
von Emil Khalisi
Das Hubble Space Telescope erblickte ein großes Sturmgebiet in der Nähe des Äquators. Seine Größe entspricht etwa der gesamten Erdkugel. Seit seiner Entdeckung im September 1994 hat sich seine Form und seine Bewegung leicht geändert.
Der Südpol des Enceladus weist Rillen auf, die als "Tigerstreifen" bezeichnet werden. Bereits in geringer Tiefe (wenige zehn Meter unter der Oberfläche) wird ein Reservoir aus flüssigem Wasser vermutet. Ein unbekannter Prozess erzeugt so viel Wärme, dass die Temperatur knapp bis zum Gefrierpunkt steigen kann.
Der Nordpol des Saturn, aufgenommen von Cassini im November 2008, bei zwei verschiedenen Wellenlängen im Infraroten: Zu erkennen ist eine Aurora rund um den Polarkreis und die darunterliegende Atmosphäre.
Einen riesigen, aber dünn bevölkerten Ring in den Außenbereichen des Saturnsystems entdeckte das Infrarot-Observatorium Spitzer. Am Nachthimmel würde er doppelt so groß erscheinen wie der Vollmond. Anders als die klassischen Ringe, ist er dafür 20-mal so dick. Außerdem ist er um 27° gegen die Saturnebene geneigt.
Im Falschfarbenbild blickt man in unterschiedliche Tiefen der Atmosphäre. Dies beruht auf einer unterschiedlichen Konzentration von Methan. Das komplexe Gebilde ist der "Drachen-Sturm", der im Sommer 2004 eine kräftige Quelle von Radio-Emissionen war. Cassini registrierte nur dann Radiobursts, solange sich der Sturm auf der Nachtseite befand. Als Sonnenlicht auf ihn fiel, verschwand die Radiostrahlung.
Die beiden Schäferhundmonde Pandora (links) und Prometheus "bewachen" den F-Ring. Er befindet sich etwa 3000 km jenseits des bekannten A-Rings und wurde erst 1979 von Pioneer 11 entdeckt. Er besteht aus einem Kernring, der von schwächeren Nachbarringen umgeben ist. Nach einigen Umläufen tauschen die beiden Monde ihre Position.
m August 1981 entdeckte Voyager 2 sogenannte Speichen (Spokes) in den Ringen. Ihre Entstehung ist bis heute nicht ganz verstanden. Man nimmt an, dass winzige Staubteilchen (wenige Nanometer groß) negativ aufgeladen werden. Das Magnetfeld hebt sie über die Ringebene, so dass sie einen anderen Reflexionswinkel zum Sonnenlicht erhalten und daher dunkler erscheinen.
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