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		<title>Astronomie.de - Astrofoto der Woche</title>
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			<title>Astronomie.de - Astrofoto der Woche</title>
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		<lastBuildDate>Mon, 14 May 2012 00:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>20. Woche - Die „Heringsgalaxie“ NGC 4631</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=05&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1030&#38;cHash=f8fe88bfe0620ef1cf89c5e2ab5fa3b2</link>
			<description>Die Sc-Galaxie NGC 4631 liegt im Sternbild Jagdhunde. Schaut man in der Fachliteratur nach, so schwanken die Entfernungsangaben stark. Nach Sandage &amp; Tammann (1975) beträgt die Entfernung 5,2 Mpc, das wären etwa 17 Millionen Lj. Neuere Messungen von Golla &amp; Wielebinski (1994) legen 7,5 Mpc nahe, also 24,5 Millionen Lj. Misst man das blaue POSS-Bild der Galaxie aus, so kommt man auf eine Winkelausdehnung von 14,5´ x 2,2´. Das bedeutet auf den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Sc-Galaxie NGC 4631 liegt im Sternbild Jagdhunde. Schaut man in der Fachliteratur nach, so schwanken die Entfernungsangaben stark. Nach Sandage & Tammann (1975) beträgt die Entfernung 5,2 Mpc, das wären etwa 17 Millionen Lj. Neuere Messungen von Golla & Wielebinski (1994) legen 7,5 Mpc nahe, also 24,5 Millionen Lj. Misst man das blaue POSS-Bild der Galaxie aus, so kommt man auf eine Winkelausdehnung von 14,5´ x 2,2´. Das bedeutet auf den zweiten Entfernungswert bezogen einen wahren Durchmesser von etwas mehr als 100.000 Lj, was NGC 4631 in der Größe mit unserer Galaxis vergleichbar macht.<br />Die scheinbare Helligkeit beträgt 9,75 mag im Blauen und 9,19 mag im Visuellen. Daher ist der mittlere Farbindex B-V mit 0,56 mag weißbläulich, auch wenn das Galaxienzentrum recht gelb erscheint. Die weißbläuliche Farbe weist auf eine kräftige Sternentstehung in den Spiralarmen hin. Und in der Tat ist NGC 4631 von einigen H II-Regionen erfüllt. Sternentstehung ist auch indirekt durch einen Staubbogen nachweisbar, der höchstwahrscheinlich von Sternwinden und Supernova-Explosionen aufgeblasen wird. Wie ist die Sternentstehung zu erklären?<br />Schon seit etwa 35 Jahren ist man sich in der Fachwelt darüber einig, dass NGC 4631 mit zwei weiteren Galaxien in Wechselwirkung steht. Hauptpartner ist die nicht im Bild befindliche NGC 4656. Untersuchungen in der Verteilung des neutralen Wasserstoffs H I beweisen, dass es eine Brücke zwischen NGC 4631 und NGC 4656 gibt. Weiterhin erkennt man im aktuellen AdW (Norden oben) die kleine elliptische Zwerggalaxie NGC 4627. Sie zeigt eindeutige Verformungen. Aus vielen anderen vergleichbaren Fällen weiß man: Wechselwirkungsphänomene regen die Sternentstehung in den beteiligten Galaxien an.<br />Harald Strauß nahm NGC 4631 am 22.03.2012 an der Sternwarte Gahberg auf. Die Transparenz war mäßig, das Seeing gut bis sehr gut. Als instrumentelle Ausrüstung (wer den Begriff nicht kennt: Equipment!) diente ein 14"-Hypergraph mit 3140 mm Brennweite auf einer Montierung des Typs ASA DDM85, dazu eine CCD-Kamera SBIG ST-11000M. Alle Bilder wurden ohne Korrektur der Nachführung (guiding) mit maximaler Belichtungszeit von 5 min pro Einzelbild aufgenommen. Insgesamt wurde 5 h 13 min belichtet, im Luminanzkanal ohne Binning, in den Farbkanälen mit zweifachem Binning. Beachtlich im aktuellen AdW ist die hohe Auflösung!<br /><br />Koordinaten: RA = 12 h 42 min 08 s, DEK = +32° 32´ 29´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>h.strauss@aon.at</author>
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>19. Woche - M 81 im Sternbild Ursa Major</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=05&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1009&#38;cHash=a2361d6f9853e3af8fa65fc355a79502</link>
			<description>M 81 liegt im Sternbild Ursa Major (wörtlich übersetzt: große Bärin, nicht großer Bär). Die 11,8 Millionen Lj entfernte Spiralgalaxie vom Typus SA(s)ab hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 6,93 mag und besitzt Abmessungen von 26,9´ x 14,1´. Von daher kommt sie auf wahre 90.000 Lj Durchmesser. M 81 wurde 1774 zusammen mit M 82 von J.E. Bode in Berlin entdeckt.&lt;br /&gt;Im aktuellen AdW ist Norden rechts und Osten oben. Die Kernzone der Galaxie...</description>
			<content:encoded><![CDATA[M 81 liegt im Sternbild Ursa Major (wörtlich übersetzt: große Bärin, nicht großer Bär). Die 11,8 Millionen Lj entfernte Spiralgalaxie vom Typus SA(s)ab hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 6,93 mag und besitzt Abmessungen von 26,9´ x 14,1´. Von daher kommt sie auf wahre 90.000 Lj Durchmesser. M 81 wurde 1774 zusammen mit M 82 von J.E. Bode in Berlin entdeckt.<br />Im aktuellen AdW ist Norden rechts und Osten oben. Die Kernzone der Galaxie (Bulge) zeigt eine deutlich gelbe Färbung. Im Bulge enthalten sind fein verästelte Dunkelwolken. Außen verlaufen die eng gewickelten bläulichen Spiralarme mit darin enthaltenen blauen Sternassoziationen und rot leuchtenden H II-Regionen – speziell im westlichen Arm. Oben im Bild (also etwas östlich von M 81) erkennt man die schwache irreguläre Begleitgalaxie Holmberg IX. Näheres zur M 81-Gruppe und zu Holmberg IX siehe Artikelsammlung auf der Homepage der Fachgruppe Astrofotografie:<br /><br /><link http://astrofotografie.fg-vds.de/ _blank>http://astrofotografie.fg-vds.de/</link>
Wir begrüßen herzlich Markus Noller in unserer Runde der AdW-Astrofotografen. Er hatte sich in der Zeit vom 18. bis 23.03.2012 eigentlich das Ziel gesetzt, den galaktischen Zirrus im Gebiet von M 81 aufzunehmen. Das sind vordergründige Materiewolken unserer Milchstraße, perspektivisch vor der M 81-Gruppe gelegen. Es kam schließlich diese wunderschöne Aufnahme von M 81 selbst heraus. Kamera war eine SBIG ST-8300M, Aufnahmeteleskop ein 10-zölliger Ritchey-Chrétien mit 2000 mm Brennweite. Die Belichtungszeit betrug insgesamt 30 Stunden mit Astrodonfiltern. Bearbeitet wurde das Bild als LH-AlphaRGB mit L: 810 min, H-Alpha: 100 min, RGB: je 300 min Belichtungszeit. Die LRGB-Aufnahmen wurden in Einzelbelichtungen von je 10 min gemacht, in H-Alpha waren es je 20 min.<br /><br />Koordinaten: RA = 09 h 55 min 33 s, DEK = +69° 03´ 55´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>markus-noller@gmx.de</author>
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>18. Woche - Venus – nochmals eine UV-Aufnahme</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1008&#38;cHash=75b6fe9383df1af544c8b92de14ecbca</link>
			<description>Im AdW 15 hatten wir Venus vorgestellt, im infraroten und ultravioletten Wellenlängenbereich aufgenommen. An dieser Stelle gönnen wir den Lesern aus dem „Planeten-Topf“ unbedingt einen „Nachschlag“ zur Venus. Mit einem noch größeren Teleskop ist es gelungen, ein noch auflösungsstärkeres Bild unseres Schwesterplaneten zu filmen.&lt;br /&gt;Zunächst begrüßen wir Thomas Winterer ganz herzlich. Zwar ist er an anderen Stellen schon für seine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im AdW 15 hatten wir Venus vorgestellt, im infraroten und ultravioletten Wellenlängenbereich aufgenommen. An dieser Stelle gönnen wir den Lesern aus dem „Planeten-Topf“ unbedingt einen „Nachschlag“ zur Venus. Mit einem noch größeren Teleskop ist es gelungen, ein noch auflösungsstärkeres Bild unseres Schwesterplaneten zu filmen.<br />Zunächst begrüßen wir Thomas Winterer ganz herzlich. Zwar ist er an anderen Stellen schon für seine Planeten-Ergebnisse bekannt, aber auch unsere Runde der AdW-Astrofotografen kann sich nun über sein gelungenes aktuelles Venusbild freuen. Es stammt vom 15. März dieses Jahres um 15:52 Uhr UT, entstand also noch tagsüber, und zwar 8 Tage nach der Aufnahme von Franz Klauser. Die Wolken heben sich sehr strukturiert ab, man erkennt die typischen langgezogen Bögen, die auf starke Winde in der Venusatmosphäre schließen lassen. Aufnahmeteleskop war ein 508-mm-Newton mit 2000 mm primärer Brennweite. Für die Aufnahmen wurde diese auf effektive 25 Meter verlängert, also auf ein Öffnungsverhältnis von 1:50. Kamera war eine DMK 21AU618. In Kombination mit einem UV-Filter (Astrodon) entstand eine Videosequenz mit 30 Bildern pro Sekunde. Zur Aufnahme kam das Programm FireCapture von Torsten Edelmann zum Einsatz. Von den so gewonnenen 2000 Einzelbildern wurden 250 in AutoStakkert! 2 gemittelt und mit RegiStax 6 geschärft.<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>TC.Meitingen@online.de</author>
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>17. Woche - Die Balkenspirale Messier 109</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1004&#38;cHash=c4bee66bb6418dd85cc9fc54821ab106</link>
			<description>Diese Galaxie vom Typus SBb liegt im Sternbild Ursa Major. In deutlicher Schräglage entfaltet sie ihre prächtigen bläulichen Arme und präsentiert uns einen gelblichen Bulge mit einer hellen Kernzone. NGC 3992, so die Katalognummer aus dem NGC, misst 7,6´ x 4,9´. Die Entfernung lässt sich in erster Näherung aus der Radialgeschwindigkeit von 1149 km/s und der Hubble-Konstante H = 75 km/s/Mpc zu 15,3 Mpc = 50 Millionen Lj ermitteln. In einer Arbeit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Diese Galaxie vom Typus SBb liegt im Sternbild Ursa Major. In deutlicher Schräglage entfaltet sie ihre prächtigen bläulichen Arme und präsentiert uns einen gelblichen Bulge mit einer hellen Kernzone. NGC 3992, so die Katalognummer aus dem NGC, misst 7,6´ x 4,9´. Die Entfernung lässt sich in erster Näherung aus der Radialgeschwindigkeit von 1149 km/s und der Hubble-Konstante H = 75 km/s/Mpc zu 15,3 Mpc = 50 Millionen Lj ermitteln. In einer Arbeit von 2002 bezieht sich R. Bottema auf 18,6 Mpc = 60 Millionen Lj. Das würde M 109 auf einen echten Durchmesser von 110.000 bis 130.000 Lj bringen. Demnach ist die Galaxie von ihrer Größe her mit dem Andromedanebel vergleichbar.<br />Das aktuelle AdW (Norden oben) hat Ralf Mündlein in seiner Privatsternwarte in Lindelbach bei Würzburg aufgenommen. Teleskop war ein 16“ ACF von Meade, ausgestattet mit einem Reduktor von Astrophysics für eine Brennweite von 3050 mm. Kamera war eine QSI 583wsg, dazu Filter von Astronomik. Am 4., 5. und 6. März 2011 wurde wie folgt belichtet: Luminanz 240 min ohne Binning, RGB je Farbe 80 min mit 2x2-Binning, Gesamtbelichtung also 8 Stunden.<br />Noch Daten zur Galaxie: Die scheinbare Helligkeit von M 109 beträgt 9,8 mag im Visuellen und 10,6 mag im Blauen. Der Farbindex – immer wichtig für Astrofotografen und Beobachter – ergibt also B-V = 0,8 mag, d.h. die Galaxie erscheint im Mittel weißgelb. Für Astrofotografen ebenfalls von Interesse: M 109 besitzt drei lichtschwache Begleitgalaxien. Südlich bis östlich von ihr liegen UGC 6923, UGC 6940 und UGC 6969, mit Abständen bis etwa 15´.<br /><br />M 109 ist aus der direkten Draufsicht klar geneigt (Inklination). Um diesen Winkel zu ermitteln, wurde das Originalbild zunächst um 22° gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Danach wurde es von allen Sternen befreit und anschließend solange gekippt, bis die Galaxienscheibe möglichst rund erschien (siehe Zusatzbild von P.R., dazu erst das gesamte Bild unten herunterladen). Die Kippung entspricht einer Inklination von 56°. Was in der Literatur zu lesen ist, bestätigt sich: M 109 hat eine sehr symmetrische und ungestörte Spiralstruktur. Von einer Wechselwirkung mit irgendwelchen Nachbarn ist nichts erkennbar.<br /><br />RA = 11 h 57 min 36 s, DEK = +53° 22´ 28´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>ralf.muendlein@t-online.de</author>
			<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>16. Woche - IC 1613, eine Zwerggalaxie der lokalen Gruppe</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=993&#38;cHash=443165575c69538a258d2468452ee268</link>
