfinsternis tritt also ein, wenn sich der Mond
zwischen die Sonne und die Erde schiebt. Dabei muß der Mond sich in
unmittelbarer Nähe eines seiner Knoten- oder Drachenpunkte befinden. Das
heißt, der Mond muß in der Nähe der Ekliptik stehen, also in
der Erdbahnebene.
Da die Mondbahn um 5° zur Erdbahn geneigt ist, bewegt
sich der Mond in den meisten Fällen oberhalb oder unterhalb der Sonne an
dieser vorbei, bedeckt sie also nicht. Nur dann, wenn der Mond sich gerade auf
dieser oben erwähnten Schnittlinie befindet, ist eine Bedingungen für
eine Sonnenfinsternis ist erfüllt.
Eine Sonnenfinsternis kann nur dann eintreten, wenn
Neumond ist, also der Mond nicht am nächtlichen, sondern am Tageshimmel
steht. Des weiteren muß für eine totale Sonnenfinsternis der Mond
und die Sonne gleichgroß am Firmament erscheinen. Da der Mond in einer
geringfügigen Ellipse um die Erde kreist, schwankt seine Entfernung zu uns
zwischen 406.000 bis 356.000 km. Steht der Mond in einer weiten Entfernung zur
Erde, reicht sein optischer Durchmesser nicht aus, die Sonne total zu bedecken,
es entsteht eine ringförmige Sonnenfinsternis.
Eine partielle Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond
nicht nahe genug an seinem Knotenpunkt steht, also keine exakte Aufreihung in
einer Linie stattfindet. Lediglich der Halbschatten fällt dann auf die
Erde. Bei einer totalen Sonnenfinsternis erscheint dem Beobachter auf der Erde
der 3.500 km große Mond gleichgroß wie die 1,4 Mio. Durchmesser
große Sonne. Obwohl die Sonne 400 mal größer als der Mond ist,
erscheint sie durch ihre 400fach größere Entfernung gleich
groß.
Dabei fällt der Kernschatten des Mondes als schmaler
Streifen auf die Erde. In diesem Bereich verschwindet die Sonne. Oberhalb und
unterhalb dieses Streifens ist die Finsternis lediglich partiell. Diese
partielle Phase wird immer geringer, je weiter man sich vom Kernschatten
entfernt. Da es im Jahr zweimal passiert, daß die Sonne in Richtung des
Knoten steht, könnte es theoretisch zwei mal im Jahr eine Sofi geben.
Entfernung Mond: mittlere Entfernung: 384.392 km (406.679
km bis 356.410 km) Entfernung Sonne: mittlere Entfernung: 1.496.000 km
(1.470.000 km 1.520.000 km)
Erscheinen beide Durchmesser gleich groß, dauert die
Finsternis nur einige Sekundenbruchteile. Je größer der
Monddurchmesser uns erscheint, desto länger dauert die Finsternis.
Erreicht der Monddurchmesser nicht den der Sonne, erleben wir eine
ringförmige Sonnenfinsternis.
Sonnenfinsternisse können auch unterschiedliche Dauer
haben: Die Totalitätszone hat eine maximale Breite von 273 km. Da sich
aber der Mondschatten zeitweise schräg auf die Erdoberfläche
projiiziert, kann sie in solchen Fällen auch breiter sein. Steht zum
Beispiel die Erde im Aphel (also am sonnenfernsten Punkt ihrer Bahn), erscheint
uns die Sonne kleiner am Himmel. Steht im Gegensatz dazu der Mond im
Perigäum (also in Erdnähe), dann erscheint er uns mit maximaler
Größe. Wird nun die Totalität vom Äquator in den
Mittagsstunden beobachtet, dann kann sich eine maximale Totalitätsdauer
von 7 min und 29 sec. ereignen.
Die Erde bewegt sich um die Sonne und hat dabei
unterschiedliche Entfernungen. Im Winter steht die Erde der Sonne näher,
im Sommer ferner. Auch der Mond bewegt sich auf einer elliptischen Bahn um die
Erde und hat dadurch unterschiedliche Abstände. Die Größe der
Finsternis wird in Einheiten des Sonnenscheibendurchmessers angegeben.
Größe 1,00 heißt, die gesamte Sonnenscheibe wird vom Mond
abgedunkelt, also gerade noch eine totale Sofi. |
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| Welche Arten von Finsternissen
gibt es? |
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Mondfinsternis
Bei einer Mondfinsternis schiebt
sich die Erde zwischen die Sonne und den von ihr beleuchteten Mond. Der riesige
Erdschatten verdunkelt den Mond total, jedoch ist dieser immer noch zu sehen.
Das liegt daran, daß unsere Atmosphäre die Sonnenstrahlen ablenkt
und bricht, sie in den Kernschatten hineinlenkt und somit den Mond je nach
Zusammensetzung unserer Atmosphäre einfärbt. Deshalb
können Mondfinsternisse mal heller, mal dunkler oder auch in
unterschiedlichen Rottönen eingefärbt sein.
