Was sehen wir am Firmament im Oktober?

von Günther Bendt (Texte) und Stefan van Ree (technische Umsetzung) - http://www.Der-Mond.org/


Am 1. Oktober geht die Sonne gegen 19:00 unter. Der Sonnenaufgang findet am 2. Oktober gegen 7:35 statt. Am Monatsende geht die Sonne hingegen infolge der Umstellung auf die Winterzeit schon um 17:12 unter und um 7:25 wieder auf, die für astronomische Beobachtungen nutzbare Nacht dauert dann bereits mehr als 10,5 Stunden.
Diese langen Nächte bieten viele Gelegenheiten für schöne Himmelsbeobachtungen, wenn das Wetter mitspielt. Man muss sich jedoch überlegen, was man sich ansehen möchte und schauen, wann man es günstig beobachten kann. Die Oktobernacht ist zu lang, um sich alles anschauen zu können, was der Sternenhimmel in diesem Monat bieten kann.
Am 8. Oktober ist Vollmond, am 23. Oktober ist Neumond.
Vom 6. bis zum 10. Oktober kann der Sternschnuppenstrom der Draconiden beobachtet werden. Die Draconiden sind relativ langsame Sternschnuppen, da sie sich mit nur 20 km/s bewegen. Das Maximum wird am 8. Oktober gegen 20:00 erwartet.
Vom 2. Oktober bis zum Monatsende treten die Orioniden auf. Die Sternschnuppen dieses Stromes sind mit 66 km/s unterwegs, drei Mal schneller als die Draconiden. Die Orioniden stammen vom Halleyschen Kometen. Im Maximum um den 24. Oktober kann man pro Stunde mit ca. 20 Orioniden rechnen.
Der Oktober bietet viele Gelegenheiten zur Beobachtung von Planeten. Nach Sonnenuntergang kann man über dem Südwesthorizont Ausschau nach Mars und Saturn halten. Anschließend kann man bis nach Mitternacht Neptun beobachten. Uranus erreicht am 7. Oktober seine diesjährige Oppositionsstellung, er ist während der ganzen Nacht im Fernglas oder Fernrohr gut sichtbar. Während der zweiten Nachthälfte ist Jupiter nach dem Mond das hellste Objekt am Nachthimmel. Zum Monatsende kann man vor Sonnenaufgang den Merkur am Morgenhimmel erspähen. Nur Venus hält sich im Oktober hinter der Sonne am Taghimmel auf und ist nicht zu sehen.


Eine Stunde nach Sonnenuntergang…

Wenn wir uns eine Stunde nach Sonnenuntergang den Himmel anschauen, sehen wir über uns die drei markanten Sterne des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Altair im Adler. Westlich der Leier steht das Sternbild Herkules hoch am Himmel, darunter sieht man über südwestlichen Horizonts die Sternbilder Schlangenträger und Schlange. Unterhalb dieser beiden Sternbilder erahnt man im Horizontdunst die helleren Sterne des Skorpions und den Mars. Im Südosten sind schwach die Sterne des Wassermanns zu sehen. Hoch im Osten steht das Sternbild Pegasus, im Nordosten zeigt sich Capella. Zwischen Pegasus und Capella sind die hellen Sterne des Perseus zu erkennen.
Tief im Nordwesten erblickt man die vertrauten Sterne des Großen Wagens. Über dem Westhorizont leuchtet orange der Stern Arktur im Bärenhüter.


 




Weiter lesen: 20:00 bis 23:00 Uhr

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