			<description>Rein von der Anzahl her besitzt die „Lokale Galaxiengruppe“ mehr Zwerggalaxien als große Mitglieder. Die großen drei Spiralen sind unsere Milchstraße, der Andromedanebel und die Dreiecksgalaxie Messier 33. Zur Schar der Kleinen gehört unter Anderem IC 1613, ein Zwerg des Typs IBm, also eine „Magellansche Zwerggalaxie“. Das Objekt trägt auch die Katalog-Nr. DDO 8 und ist prinzipiell ähnlich strukturiert wie die Große Magellansche Wolke, daher der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Rein von der Anzahl her besitzt die „Lokale Galaxiengruppe“ mehr Zwerggalaxien als große Mitglieder. Die großen drei Spiralen sind unsere Milchstraße, der Andromedanebel und die Dreiecksgalaxie Messier 33. Zur Schar der Kleinen gehört unter Anderem IC 1613, ein Zwerg des Typs IBm, also eine „Magellansche Zwerggalaxie“. Das Objekt trägt auch die Katalog-Nr. DDO 8 und ist prinzipiell ähnlich strukturiert wie die Große Magellansche Wolke, daher der Typus.<br />Das Wochenobjekt hat immerhin eine Ausdehnung von 16,2´ x 14,5´. Die scheinbare visuelle Helligkeit beträgt 9,9 mag. Im hellsten Teil wird eine maximale Flächenhelligkeit von 22,8 mag pro Quadratbogensekunde erreicht, damit ist IC 1613 unter besten Bedingungen auch visuell wahrzunehmen – allerdings als ein „harter Knochen“. Fotografisch sind im Nordostbereich einige H II-Regionen nachweisbar, die schon ein wenig älter sind, keine größeren Mengen an Staub umfassen und von daher typisch rot leuchten. Der Galaxienkörper ist in Einzelsterne aufgelöst, wobei farblich eine gute Trennung der roten und blauen Sterne gelungen ist. Der helle orangefarbene Stern nördlich der Zwerggalaxie ist HD 6375, ein 7,2 mag heller Riese vom Spektraltyp K0 und einem Farbindex B-V = 1,21 mag.<br />Günter Kerschhuber gelang diese tief belichtete Aufnahme im Oktober 2011 an der Sternwarte Gahberg. Er schreibt: „Bei dieser Aufnahme war mein Ziel, den vollen Farbumfang einzufangen und umzusetzen. Vielleicht wirkt das etwas zu ´amerikanisch´, hat aber mit den vielen Hintergrundobjekten für mich eine sehr räumliche Wirkung.“ Aufnahmeteleskop war ein ASA N10 bei 950 mm Brennweite, kombiniert mit einer SBIG ST-10 XME für die Aufnahmen im Luminanzkanal. Hier wurde insgesamt 7,8 Stunden belichtet. Dazu kamen die Farbaufnahmen, angefertigt mit einem ASK8 bei 540 mm Brennweite, einer Starlight SXV-H9 und Filtern von Baader, mit der Belichtungszeit von 2,7 Stunden (R), 2,4 Stunden (G) und 2,7 Stunden (B). Das macht zusammen 16 Stunden. Beide Teleskope wurden gemeinsam auf einer Montierung Gemini G42 nachgeführt. Die Vorteile dieses „Teleskop-Binnings“ sind unverkennbar: In relativ kurzer Zeit lässt sich erheblich mehr an Belichtungszeit abdecken! Benutzte Software: MaxIm, Astroart, PSP CS2, Fits Liberator sowie Regim zur Farbkalibration in B-V.<br /><br />RA = 01 h 04 min 47 s, DEK = +02° 07´ 02´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>aon.912720576@aon.at</author>
			<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>15. Woche -  Venus – verhüllt von dichten Wolken</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=989&#38;cHash=a7efe32992b5a5de8a6dbc5f320b7a59</link>
			<description>Schon wieder das Thema „Planeten“! Diesmal geht es um unsere Nachbarin Venus, die noch innerhalb der Erdbahn die Sonne umrundet und deshalb wie unser Mond Phasengestalten zeigt. Venus ist von einer dichten Atmosphäre umgeben, die zu etwa 95% aus Kohlendioxid besteht, der Rest ist im Wesentlichen Stickstoff und ein klein wenig Wasserdampf. In etwa 60 km Höhe ist der Planet von dichten Wolken umgeben. Sie bilden mehrere Schichten und enthalten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Schon wieder das Thema „Planeten“! Diesmal geht es um unsere Nachbarin Venus, die noch innerhalb der Erdbahn die Sonne umrundet und deshalb wie unser Mond Phasengestalten zeigt. Venus ist von einer dichten Atmosphäre umgeben, die zu etwa 95% aus Kohlendioxid besteht, der Rest ist im Wesentlichen Stickstoff und ein klein wenig Wasserdampf. In etwa 60 km Höhe ist der Planet von dichten Wolken umgeben. Sie bilden mehrere Schichten und enthalten vermutlich Schwefel und auch Schwefelsäure. Von daher gibt es auf Venus einen starken Treibhauseffekt, so dass die Temperaturen an der Planetenoberfläche etwa 475 K betragen. Am Boden herrscht – wie durch gelandete Sonden nachgewiesen werden konnte – freie Sicht auf wüstenähnliche Gesteinslandschaften. Von der Orbiter-Sonde wurden per Radar auch höhere Berge registriert.<br /><br />Wir begrüßen den Bildautor Franz Klauser in unserer Runde der AdW-Astrofotografen mit einem lauten „Servus“. Er nahm Venus am 7. März dieses Jahres von Puchstuben in Österreich auf. Teleskop war ein 380-mm-Newton mit einer primären Brennweite von 1750 mm, die für die Planetenfotografie auf effektive 9170 mm verlängert wurden. Das ergab ein Öffnungsverhältnis von 1:24 (bzw. ein „focal ratio“ amerikanisch = Fokalverhältnis f/24, gesprochen „f zu 24“). Mit einer DMK 21AU618 wurde eine Videosequenz von 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen, so dass die Einzelbelichtung also 1/60 s pro Bild betrug. Das linke Bild ist eine UV-Aufnahme von 16:15 Uhr UT, das aus 2000 von 4500 ausgesuchten Einzelbildern entstand. Hier wurde ein UV-Filter von Schuler verwendet. Das rechte Bild entstand um 16:20 Uhr UT im infraroten Licht, ebenfalls aus 2000 von 4500 Einzelbildern, wobei ein IR-Filter von Baader benutzt wurde. Die Verarbeitung beider Sequenzen geschah mit Registax 6. Wir gratulieren!<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>franz.klauser@borgstpoelten.ac.at</author>
			<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>14. Woche - Mars – der „Rote Planet“ beherrscht die Nacht</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=973&#38;cHash=2a0c4683ec387b895981e534a5872249</link>
			<description>Wer derzeit zum Sternbild Löwe schaut, erblickt auch sofort den Mars. Das momentan schöne Wetter veranlasst dann auch viele Beobachter, diesen Planeten ins Blickfeld zu holen. Geringe Turbulenzen der Atmosphäre und erst recht in Bodennähe beim Beobachter führen zu einem guten Seeing („seeing“ = „das Sehen“, im übertragenen Sinn besser „die Sichtbedingungen“). Bei guten Sichtbedingungen gibt der Planet zahlreiche Details auf seiner Oberfläche...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wer derzeit zum Sternbild Löwe schaut, erblickt auch sofort den Mars. Das momentan schöne Wetter veranlasst dann auch viele Beobachter, diesen Planeten ins Blickfeld zu holen. Geringe Turbulenzen der Atmosphäre und erst recht in Bodennähe beim Beobachter führen zu einem guten Seeing („seeing“ = „das Sehen“, im übertragenen Sinn besser „die Sichtbedingungen“). Bei guten Sichtbedingungen gibt der Planet zahlreiche Details auf seiner Oberfläche preis.<br />Welche Details zeigt das aktuelle AdW? Da ist zunächst die strukturierte Polkappe. Am Rand erkennt man - kleinen Inseln ähnlich - Reste von abschmelzendem Polareis. Sie sind von der zentralen Kappe durch etwas dunklere Zonen getrennt. Die Planetenoberfläche wird von zahlreichen hellen Wolken bedeckt, die zum Planetenrand hin bläulicher erscheinen. In der Bildmitte liegt eine kreisförmige Formation. Das ist der bekannte Vulkan Olympus Mons, der ringförmig von Wolken umgeben ist. Ohne diese Wolken würde man diesen Supergipfel gar nicht wahrnehmen. Südlich davon befindet sich das dunkle Mare Sirenum, das heute Terra Sirenum genannt wird, weil es wie andere dunkle Strukturen auf Mars kein Meer, sondern ein Hochland ist.<br />Für den Einsteiger: Die Planetenfotografie wird heute üblicherweise mit Hilfe der Videotechnik durchgeführt. Der Astrofotograf nimmt den Planeten mit seiner Videokamera ohne Objektiv (und auch nicht durchs Okular) über eine gewisse Zeitspanne auf, und das auch noch in den Farben Blau, Grün und Rot, um daraus ein Farbbild herzustellen. Dabei ist darauf zu achten, alles innerhalb einer nicht zu langen Zeit zu erledigen, weil ansonsten die Planetenrotation die Details verwischt. Aus den Videosequenzen werden dann über die geeignete Software die schärfsten Einzelbilder herausgefischt und zu einem Bild überlagert. Mittels anschließender Bildbearbeitung wird dieses Planetenbild dann noch optimiert, z.B. geschärft oder im Kontrast angehoben.<br /><br />Sebastian Voltmer, Mitglied der VdS-Fachgruppe Astrofotografie und in der „Planeten-Szene“ für seine hervorragende Arbeit bekannt, hat das aktuelle AdW am 16. März 2012 aufgenommen. Teleskop war das PlaneWave CDK 20 der Sternwarte Peterberg, Saarland. Als Kamera kam eine DMK 21BF04 zum Einsatz. Die effektive Brennweite betrug 17 Meter. Die Belichtung jeder einzelnen Videoaufnahme betrug 1/30 s. Als zusätzliche Komponenten (Baader) wurden verwendet: ein Flatfieldkorrektor, ferner neben den Standardfiltern R, G und B noch ein IR-Filter. So konnte dieses Bild als IR-RGB zusammengestellt werden. Warum IR? Im IR-Bereich ist erstens das Seeing besser als in den sichtbaren Wellenlängen, zweitens ergeben sich im IR auch starke Kontraste auf der Marsoberfläche. Gratulation des AdW-Teams zu diesem Super-Ergebnis!<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>sebastian@voltmer.de</author>
			<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>13. Woche - Messier 82, wie man sie selten sieht</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=967&#38;cHash=a1f7b3cdbefe42b7915e361c0a84d1dc</link>
			<description>&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Die Galaxie M 82 liegt etwa 37´ nördlich ihrer großen Schwester M 81. Beide bilden zusammen mit zahlreichen weiteren Galaxien das „M 81-System“. Morphologisch gesehen (d.h. von ihrer Gestalt her) ist M 82 äußerst interessant. Vom Typus her wird sie den „amorphen Galaxien“ zugerechnet, die im Gegensatz zu den Spiralgalaxien kaum strukturiert sind. Ein ähnliches Beispiel für eine amorphe Galaxie ist NGC 1569.
M 82...</description>
			<content:encoded><![CDATA[&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Die Galaxie M 82 liegt etwa 37´ nördlich ihrer großen Schwester M 81. Beide bilden zusammen mit zahlreichen weiteren Galaxien das „M 81-System“. Morphologisch gesehen (d.h. von ihrer Gestalt her) ist M 82 äußerst interessant. Vom Typus her wird sie den „amorphen Galaxien“ zugerechnet, die im Gegensatz zu den Spiralgalaxien kaum strukturiert sind. Ein ähnliches Beispiel für eine amorphe Galaxie ist NGC 1569.
M 82 wird im Sky Catalogue 2000.0 mit 11,2´ x 4,6´ Ausdehnung angegeben. Da sie 11,8 Millionen Lj entfernt ist, kommt sie damit auf knapp 40.000 Lj wahren Durchmesser. Ihre scheinbare visuelle Helligkeit beträgt 8,4 mag. Das führt zu einer mittleren Flächenhelligkeit von 21,3 mag pro Quadratbogensekunde. Der Farbindex – immer wichtig für Astrofotografen – liegt bei 0,87 mag, d.h. die Galaxie erscheint im Mittel gelb, was unser aktuelles AdW insbesondere in den kernnahen Zonen von M 82 bestätigt. Dies ist auch kein Wunder, denn amorphe Galaxien sind immer in reichlich interstellare Materie eingehüllt, was zu einer Rötung des Lichts führt. Die interstellare Materie zeigt sich bei visuellen Beobachtungen sofort: M 82 wird von einigen verdunkelnden Staubwolken geprägt, die vor der leuchtenden Fläche schon in kleineren Teleskopen kontrastreich hervortreten.
M 81 und M 82 stehen sich recht nahe, so dass sie stark miteinander wechselwirken. Mit Hilfe der Radioastronomie wurde erkannt, dass beide Galaxien gemeinsam in riesigen verquirlten Wolken aus Wasserstoff stecken. Die Wechselwirkungskräfte sorgten dafür, dass bereits vor Millionen Jahren in M 82 ein heftiger Sternentstehungsausbruch (engl. „starburst“) in Gang gesetzt wurde. Daher zählt M 82 zu den „Starburst-Galaxien“. Im Inneren besitzt sie einige sehr junge Supersternhaufen mit zahlreichen massiven Sternen, von denen gewaltige Sternwinde ausgehen und Gas nach außen transportieren. Bei diesem Prozess dürften aber auch etliche Supernova-Explosionen mitgeholfen haben. Die heftige Dynamik wird am aktuellen AdW plastisch deutlich. Rot leuchtende Gassträhnen erstrecken sich vom Zentrum aus bis weit in die Außenzone. Man sieht förmlich, wie die Expansion der Filamente abläuft!
Das aktuelle CCD-Bild (Norden oben) entstand in Kooperation von Torsten Grossmann und Dietmar Hager. Ihre Aufnahmeorte waren Nuthe Urstromtal im Süden des Landes Brandenburg bzw. Österreich. Dietmar Hager setzte einen 9"-Apochromaten mit f/9 sowie eine Farbkamera von Starlight Xpress ein und belichtete 3 h Luminanz und 3 h RGB. Torsten Grossmann verwendete einen 7"-Apochromaten bei 1400 mm Brennweite. Kamera war eine SBIG STL-4020. Er belichtete einschließlich der H-Alpha-Aufnahmen ca. 24 h, so dass Belichtungen von insgesamt ca. 30 h zu einem Bild kombiniert wurden. Dazu gratuliert das AdW-Team ganz herzlich! Ganz exzellent kommt auch der entfernte Galaxienhaufen nordwestlich von M 82 heraus. Wem ist dieser überhaupt schon einmal aufgefallen?
Diese erfolgreiche Zusammenarbeit zeigt einmal mehr, dass man an verschiedenen Teleskopen gewonnene Bilder erfolgreich kombinieren kann. Für das Projekt „Tief belichtete Galaxien“ der VdS-Fachgruppe Astrofotografie, das gerade anläuft, kann dies von Bedeutung sein, wie auf der letzten Bochumer Herbsttagung im November 2011 bereits angeschnitten wurde.