Partielle Sonnenfinsternis
Prinzipiell unterscheidet man zwischen partieller,
ringförmiger und totaler Sonnenfinsternis. Bei einer partiellen
Sonnenfinsternis bewegt sich der Kernschatten des Mondes an der Erde vorbei.
Dabei fällt nur sein Halbschatten auf die Erde. Nur dann, wenn die Achse
des Mondschattens über die Erde huscht, kann es zu einer totalen oder
einer ringförmigen Sonnenfinsternis kommen. Welche sich nun ereignet,
hängt davon ab, wie der scheinbare Durchmesser der Sonne und des Mondes
sich abdecken.
Ringförmige Sonnenfinsternis
Steht die Erde nahe zur Sonne, hat also einen
größeren Durchmesser und steht dabei der Mond im Aphel, also seinem
weit entfernten Punkt, dann erscheint uns der Monddurchmesser am Himmel
geringer, und er reicht nicht aus, die Sonnenscheibe zu bedecken. Es kommt zu
einer ringförmigen Sonnenfinsternis.
Totale Sonnenfinsternis
Erde im Aphel (also am sonnenfernsten Punkt ihrer Bahn)
erscheint uns die Sonne kleiner am Himmel. Steht parallel dazu der Mond im
Perigäum (also in Erdnähe), dann erscheint er uns mit maximaler
Größe. Es kommt zu einer totalen Bedeckung der Sonne.
Der Saros-Zyklus
Da 223 synodische Monate fast genau gleich 242
drakonitische Monate sind, so wiederholen sich in diesem Zeitraum die relativen
Positionen der Syzygien (Neu- und Vollmondphasen) zu den Mondbahnknoten.
Deshalb wiederholen sich die Finsternisabläufe im Zeitraum von 18 Jahren
und 10 1/3 (11 1/3) Tagen. Diesen Zeitraum nennt man den Saros-Zyklus
(Himmelsjahr 1999).
Sonnenfinsternisse werden eines Tages nicht mehr
stattfinden
Der Mond ist 400 mal kleiner als die Sonnenscheibe und hat
einen 400fachen geringeren Abstand zur Erde als die Sonne. Dadurch erscheinen
uns beide Himmelsobjekte in gleicher Größe. Infolge der
Gezeitenwirkung entfernt sich der Mond pro Jahr um etwa 4 cm von der Erde.
Dadurch wird er in etwa 600 Millionen Jahren die Sonnenscheibe nicht mehr total
bedecken können. |
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| Was geschieht bei einer
Sofi |
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Kurzer Steckbrief: Die Sonne
Der Stern Sonne ist genau wie alle anderen Sterne -
ein glühend heißer Gasball. Sie ist 150 Mio. km von uns entfernt und
garantiert mit ihrem Licht und ihrer Wärme das irdische Leben. Das Licht
benötigt 8 min und 20 sec., um von ihr zu uns zu gelangen. So wie die
Sonne existieren eine unendliche Zahl von Sternen am Himmel. Ihr Licht ist
allerdings Jahre oder Jahrmillionen unterwegs, kein Wunder, daß sie
lediglich als Lichtpünktchen erscheinen.
Die Sonne ist durch ihre
Nähe zu uns ein ideales Studienobjekt. Wir können ihre
Oberflächenstrukturen studieren und Rückschlüsse auf die anderen
Sterne unseres Universums ziehen. Insgesamt 333.000 Erdkugeln ergeben die Masse
der Sonne. Die Sonne beinhaltet 99,9 % der Masse des gesamten Sonnensystems mit
seinen 9 Planeten und den unzähligen Monden und Asteroiden. Selbst der
größte Planet unseres Sonnensystems, Jupiter, hat nur 1/1.000 der
Masse der Sonne.
Die Sonne besteht zu 74% aus Wasserstoff, zu 24% aus
Helium und zu einem geringen Restanteil aus Kohlenstoff, Sauerstoff,
Stickstoff, Titan, Eisen und Gold. Im Innern der Sonne herrschen Temperaturen
um 15 Mio. Grad, dort findet der thermonukleare Prozess statt, der Wasserstoff
in Helium umwandelt. Vier Wasserstoffprotonen verschmelzen zu einem
Heliumatomkern. Dabei wird Energie freigesetzt, die als Strahlungsleistung
freigesetzt wird und uns mit Licht und Wärme füttert. Die sichtbare
Schicht der Sonne ist die Photosphäre. Sie hat eine Temperaturvon ca 5.500
Grad C. Darüber liegt die Chromosphäre und die Korona als die
äußerste Schicht der Sonne.
