Was sehen wir am Firmament im März?

von Günther Bendt (Texte) und Stefan van Ree (technische Umsetzung) - http://www.Der-Mond.org/

Im März beginnt offiziell der Frühling. Am 20. März um 23:45 MEZ ist es soweit, dann überquert die Sonne den Äquator nach Norden.
Am Monatsanfang geht die Sonne um 7:19 auf und um 18:17 unter. Am Monatsende geht die Sonne schon um 6:13 auf und um 19:06.unter. Im Laufe des März wird die astronomisch dunkle Nacht um fast zwei Stunden kürzer, und am Monatsende gilt schon wieder die Sommerzeit.
Der Monatsanfang ist für Deep-Sky-Beobachtungen ungünstig, denn am 5. März ist Vollmond. Am 20. März ist Neumond, während der Mond seinen absteigenden Bahnknoten durchläuft. Daher fällt sein Schatten während der Morgenstunden auf die Nordhalbkugel der Erde und verursacht eine Sonnenfinsternis, die für Europa partiell ist. Nur in einem schmalen Streifen des Nordatlantiks ist sie total. Dort wandert der Kernschatten des Mondes über die Inselgruppen der Färöer und Spitzbergen hinweg.
Im März beginnt der meteorologische Frühling, aber der März ist kein Mai. Das Märzwetter ist meist wechselhaft und die Märznächte sind kalt. Daher macht eine langfristige Vorausplanung der Himmelsbeobachtungen wenig Sinn. Statt dessen ist es ratsam, die sich bei klarem Nachthimmel bietenden Gelegenheiten zum Beobachten spontan zu nutzen.
Wenn das Wetter es zulässt, kann man nach Sonnenuntergang über dem Westhorizont Venus, Uranus und Mars sehen. Jupiter lässt sich bis zur Morgendämmerung hervorragend beobachten, ab 2:00 ist Saturn gut zu sehen. Während der Totalität der Sonnenfinsternis haben Beobachter auf den Färöern sowie auf Spitzbergen zusätzlich die Chance, auch den Merkur rechts von der verfinsterten Sonne zu sehen...


 

Erster Überblick gegen 19:30

Hoch über uns sehen wir das Sternbild Fuhrmann mit seinem Hauptstern Capella. Südlich davon zieht der Orion durch den Meridian. Hoch im Südosten leuchtet Jupiter im Sternbild Krebs. Über dem südlichen Horizont funkelt lebhaft Sirius im Sternbild Großer Hund. Über dem Osthorizont sind die Sterne des Sternbilds Löwe aufgegangen. Nordöstlich des Löwen sehen wir die Sterne des Großen Bären. Im Nordwesten erkennen wir das markante Himmels-W des Sternbilds Cassiopeia sowie die Sterne des Sternbilds Kepheus. Falls wir bereits unter einem dunklen, sternklaren Himmel stehen, zeigt sich womöglich  das matt schimmernde Band der Milchstraße, das sich über uns vom nordwestlichen Horizont durch den Zenit zum südöstlichen Horizont zieht.






Weiter lesen: 19:30 bis 22:00 Uhr

Nach oben