RA = 09 h 55 min 53 s, DEK = +69° 40´ 46´´
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			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>contact@stargazer-observatory.com</author>
			<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>12. Woche - Ein „Weihnachtsbaum“ am Himmel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=962&#38;cHash=9231a901b719fc3395c65baff818601a</link>
			<description>Im Sternbild Einhorn (Monoceros) liegt der große, weit gestreute offene Sternhaufen NGC 2264, der wegen seiner Form von L.S. Copeland auch „Christmas Tree“ (Weihnachtsbaum) getauft wurde. Das aktuelle AdW zeigt Norden rechts, Osten oben. Der Baum zeigt mit seiner Spitze nach links (Süden). Zur Orientierung: Die Bildlängsseite misst etwa 1,8°.&lt;br /&gt;Den Fuß des Baums bildet der 4,64 mag helle Stern S Monocerotis (abgekürzt: S Mon), ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Sternbild Einhorn (Monoceros) liegt der große, weit gestreute offene Sternhaufen NGC 2264, der wegen seiner Form von L.S. Copeland auch „Christmas Tree“ (Weihnachtsbaum) getauft wurde. Das aktuelle AdW zeigt Norden rechts, Osten oben. Der Baum zeigt mit seiner Spitze nach links (Süden). Zur Orientierung: Die Bildlängsseite misst etwa 1,8°.<br />Den Fuß des Baums bildet der 4,64 mag helle Stern S Monocerotis (abgekürzt: S Mon), ein Hauptreihenstern des Spektraltyps O7. Sein Farbindex beträgt B-V = -0,24 mag, das ist extrem blau! Der Sternname zeigt, dass es sich um einen Veränderlichen handelt, dessen Helligkeit im Bereich von 4,2 bis 4,6 mag schwankt. S Mon ist doppelt, der 8,5-mag-Begleiter ist 3´´ entfernt. Zwei weitere Mitglieder des Haufens haben einen Spektraltyp B2, so dass S Mon und diese zwei Sterne den Hauptanteil der Anregungsenergie für die umgebenden Nebelmassen liefern. Immerhin hat S Mon die 8500-fache Leuchtkraft unserer Sonne! Was das Alter betrifft, so gilt NGC 2264 als ein sehr junger Sternhaufen. Man geht heute von etwa 5 Millionen Jahren aus. Die Entfernung von NGC 2264 wurde zu etwa 2600 Lj bestimmt, das ist ähnlich weit weg wie der benachbarte Rosettennebel. Um noch eines klar zu stellen: Auch das Nebelgebiet, das den Sternhaufen umschließt, trägt die Bezeichnung NGC 2264.<br /><br />Bereits in den 1950er Jahren entdeckte der Astronom G.H. Herbig in NGC 2264 zahlreiche Sterne, die H-Alpha-Licht emittieren. Sie entpuppten sich als Sterne, die das Hauptreihenstadium noch nicht erreicht haben, so genannte „pre-main-sequence“-Sterne (Walker 1956). Ein sehr großer Teil der Sterne mit Spektraltyp später als A0 sind solche PMS-Sterne, deren Alter auf typische 1 Million Jahre geschätzt wird. Vor etwa 20 Jahren wurde NGC 2264 im infraroten K-Band (2200 nm) fotometrisch untersucht. Dabei wurden zahlreiche junge IR-Objekte entdeckt, die ähnliche Eigenschaften wie T-Tauri-Sterne oder Herbig-Be-Sterne haben. Das legt nahe, dass die Sternenstehung in der Molekülwolke hinter NGC 2264 andauert.<br />Die Spitze des Weihnachtsbaums bildet ein 7,14 mag heller Stern des Spektraltyps B2. Direkt südlich angrenzend (also links davon) liegt der markante „Konus-Nebel“. Diese Dunkelwolke ist Teil der schon angesprochenen großen Molekülwolke, mit hell leuchtenden Rändern („bright rims“). Der Konus-Nebel zeigt wie ein Finger auf S Mon, so wie man es auch von den bekannten „Säulen der Schöpfung“ in Messier 16 her kennt. Dies deutet auf den starken Sternwind hin, der von S Mon ausgehend die Materie dynamisch formt.<br />Die gesamte Region ist in rot leuchtenden Wasserstoff eingehüllt. Unmittelbar südwestlich von S Mon sticht ein Nebelanteil ins Auge, der durch Reflexion von blauem Sternenlicht geprägt ist. Andreas Rörig fotografierte dieses Szenario am 17.01.2012, Aufnahmeort war Wilsenroth im Westerwald. Er benutzte einen 120-mm-Refraktor (Equinox 120) mit dem Öffnungsverhältnis 1:6,3 auf einer Montierung „Millenium Mount“. Als Kamera diente eine Canon EOS 1000D (mod.) bei ISO 800. Belichtet wurde 45 x 300 s. Zur Nachführung wurde ein 80-mm-Refraktor mit 400 mm Brennweite in Verbindung mit einer AlCCD 5 verwendet. Die Kalibrierung erstreckte sich auf Dark- und Flatfields. Zur Registrierung, Kombination, Farbkalibrierung und Gradientenentfernung benutzte der Autor seine Software Regim.<br /><br />RA = 06 h 41,1 min, DEK = +9° 53´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>apml@andreasroerig.de</author>
			<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>11. Woche - Der Supernovaüberrest im Sternbild Vela</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=955&#38;cHash=dfe903d7517935a9f2ac27e4e2380ad1</link>
			<description>In der 8. Woche gab es mit Simeis 147 im Taurus schon einen Supernovaüberrest als AdW. Jetzt folgt ein mindestens ebenso spektakuläres Objekt: Der SNR im Sternbild Vela, kurz Vela-SNR. Das Bild von Dieter Willasch zeigt den Nordwestteil des Objekts, Norden liegt links, Westen oben. Die optische Erscheinung ist durch einen starken Filamentaufbau geprägt, ähnlich Simeis 147 oder auch dem Cirrus-Nebel. Die Filamente emittieren Strahlung im Licht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[In der 8. Woche gab es mit Simeis 147 im Taurus schon einen Supernovaüberrest als AdW. Jetzt folgt ein mindestens ebenso spektakuläres Objekt: Der SNR im Sternbild Vela, kurz Vela-SNR. Das Bild von Dieter Willasch zeigt den Nordwestteil des Objekts, Norden liegt links, Westen oben. Die optische Erscheinung ist durch einen starken Filamentaufbau geprägt, ähnlich Simeis 147 oder auch dem Cirrus-Nebel. Die Filamente emittieren Strahlung im Licht des doppelt ionisierten Sauerstoffs [O III], des ionisierten Schwefels [S II] und natürlich einen sehr großen Anteil im Ha-Licht. Das Alter des Objekts beträgt laut Clark & Caswell (1976) etwa 10.000 Jahre. Die Entfernung bleibt spekulativ und dürfte bei 1600 Lj liegen (Zitate aus Bignami 1988 und Bietenholz 1991).<br /><br />Der Vela-SNR deckt am Himmel eine runde Fläche von 6° Durchmesser ab. Sein geometrisches Zentrum liegt im aktuellen AdW bei den Pixelkoordinaten (1485; 1296). Dort ist es als wenig auffallendes Kreuzchen in Pink markiert, um den Bildeindruck nicht zu stören. Der Pulsar PSR J0835-4510, den man als Überrest des explodierten Sterns betrachtet, liegt ca. 1,5° westlich des Zentrums. Also hat sich der Pulsar entweder mit großer Geschwindigkeit westwärts bewegt (was mit Messungen seiner Eigenbewegung aber nicht übereinstimmt) oder der SNR hat sich ziemlich unsymmetrisch ausgedehnt, nach Westen viel weniger als nach Osten. Übrigens braucht jetzt niemand den Pulsar zu suchen. Er ist blau, seine scheinbare visuelle Helligkeit liegt bei 24 mag. Die Pulsarkoordinaten sind die, welche für den SNR angegeben sind.<br /><br />Teleskop war ein Takahashi FSQ 106 ED mit dem Öffnungsverhältnis 1:5 (focal ratio f/5) und einem Fokalreduktor 0,73-fach. Als Kamera fand eine SBIG STL 11000M mit internem Filterrad Verwendung, alles auf einer Montierung Astro-Physics 900 GTO. Belichtet wurde 10 x 20 min mit Ha-Filter (Baader) und 10 x 20 min mit [O III]-Filter (ebenfalls Baader). Zur Farbkodierung wurde Ha für den Rotkanal vorgesehen und [O III] für Grün und Blau. Dieter Willasch gelang diese Serie im Dezember 2011 in Somerset West, Südafrika. Die Sterne stammen nicht etwa aus den Schmalbandaufnahmen, sondern aus getrennt belichteten RGB-Aufnahmen des Sternfeldes. Dazu wurden RGB-Auszüge mit Baader Filtern von jeweils 5 x 5 min Belichtung als Overlay verwendet.<br /><br />Zusätzlich wurden auch noch [S II]-Auszüge angefertigt. Sie sind laut Bildautor bei diesem Objekt vollkommen identisch mit Ha. Die [S II]-Stärke ist für viele junge Supernovaüberreste typisch. Im Krebsnebel M 1 gibt es Stellen, an denen [S II] sogar die stärkste Emission aufweist. Demnach hätte das aktuelle AdW durchaus in drei Farben dargestellt werden können, wie man es von der „Hubble-Palette“ her gewohnt ist.<br /><br />RA = 08 h 35 min 21 s, DEK = -45° 10´ 35´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>dieter.willasch@gmx.de</author>
			<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>10. Woche - Das Gebiet um M 78 im Orion</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=949&#38;cHash=780b946414b6fd9f2c548dedc6354596</link>
			<description>Das aktuelle AdW zeigt Norden links und Westen oben, zur gewohnten Betrachtung müsste man das Bild also um 90° im Uhrzeigersinn drehen. Im Norden erkennt man einen Teil der bekannten H II-Schale „Barnard´s Loop“ und 9´ südlich davon eine Kette von Reflexionsnebeln. Sie stellen aufgehellte Zonen der dichten Molekülwolke im Komplex Orion B dar. M 78 ist hiervon der bekannteste und hellste Vertreter, der an seinem Westrand von einer auffälligen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das aktuelle AdW zeigt Norden links und Westen oben, zur gewohnten Betrachtung müsste man das Bild also um 90° im Uhrzeigersinn drehen. Im Norden erkennt man einen Teil der bekannten H II-Schale „Barnard´s Loop“ und 9´ südlich davon eine Kette von Reflexionsnebeln. Sie stellen aufgehellte Zonen der dichten Molekülwolke im Komplex Orion B dar. M 78 ist hiervon der bekannteste und hellste Vertreter, der an seinem Westrand von einer auffälligen Dunkelwolke begrenzt wird. Die helleren Nebelzonen jenseits (westlich) davon sind NGC 2067 und 2064. Knapp nordöstlich von M 78 sitzt NGC 2071.<br /><br />In M 78 stecken drei 10-mag-Sterne. Ihre Energie reicht gerade nicht aus, um den sicherlich vorhandenen Wasserstoff in M 78 zu ionisieren. Daher kommt kein rotes Leuchten, sondern „nur“ ein blauer Reflexionsnebel zustande.<br /><br />Das gesamte Gebiet zeigt eine klare Sternentstehungsaktivität. So findet man in der Dunkelzone LDN 1630 südsüdwestlich von M 78 das assoziierte Herbig-Haro-Objekt HH 24. Im Bild ist es zu erkennen als zerrupftes Nebelchen zwischen zwei helleren kleinen Nebeln. In HH 24 verbirgt sich der Stern SSV63. Er ist nur durch IR-Aufnahmen nachweisbar, weil hier eine Absorption von 50 mag (!) herrscht. Das hellere Nebelchen 40´´ nördlich von HH 24 war an dieser Stelle nicht immer wahrnehmbar. Es wurde im Januar 2004 von dem Amateur J.W. McNeil entdeckt. Zwar zeigt der Palomar Observatory Sky Survey (POSS) nichts von „McNeils Nebel“, aber dennoch ist dieses Objekt nicht ganz neu. Es war schon 1966 fotografiert worden, und zwar für das bekannte Buch „The Messier Album“ von Mallas & Kreimer, das 1978 erschien. Auf einer Abbildung in diesem Buch leuchtet McNeils Nebel ähnlich hell wie heute. In den Jahren danach verschwand er bis zu seiner Wiederentdeckung im Jahre 2004. An der südlichen Spitze von McNeils Nebel befindet sich wie der Kopf am Schweif eines Kometen ein stark geröteter Stern. Vergrößert man sich den Bildausschnitt, so erkennt man im AdW diesen Stern eindeutig. Der Stern ist deckungsgleich mit dem Infrarot-Objekt IRAS 05436–0007, welches die Koordinaten RA = 05 h 46 min 13 s und DEK = -00° 06´ 05´´ besitzt.<br /><br />Hansjörg Wälchli gelang diese brilliante Ansicht im vorigen Spätherbst am 25.11.2011. Er nahm die Bilderserie von der Sternwarte Mirasteilas (Falera, Schweiz) auf. Als Kamera diente eine SBIG STL-11000M/C2 an einem Apochromaten TEC 140 ED. Das Teleskop hat 980 mm Brennweite bei einem Öffnungsverhältnis von 1:7 (d.h. Blende 7 bzw. focal ratio f/7, das zur Klärung … J). Die Belichtung erfolgte im L-Kanal ohne Binning mit 39 x 10 min, R mit 10 x 5 min, G mit 21 x 5 min und B mit 12 x 5 min. Alle RGB-Bilder wurden zweifach gebinnt. Wer daran interessiert ist, kann dieses AdW mit dem AdW 11/2010 vergleichen. Dort wurde M 78 von Michael Deger vorgestellt.<br /><br />RA = 05 h 46 min 47 s, DEK = +00° 00´ 50´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>hansjoerg.waelchli@solnet.ch</author>
			<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>9. Woche - Polarlichter vom Flugzeug aus</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=940&#38;cHash=2429536346770f654b39b56a1045c62e</link>
			<description>Fachgruppen-Webmaster Michael Kunze konnte ein ganz besonders spektakuläres Schaupiel beobachten und im Bild festhalten. Dazu schrieb er:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Am 16.09.2011, auf einem Flug von San Francisco nach Düsseldorf, habe ich über Grönland plötzlich Polarlichter gesehen. Die Hoffnung war vorher schon vorhanden, da es in dieser Zeit immer wieder zu Polarlichtsichtungen im hohen Norden kam. Doch plötzlich war der grüne Vorhang da und durch die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppen-Webmaster Michael Kunze konnte ein ganz besonders spektakuläres Schaupiel beobachten und im Bild festhalten. Dazu schrieb er:<br /><br />„Am 16.09.2011, auf einem Flug von San Francisco nach Düsseldorf, habe ich über Grönland plötzlich Polarlichter gesehen. Die Hoffnung war vorher schon vorhanden, da es in dieser Zeit immer wieder zu Polarlichtsichtungen im hohen Norden kam. Doch plötzlich war der grüne Vorhang da und durch die Fluggeschwindigkeit konnte man auch erkennen, wie man räumlich vorbei flog. Dazu bewegten sich die Polarlichter sehr schnell. Das ganze Spektakel war in dieser Fülle ca. 60 Minuten zu beobachten. Danach konnte man bis kurz vor Dämmerungsbeginn einen hauchzarten Grünschimmer sehen. Die Aufnahme entstand aus freier Hand. Nur das Objektiv wurde am Fenster angelehnt. Die Belichtungszeit betrug 2 Sekunden bei 6400 ASA. Als Kamera diente eine Canon EOS 550D. Leider habe ich die Streifen nicht wegbekommen.“<br /><br />Uns allen dürfte klar sein, dass ein perfektes, rauscharmes und dennoch gut durchbelichtetes Bild eines so lichtschwachen Phänomens mit heutiger Aufnahmetechnik (noch) nicht möglich ist. Das Flugzeug bewegte sich, zusätzlich auch die Lichterscheinung, die Belichtungszeit durfte nicht zu lang sein, um Verwackelungen zu vermeiden und die Sterne punktscharf abzubilden. Dennoch musste das lichtschwache Motiv möglichst kräftig belichtet werden, bei einer sehr hohen Empfindlichkeitseinstellung des Kamerachips, die ein stärkeres Rauschen bereits vorgibt. All diese Parameter sind für ein solches Motiv grenzwertig. Es funktioniert eben nicht, zur Rauschreduzierung 20 Belichtungen à 2 Minuten anzuwenden! Insofern sagen wir: „Hut ab, gut umgesetzt!“ Über die Streifen darf man getrost hinweg sehen.<br /><br />Übrigens: Schaut man sich die Sterne des Großen Wagens an, so sind Mizar und Alkor klar getrennt. Garantiert war für dieses gelungene Bild eine ganze Reihe weniger geglückter Einzelbilder nötig.<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>info@michaelkunze.de</author>