Nur bei einer totalen Bedeckung der Photosphäre durch
den Mond können die beiden anderen Schichten beobachtet werden. Ansonsten
werden sie von der überaus hellen Photosphäre überstrahlt. 99%
der des sichtbaren Sonnenlichtes stammen von der Photosphäre. Die
Photosphäre ist 400 km dick. Zu erkennen in ihr sind die Granulen, die
Körnchen, welche eine Ausdehnung von 700 bis 1.400 km haben.
Die Chromosphäre ist über der Photosphäre
angesiedelt. Man spricht von zwei Chromosphären, eine 8.000 die andere
12.000 km dick. Die Temperaturen liegen bei 4.500 bis zu 400.000 K in der
äußersten Schicht. Die angrenzende Schicht zur Korona erreicht bis
zu einer Million Kelvin. Die Chromosphäre ist rötlich, sie besteht
fast ausschließlich aus H-Alpha Licht. In ihr sind auch die Protuberanzen
zu beobachten, diese wiederrum können bis tausende von Kilometer hoch in
die Korona aufsteigen können. Bei einer totalen Sonnenfinsternis kann man
beim 2. und 3. Kontakt die Chromosphäre kurz aufleuchten sehen.
Die Korona ist die äußerste Gashülle der
Sonne, sie erstreckt sich weit in den interplanetaren Raum hinaus. Sie
erscheint bei einer totalen Sofi strahlenförmig, in Zeiten geringer
Sonnenflecken ist sie fast rund, sonst langgestreckt. Die Helligkeit der Korona
beträgt etwa 1 Millionstel der Photosphäre. Die Beobachtung der
Korona ist nur bei totalen Sonnenfinsternissen möglich. Denn der Mond
liegt außerhalb unserer Atmosphäre und bewirkt kein Streulicht. Die
Temperaturen innerhalb der Korona liegen bei ein bis drei Millionen Kelvin,
allerdings handelt es sich um ein ganz dünn verteiltes Gas.
Die vier Kontakte
- Der erste Kontakt: Der Mond berührt die
Sonnenscheibe. Es zeichnet sich kurz danach die erste dunkle Einbuchtung im
Sonnenball ab. Diese Einbuchtung wächst langsam.
- Vom zweiten Kontakt spricht man, wenn die Mondscheibe
den linken Sonnenrand erreicht hat, die Totalität beginnt. Erst jetzt kann
man mit bloßem, ungeschützten Auge beobachten.
- Der dritte Kontakt beendet die Totalität, die
Sonne blitzt wieder hervor.
- Der vierte Kontakt bedeutet das Ende der
Sonnenfinsternis, der Mond hat die Sonnenscheibe wieder vollkommen freigegeben,
sich von ihr gelöst.
Die Phänomene
- Es wird dunkel, die menschliche Pupille registriert
dies (noch) nicht, der Belichtungsmesser der Kamera jedoch schon
- die umliegende Gegend verfärbt sich, der Himmel
erscheint im fahlen Licht, die Menschen sehen bleicher aus
- die landschaftlichen Kontraste steigen
- nach 10 Minuten
- die Kontraste steigen weiter, sie werden
knallhart
- die Farbkontraste werden stärker, brllanter
- Reaktionen der Tierwelt können beobachtet
werden
- ebenso, daß sich Blüten
schließen
- Lochblendeneffekt: Sonnensicheln
- ca. 5 min vor der Totalität
- die Temperatur geht bis 7° runter (in der Sonne
bis zu 20°)
- in der Schattenzone weht ein kühler Wind,
Kamineffekt (düsterer bedrohlicher Sturm, schwarze Säule)
nähert sich mit der Geschwindigkeit eines Hurricans
- ca 2-3 min. vor der Totalität
- fliegende Schatten (shadow bands), und/oder
- hell-dunkel-Streifen, die miteinander
Fangen spielen. Für sie gibt es noch keine richtige
Erklärung. Am besten ist der Vergleich mit dem Boden eines Schwimmbeckens,
welches bläulich gestrichen ist. Dort kann man auch die kribbelnden
Schatten am Boden sehen. Man nimmt an, daß sie ausgelöst werden
durch Luftschlieren, durch unterschiedliche Dichten in der Atmosphäre.
- Totalität
- aus überwiegend westlicher Richtung heranrasend:
der Mondschatten
- es wird dunkel, jedoch bedeutend heller als
während einer Vollmondnacht
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| Was kann beobachtet
werden? |
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Die Sonne ist ein großer thermonuklearer Ofen, in
ihrem Innern herschen Temperaturen von ca. 15 Millionen Grad. Die Sonne besteht
überwiegend aus Wasserstoff, der in ihrem Kern zu Helium umgewandelt wird.
