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Infos über Astrofotographie


Sowohl Amateurastronomen als auch Hobbyfotografen überkommt beim Anblick des nächtlichen Himmels mit seinen vielfältigen Objekten der Wunsch, das eine oder andere Objekt für sich selbst festzuhalten, einen Moment auf Dauer zu bewahren.

Astrofotografie kann mit einfachsten Mitteln betrieben werden, allerdings verlangen die detaillierten Aufnahmen von schwachen Objekten im Deep Sky-Bereich eine ausgeklügelte, ausgewogene Ausrüstung, die mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden ist. Gerade deshalb ist es für den Amateurastronomen und Hobbyfotografen wichtig, von Anfang an die richtigen Entscheidungen bei der Komplettierung seiner Ausrüstung zu treffen.

Ein einfacher, kostengünstiger und trotzdem schöner Einstieg in die Astrofotografie ist die Strichspuraufnahme. Für sie benötigt man lediglich eine konventionelle Spiegelreflexkamera mit der Verschlußzeit "B", ein stabiles Stativ, einen Drahtauslöser und einen hochauflösenden Film (ab ASA 400).

Die Aufnahmezeiten zwischen 30 min. bis zu mehreren Stunden richten sich nach "Durchhaltevermögen" des Fotografen; der nächtliche Himmel muß natürlich mondlos sein und von guter, klarer Qualität (kein Streulicht).

Die so gewonnenen Aufnahmen gewinnen zusätzlichen Reiz, wenn man die Kamera auf den Polarstern richtet oder ein optisch ansprechendes Objekt (Gipfelkreuz, Baum) mit einbezieht. Auch die Spur eines durchziehenden Flugzeuges kann durchaus seinen Reiz haben.

Interessant wird die Astrofotografie allerdings durch die Verwendung einer motorgetriebenen parallaktischen Montierung. Hierbei kann die Kamera (mit Objektiv) auf die Montierung/Teleskop gesetzt oder (ohne Objektiv) direkt in den Okularauszug des Teleskops eingeschoben werden. Im ersten Fall reden die Fotografen von "piggy-back", im zweiten von fokaler Fotografie.

Da mit steigender Brennweite das Gesichtsfeld immer mehr abnimmt, dafür aber immer mehr Einzelheiten sichtbar werden, verwenden Fotografen, welche die Details auf Planetenoberflächen fotografieren wollen, Telekonverter (Barlowlinse) oder sie setzen zusätzlich ein Okular zwischen Okularstutzen und Kamera. In diesem Fall spricht man von Projektionsfotografie.

Bei allen letztgenannten fotografischen Arbeiten ist das korrekte Aufstellen der Montierung, motorgesteuertes Nachführen und Korrekturmöglichkeiten in Rektaszension und Deklination per Handtaster von entscheidender Wichtigkeit. Nur dann werden die Sterne punktförmig und das Objekt zeigt sich auf der Aufnahme ohne verwischende Ränder.