Was sehen wir am Firmament im April?

von Günther Bendt (Texte) und Stefan van Ree (technische Umsetzung) - http://www.Der-Mond.org/

Im April werden die Nächte merklich kürzer. Am 1. April geht die Sonne gegen 20:00 unter, astronomisch dunkel wird der Himmel jedoch erst nach 22:00, ab 5:15 beginnt sich der Himmel im Osten schon wieder aufzuhellen. Der Sonnenaufgang ist am 2. April gegen 7:10. Am Monatsende erfolgt der Sonnenuntergang erst gegen 20:50 und der folgende Sonnenaufgang findet schon um 6:10 statt. Die Aprilnächte bieten somit nur relativ wenige dunkle Nachtstunden für astronomische Beobachtungen.  
Der März dieses Jahres war warm und wechselhaft. Auch im April kann man mit wechselhaftem Wetter rechnen, die Tageshöchstemperaturen können auch mal bei +30° liegen, und die Aprilnächte können lau oder frostig sein. Doch das Aprilwetter wird sicher auch Gelegenheiten für schöne Beobachtungen bieten: sind sie da, muss man sie nutzen.
Am 15. April ist Vollmond. Am 29. April ist Neumond. Am Monatsanfang und am Monatsende wird Mondlicht die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten daher nur wenig stören.
Bei der Beobachtung der hellen Planeten Mars, Jupiter und Saturn stört Mondlicht garantiert nie. Mars erreicht am 8. April seine diesjährige Oppositionsstellung im Sternbild Jungfrau, Saturn erreicht am 10. Mai seine diesjährige Oppositionsstellung im Sternbild Waage. In der ersten Nachthälfte beherrscht Jupiter im Sternbild Zwillinge den Nachthimmel im Westen.

Erster Überblick um 21:30

Über uns nähert sich der Größe Bär dem Zenit. Die Zwillinge mit dem strahlenden Jupiter haben gerade den Meridian passiert. Das Sternbild Fuhrmann sowie das Sternbild Stier sinken Richtung Westen. Tief im Südwesten funkelt Sirius über dem Horizont: Dort verabschieden sich die Wintersternbilder. Am Osthimmel ist Arktur aufgegangen. Hoch im Südosten steht das Sternbild Löwe und strebt zum Meridian, Darunter leuchtet über den östlichen Horizont orangerot der Mars.




Weiter lesen: 21:30 bis 24:00 Uhr

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