			<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>8. Woche - Der Supernovaüberrest S 147</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=934&#38;cHash=cb47d6518dac9230af021885ba9924ef</link>
			<description>Es gibt verschiedene spektakuläre Supernovaüberreste (SNR), die für beobachtende und fotografierende Amateure interessant sind, z.B. den Cirrus-Nebel, IC 443, den Vela-SNR oder auch den Krebsnebel M 1. Spektakulär, jedoch visuell nicht beobachtbar, ist S 147 im Taurus. Er ist auch unter den Katalogbezeichnungen SNR G180.0-1.7 und Sh2-240 zu finden. Entdeckt wurde das Objekt von G.A Shajn and V.E. Hase, die im Ort Simeis auf der Krim am dortigen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt verschiedene spektakuläre Supernovaüberreste (SNR), die für beobachtende und fotografierende Amateure interessant sind, z.B. den Cirrus-Nebel, IC 443, den Vela-SNR oder auch den Krebsnebel M 1. Spektakulär, jedoch visuell nicht beobachtbar, ist S 147 im Taurus. Er ist auch unter den Katalogbezeichnungen SNR G180.0-1.7 und Sh2-240 zu finden. Entdeckt wurde das Objekt von G.A Shajn and V.E. Hase, die im Ort Simeis auf der Krim am dortigen Astrophysikalischen Institut arbeiteten. Fälschlicherweise wird S 147 oftmals mit „Shajn 147“ übersetzt, aber das S steht für „Simeis“, also Simeis 147.<br /><br />S 147 hat einen scheinbaren Durchmesser von 3°. Das aktuelle AdW (Norden links) zeigt, dass auf einem ziemlich runden Flächenbereich feine faserige Filamente dominieren, die teilweise (wie beim Cirrus-Nebel) nur wenige Bogensekunden breit sind. Die Emission spielt sich hauptsächlich bei H-Alpha, [N II], [S II] und [O III] ab. Alle Emissionen zeigen nach Esipov et al. (1972) etwa gleiche Intensität, streuen aber an verschiedenen Stellen im Nebel beträchtlich. Fotografisch kommt also das rote Licht zum Tragen. Von ernsthaften visuellen Sichtungen ist nichts bekannt.<br /><br />Im Jahre 1994 wurde von Anderson et al. der Pulsar entdeckt, welcher laut Theorie nach einer Supernovaexplosion übrig bleiben sollte, sozusagen als „Sternenleiche“. Er steht ein Stückchen nordwestlich des Nebelzentrums. Anhand der Eigenbewegung des Pulsars konnte für Pulsar und damit auch für Simeis 147 ein Alter von etwa 40.000 Jahren veranschlagt werden. Die Angaben zur Entfernung schwanken in der Literatur stark zwischen 0,8 und 1,8 kpc. Man kann nach den Pulsarentdeckern jedoch eine Entfernung von etwa 1,5 kpc annehmen, und das sind 4900 Lj. Demnach läge der echte Durchmesser der SNR-Kugel bei 250 Lichtjahren - enorm!<br /><br />Peter Knappert gelang diese beeindruckende Weitwinkelaufnahme am zweiten Weihnachtstag des vergangenen Jahres. Aufnahmeort war Mühlhausen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Eine CCD-Kamera Moravian G2-8300 FW wurde mit einem Objektiv Canon EF-L 70-200 mm bestückt. Bei einer effektiven Brennweite von 135 mm und Blende 2,8 wurde verständlicherweise ohne Binning 420 min in H-Alpha (6-nm-Filter von Astronomik) und je 40 min in Rot, Grün und Blau belichtet. Das ist kräftig, aber nur so kommt genügend Deckung zustande. Gratulation!<br /><br />RA = 05 h 39 min 00 s, DEK = +27° 50´
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			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>pknappert@t-online.de</author>
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>7. Woche - NGC 869/884, der Doppelsternhaufen h/&#967; Persei</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=929&#38;cHash=4f979cef2cd244e528f8f3ec06819155</link>
			<description>Noch ist der Perseus beobachtbar am frühen Abendhimmel. Deshalb soll eines der interessantesten Objekte dieses Sternbildes noch einmal zu „großem Glanz“ kommen: der doppelte offene Sternhaufen NGC 869/884, auch als h/&#967; Persei bekannt. In der Assoziation Perseus OB1 gelegen, ist er tatsächlich einer der wenigen physikalisch echten Doppelhaufen und gehört dem Perseus-Arm der Milchstraße an. Manchmal liest man, h/&#967; Persei sei das Zentrum...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Noch ist der Perseus beobachtbar am frühen Abendhimmel. Deshalb soll eines der interessantesten Objekte dieses Sternbildes noch einmal zu „großem Glanz“ kommen: der doppelte offene Sternhaufen NGC 869/884, auch als h/&#967; Persei bekannt. In der Assoziation Perseus OB1 gelegen, ist er tatsächlich einer der wenigen physikalisch echten Doppelhaufen und gehört dem Perseus-Arm der Milchstraße an. Manchmal liest man, h/&#967; Persei sei das Zentrum dieser Assoziation.<br /><br />Schon Hipparchus und Ptolemäus (150 v. Chr.) kannten h/&#967; Persei als nebliges Fleckchen am Himmel, wussten aber nichts von der stellaren Natur des Objekts [1]. Dies änderte sich erst nach der Erfindung des Teleskops. Merkwürdig ist, dass Charles Messier den Doppelsternhaufen, der schon mit bloßem Auge sichtbar ist, nicht in seinen „Messier-Katalog“ aufnahm. Ähnlich helle Objekte wie die Praesepe oder auch die Plejaden dagegen sind mit Messier-Nummern vertreten.<br /><br />Im AdW 44/2011 standen erste Daten. Sie wurden durch eine neuere Untersuchung verbessert. Am 90-cm-Teleskop des Kitt Peak National Observatory entstanden Einzelaufnahmen mit den Filtern U, B und V (Slesnick et al., 2002). Bei einem Seeing von 1,3“ und einer Auflösung von 0,43“ pro Pixel ergaben die fotometrischen Auswertungen fünf interessante Ergebnisse:<br />1) Beide Sternhaufen sind gleich weit entfernt: 2344 pc &#8776; 7650 Lj (Hinweis: 1 pc = 3,262 Lj).<br />2) Das Alter ist für h (NGC 869) und &#967; (NGC 884) im Wesentlichen identisch, nämlich 12,8 und 12,9 Millionen Jahre. Das ist jung, aber nicht mehr so jung, um O-Sterne zu besitzen.<br />3) Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass die Sternbildung von h/&#967; Persei in unterschiedlichen, aufeinanderfolgenden „Schüben“ ablief. Der Doppelsternhaufen entstand also in einer Epoche.<br />4) Für h Persei ergab sich eine Masse von 3.700 Sonnenmassen, für &#967; Persei ein Drittel weniger, nämlich 2.800 Sonnenmassen. Damit zählen h und &#967; Persei zu den massereichsten offenen Sternhaufen! Zum Vergleich: Die Plejaden besitzen nur ca. 320 Sonnenmassen.<br />5) Auch die Koordinaten der beiden Haufenzentren wurden noch einmal überprüft. Aus den Konturen gleicher Sterndichte ergaben sich exakte Werte (siehe Daten in diesem AdW).<br /><br />Beide Sternhaufen haben ungefähr den gleichen scheinbaren Durchmesser von 30´. Rechnet man dies auf die Entfernung um, so beträgt ihr wahrer Durchmesser jeweils 67 Lj. Das ist halb so groß wie ein durchschnittlicher Kugelsternhaufen! NGC 869 ist visuell 4,3 mag hell, NGC 884 mit 4,4 mag fast gleich hell. Beide Haufen sind nur 78´ voneinander getrennt. Wenn sie von uns tatsächlich gleich weit entfernt sind, dann beträgt ihr wahrer Abstand etwa 180 Lj.<br /><br />Für den Astrofotografen ist noch Folgendes wichtig. Die hellsten Sterne von 8 bis 13 mag besitzen durchweg Farbindizes B-V zwischen 0,25 und 0,4 mag. Das ist bläulich bis weißblau und muss bei der Farbkalibration während der Bildbearbeitung berücksichtigt werden, wie im aktuellen AdW. Weiße Sterne – wie so oft gesehen – liegen leider völlig daneben.<br /><br />Fabian Neyer fertigte dieses sehr tiefe H-Alpha-LRGB an. Es zeigt h/&#967; Persei mit umgebenden rot leuchtenden Wasserstoffnebeln. Die sagenhafte Aufnahme entstand im Oktober 2011. Instrument war ein Refraktor NP101is f/5,4. Als Kamera wurde eine SBIG STL-11000M verwendet. Mit Baader-Filtern H-Alpha, L, R, G und B wurde eine Belichtungszeit von insgesamt 26,3 Stunden erreicht! Allein die Belichtung in H-Alpha betrug 22 Stunden. Von daher zeigt das Bild zeigt die roten Gasnebel im Feld stark überbetont. Dazu kamen 1,15 Stunden in L, je 1 Stunde in R und G sowie 1,15 Stunden in B. Aufnahmeort: Antares-Sternwarte in Gossau/Schweiz. Gratulation!<br /><br />NGC 869: &#945; = 02h 19m 22s und &#948; = +57° 09´ 00´´<br />NGC 884: &#945; = 02h 22m 12s und &#948; = +57° 07´ 12´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!<br /><br /><strong></strong><strong>Lösung zur Kniffelaufgabe AdW 06/2012</strong>
Nach einer einzigen Lösungseinsendung war im AdW der Woche 6 die letzte Kniffelfrage gestellt. Vielleicht gibt es aber doch Interessenten, daher hier der Lösungsvorschlag.
Wer wissen möchte, welchen Winkel die Zodiakallichtebene im letzten AdW mit der Horizontebene bildet, klickt <link fileadmin/user_upload/aktuelles_und_neuigkeiten/astrofoto_der_woche/2012/Loesung-06-2012.pdf>hier</link>.]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>fabian.neyer@gmx.ch</author>
			<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>6. Woche - Das Zodiakallicht am Morgenhimmel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=918&#38;cHash=a615828edfa3303cf7d7311fa3e61b5f</link>
			<description>Das Sonnensystem ist in kosmischen Staub gebettet, aus dem es selbst vor einigen Milliarden Jahren entstand. An den Staubpartikeln wird das Sonnenlicht gestreut und reflektiert, daher sehen wir den Staub aufgehellt gegen den Sternenhimmel. Die Sonne erzeugt also ihren eigenen Reflexionsnebel! Der meiste Staub hat sich in der Bahnebene der Planeten angesammelt, in der Ekliptik, entlang der Tierkreissternbilder. Daher spricht man vom Zodiakallicht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Sonnensystem ist in kosmischen Staub gebettet, aus dem es selbst vor einigen Milliarden Jahren entstand. An den Staubpartikeln wird das Sonnenlicht gestreut und reflektiert, daher sehen wir den Staub aufgehellt gegen den Sternenhimmel. Die Sonne erzeugt also ihren eigenen Reflexionsnebel! Der meiste Staub hat sich in der Bahnebene der Planeten angesammelt, in der Ekliptik, entlang der Tierkreissternbilder. Daher spricht man vom Zodiakallicht (griechisch: Zodiachus = Tierkreis).<br /><br />Zur Sonne hin nimmt die Staubdichte kräftig zu. Deshalb wird das Zodiakallicht in Sonnennähe dermaßen stark, dass wir es als „Pyramide“ wahrnehmen können. Ein Beobachter am Äquator würde diese Pyramide mit der Basis parallel zum Boden hin sehen, mit der Lichtspitze senkrecht in den Himmel weisend. Wir in unseren Breiten sehen die Zodiakallichtpyramide in Schräglage. Staubdichte und Helligkeit nehmen von der Sonne weg immer mehr ab. Daher bemerken wir am tiefen Nachthimmel weit weg von der Sonne keine Streuung des Sonnenlichtes. Dennoch sind auch dort Spuren des Zodiakallichts vorhanden. Genau 180° von der Sonne weg gibt es eine kleine, etwas hellere Streuungsfläche, den Gegenschein des Zodiakallichtbogens. Diesen Begriff haben sogar die Amerikaner übernommen (they see the „gegenschein“). Vielleicht nimmt sich ja einmal ein Astrofotograf den Gegenschein für die Alpen, La Palma oder Namibia vor.<br /><br />Im letzten Herbst waren Stefan Binnewies und Rainer Sparenberg etwa 7 km östlich des Furka-Passes auf einer Höhe von 2350 Metern. Dort fotografierten sie die Zodiakallicht-Szenerie am Morgenhimmel. An der Lichtspitze befand sich der offene Sternhaufen der Plejaden mit dem daran vorbeiziehenden Mars. Etwas tiefer ist Regulus im Löwen zu sehen. Man erkennt bei genauem Hinsehen, dass das Zodiakallicht nicht symmetrisch oberhalb und unterhalb der Ekliptik liegt. Ganz tief am östlichen Horizont geht Coma Berenices auf. Belichtet wurde mit einer Canon EOS 5D und einem 24-mm-Objektiv, Blende 3,2. Die Belichtungszeit betrug 117 s bei ISO 1600. Selten gesehen dieses Motiv, selten fotografiert – sehr schön!<br /><br />M 44: RA = 08 h 40,1 min, DEK = +19° 59´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!<br /><br /><strong>Die heutige Kniffelfrage:</strong> Letzter Versuch einer Kniffelfrage an interessierte Astrofotografen: Welchen Winkel bildet die Zodiakallichtebene im aktuellen AdW mit der Horizontebene? Tipp: Eine gute Sternkarte zeigt, wo die Ekliptik am Sternenhimmel liegt. Den Horizont kann man als parallel zur unteren Bildkante annehmen. Antworten bis zum kommenden Wochenende an:<br /><link fg-astrofotografie@vds-astro.de><img src="uploads/RTEmagicC_Vds_fg_ma_01.jpg.jpg" alt="" width="183" height="17" /></link><br /><br />Der Lösungsweg und die Namen der Einsender mit korrekter Lösung werden ab dem folgenden Montagabend (wenn das neue AdW erscheint) auf Astronomie.de veröffentlicht.<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>S.binnewies@online.de</author>
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>5. Woche - NGC 1333, Sternentstehungsgebiet im Perseus</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=910&#38;cHash=e2cc17aa3f96ecec8eca3b60ebfdf55f</link>