Dabei wird Energie erzeugt, der in Form von Strahlung ausgesandt wird. Auf der
Sonnenoberfläche kann man während der Bedeckung natürlich nichts
beobachten, jedoch zeigen sich durch die Bedeckung am Rand der gleißend
hellen Photosphäre schwächere Phänomene, die sonst nicht
sichtbar sind. |
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Der Diamantring Effekt
Kurz vor und nach der Totalität tritt der
Diamantringeffekt auf und/oder Bailys Beads erscheinen. Im
deutschsprachigen Raum heißt dieses Phänomen
Perlschnureffekt.Die schmale Sichel der noch gerade sichtbaren
Sonnenscheibe wird in einzelne Punkte oder Knötchen zerteilt. Oder es
erscheint ein einziger greller Lichtfleck.
Das sieht aus, als gäbe es da oben am Himmel
einen grandiosen, riesigen Ring mit einem Diamanten. Deshalb nennt man das
Phänomen auch den Diamantringeffekt. Der Mond hat im Gegensatz zur Sonne
einen gewellten Rand. Es liegen dort Täler und Berge. Die Täler
lassen noch einen dünnen Lichtstrahl der Sonne durch, die Berge
verhüllen die Sonne vollkommen. |
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Bailys Beads
Baily`s Beads (Bailys Perlen, engl. Astronomen
Francis Baily, der sie 1836 erstmals erwähnte) Schrammt die Mondscheibe am
Rand der Sonne vorbei, z.B. wenn man sich in einer Totalitätszone nicht
auf die Zentrallinie stellt, sondern an den Rand, dann kann aus diesem einzigen
Diamanten eine Kette von Perlen (Tälern auf dem Mond)
werden.
Copyright der Baily Beads Aufnahme:
Gebhard Oelmaier |
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Die Chromosphäre
Die Chromosphäre (griech: Farbschicht) liegt
über der Photosphäre und leuchtet rot. Da sie im Vergleich zur
Photosphäre und der Korona außerordentlich dünn ist (lediglich
einige tausend km dick) leuchtet sie nur ganz kurz zu Beginn und zum Ende der
Totalität auf. |
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Die Protuberanzen
In ihr befinden sich die Protuberanzen, riesige,
massive, extrem heiße Wasserstoffbündel, die in den Weltraum
hinausgeschleudert werden und sich bis in die Korona erstrecken.
Chromosphäre und Protuberanzen leuchten im H-Alpha Licht. Deshalb
können sie auch mittels Spezialfilter von der Erde aus sichtbar gemacht
werden.
Copyright der Protuberanzen
Aufnahme: Gebhard Oelmaier |
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Die Korona
Dies gilt nicht für die
Korona. Lediglich im Hochgebirge kann man Ansätze der Korona mittels
Spezialgeräten sichtbar machen. Die Korona ist die äußere
Hülle der Sonne. Sie erscheint dem Beobachter in
weißlich-bläulichen Licht. Ihre Form ist länglich oder mehr
rund, je nachdem ob es sich um eine Sonnenperiode mit geringen oder vermehrten
Sonnenflecken handelt.
Bei der Korona handelt es sich um eine sehr
heiße, aber stark verdünnte Schicht der Sonne. Ihre Temperatur liegt
bei ein bis drei Mio. Kelvin. Ihre Energieausstrahlung ist aufgrund ihrer
Verdünnung aber so schwach, daß sie von der Photosphäre
überstrahlt wird und nur zu Zeiten einer totalen Sonnenfinsternis mit
bloßem Auge zu sehen ist.
Die Korona erscheint als gebündelte
Lichtstrahlen. Die Lichtbündel richten sich nach den Kraftlinien des
Magnetfeldes, welche von der Sonne ausgehen. Außerdem werden sie von der
Sonnenrotation beeinflußt. Elektrisch geladene Partikel (Protonen,
Alphateilchen, Elektronen) werden von der Korona in den interplanetaren Raum
geschossen. Dieser Sonnenwind erreicht Geschwindigkeiten von 500 bis 1.000
km/sec. |
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Die
fliegenden Schatten
Die shadow bands entstehen einige
Minuten vor der Totalität. Man sieht an hellen Flächen streifige
Muster, ähnlich dem Muster von Sanddünen. Sie bewegen sich mit
mäßiger Geschwindigkeit, verwinden sich, huschen davon. Es handelt
sich vermutlich um Szintillation. Die Lichtwellen werden in den
unterschiedlichen Luftströmungen gebrochen und absorbiert. |
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Der Wind der Finsternis
Der Finsterniswind tritt ganz kurz vor Eintritt der
Totalität auf. Es wehen regelrecht Böen, bei bedecktem Himmel besteht
die Chance, daß in letzter Minute der Himmel aufreißt. Der
Mondschatten nähert sich mit gewaltiger Geschwindigkeit. Ausserdem werden
Planeten und Sterne sichtbar. |
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Zu guter Letzt: Interessantes und Erheiterndes zu
Sonnenfinsternissen:
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