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Das Leo-Triplett ist gut bekannt in Amateurkreisen. Hier sitzen drei prominente Galaxien auf engem Raum zusammen, sie bilden eine physikalische Gruppe. M65 und M66 werden oft als Einzelobjekte aufs Korn genommen, denn sie sind hell und dekorativ. NGC 3628, die nördlich gelegene Dritte im Bunde, wird als etwas diffuse Galaxie in Kantenlage ("edge on") weniger häufig fotografiert, sie ist von ihrer Flächenhelligkeit her auch lichtschwächer.
Genau hier setzt unser Projekt an. Bereits im April 2007 wurde auf der VdS-Webseite (http://www.vds-astro.de/) das Leo-Triplett vorgestellt. Eine der Aufnahmen von Eduard von Bergen zeigte östlich von NGC 3628 eine längliche Aufhellung. Hier zeigt sich ganz klar der Anfang des Gezeitenarms, der offenbar nicht nur aus Gas besteht, sondern vermutlich auch aus Sternwolken oder Staub. Das Projektziel besteht nun darin, in diesem Frühjahr tiefe Aufnahmen sowohl aus dem Außenraum östlich von NGC 3628 zu erhalten als auch aus dem Raum zwischen den drei Galaxien. Welche Wechselwirkungsüberreste können wir als Amateure im optischen Spektralbereich aufspüren? Wie weit reichen die Gezeitenreste hinaus? |