			<description>Am „Dreiländereck“ der Sternbilder Perseus, Aries und Taurus findet man den Reflexionsnebel NGC 1333. Er befindet sich innerhalb der riesigen Perseus-OB2-Molekülwolke, die genügend Material enthält, um hier Sternentstehung zu ermöglichen. Die Entfernung von NGC 1333 ist nicht genau bekannt: Herbig &amp; Jones (1983) fanden 350 pc = 1140 Lj, Lada et al. (1990) fanden 220 pc = 718 Lj. Das Licht des zentral gelegenen B8-Sterns von 9,5 mag innerhalb der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am „Dreiländereck“ der Sternbilder Perseus, Aries und Taurus findet man den Reflexionsnebel NGC 1333. Er befindet sich innerhalb der riesigen Perseus-OB2-Molekülwolke, die genügend Material enthält, um hier Sternentstehung zu ermöglichen. Die Entfernung von NGC 1333 ist nicht genau bekannt: Herbig & Jones (1983) fanden 350 pc = 1140 Lj, Lada et al. (1990) fanden 220 pc = 718 Lj. Das Licht des zentral gelegenen B8-Sterns von 9,5 mag innerhalb der blau erscheinenden Nebelzone wird durch Staubanteile gestreut und reflektiert als blaue Nebelregion. Der scheinbare Durchmesser der helleren Reflexionsanteils beträgt 9´ x 7´. Schaut man das aktuelle AdW genauer an, so merkt man aber schnell: Der Reflexionsnebel ist nur der kleinste, hellste Teil der riesigen Wolke. Wären noch andere heiße, blaue Sterne in diesem Nebelchaos, dann würden auch dort blaue Reflexionsnebel erscheinen.<br /><br />Im Inneren der Wolke wurde Mitte der 90er Jahre im Infraroten ein Sternhaufen von etwa 150 Mitgliedern entdeckt – Sterne von kleinen bis mittleren Sonnenmassen. Hierbei handelt es sich um sehr junge Sterne, die jünger als 1 Million Jahre sind. In der gesamten Nebelregion verteilt, aber besonders gut im Südbereich zu erkennen, liegen einige rote Fleckchen. Die Astronomen Herbig und Haro haben sich um die Erforschung dieser Objektklasse besonders verdient gemacht, daher werden diese Nebelchen auch „Herbig-Haro-Objekte“ (HH-Objekte) genannt. Sie tauchen auch in anderen jungen Sternentstehungsgebieten auf. Im Inneren der HH-Objekte stecken sehr junge Sterne, die teilweise noch nicht einmal das Hauptreihenstadium erreicht haben. Das bedeutet, dass ihr zentraler Fusionsprozess (Wasserstoff in Helium zu verwandeln) noch nicht sein stabiles Stadium erreicht hat. Die veränderlichen T-Tauri-Sterne sind Beispiele dafür. Oft werden HH-Objekte von Jets begleitet, die von dem jungen Stern nach außen wegfliegen. Für Astrofotografen wichtig: Die HH-Objekte leuchten zum Großteil in H-Alpha, es gibt aber auch einige, in denen die [S II]-Strahlung überwiegt. Im aktuellen AdW erkennen wir direkt am Südwestrand von NGC 1333 das helle Gebiet HH 12, etwas südlicher davon an dem hellen Stern das knotige Gebiet HH 7-11.<br /><br />Patrick Hochleitner aus Bruck a.d. Glstr. hat diese Szenerie am 22.10.2011 aufgenommen. Seine Ausrüstung (das darf man statt „equipment“ übrigens auch sagen …) besteht aus einem Refraktor Skywatcher BD 120/765 ED (765 mm Brennweite) sowie einer CCD-Kamera G2Moravian 8300FW. Dieses LRGB-Bild war für die Kamera das „first light“. Und jetzt halte sich der Leser fest: Die Belichtungszeit betrug insgesamt 33 h 20 min! Gratulation – auch an Dieter Beer, der die Bildbearbeitung vornahm.<br /><br />RA = 03 h 29,3 min, DEK = +31° 25´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>photonhunter@photonhunter.at</author>
			<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>4. Woche - NGC 281, kompakte H II-Region</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=897&#38;cHash=1f0ee9a7d4d1f30685b33cf6f3680b4e</link>
			<description>Das aktuelle AdW zeigt eine helle H II-Region aus der südlichen Cassiopeia, NGC 281 (Norden links, Osten unten). Das Objekt birgt relativ zentral den offenen Sternhaufen IC 1590. Der hellste Haufenstern, HD 5055, ist ein Doppelstern. Die Komponente A ist ein leuchtkräftiger Stern vom Spektraltyp O6,5. Der Begleiter B hat den Spektraltyp O8. Beide liefern zusammen bereits den größten Teil der Anregungsenergie für die gesamte H II-Region. HD 5005A...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das aktuelle AdW zeigt eine helle H II-Region aus der südlichen Cassiopeia, NGC 281 (Norden links, Osten unten). Das Objekt birgt relativ zentral den offenen Sternhaufen IC 1590. Der hellste Haufenstern, HD 5055, ist ein Doppelstern. Die Komponente A ist ein leuchtkräftiger Stern vom Spektraltyp O6,5. Der Begleiter B hat den Spektraltyp O8. Beide liefern zusammen bereits den größten Teil der Anregungsenergie für die gesamte H II-Region. HD 5005A hat B = 8,59 mag und V = 8,58 mag, ist also mit einem Farbindex B-V = 0,01 mag leuchtend blau. Der Begleiter ist 1,3 mag lichtschwächer, man kann ihn im AdW sehr schön vom Hauptstern unterscheiden. Weitere späte O-Sterne stecken noch im Nebel.<br /><br />Schön kommen verschiedene Strukturen zur Geltung, so die kräftigen „bright rims“ am Ostrand, die den Rand der Molekülwolke markieren. Zart reichen sie bis in die inneren Nebelbereiche. Es gibt auch kleinere Globulen sowie einen dichten Gürtel aus zerfranstem, dunklem Material. Geht man von 7200 Lj Entfernung aus (Georgelin 1976), so errechnet sich für NGC 281 bei 40´ scheinbarem Durchmesser ein echter Durchmesser von etwa 80 Lj. Das ist deutlich mehr als beim Orion-Nebel.<br /><br />Mit dem vorliegenden Bild haben wir eine Falschfarbenaufnahme. Hierzu wurden (Näheres unten) drei sogenannte „Linien-Interferenzfiltern“ verwendet. Daher erscheint das Objekt nicht rot, wie man zunächst von einer typischen H II-Region erwarten darf. Vielmehr richtet sich die Farbgebung danach, welche Farbkanäle der Astrofotograf für den jeweiligen Filter genutzt hat. Neuerdings wählt man gern die Farbgebung gemäß der „Hubble-Palette“: [O III] auf den Blaukanal, H-Alpha auf Grün und [S II] auf Rot. Dabei muss nicht jedes Mal eine ähnliche Farbwirkung erzielt werden – die richtet sich im Allgemeinen nach der Stärke der jeweiligen Emissionslinien. Ist [S II] nur in geringem Maße vorhanden, so leuchtet der Nebel weniger rötlich.<br /><br />Alexander Sielski aus Pfaffenhofen an der Ilm ist neu in unserer Runde der AdW-Astrofotografen. Wir begrüßen ihn mit einem freundlichen „Hallo“. Er hat NGC 281 am 30. September 2011 mit einem Ritchey-Chrétien der Marke GSO (Guan Sheng Optical) aufgenommen. Das Teleskop hat 203 mm Öffnung und primär 1624 mm Brennweite. Mit einem Fokalreduktor CCDT67 wurde die Brennweite dann auf etwa 1050 mm reduziert. Als Kamera wurde eine Atik 383L+ eingesetzt. Belichtungszeit: 28 x 20 min in H-Alpha, je 5 x 20 min in [O III] und [S II], alles ohne Binning. Die Angabe zur Farbgebung wurde nicht mitgeteilt, es sieht aber ganz nach der Hubblefarbe aus.<br /><br />RA = 00 h 52 min 25 s, DEK = +56° 33´ 54´´<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>3. Woche - Zwei Planetarische Nebel am Winterhimmel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=890&#38;cHash=700409b57d220cd778534b5bae1496f4</link>
			<description>Im „Strasbourg-ESO Catalogue of Galactic Planetary Nebulae“ (siehe letztes AdW 02/2012) sind die Planetarischen Nebel NGC 1501 und NGC 1514 als PN G144.5+06.5 und PN G165.5-15.1 verzeichnet. Der erste befindet sich im Sternbild Camelopardalis (Giraffe), er misst 52´´. Der zweite ist 132´´ ausgedehnt und steht im Taurus (Stier), sehr nahe an der Grenze zum Perseus. Beiden PN ist eines gemeinsam: die blaugrüne Farbe. Was hat es damit auf sich?&lt;br...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im „Strasbourg-ESO Catalogue of Galactic Planetary Nebulae“ (siehe letztes AdW 02/2012) sind die Planetarischen Nebel NGC 1501 und NGC 1514 als PN G144.5+06.5 und PN G165.5-15.1 verzeichnet. Der erste befindet sich im Sternbild Camelopardalis (Giraffe), er misst 52´´. Der zweite ist 132´´ ausgedehnt und steht im Taurus (Stier), sehr nahe an der Grenze zum Perseus. Beiden PN ist eines gemeinsam: die blaugrüne Farbe. Was hat es damit auf sich?<br /><br />Jeder PN stellt die ausgestoßene Hülle eines heißen Sterns dar. Dieser Stern ist vermutlich dabei, sich in einen Weißen Zwerg zu verwandeln, also im Endstadium seiner Entwicklung. Alle Sterne, die einen PN um sich haben, weisen sehr hohe Temperaturen auf – bis zu 100.000 K. Daraus folgt, dass sie wie die O-Sterne eine starke Strahlung im ultravioletten Licht aussenden und deshalb die umgebende Nebelhülle zum Leuchten anregen. Es gibt also grundsätzlich nur blaue Zentralsterne für einen PN, nie einen weißen, gelben oder gar roten Stern! Falls ein Zentralstern doch weiß oder gelb erscheinen sollte, dann wird er durch vorgelagerte interstellare Materie „gerötet“.<br /><br />Ein ionisierter PN sendet verschiedene Emissionslinien aus. Befindet er sich in einem hohen Anregungszustand, so können wir die Emission von [O III] wahrnehmen, als blaugrünes Licht der Wellenlänge 495/501 nm. Ist der Anregungszustand des PN gering (d.h. der Zentralstern vermittelt dem Nebel nur wenig Anregungsenergie, so strahlt der PN überwiegend im Licht des Wasserstoffs. Aber: ionisierter Wasserstoff emittiert nicht nur die rote H-Alpha-Linie bei 656 nm, sondern auch die blaue H-Beta-Linie bei 486 nm, die violette H-Gamma-Linie bei 434 nm und etliche mehr. Die H-Alpha-Linie ist jedoch bei weitem die stärkste Wasserstofflinie. Im ungestörten Zustand (d.h. wenn kein interstellares Material den PN verdeckt) ist H-Alpha etwa 3-mal so stark wie H-Beta. Für den Astrofotografen ist H-Alpha von Bedeutung, im Falle visueller Beobachtungen zählt die blaue H-Beta-Linie, weil das Auge H-Alpha bei schwachen Nebeln nicht wahrnehmen kann.<br /><br />In NGC 1514 ist die [O III]-Linie mehr als doppelt so stark wie die H-Alpha-Linie. Der PN wird also durch [O III] dominiert. Wenn ein „Experte“ unter den Astrofotografen jetzt NGC 1514 zusätzlich im Schwefellicht [S II] aufnehmen möchte, wird er enttäuscht sein: in dieser Linie strahlt der PN nur 0,2% seines Lichts aus – so gut wie nichts! Sehr ähnlich verhält es sich mit NGC 1501, so dass nun klar ist, warum beide blaugrün leuchten.<br /><br />Der Zentralstern von NGC 1501 hat B = 15,17 mag und V = 14,39 mag. Sein Farbindex B-V = 15,17 mag – 14,39 mag = 0,78 mag (weißgelb). Der ursprünglich blaue Stern wird also durch die Nebelmaterie „gerötet“. Um ihn visuell wahrzunehmen, ist schon eine teleskopische Öffnung von 150 bis 200 mm nötig. Viel heller ist der Zentralstern von NGC 1514. Er kommt auf B = 9,93 mag und V = 9,42 mag. B-V ist demnach 0,51 mag, das ist weißbläulich (also auch röter als das ursprüngliche Blau).<br /><br />Bildautor Stephan Küppers ist neu in unserer AdW-Runde. Wir begrüßen ihn mit einem kräftigen „Hallo“. Er hat NGC 1501 im November 2011 mit einem 250-mm-Newton f/4,5 aufgenommen, belichtet 420 x 30 s bei ISO 1600 mit einer modifizierten Canon 500D ohne Autoguiding. Für die Luminanz kamen 1000 x 4,8 s mit einer DMK21 hinzu. Das bringt Detailschärfe! Im Oktober 2011 wurde NGC 1514 mit 750 x 30 s belichtet, ebenfalls mit der Canon 500D bei ISO 1600.<br /><br />RA = 04 h 06 min 59 s, DEK = +60° 55´ 14´´<br />RA = 04 h 09 min 17 s, DEK = +30° 46´ 33´´<br /><br /><br /><strong>Lösung zur Kniffelaufgabe AdW 02/2012</strong><br /><br />Zur Lösung der zweiten Kniffelaufgabe zum Thema Farben von Abell 84 kam wieder nur eine Lösung - wieder von Jens Leich und wieder richtig.<br /><br />Wer wissen möchte, wie man die Farbe des PN im Zentrum einfach bestimmen kann, der klicke <link fileadmin/user_upload/aktuelles_und_neuigkeiten/astrofoto_der_woche/2012/Loesung-02-2012.pdf _blank>(hier)</link>.]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>stephan.kueppers@astrofototeam-niederrhein.de</author>
			<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>2. Woche - Der Planetarische Nebel Abell 84</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=879&#38;cHash=3e5517cc34c4d051be9e66676ce991ae</link>
			<description>Noch ein Objekt aus dem Sternbild Cassiopeia muss unbedingt gezeigt und besprochen werden: Der Planetarische Nebel (PN) Abell 84. Er wurde von George Abell in den fünfziger Jahren entdeckt und 1955 veröffentlicht, in der damaligen Publikation aber als Nr. 70 aufgelistet. Elf Jahre später brachte Abell einen erweiterten Katalog heraus, in welchem der PN die Nummer 84 erhielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz zu den Katalogen für PN. Sehr bekannt ist der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Noch ein Objekt aus dem Sternbild Cassiopeia muss unbedingt gezeigt und besprochen werden: Der Planetarische Nebel (PN) Abell 84. Er wurde von George Abell in den fünfziger Jahren entdeckt und 1955 veröffentlicht, in der damaligen Publikation aber als Nr. 70 aufgelistet. Elf Jahre später brachte Abell einen erweiterten Katalog heraus, in welchem der PN die Nummer 84 erhielt.<br /><br />Kurz zu den Katalogen für PN. Sehr bekannt ist der „PK-Katalog“. Er wurde von den tschechischen Astronomen L. Perek und L. Kohoutek im Jahre 1967 in Prag publiziert. Im PK-Katalog wird A 84 als PK 112-10°1 geführt. Der heute gängigste und umfangreichste PN-Katalog dürfte jedoch der „Strasbourg-ESO Catalogue of Galactic Planetary Nebulae“ sein. Er wurde 1992 von der Französin Agnès Acker und ihren ESO-Kollegen herausgegeben und von der ESO publiziert. Nach diesem Katalog trägt A 84 die Bezeichnung PN G112.9-10.2 (G für „galaktisch“, die Zahlenkombination für die galaktische Länge 112,9° und galaktische Breite -10,2° mit einer genaueren galaktischen Positionsangabe als im PK-Katalog).