Die Mars-Atmosphäre

Der Mars vermag aufgrund seiner geringen Planetenmasse nur eine sehr dünne Atmosphäre zu halten.
Der Oberflächendruck beträgt mit 0,006 bar weniger als ein Hunderstel des Atmosphärendrucks auf der Erdoberfläche. Die Marsatmosphäre besteht zu über 95% aus CO_2, knapp 3% aus Stickstoff N_2, und gerade einmal 0,13% entfallen auf Sauerstoff.

Die niedrige Temperatur auf dem Mars trägt zum Erhalt der Atmosphäre bei. Da der Mars jedoch kein Magnetfeld hat. das ihn vor dem Sonnenwind schützt, wird die oberste Schicht der Atmosphäre vom Sonnenwind nach und nach in den Weltraum geblasen, wodurch der Mars seine Atmosphäre nach und nach verliert. Früher war die Atmosphäre des Mars somit dichter als heute. Vor Milliarden von Jahren gab es auf dem Mars Flüsse, Seen und Ozeane.

Trotz des geringen Drucks ist die Marsatmosphäre sehr aktiv. Regelmäßig umhüllen globale Staubstürme den gesamten Planeten und verhindern den Blick auf die Planetenoberfläche. Um den Nordpol formten die Marswinde sogar ein ausgedehntes, zirkumpolares Dünenfeld.
Immer wieder bilden sich Wirbelstürme und Staubteufel, die geschlängelte Bahnen auf die sandige Oberfläche zeichnen

Die Phoenixsonde der NASA war mit einem Mikrofon ausgerüstet und hat die Geräusche des Marswindes aufgezeichnet. Sich bewegende Wolken sind von den Landeeinheiten ebenfalls beobachtet worden.
Allerdings sind diese oftmals sehr klein und nicht mit den ausgedehnten und dicken Wolkenfeldern in der Erdatmosphäre vergleichbar.
Es existiert ein sehr schwacher Wasserzyklus, der auf die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zurückgeht. Wichtige Erfahrungen zu den klimatischen Bedingungen sammelte man während des über 7-jährigen Aufenthalts der "Mars Exploration Rover".

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