Apollo 14 - Im Fra-Mauro-Hochland

Die Raumsonde Surveyor 3, im Hintergrund ist Apollo 12 zu erkennen. Bild: NASA
Aln Shepard mit dem MET

Eigentlich hätte das Fra-Mauro-Hochland schon früher Besuch von amerikanischen Astronauten erhalten sollen, nämlich mit Apollo 13. Da diese Mission den Mond jedoch nicht erreichte, übernahm Apollo 14 diese Aufgabe. Wie schon beim Start von Apollo 12 herrschte schlechtes Wetter über Cape Canaveral, dieses Mal wurde der Countdown jedoch unterbrochen, um die Bordelektronik nicht zu gefährden. Von dieser Verzögerung einmal abgesehen ging beim Start am 31. Januar 1971 alles gut, nur die anschließende Kopplung der Mondlandefähre „Antares“ an das Kommandomodul „Kitty Hawk“ machte Probleme und gelang erst nach über eineinhalb Stunden im sechsten Anlauf. Dazu kamen auf dem Flug zum Mond noch Software-Probleme, wodurch auch das Höhenradar der Landefähre gestört wurde. Dennoch konnten Alan Shepard und Edgar Mitchell am 5. Februar sicher an ihrem geplanten Ziel in der Fra-Mauro-Region landen, nachdem Shepard die manuelle Steuerung übernommen hatte und das Radar 15 Kilometer über der Mondoberfläche endlich doch noch die nötigen Daten lieferte. Stewart Roosa blieb während der Mission an Bord des Kommando-Moduls im Mond-Orbit, von wo aus er den Mond fotografierte.

Während des ersten, fünfstündigen Mondspaziergangs stellten die Astronauten verschiedene Experimente und Messgeräte in der Nähe der Landefähre auf, darunter Geräte zur Messung von Mondbeben und des Sonnenwinds sowie einen Laser-Reflektor, um den genaue Abstand von Erde und Mond bestimmen zu können. Für den zweiten Tag war ein Besuch des nahe gelegenen, 300 Meter großen Mondkraters Cone geplant, den die Astronauten jedoch nicht erreichten. Da die vorhergegangenen Landungen gezeigt hatten, dass es auch in der geringeren Schwerkraft des Monds unpraktisch war, sämtliche Ausrüstungsgegenstände in den Händen zu tragen, hatten Shepard und Mitchell eine Art einachsigen Bollerwagen dabei, den MET (Modular Equipment Transporter). Dieser ließ sich auf dem unebenen, staubigen Untergrund jedoch nicht besonders gut bewegen. Dazu kam erschwerend, dass die Astronauten in der unbekannten Umgebung den Kraterrand nicht fanden - eine spätere Analyse der Fotos zeigte, dass sie nur rund zwanzig Meter vom Kraterrand entfernt waren, als sie die Suche aufgaben. Auf dem Rückweg nutzte Alan Shepard die Gelegenheit, um zwei Golfbälle zu schlagen. Eingeschränkt durch seinen Raumanzug musste er einhändig schlagen, ein Ball flog zwischen 180 und 370 Meter weit - nicht ganz die „miles and miles and miles“, mit denen Shepard seinen Schlag kommentierte, aber dennoch beeindruckend. Nach vier Stunden und 23 Minuten bzw. rund drei Kilometer Wegstrecke endete der zweite Mondspaziergang der Apollo-14-Crew.

Der Rückflug verlief im Gegensatz zum Hinflug problemlos, sodass die Astronauten am 9. Februar im Pazifik landeten, nur sieben Kilometer von dem Schiff entfernt, das sie schließlich zurück nach Amerika bringen sollte. Dort waren sie die letzte Apollo-Crew, die nach der Landung für 16 Tage in Quarantäne musste. Da auch dieses Mal keine Mond-Bakterien gefunden wurden, wurde bei späteren Missionen auf diese Vorsichtsmaßnahme verzichtet.

Der Landeplatz (Rükl Karte 42)

Der Landeplatz von Apollo 14 liegt in der selben Region wie der von Apollo 12. Wie Sie sie finden, ist dort bereits beschrieben.

Apollo 15

Die Landestellen von Apollo 12 und 14, Mondalter 9,3 Tage. Bild: A. Kerste

Nach oben