| Sternbild Orion mit Messier Nr. 42 |
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| Messier Nr.: 42 | NGC Nr. : 1976 | |||
| Sternbild: Orion (Ori) | Art: Diffuser Nebel | |||
| RA: 05h 35.3m | Dec: -05° 23' |
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| Nähere Angaben: |
| Neben der Galaxie M 31 ist der große Orionnebel wohl das
bekannteste Objekt aus Messiers Katalog. Als Stern im Schwert des Orion war der
Nebel schon seit den frühen Anfängen der Astronomie bekannt. Von
Bayer stammt die Bezeichnung Theta Orionis (Uranometria 1603). Galilei
beschreibt zwar das Schwert des Orion, machte aber keine Notiz über den
Nebel. Die Entdeckung wird deshalb Nicholas Peiresc 1610 zugeschrieben.
Die erste detaillierte Beschreibung von M 42 stammt von C. Huyghens aus dem Jahr 1656: "Es gibt ein Phänomen unter den Fixsternen, die es Wert ist erwähnt zu werden. Soweit ich weiß, ist es bis jetzt noch von niemanden bemerkt worden und man kann es auch nur mit größeren Fernrohren beobachten. Im Schwert des Orion gibt es drei dicht benachbarte Sterne. Als ich 1656 den Mittleren davon mit einem Fernrohr (23-Fuß Teleskop) beobachtete, zeigten sich 12 Sterne, ein nicht ungewöhnlicher Umstand. Drei davon berührten sich fast. Sie leuchteten mit vier anderen durch einen Nebel hindurch, so daß der Raum um sie herum viel heller zu sein schien, als der übrige Himmel. Dieser war völlig klar und erschien regelrecht schwarz. Es hatte den Effekt einer Öffnung im Himmel, durch den diese helle Gegend sichtbar wurde". Huyghens entdeckte übrigens auch den vierten Trapezstern. Messier trug M 42 am 4.3.1769 in sein Album ein: ""....schöner Nebel im Schwert des Orion". M 42 ist 4.0m hell, Abmessung 66' x 60'(etwa 30 LJ). M 42 und M 43 haben zusammen einen Durchmesser von 1°. Ausläufer des Nebels aus Gas und Staubwolken sind jedoch noch über die Hälfte des Sternbildes Orion verteilt. Die Entfernung wird mit 1500 LJ angegeben. Das Alter ist mit 300.000 Jahren sehr jung. Die Radialgeschwindigkeit +3.6 km/s. Spektralklasse "e". Ein besonders interessantes Objekt im Nebel ist das Sternensystem, welches man als "Trapez" bezeichnet. Es handelt sich hierbei um vier Sterne, die einen durchschnittlichen Abstand von 15" zueinander haben. Die Helligkeit dieser vier Sterne 4m - 6m. Im Umkreis von 5' um das Trapez findet man etwa 300 Sterne bis 17. Größe. Das Trapez wird übrigens mit theta-Orionis bezeichnet. Interessant ist auch die Zusammensetzung des Nebels, hier angegeben in Atomen pro Kubikdezimeter: Wasserstoff 25.000.000; Helium 2.500.000; Karbon 15.000; Sauerstoff 6.250; Nitrogen 5.000; Neon 250; Chlor 50; Argon 38; Fluor 3. Am hohen Anteil von Wasserstoff kann man erkennen, daß es sich beim Orionnebel um eine Sternen-Geburtsstätte handelt. Obwohl im Orionnebel nur eine Atomdichte von einem Millionstel eines auf der Erde erzeugten Vakuum herrscht, reicht das vorhandene Material noch um 10.000 sonnenähnliche Sterne herzustellen. Sehr interessant scheinen in diesem Zusammenhang die Sterne AE-Aurigae, 53 Aristis und My Columbae. Diese Sterne zeigen eine sehr hohe Geschwindigkeit vom Orion-Nebel weg. Man errechnete, daß diese Sterne vor 2 - 3 Millionen Jahren den Orion-Nebel verließen, wahrscheinlich als Folge einer Supernova-Explosion. Die Sichtbarkeit reicht vom bloßen Auge, über Fernglas und Amateurfernrohr mit dem sich gute Ergebnisse erzielen lassen. |
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