
Die Venus war Jahrzehnte lang ein beliebtes Ziel von sowjetischen Forschungssonden. Die Sowjetunion sandte 28 Sonden zur Venus, die USA hingegen nur 7 Sonden. Die Venus hat gegenüber dem Mars, der derzeit im Fokus der Planetenerforschung steht, den großen Nachteil, dass eine Landung auf ihr sehr schwierig ist und die erfolgreich gelandeten Sonden ihre Landung wegen der extremen Oberflächentemperaturen nur kurz überleben können. Die beiden russischen Venera-Sonden, die auf der Venus landeten, gaben jeweils nach ca. 1,5 Stunden Datenübermittlung keine Lebenszeichen mehr von sich. Auf dem Mars sind Sonden viel problemloser zu landen und können - bei entsprechender Auslegung - über viele Jahre in Betrieb bleiben.
In der 430°C heißen Venusatmosphäre kann kein flüssiges Wasser existieren. Auf der Venus gibt es kein Leben.
Von August 1990 bis Oktober 1994 vermaß die amerikanische Magellan-Sonde (s. Abb. 1) die Venusoberfläche mittels Radar. Anhand der Radardaten der Sonde konnte eine sehr genaue Karte der Venusoberfläche erstellt werden.
Seit April 2006 befindet sich die ESA-Sonde Venus Express in einer Umlaufbahn um Venus. Ihre Aufgabe ist die genaue Untersuchung der Venus-Atmosphäre, der in ihr ablaufenden Prozesse und ihrer Interaktion mit dem Sonnenwind. Außerdem untersucht Venus Express die Venus-Oberfläche im infraroten Licht. Der Betrieb der Sonde soll bis Ende 2012 dauern.
Die japanische Venussonde Akatsuki erreichte am 8. Dezember 2010 die Venus, konnte wegen einer Fehlfunktion ihres Bremstriebwerks nicht in eine Umlaufbahn einschwenken. Die Ingenieure hoffen, dass sie Akatsuki bei der nächsten Venuspassage der Sonde in 2016 in eine Umlaufbahn um die Venus bringen können.
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