<br /><br />A 84 ist also schon lange bekannt, wird aber selten als Astroaufnahme gezeigt. Der Grund ist klar: Der PN besitzt einen optischen Durchmesser von nur 2´. Er ist also ziemlich klein, so dass schon „ein wenig Brennweite“ nötig ist, um ihn genügend groß abzubilden. Im Sky Catalogue 2000 (A. Hirshfeld, R.W. Sinnott) wird der PN-Typus charakterisiert als „very irregular brightness distribution“. Vermutlich stützt sich diese Anmerkung auf alte, nur wenig belichtete Aufnahmen. Schaut man sich das aktuelle AdW an, so lässt sich diese Typisierung keinesfalls stützen. A 84 zeigt eine offensichtlich elliptische Form. Im Inneren ist die Farbe fürs Auge schwierig festzulegen, weil sie sehr dunkel ist. Ist sie dunkelgrau oder mehr graublau? Auf alle Fälle leuchtet A 84 im Licht des doppelt ionisierten Sauerstoffs [O III], denn in dieser Wellenlänge (501 nm) wurde herausgefunden, dass der PN mit 16 km/s expandiert. Für das rote Licht des ionisierten Stickstoffs [N II] stellte sich sogar noch eine etwas schnellere Expansion von 25 km/s heraus. Zum Leuchten angeregt wird A 84 durch einen lichtschwachen Zentralstern mit der Bezeichnung AG82 458. Er hat eine Blauhelligkeit B = 18,67 mag und eine visuelle Helligkeit V = 18,49 mag. Die Differenz beider Helligkeiten (der so genannte Farbindex) ergibt B-V = 0,18 mag. Der Zentralstern ist also blau. Im AdW erkennt man AG82 458 deutlich, wenn man das Bild genügend vergrößert. Weitere Aussagen zur Häufigkeit der enthaltenen chemischen Elemente sind aus dem Strasbourg-ESO-Katalog nicht zu bekommen.<br /><br />Andreas Rörig, Mitglied der Fachgruppe Astrofotografie, ist „Freund der Abell-Nebel“. Er hat A 84 am 25. und 29.09.2011 in Wilsenroth/Westerwald aufgenommen. Instrument war ein 300-mm-Newton mit f/4,5 (plus Paracorr) auf einer Montierung Alt 5 ADN. Als Kamera diente eine SBIG ST-10XME. Belichtet wurde 14 x 600 s in H-Alpha + [N II], 12 x 600 s in [O III], 6 x 300 s in R und G sowie 6 x 450 s in B. Während die Belichtungen mit den 13-nm-Linienfiltern ungebinnt abliefen, wurden R, G und B 2-fach gebinnt. Hinweis des Autors: „Kalibrierung (Dark und Flat), Deblooming, Registrierung, Kombination, Farbkalibrierung und Gradientenentfernung wurden mit meiner Software Regim vorgenommen.“<br /><br />RA = 23 h 47 min 45 s, DEK = +51° 23´ 57´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!<br /><br /><br /><strong>Die heutige Kniffelfrage:</strong> Welche Farbe hat A 84 im Innenbereich? Kann ich diese Farbe eventuell in Zahlen ausdrücken? Antworten bis zum kommenden Wochenende an:<br /><link fg-astrofotografie@vds-astro.de><img src="uploads/RTEmagicC_Vds_fg_ma_01.jpg.jpg" alt="" width="183" height="17" /></link><br /><br />Der Lösungsweg und die Namen der Einsender mit korrekter Lösung werden ab dem folgenden Montagabend (wenn das neue AdW erscheint) auf Astronomie.de veröffentlicht.<br /><br /><br /><strong>Lösung zur Kniffelaufgabe AdW 52/2011</strong><br /><br />Nach der ersten Kniffelaufgabe zum Thema Jupiterrotation kam nur eine Lösung von Jens Leich. Die war komplett richtig, mit einem gut erklärten Lösungsweg.<br /><br />Wer wissen möchte, wie aus den beiden zeitverschiedenen Jupiteraufnahmen die Rotationszeit des Planeten auf einfache Weise bestimmt werden kann, der klicke (<link fileadmin/user_upload/aktuelles_und_neuigkeiten/astrofoto_der_woche/2012/Loesung-52-2011.pdf _blank>hier</link>).<br /><br />Allerdings würde sich das AdW-Team freuen, wenn ein paar Leute mehr Mut für eine solche Bildauswertung hätten. Traut Euch, Leute! Mit dem AdW von heute ist es viel leichter!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>apml@andreasroerig.de</author>
			<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="http://www.astronomie.de/uploads/media/adw_2012_02kw.jpg" length ="350404" type="image/jpeg" />
		</item>
		
		<item>
			<title>1. Woche - Die H II-Regionen IC 417 und NGC 1931</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=868&#38;cHash=29b8dca27128060495cabda4cf20033c</link>
			<description>Zunächst wünschen wir allen AdW-Freunden ein gutes, gesundes und astronomisch erfolgreiches Jahr 2012!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Astrofotografen wird die H II-Region IC 417 wegen der Nähe der beiden helleren H II-Regionen IC 405 und IC 410 meist übersehen. IC 417 ist im 2. Sharpless-Katalog auch als Sh2-234 katalogisiert. Sie liegt ziemlich zentral im Bild, hat jedoch - wenn man das AdW genau anschaut - weit reichende, schwache Ausläufer nach Südwesten,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zunächst wünschen wir allen AdW-Freunden ein gutes, gesundes und astronomisch erfolgreiches Jahr 2012!<br /><br />Von Astrofotografen wird die H II-Region IC 417 wegen der Nähe der beiden helleren H II-Regionen IC 405 und IC 410 meist übersehen. IC 417 ist im 2. Sharpless-Katalog auch als Sh2-234 katalogisiert. Sie liegt ziemlich zentral im Bild, hat jedoch - wenn man das AdW genau anschaut - weit reichende, schwache Ausläufer nach Südwesten, Westen und Nordwesten. Beherrschender Stern dieser Gegend ist Phi Aurigae mit dem Spektraltyp K3. Im Blauen beträgt seine Helligkeit B = 6,52 mag, seine visuelle Helligkeit V = 5,07 mag. Das ergibt einen Farbindex B-V = 1,45 mag. Für Astrofotografen muss der Stern also orange ausfallen. IC 417 wird durch wenige O-Sterne und zahlreiche frühe B-Sterne zur Emission angeregt. Sie gehören dem lockeren jungen Sternhaufen Stock 8 an, der zwischen Phi Aurigae und dem hellsten Nebelbereich zu sehen ist. Dieser Bereich wird von Staub dominiert. Für Stock 8 wurde von Jose et al. (2008) eine Entfernung von 2,05 kpc bestimmt, das sind ca. 6700 Lj.<br /><br />In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird der rötliche Filamentfortsatz östlich von IC 417 als "nebulous stream" bezeichnet. Das aber ist definitiv falsch. Schaut man sich dieses Detail höher vergrößert im AdW an, so stellt man fest, dass hier eine typische bright-rim-Zone vorliegt, also der ionisierte, leuchtende Rand einer Molekülwolke. Wo aber ist der ionisierende Stern oder Sternhaufen nördlich davon? Wer sich an CCD-Aufnahmen im Infrarotbereich herantraut, könnte hier einmal forschen. Vielleicht ist eine ionisierende Quelle im Staub vorhanden, die sich im nahen Infrarot bereits andeuten könntet. Hans-Günter Diederich hat ja dieses "Stiefkind" der Astrofotografen bei der letzten BoHeTa aufs Korn genommen.<br /><br />Auf der halben Bilddiagonale links unten befindet sich der kleine helle Nebel Sh2-237 (auch: Cederblad 49). Er umgibt den offenen Sternhaufen NGC 1931. Für den Sternhaufen - und damit auch für die H II-Region - ergibt sich aus fotometrischen Untersuchungen von Bhatt et al. (1994) eine Entfernung von 2,17 kpc (ca. 7000 Lj) und ein Alter von 10 Millionen Jahren. Das ist sehr jung in astronomischen Zeitmaßstäben.<br /><br />Werner Probst erzielte dieses wenig fotografierte Motiv am 30.10.2011. Aufnahmeort war Hochrindl/Kärnten auf 1600 m Höhe. Aufnahmeoptik war ein TLPAPO 804 mit effektiver Brennweite 480 mm, also Öffnungsverhältnis 1:6 bzw. „focal ratio“ f/6. Als Kamera diente eine Moravian G2-8300FW. Belichtet wurde 27 x 900 s für H-Alpha und jeweils 24 x 300 s für RGB (ISO 100). Der Bildautor schreibt: „Zwei sehr klare Nächte auf 1600 m Seehöhe in den Kärntner Alpen nutzte ich, um diese schwachen Objekte aufzunehmen.“ Großes Lob unsererseits!<br /><br />IC 417:    RA = 05 h 27,6 min, Dek = +34° 25´<br />NGC 1931:    RA = 05 h 31 min 27 s, Dek = +34° 14´ 58´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>prokyon@gmx.at</author>
			<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>52. Woche - Der Riesenplanet Jupiter, überwältigend in 2011</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=854&#38;cHash=f3ec137098300686277a17e2361ef7aa</link>
			<description>Fachgruppenmitglied Michael Kunze hat seinen Newtonreflektor gut im Griff. In der unerwarteten „Schönwetterkatastrophe“ Anfang Oktober kam noch ein überdurchschnittlich gutes Seeing in ganz Mitteleuropa hinzu, so dass Jupiter, dem „König der Planeten“, die Ehre besonders scharfer Aufnahmen zuteil wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor die Beobachtungsbedingungen für Jupiter 2012 am Abendhimmel schlechter werden, soll er noch einmal in Szene gesetzt werden. Die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppenmitglied Michael Kunze hat seinen Newtonreflektor gut im Griff. In der unerwarteten „Schönwetterkatastrophe“ Anfang Oktober kam noch ein überdurchschnittlich gutes Seeing in ganz Mitteleuropa hinzu, so dass Jupiter, dem „König der Planeten“, die Ehre besonders scharfer Aufnahmen zuteil wurde.<br /><br />Bevor die Beobachtungsbedingungen für Jupiter 2012 am Abendhimmel schlechter werden, soll er noch einmal in Szene gesetzt werden. Die beiden Bilder datieren vom 2. Oktober um 1:25 und 1:33 Uhr UT. Am Newton 254mm/1250mm wurde ein 4-fach Powermate verwendet, um eine effektive Brennweite von 5000 mm zu erzielen. Dann trat die DMK.21AU618.AS in Aktion, und aus dem Video wurden die schärfsten Bilder zu diesen zwei monochromen Ansichten kombiniert. Die komplette Serie wurde allerdings in RGB aufgenommen. Wer nähere Fragen zur Aufnahmetechnik hat, wende sich an den Bildautor (siehe Hinweis). Sehr schön erkennt man, dass Jupiter innerhalb der kurzen Zeitspanne zwischen den beiden Aufnahmen schon deutlich rotiert.<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!<br /><br /><strong><span style="text-decoration: underline;">Neu - Kniffelfrage:</span></strong> Wir werden als interessantes Schmankerl ab jetzt hin und wieder eine „Kniffelfrage“ zum AdW stellen. Wer nur Bilder anschauen will, der lese ab jetzt nicht weiter. Wer jedoch Interesse daran hat, aus den Aufnahmen auch etwas auszuwerten oder abzuleiten, für den jetzt folgende Frage:<br /><br />Welche Rotationsdauer hat Jupiter, wenn diese beiden Aufnahmen von Michael Kunze zugrunde gelegt werden? Dabei geht es nicht um die Feinheit, dass die unterschiedlichen Wolkensysteme auch feine Unterschiede aufweisen. Auch die Neigung der Polachse zur Blickrichtung kann vernachlässigt werden. Tipp: Jupiters scheinbarer Durchmesser in Bogensekunden wird nicht benötigt, auch nicht der echte Planetendurchmesser. Nicht immer, aber diesmal wird mit den Pixeln ein wenig Rechnen nötig. Trost für diejenigen, die jetzt sofort aufgeben möchten: An „Mathematik“ genügt der einfache Dreisatz und die Kenntnis des Kreisumfangs.<br /><br />Wer mitmachen möchte, sende seinen Lösungsweg (nicht nur das Endergebnis) an die Fachgruppe Astrofotografie:<strong></strong><br /><link fg-astrofotografie@vds-astro.de><img style="border: 0pt none;" src="uploads/RTEmagicC_Vds_fg_ma.jpg.jpg" alt="" width="183" height="17" /></link><br /><br /><strong></strong>
<strong>Lösung zur Kniffelaufgabe AdW 52/2011</strong><br /><br />Nach der ersten Kniffelaufgabe zum Thema Jupiterrotation kam nur eine Lösung von Jens Leich. Die war komplett richtig, mit einem gut erklärten Lösungsweg.<br /><br />Wer wissen möchte, wie aus den beiden zeitverschiedenen Jupiteraufnahmen die Rotationszeit des Planeten auf einfache Weise bestimmt werden kann, der klicke (<link fileadmin/user_upload/aktuelles_und_neuigkeiten/astrofoto_der_woche/2012/Loesung-52-2011.pdf _blank>hier</link>).<br /><br />Allerdings würde sich das AdW-Team freuen, wenn ein paar Leute mehr Mut für eine solche Bildauswertung hätten. Traut Euch, Leute! Mit dem 2. AdW im neuen Jahr wird es viel leichter!<strong></strong>]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>webmaster@michaelkunze.de</author>
			<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>51. Woche - Eine Feuerkugel am Abendhimmel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=853&#38;cHash=b43340a7279cd3a2a30a090d4d820924</link>
			<description>Da zischt eine beachtliche Feuerkugel über den Himmel und saust genau durchs Aufnahmefeld! Ein solches Erlebnis hat man nicht alle Tage. Jens-Uwe Köhler setzte am 4. Mai einen 8-zölligen Foto-Newton zur Deep-Sky-Fotografie ein. Aufnahmeort war Erkner bei Berlin. Parallel dazu lief auf einer zweiten Montierung (HEQ5) eine unmodifizierte Canon 40D, bestückt mit einem Objektiv EF-S10-22mm f/3.5-4.5mm. Hiermit sollte bei 13 mm effektiver Brennweite...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Da zischt eine beachtliche Feuerkugel über den Himmel und saust genau durchs Aufnahmefeld! Ein solches Erlebnis hat man nicht alle Tage. Jens-Uwe Köhler setzte am 4. Mai einen 8-zölligen Foto-Newton zur Deep-Sky-Fotografie ein. Aufnahmeort war Erkner bei Berlin. Parallel dazu lief auf einer zweiten Montierung (HEQ5) eine unmodifizierte Canon 40D, bestückt mit einem Objektiv EF-S10-22mm f/3.5-4.5mm. Hiermit sollte bei 13 mm effektiver Brennweite und Blende 4 ein Milchstraßenvideo entstehen. Bei ISO 800 wurde 3 min belichtet. Um 23.13 Uhr UT passierte es. Originaltext des Autors: „Während die Milchstraßenfotos per Timer eigenständig liefen, war ich noch mit einigen Einstellungen für die Deep-Sky-Fotografie beschäftigt, als bei bestens adaptierten Augen ein helles grünes Licht an meinen Füßen einen deutlichen Schatten warf. Während ich sofort nach Osten schaute, konnte ich noch die letzten zwei Drittel der Feuerkugelspur im Gebiet Cygnus/Lyra sehen. Am Ende zerfiel sie zu drei bis vier Fragmenten und erlosch (auf dem Foto erkennt man am unteren Ende der Bahn einen kleinen Knoten - hier war die Fragmentierung). Auch nach einigen Sekunden konnte ich kein Grollen hören.“<br /><br />Es gibt ein Video dazu: http://www.astroamateur.de/20110504_231235/20110504_231235.avi<br /><br />Jens-Uwe Köhler ist neu im Kreise der AdW-Astrofotografen. Wir freuen uns über seinen gelungenen „Einstand“ und rufen ihm zu: „Mach weiter so!“<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>j-u-k@onlinehome.de</author>
			<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>50. Woche - Ein „Schatzkästchen“ am Nordhimmel: Messier 103</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=836&#38;cHash=c6f90c4acf18f38afaa20c5c2c421323</link>
