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| Der Widder |
Aries (Arietis, Ari)
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Das unscheinbare Sternbild erstreckt sich in RA von 1h 47min bis 3h 30min und in DEC von +10° 20' bis +31° 10'. Dabei wird es von den Sternbildern Dreieck (Triangulum), Fische (Pisces), Walfisch (Cetus), Stier (Taurus) und Perseus (Perseus) umschlossen. Die beste Beobachtungszeit ist Herbst und Winter. Der Widder, das erste Sternbild des Tierkreises, hat heute kaum noch Bedeutung. Jedoch vor circa 2.000 Jahren überquerte in diesem Sternbild die Sonne den Himmelsäquator nach Norden, was dem astronomischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel entspricht. Dieser Schnittpunkt heißt daher auch Widder- oder bekannter Frühlingspunkt (Frühlingstagundnachtgleiche, Frühlingsäquinoktium). Von ihm aus zählt man die Rektaszension (RA). Zur Zeit befindet sich der Frühlingspunkt aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse im Sternbild Fische (Pisces). |
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| 13 a Ari - Hamal |
ist ein gelber Riese von 2,0m in 66 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Widder, Schaf oder Lamm. Gelegentlich wird er auch Elnath (arab. "Der mit dem Horn Stoßende") genannt. |
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| 6 b Ari - Sheratan |
ist ein weißer Stern von 2,6m in 59 LJ Entfernung. Dieser ebenfalls arabische Name bedeutet Zeichen. Er wurde auch für g Arietis verwendet, da beide Sterne 300 - 400 vor Chr. nahe dem Frühlingspunkt lagen. Er wird auch Elscheratain (arab. "Die beiden Zeichen") genannt. |
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| 5 g Ari - Mesarthim | ist ein Doppelstern mit zwei weißen Komponenten von 4,6m und 4,7m. Die 200 LJ entfernten Sterne sind bereits in kleinen Teleskopen zu trennen (Distanz: 7,5"). | |
| 48 e Ari | ist ein Doppelstern mit zwei weißen Sternen von 5,2m und 5,5m in 300 LJ Entfernung und in Teleskopen ab 100 mm Öffnung zu trennen (Distanz: 1,5"). | |
| 9 l Ari |
ist ein Doppelstern mit einer weißen (4,8m) und einer gelben (7,3m) Komponente. Das System steht in 134 LJ Entfernung und ist bereits mit einem guten Fernglas zu trennen (Distanz: 37,5"). |
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| 42 p Ari | ist ein bläulich-weißer Stern von 5,2m mit einem Begleiter von 8,3m in 620 LJ Entfernung. Er ist in kleinen Teleskopen schwer zu trennen. | |
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Manilius (röm. Dichter, 1. Jhd. v. Chr.) nannte das Sternbild "Prinz aller Zeichen", für die Assyrer war es "Altar" oder "Opfer", die Araber sahen darin ein Schaf und die Chinesen einen Hund. Durch seine frühere Lage am Frühlingspunkt war der Widder ein wichtiges Sternbild in der griechischen Mythologie. Es verkörperte die Sage um das Goldene Vlies: |
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Nach Apollonius von Rhodos (3. Jhd. v. Chr.) heiratete König Athamas von Bootia die Wolkengöttin Nephele. Nachdem er das Interesse an seiner Frau verloren hatte, ging er mit Ino eine neue Ehe ein. Diese sah die Kinder aus erster Ehe, vor allem Phrixos, als Bedrohung an. Mit einer List wollte sie den Jungen töten. Sie verbrannte die neue Saat, so daß es zu einer Hungersnot kam. Ein Bote, der das Orakel von Delphi befragen sollte, war vorsorglich von Ino bestochen worden und berichtete deshalb bei seiner Rückkehr, daß das Orakel die Opferung von Phrixos empfohlen hätte. Diese wurde bereits vorbereitet, als ein Widder mit goldenem Fell den Knaben entführte. Das Tier war von Hermes gesandt worden, der damit die Gebete Nepheles erhörte. Helle, die Schwester von Phrixos, wurde ebenfalls durch den Widder gerettet, stürzte jedoch in die enge Wasserstraße zwischen Europa und Asien, die seither Hellespontos, Meer der Helle, genannt wird. Der Widder brachte Phrixos nach Kolchis am Schwarzen Meer. Dort opferte Phrixos den Widder Zeus (röm. Jupiter) und gab das Goldene Vlies König Aietes von Kolchis, der es in der heiligen Höhle des Kriegsgottes Ares (röm. Mars) von einem Drachen bewachen ließ. Später wurde es von Jason (und den Argonauten) aus dieser Höhle gestohlen. |
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Uranometria 2000 |
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