Was sehen wir am Firmament im November?

von Günther Bendt (Texte) und Stefan van Ree (technische Umsetzung) - http://www.Der-Mond.org/

Die Sonne geht am 1. November gegen 17:00 unter und am folgenden Morgen gegen 7:30 wieder auf. Astronomisch dunkel ist es während dieser Nacht von 19:00 bis 5:30. Bis zum Monatsende verfrüht sich der Sonnenuntergang auf 16:30 und der folgende Sonnenaufgang findet erst gegen. 8:10 statt. Somit dauert die astronomisch dunkle Nacht am Monatsende fast 12 Stunden.

Die langen Novembernächte bieten die Gelegenheit, sich sehr viele Himmelsobjekte anzuschauen. Man muss aus diesem großen Angebot auswählen, was man sich anschauen möchte und muss klären, ob man das dafür geeignete Gerät zur Verfügung hat. Zum Beobachten braucht man einen windgeschützten Beobachtungsplatz unter dunklem und klarem Himmel mit freier Horizontsicht, wo man nicht gestört wird. Man braucht bequeme und warme Kleidung. Und man muss Glück mit dem Wetter und den atmosphärischen Bedingungen am Beobachtungsplatz haben.

Wichtig ist auch eine bequeme Sitzgelegenheit für jeden Beobachter, ein Tisch für Tassen, Thermoskannen und Kekse, Regenkleidung und Abdeckplanen als Schutz für plötzlichen Regen, dazu eine Tasche mit trockenen Handtüchern,

Leider ist das Novemberwetter in Mitteleuropa häufig schlecht. Dennoch gibt es auch im November durchaus klare Nächte. Steigt der Luftdruck, erzeugt er in der Novembernacht gelegentlich leichten Hochnebel, der für besonders gute Luftruhe und ein exzellentes Seeing sorgt. Dieses so genannte „Planetenwetter“ ist für die detaillierte Beobachtung von Planeten und Mond sehr vorteilhaft.

Am 6. November ist Vollmond im Sternbild Widder. Bis zur Monatsmitte kann das Mondlicht bei der Beobachtung lichtschwacher Deep-Sky-Objekte stören. Am 22. November ist Neumond im Sternbild Waage.

Venus und Saturn befinden sich im November unbeobachtbar jenseits der Sonne. Nach Sonnenuntergang kann man die Planeten Neptun und Uranus beobachten. Ab Mitternacht ist Jupiter nach dem Mond das hellste Objekt am Nachthimmel.

 

Überblick um 18:30

Am Himmel sehen wir eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang den Schwan im Zenit. Südlich des Schwans leuchtet Altair im Sternbild Adler. Westlich des Schwans leuchtet Wega in der Leier, und tiefer im Westen zeigen sich die Sterne des Herkules. Unter dem Herkules steht über dem westlichen Horizont das ausgedehnte Sternbild Schlangenträger mit dem Sternbild Schlange. Die Sterne des Schützen versinken mit dem rötlichen Mars bereits am südwestlichen Horizont. Über dem südlichen Horizont erkennen wir die hellsten Sterne des Steinbocks. Östlich des Schwans sehen wir das Sternenquadrat des Pegasus mit der Sternenkette der Andromeda. Im Nordosten zeigen siech die Sternbilder Cassiopeia und Perseus, und darunter leuchtet Capella im Fuhrmann. Zwischen Pegasus und Steinbock liegen unauffällig die Sterne des Sternbilds Wassermann. Über dem südöstlichen Horizont geht das Sternbild Walfisch auf. Niedrig über dem südlichen Horizont können wir Formalhaut sehen, den hellsten Stern des Sternbilds Südlicher Fisch.




Weiter lesen: 19:00 bis 22:00 Uhr

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