			<description>Der offene Sternhaufen M 103 (= NGC 581) liegt im Sternbild Cassiopeia inmitten der sternreichen Milchstraße. Insofern ist es schwierig, seinen Durchmesser zu bestimmen. Die Astronomen müssen erst wissen, bis wohin nach außen die echten Mitgliedsterne reichen. Um das herauszubekommen, fotometrieren sie zunächst die Sterne im mutmaßlichen Haufengebiet. Aus den gewonnenen Daten wird dann ein Farbenhelligkeitsdiagramm (FHD) erstellt. Sterne, die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der offene Sternhaufen M 103 (= NGC 581) liegt im Sternbild Cassiopeia inmitten der sternreichen Milchstraße. Insofern ist es schwierig, seinen Durchmesser zu bestimmen. Die Astronomen müssen erst wissen, bis wohin nach außen die echten Mitgliedsterne reichen. Um das herauszubekommen, fotometrieren sie zunächst die Sterne im mutmaßlichen Haufengebiet. Aus den gewonnenen Daten wird dann ein Farbenhelligkeitsdiagramm (FHD) erstellt. Sterne, die auf der Hauptreihe oder anderen erkennbaren Ästen des FHD liegen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit echte Mitgliedsterne. Mit spektroskopischen Mitteln kann man zusätzlich die Radialgeschwindigkeiten der Sterne messen. Diese sollten innerhalb einer gewissen Streuung für alle Mitgliedsterne etwa gleich sein. Sterne mit deutlich abweichender Radialgeschwindigkeit gehören dann nicht zum Haufen.<br /><br />Für M 103 fand H. Steppe 1979 aus fotometrischen Daten einen scheinbaren Durchmesser von 13,8´ und eine Entfernung von 3110 pc, das sind etwa 10400 Lj. Neue Messungen von J. Sanner et al. (1999) ergeben 9400 Lj. M 103 ist also ziemlich weit entfernt und liegt am Außenrand des Perseus-Arms. Das Alter wurde zu etwa 16 Millionen Jahren bestimmt. Das ist relativ jung. Die helleren Sterne haben einen Farbindex B-V von ungefähr 0,2 bis 0,4 mag, sind also bläulich bis weißblau. Das passt gut zu dem mittleren Spektraltyp B2, den wir in der Datenbank SIMBAD finden. Dort steht für M 103 eine scheinbare visuelle Helligkeit von 7,4 mag angegeben.<br /><br />Warum Schatzkästchen, analog zur „jewel box“ am Südhimmel? Weil sich mitten in M 103 ein knackig tief orangefarbener Stern befindet, der zum vorherrschenden Hellblau den Farbkontrast liefert. Dieser Stern, BD+59 274 (Bonner Durchmusterung), hat eine scheinbare visuelle Helligkeit von 8,54 mag und einen Farbindex B-V = 2,1 mag! Seine Radialgeschwindigkeit unterscheidet sich nicht allzu sehr von Haufendurchschnitt, d.h. der Rote Riese gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Sternhaufen.<br /><br />Hartmut Bornemann nahm M 103 am 15. Oktober 2011 mit einem Refraktor TOA-150 bei 1090 mm Brennweite auf. Als CCD-Kamera verwendete er eine SBIG ST-2000XN. Die Gesamtbelichtung betrug 100 Minuten.<br /><br />RA = 01 h 33,4 min, DEK = +60° 39´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>hartmut.bornemann@t-online.de</author>
			<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>49. Woche - NGC 457 und 436, zwei offene Sternhaufen in der Cassiopeia</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=822&#38;cHash=8588e8898278dde0eb379f1266af90c1</link>
			<description>Im aktuellen AdW liegt Norden auf 1 Uhr. Links unten ist NGC 457 zu sehen, rechts oben NGC 436. Diese beiden wunderschönen offenen Haufen gehören dem Perseus-Arm der Milchstraße an und stehen knapp 40´ auseinander. NGC 457, der größere von beiden, hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 6,4 mag. Er ist nach Phelps &amp; Janes (1994) ca. 9850 Lj entfernt. Etwa 80 hellere Sterne stehen in einem Bereich von 13´ scheinbarem Durchmesser. Bis 21 mag...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im aktuellen AdW liegt Norden auf 1 Uhr. Links unten ist NGC 457 zu sehen, rechts oben NGC 436. Diese beiden wunderschönen offenen Haufen gehören dem Perseus-Arm der Milchstraße an und stehen knapp 40´ auseinander. NGC 457, der größere von beiden, hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 6,4 mag. Er ist nach Phelps & Janes (1994) ca. 9850 Lj entfernt. Etwa 80 hellere Sterne stehen in einem Bereich von 13´ scheinbarem Durchmesser. Bis 21 mag wächst diese Zahl schon auf knapp 590 an. Das Alter des Haufens wurde auf etwa 7 bis 19 Millionen Jahre geschätzt, was in kosmischen Zeitabläufen recht jung ist. Auffälligster Stern ist Phi Cas. Der leuchtkräftige Überriese von 6,3 Sonnenmassen gehört tatsächlich zu NGC 457 und ist weit und breit der hellste Stern im Feld. Für die Astrofotografen: Mit seiner scheinbaren visuellen Helligkeit von 5,01 mag und einem Farbindex B-V = 0,59 mag muss Phi Cas in einem korrekt kalibrierten Farbbild nahezu weiß erscheinen. Im aktuellen AdW ist das der Fall. Gut dazu passend ist sein Spektraltyp F0Ia (Ia-Überriese). Knapp neben Phi Cas steht HD 7902, ebenfalls ein sehr heller Mitgliedsstern. Sein Spektraltyp ist B6Ib (Ib-Überriese). Mit 7,0 mag scheinbarer visueller Helligkeit hat HD 7902 einen Farbindex B-V = 0,3 mag. In gut kalibrierten Aufnahmen sollte er daher bläulich erscheinen. Auch das ist im AdW der Fall! Ein auffallend rötlicher Stern am nördlichen Haufenrand ist der Veränderliche V466 Cas. Seine scheinbare visuelle Helligkeit beträgt 8,62 mag mit einem Farbindex B-V = 2,08 mag, was eine orangerote Farbe bedeutet. Der rote Überriese hat den Spetraltyp M1,5Iab.<br /><br />Der zweite Haufen, NGC 436, ist unscheinbarer. Er steht mit 10500 Lj noch etwas weiter weg. Sein Alter beträgt ungefähr 42 Millionen Jahre, so dass NGC 436 etwas älter als sein Nachbar NGC 457 ist. Die scheinbare visuelle Helligkeit von NGC 436 beträgt 8,8 mag, er enthält ca. 60 hellere Einzelsterne bei 6´ scheinbarem Durchmesser. Seine hellsten Mitgliedssterne erreichen 11 bis 12 mag. <br /><br />Beide Sternhaufen gemeinsam haben überwiegend Einzelsterne der Spektraltypen B bis A. Dies sind also keine massereichen heißen Sterne, die das Gas der Umgebung ionisieren könnten. Demzufolge werden auch keine roten H II-Regionen beobachtet, die von den beiden Sternhaufen zum Leuchten angeregt werden.<br /><br />Bildautor Bernd Weinzierl schrieb: „Offene Sternhaufen kommen in der Fotografie ja meist zu kurz, obwohl sie wunderschöne Objekte sind. Aus diesem Grund schick ich mal einen schönen Vertreter dieser Objektklasse NGC 457 mit seinem kleinen Nachbarn NGC 436, mal sehen ob er zu Ehren kommt ...“ Ja, er kommt zu Ehren! Das Bild entstand am 2. Oktober dieses Jahres in Eisenerz (Österreich). Aufnahmeteleskop war ein 200-mm-Fotonewton (TS) mit einem Öffnungsverhältnis von 1:4. Die effektive Brennweite war mit einem Televue Paracorr auf 920 mm verlängert worden. Als Kamera kam eine Moravian G2 8300 FW zum Einsatz. Die Belichtungszeit betrug 10 x 4 min ohne Binning. Zusammengesetzt wurde das Bild mit CCDStack2, bearbeitet mit Photoshop CS3.<br /><br />NGC 436: RA = 01 h 15,6 min, DEK = +58° 49´<br />NGC 457: RA = 01 h 19 min 40 s, DEK = +58° 17,3´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>bernd.weinzierl@aon.at</author>
			<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>48. Woche - Der Cirrusnebel als Ganzes</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=823&#38;cHash=bc4a34e4d766cf4b456e6e479a6b3765</link>
			<description>Korrektur: Die Galaxie NGC 6946 hatten wir bereits in der 43. Woche als AdW vorgestellt. Hier ist mir (P.R.) mit der nochmaligen Publikation ein dicker Fehler unterlaufen. Darf nach 7 Jahren AdW schon einmal passieren, oder? Umso schöner, dass Rolf Geissinger sofort mit einer Alternative aushelfen konnte: Mit dem Cirrusnebel, dem bekannten Supernovarest (SNR) im Sternbild Schwan. Die astronomisch interessanten Fakten sind im AdW 38/2010...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Korrektur: Die Galaxie NGC 6946 hatten wir bereits in der 43. Woche als AdW vorgestellt. Hier ist mir (P.R.) mit der nochmaligen Publikation ein dicker Fehler unterlaufen. Darf nach 7 Jahren AdW schon einmal passieren, oder? Umso schöner, dass Rolf Geissinger sofort mit einer Alternative aushelfen konnte: Mit dem Cirrusnebel, dem bekannten Supernovarest (SNR) im Sternbild Schwan. Die astronomisch interessanten Fakten sind im AdW 38/2010 nachzulesen, dort wurde das Objekt ausführlich beschrieben. Zum jetzigen Bild:
Norden liegt auf etwa 2 Uhr. Sehr schön sind die Teilnebel zu erkennen, die dem SNR seine Schalenform verleihen: NGC 6992 mit seinem Südbereich NGC 6995 (links oben), im Norden NGC 6979, auch „Pickering´s Triangular Wisp" genannt, mit dem östlich davon gelegenen NGC 6974, und schließlich NGC 6960, der „Sturmvogel-Nebel" als Westteil. Bei ihm steht der helle G9-Stern 52 Cygni mit B = 5,28 mag und V = 4,23 mag, der mit einem Farbindex B-V = 1,05 mag auf einer gut kalibrierten (L)RGB-Farbaufnahme gelb erscheinen muss.
Alle genannten Nebelteile zeigen überzeugend, dass das ursprünglich von der Supernova fortgeschleuderte Material kugelförmig expandiert und dabei mit dem interstellaren Medium zusammenstößt. Dieser Stoßvorgang (nicht „Schock") liefert die Energie zur Anregung des SNR, so dass der Cirrusnebel überhaupt leuchten kann. Das Leuchten im Cirrusnebel stammt im Wesentlichen von fünf Emissionslinien. Das rote H-Alpha-Licht hat 656,3 nm Wellenlänge. Gleich rot leuchtet aber auch der einfach ionisierte Stickstoff. Im Spektrum bildet er eine „verbotene" doppelte Emissionslinie mit 654,8/658,3 nm Wellenlänge. Beide [N II]-Linien liegen direkt „links und rechts" von H-Alpha und sind sehr stark. Und schließlich erzeugt auch der einfach ionisierte Schwefel [S II] eine rote „verbotene" Doppellinie bei 671,7/673,1 nm Wellenlänge. Hinzu kommt im kurzwelligen Licht die „verbotene" Doppellinie des zweifach ionisierten Sauerstoffs [O III]. Sie hat 495,9/500,7 nm Wellenlänge, was der Farbe Türkis entspricht. Man kennzeichnet alle „verbotenen" Emissionslinien in der Astronomie durch eckige Klammern.
Das beeindruckende Weitwinkelbild entstand auf der Balkonsternwarte Remseck, Aufnahmedatum war der 12. und 13.11.2011. Als Teleskop kam ein TEC 110 zum Einsatz (Fluorit-Apochromat), sowie eine CCD-Kamera FLI ML 16803-65. Mit Linien-Interferenzfiltern wurde folgendermaßen belichtet: 7 x 20 min in H-Alpha + [N II], 6 x 20 min in [O III], 5 x 20 min in [S II], und schließlich je 1 x 300 s in den Farben RGB. Die Bildbearbeitung wurde in MaxIm DL und Photoshop CS5 vorgenommen. Die Interferenzfilteraufnahmen wurden über das „Tonemapping-Verfahren" zum Gesamtbild gestaltet, wobei die Echtfarben der Sterne vom überlagerten RGB-Bild stammen.
RA = 20 h 45 min 38 s, DEK = 30° 42´ 30´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>47. Woche - NGC 147 und 185, Begleiter von Messier 31</title>
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			<description>Die große Andromedagalaxie hat eine Fülle von Begleitern. Überwiegend sind das unscheinbare, kleine Zwerggalaxien, die der „Pretty-Picture-Lover“ nie als Objekte in Betracht ziehen würde. Und dennoch gehören sie mit zum Bestand des Universums. Große Galaxien, davon geht man in der Astrophysik inzwischen aus, haben sich durch „Einverleibung“ kleiner Zwerge zu ihrer heute beobachteten Form und Größe entwickelt.
Es gibt aber auch Astrofotografen,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die große Andromedagalaxie hat eine Fülle von Begleitern. Überwiegend sind das unscheinbare, kleine Zwerggalaxien, die der „Pretty-Picture-Lover“ nie als Objekte in Betracht ziehen würde. Und dennoch gehören sie mit zum Bestand des Universums. Große Galaxien, davon geht man in der Astrophysik inzwischen aus, haben sich durch „Einverleibung“ kleiner Zwerge zu ihrer heute beobachteten Form und Größe entwickelt.
Es gibt aber auch Astrofotografen, die gern grenzwertige Objekte aufnehmen. So kann man zeigen, was erreichbar ist. NGC 147 und NGC 185, zwei elliptische Zwerggalaxien in der Cassiopeia, gehören sicherlich zu den grenzwertigen Objekten. Bei einer Ausdehnung von 12,9´ x 8,1´ bzw. 11,5´ x 9,8´ kommen sie auf echte Durchmesser von 7700 bzw. 6700 Lj. Dagegen erreicht ihre Muttergalaxie M 31 einen vergleichsweise riesigen Durchmesser von 136.000 Lj. Während M 31 in einer Entfernung von 2,6 Millionen Lj steht, kommen uns NGC 147 und NGC 185 ein wenig näher. Nach fotometrischen Messungen von McConnachie et al. (2005) ist NGC 147 etwa 2,2 Millionen Lj entfernt, NGC 185 nur 2 Millionen Lj. Aus der scheinbaren visuellen Helligkeit um 9,2 mag ergeben sich durchschnittliche Flächenhelligkeiten von 22,8 mag pro Quadratbogensekunde. NGC 147 und NGC 185 sind also nicht gerade als hell zu bezeichnen. Allerdings sind die sphäroiden Zwerggalaxien Andromeda I bis VII, ebenfalls Begleiter von M 31, noch lichtschwächer.
NGC 147 und NGC 185 haben von ihren Koordinaten her gemessen eine Distanz von 58´. Sie passen gut gemeinsam ins Bildfeld, wenn die geeignete Brennweite gewählt wird. Im aktuellen AdW beträgt der Bildausschnitt 90´ x 60´. Hieran lässt sich übrigens sehr schön kalibrieren: 1200 px Bildkante entsprechen 90´, 775 px von NGC 147 zu NGC 185 entsprechen dann tatsächlich 58´. Misst man NGC 185 aus, so kommt sie aber nicht auf die oben angegebenen 11,5´, sondern lediglich auf 10,5´. Dies liegt einfach daran, dass der Himmel in unseren Breiten doch nicht dunkel genug ist. Der obere der beiden helleren Sterne zwischen beiden Galaxien ist SAO 36504, ein B2-Stern mit 7,52 mag und einem Farbindex B-V = -0,04 mag (blau). Rechts oben steht SAO 36444, ein A2-Stern mit 7,6 mag und B-V = 0,1 mag, also ebenfalls bläulich.
Wir begrüßen ganz herzlich Manfred Simon in der Runde der AdW-Astrofotografen. Er richtete aus seinem Heimatort Kaufbeuren heraus einen Schmidt-Newton 203/812 mm auf einer EQ6-Montierung auf das Zwerggalaxienpaar. Am 11.10.2010 belichtete er zwischen 22:28 und 00:07 Uhr MESZ mit einer Canon 1000d 13 x 5 min bei ISO 800. Dabei wurde nachgeführt mit einer SC2-WebCam (740K) am LidlScope (Guidemaster). Bei den Aufnahmen wurde ein MPCC-Komakorrektor verwendet. Mit Fitswork wurde addiert, das Summenbild dann mit Fitswork und Photoshop Elements 2.0 bearbeitet.
