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Der Orion-Nebel, extrem tief belichtet!
M 42 RA = 05 h 35.4 min, DEK = -05°
27´ M 43 RA = 05 h 35.6 min, DEK = -05° 16´
Anfang 2007 stellten wir zweimal den Orionnebel M 42
mit seinem rundlichen Anhängsel M 43 vor. Insbesondere das AdW der
Kalenderwoche 6/2007 zeigte die Dynamik dieses einzigartigen Gebietes, wo
Nebelsträhnen und Staub durch die ausgestoßene Energie junger Sterne
in Bewegung gebracht werden.
Das diesmal vorgestellte Feld ist einfach umwerfend!
Die durch Aufnahmeoptik und Chip erzeugte Feldgröße gibt einen
besonders überwältigenden Einblick in die gesamte Zone. M 42 und M 43
sind wie der nördlicher gelegene NGC 1977 die hellsten Partien eines
riesigen, zusammenhängenden Nebelkomplexes, der von vielen dunklen
Staubwolken durchzogen wird und viele schwächere und dabei kaum bekannte
Details besitzt (Norden links). Wem ist schon einmal die
rüsselförmige Nebelstruktur unten im Bild bewusst geworden, die sich
bei RA = 05 h 38 min und DEK = -05°15´ befindet und nach oben (=
Westen) auf M 43 zeigt? Außerdem macht das Bild sehr schön deutlich,
dass M 42 eine komplett geschlossene runde Blase bildet, die von innen heraus
aufgeblasen wird.
Christian Rusch setzte in der Nacht vom 26. zum
27.12.2006 eine Optik Takahashi FS60C mit f = 266 mm ein. Aufnahmeort war
Hochalp in 1100 m Höhe (Ostschweiz). Als Kamera diente eine Canon EOS
20Da. Sein Ziel war es, eine möglichst tiefe Aufnahme zu erhalten. Die
Belichtungen erstreckten sich auf 1 x 2 s, 1 x 8 s, 2 x 30 s, 4 x 2 min und 8 x
8 min. Auf diese Weise konnte ein großer Dynamikbereich abgedeckt werden.
Die Bildbearbeitung erfolgte mit Photoshop CS2.
Das AdW-Team wünscht allen Freunden ein gutes
und astrofotografisch erfolgreiches Jahr 2008. |