NGC 147: RA = 00 h 33 min 12 s, DEK = +48° 30´ 32´´<br />NGC 185: RA = 00 h 38 min 58 s, DEK = +48° 20´ 15´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>manfred.simon@web.de</author>
			<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>46. Woche - NGC 896 = IC 1795</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=802&#38;cHash=811dc2a37230d3beeba0eefbd4acd56e</link>
			<description>Zur Orientierung bei diesem AdW: In der Cassiopeia gibt es eine riesige Emissionszone, die sich um die H II-Regionen IC 1848 und IC 1805 erstreckt. Wer sich das gesamte Gebiet anschauen möchte, schaue nach im AdW 45 des Jahres 2006. Dieses Gebiet ist eine zusammenhängende Sternentstehungsregion im Perseusarm unserer Milchstraße.
Ganz im Nordwesten von IC 1805 befindet sich ein Anhängsel mit der Bezeichnung IC 1795. Auch dieses Objekt wurde...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zur Orientierung bei diesem AdW: In der Cassiopeia gibt es eine riesige Emissionszone, die sich um die H II-Regionen IC 1848 und IC 1805 erstreckt. Wer sich das gesamte Gebiet anschauen möchte, schaue nach im AdW 45 des Jahres 2006. Dieses Gebiet ist eine zusammenhängende Sternentstehungsregion im Perseusarm unserer Milchstraße.
Ganz im Nordwesten von IC 1805 befindet sich ein Anhängsel mit der Bezeichnung IC 1795. Auch dieses Objekt wurde bereits vorgestellt (AdW 48/2009, Harald Strauß). Der 6400 Lj entfernte Nebel beherbergt eine Fülle interessanter Quellen. Eine wichtige Entdeckung waren zahlreiche junge stellare Objekte, die erst in IR-Aufnahmen erscheinen. Vor wenigen Jahren wurde im Zentrum von IC 1795 sowohl im Röntgenlicht als auch mit dem Weltraumteleskop Spitzer ein großer Sternhaufen gefunden. Im Norden und Osten dieses AdWs (Norden oben) zeigen die Sterne eine hohe Dichte im Feld. Nach Südwesten hin nimmt diese Sterndichte deutlich ab: Ein klarer Hinweis auf die dichten Staub- und Molekülwolken, die diesem Gebiet vorgelagert sind und die das Licht der dahinter liegenden Sterne verschlucken.
Markus Blauensteiner belichtete am 24. und 25.09.2011 insgesamt 8 Stunden auf der Sternwarte Gahberg am Attersee, je 14 x 5 min in RGB und 54 x 5 min für die Luminanz. Er nutzte eine CCD-Kamera vom Typ Atik 16HR und eine 150-mm-Flatfieldkamera (Lichtenknecker) bei einer effektiven Brennweite von 500 mm. Der Bildautor schreibt: ”Die Farbgebung war alles andere als einfach, denn trotz der (B-V)-Kalibrierung in Regim wollte partout kein typisches Rot zum Vorschein kommen. Hier wies das unkalibrierte RGB sogar ein intensiveres Rot auf als das fertige LRGB. Ich vermute, dass der nördliche blaue Reflexionsnebel in den hellen Wasserstoff-Regionen den rosa Farbton verursacht.”
Anmerkungen P.R:<br />Keine Sorge, mit dieser Farbkalibration ist das Bild völlig in Ordnung. Der massig vorhandene Staub reflektiert in diesem Gebiet das Licht junger blauer Sterne und sorgt damit für einen erheblichen überlagerten Blauanteil. Hinweis: H II-Regionen müssen nicht kaminrot erscheinen! Es gibt extrem junge H II-Regionen, die sogar blau leuchten (z.B. in IC 2574). Die Farbe einer H II-Region hängt sehr stark vom Alter (J. P. E. Gerritsen, V. Icke (1997)) und vom weiteren umgebenden Medium ab. Insofern das Bild also niemals so ”hintrimmen”, dass der Nebel die vermeintlich richtige Farbe besitzt, sondern die Sterne müssen korrekt in ihrem Farbindex B-V wiedergegeben werden. Zur besseren Einschätzung: Oben links liegt bei den Pixelkoordinaten (184/311) der 7,8 mag helle G5-Stern BD+61°416. Mit einem Farbindex B-V = 0,65 mag kann er als weißer Stern für die Kalibration von CCD-Aufnahmen verwendet werden. Natürlich gilt das nur für CCD-Aufnahmen, in denen der Stern nicht überbelichtet und dann ausgebrannt ist. Dann würde er – egal welcher Farbindex – immer nur weiß erscheinen. Farbkalibrationen sind immer nur an nicht ausgebrannten Sternen vorzunehmen.<br />Noch ein Beispiel: Bei den Pixelkoordinaten (464/579) liegt der Stern BD+61°411. Er hat den Spektraltyp O8, sollte also einen Farbindex um B-V = -0,3 mag aufweisen. Auch hier der Beweis für die richtige Farbkalibrierung von Markus Blauensteiner: BD+61°411 hat einen Farbindex von B-V = 1,02 mag. Und das ist gelb. Also gut getroffen im Bild! Die dichte interstellare Materie verfärbt ihn von blau nach gelb (der Astronom spricht von „Rötung“). Dies soll ein endgültiger Hinweis darauf sein, dass man die Farbkalibrierung der Sterne niemals an ihrem Spektraltyp festmachen sollte, sondern nur an ihrem Farbindex!
RA = 02 h 24,8 min, DEK = +61° 54´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>markus.blauensteiner@gmx.net</author>
			<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>45. Woche - Messier 31, unsere Nachbarin in der Andromeda</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=796&#38;cHash=9107c3dcc91467f24d4de4ab50e070b0</link>
			<description>&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Das Archiv der Fachgruppe Astrofotografie umfasst zahlreiche Bilder von M 31, in allen denkbaren Qualitätsstufen. Hier soll sie wieder einmal vorgestellt werden, diesmal aber in bestechender Qualität. Bitte jetzt nicht murren („es werden ja eh nur die High-End-Fotos berücksichtigt“). Man sollte sich einfach an einem solchen AdW erfreuen und aus den Aufnahmedaten lernen, wie man...</description>
			<content:encoded><![CDATA[&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Das Archiv der Fachgruppe Astrofotografie umfasst zahlreiche Bilder von M 31, in allen denkbaren Qualitätsstufen. Hier soll sie wieder einmal vorgestellt werden, diesmal aber in bestechender Qualität. Bitte jetzt nicht murren („es werden ja eh nur die High-End-Fotos berücksichtigt“). Man sollte sich einfach an einem solchen AdW erfreuen und aus den Aufnahmedaten lernen, wie man diese Qualität ebenfalls erreichen kann. Einsender sind Patrick Hochleitner und Dieter Beer, zwei neue Astrofotografen in unserer Runde – wieder einmal aus Österreich. Offenbar ist das Alpenland bevorzugt, was die klaren Nächte im Jahresdurchschnitt betrifft. Wir begrüßen beide mit einem freundschaftlichen „Servus“.
Das Bild entstand in 8 Nächten vom 20. bis zum 28. August 2011. Aufnahmeorte waren Bruck a.d. Glstr. und Schrick. Als Aufnahmeteleskop diente ein ED-Refraktor Skywatcher BD 80 bei 510 mm Brennweite. Belichtet wurde mit einer G2Moravian 8300FW und einer Alccd6Pro. In H-Alpha waren es 8 Stunden, im Luminanzkanal 14 Stunden und für RGB 12 Stunden, d.h. insgesamt 34 Stunden! Dazu eine herzliche Gratulation vom AdW-Team!
M 31 ist eine Sb-Spiralgalaxie von riesenhafter Ausdehnung. Am Himmel misst sie 3° x 1°, was bei einer Entfernung von 2,6 Millionen Lj auf einen wahren Durchmesser von 136.000 Lj hinausläuft. Mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 3,47 mag ist sie leicht mit dem bloßen Auge zu erspähen. Aber selbst in leistungsfähigen Amateurfernrohren bleibt ihr Anblick diffus, auch wenn sich die Spiralstruktur schon bei mittleren Öffnungen deutlich zeigt. Erst die Fotografie enthüllt die wahre Detailfülle. Im aktuellen AdW kommen die zahlreichen roten H II-Regionen sehr schön zur Geltung. Sie liegen entlang der Spiralarme und zeugen von lebhafter Sternentstehung. Dort bilden sie am Rande der dunklen Staub- und Molekülwolken einen farblich guten Kontrast. Die bläulichen Spiralarme sind aufgebaut aus zahllosen blauen Sternen. Ein interessantes Detail ist die auffällige helle Sternassoziation im südwestlichen Galaxienbereich. Sie hat als NGC 206 eine eigene Nummer im NGC-Katalog erhalten. Der Kernbereich, auch „Bulge“ genannt, zeigt wegen der überwiegenden alten Sterne der Population II eine gelbliche Färbung. Ins Auge springt der enorme Durchsatz an Dunkelwolken.
Es macht Spaß, auf dem Monitor M 31 zu umrunden und dabei auch viel wenig Bekanntes zu entdecken. Hand aufs Herz: Wer hat schon in einer Amateur-Aufnahme die Auswirkungen der Wechselwirkung zwischen M 31 und ihren elliptischen Begleitern beachtet? So zeigt die kleine rundliche M 32 (südlich des Bulge) einen eindeutigen kometenhaften Fortsatz, der weg von M 31 gerichtet ist. Wie kommt das? Bei ihrer Runde um die Muttergalaxie verlieren die Begleitgalaxien Substanz in Form von Sternen. Wie mag M 32 vor Hunderten von Millionen Jahren ausgesehen haben, als sie die inzwischen verlorenen Sterne noch besaß? Und NGC 205, nordwestlich des Bulge gelegen, zeigt unverkennbar die typischen Warp-Verbiegungen mit einer diffusen Verlängerung auf M 31 zu.
M 31 bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 km/s (nicht „kaa emm ess“, sondern Kilometer pro Sekunde) auf unsere Milchstraße zu (van den Bergh 2000). Diese Bewegung wird sich im Laufe der Zeit beschleunigen. In etlichen hundert Millionen Jahren werden beide Galaxien kollidieren und zu einer riesigen elliptischen Galaxie verschmelzen.
RA = 00 h 42 min 44 s, DEK = +41° 16´ 09´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>44. Woche - Doppelhaufen h+chi Persei</title>
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			<description>&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Eines der wenigen Exemplare eines physikalisch echten Doppelsternhaufens ist h+chi, gelegen in der Assoziation Perseus OB1. Der erstgenannte, auch als NGC 869 katalogisiert, ist 30´ ausgedehnt und 6900 Lj entfernt. Er verfügt über rund 200 Sterne. Seine scheinbare Gesamthelligkeit beträgt 4,3 mag, wobei der hellste Einzelstern auf 6,55 mag kommt. Der zweite Haufen, NGC 884, ist gleich groß wie NGC 869 und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Eines der wenigen Exemplare eines physikalisch echten Doppelsternhaufens ist h+chi, gelegen in der Assoziation Perseus OB1. Der erstgenannte, auch als NGC 869 katalogisiert, ist 30´ ausgedehnt und 6900 Lj entfernt. Er verfügt über rund 200 Sterne. Seine scheinbare Gesamthelligkeit beträgt 4,3 mag, wobei der hellste Einzelstern auf 6,55 mag kommt. Der zweite Haufen, NGC 884, ist gleich groß wie NGC 869 und hat eine scheinbare Gesamthelligkeit von 4,4 mag. Auch er umfasst eine große Anzahl von Sternen, nämlich rund 150, von denen der hellste 8,05 mag erreicht. Seine Entfernung beträgt 7100 Lj. Über das Farbenhelligkeitsdiagramm kann das Alter abgeschätzt werden. Es liegt für beide Sternhaufen bei 13 Millionen Jahren. Anders ausgedrückt: Beide Sternhaufen sind jung. Sie verfügen über eine große Anzahl von blauen B-Sternen.<br /><br />Jörg Henkel ist der Bildautor. Als „Neuen“ in der Runde der AdW-Astrofotografen rufen wir ihm ein lautes „Hallo“ entgegen. Das Bild wurde in der Eifel aufgenommen in der Nähe von Berndorf, benutzt wurde ein Refraktor 102 mm/500 mm (Genesis). Belichtet wurde 9 mal 10 Minuten mit einer modifizierten Canon 350D bei ISO 800. Die Farben wurden mittels Regim (von Andreas Rörig) kalibriert.<br /><br />Man könnte den Eindruck gewinnen, dass links (östlich) von h Persei noch ein weiterer, lockerer offener Sternhaufen steht. Allerdings hebt er sich nur schwer ab, weil die Milchstraße in diesem Gebiet sehr dicht ist.<br /><br />RA = 02 h 20,7 min, Dec = +57° 08´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>43. Woche - Die Galaxie NGC 6946</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=10&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=784&#38;cHash=f19e24ad4897bf032a02ed2c040a68d9</link>
			<description>Rolf Geissinger schickte eine schöne Aufnahme von NGC 6946. Sein Kommentar: „Die face-on-Galaxie liegt genau auf der Grenze der Sternbilder Cepheus und Cygnus. Ihr Licht wird von interstellaren Staubmassen abgedämpft, was viel Belichtungszeit erfordert.“ Die Sc-Galaxie misst 11,5´ x 9,8´ und hat eine scheinbare visuelle Gesamthelligkeit von 8,9 mag. Im Jahre 2004 leuchtete dort die Supernova SN 2004et auf. Mit ihrer Hilfe ließ sich eine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Rolf Geissinger schickte eine schöne Aufnahme von NGC 6946. Sein Kommentar: „Die face-on-Galaxie liegt genau auf der Grenze der Sternbilder Cepheus und Cygnus. Ihr Licht wird von interstellaren Staubmassen abgedämpft, was viel Belichtungszeit erfordert.“ Die Sc-Galaxie misst 11,5´ x 9,8´ und hat eine scheinbare visuelle Gesamthelligkeit von 8,9 mag. Im Jahre 2004 leuchtete dort die Supernova SN 2004et auf. Mit ihrer Hilfe ließ sich eine Entfernung von 18,6 Millionen Lj schätzen (D.K. Sahu et al. 2006). So kommt NGC 6946 auf eine echte Ausdehnung von 62.000 Lj. Sie ist damit etwas größer als M 33 in unserer Lokalen Gruppe. Aufnahmedatum war der 08.10.2011, Aufnahmeort Remseck, Balkonsternwarte. Mit einer CCD-Kamera des Typs FLI ML 16803-65 und einem Reflektor Planewave 12.5" CDK wurde bei einer effektiven Brennweite von 2541 mm (f/8) ca. 30 Stunden belichtete. In Summe waren das vier komplette Nächte! Die Aufnahme zeigt ca. 95% des kompletten Kamerafeldes. Die Farben wurden folgendermaßen gemischt: (L+H-Alpha)+(R+H-Alpha)+ G + B. Eine sehr schöne astrofotografische Leistung! Übrigens: Etwa 40´ nordwestlich liegt der offene galaktische Sternhaufen NGC 6939. Bei passender Brennweite bekommt man beide Objekte ins Bildfeld.
RA = 20 h 34 min 52 s, Dec = +60° 09´ 13´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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		<item>
			<title>42. Woche - NGC 7635, der Blasen-Nebel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=10&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=781&#38;cHash=515ade16f445bed47779eb8a9b1b7932</link>
			<description>Fachgruppenmitglied Robert Pölzl schickte dieses Motiv erst als Falschfarbenbild ein. Etwas später ergänzte er es durch ein reguläres Bild. Es handelt sich um die H II-Region NGC 7635 im Cepheus, die auch als „bubble nebula“ oder auf Deutsch als „Blasen-Nebel“ bekannt ist. Die für die Namensgebung verantwortliche Blase hat einen scheinbaren Durchmesser von 3´ und ist etwa 3,5 kpc (= 11.400 Lj) entfernt (Georgelin 1975). Die Blase bildet aber nur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppenmitglied Robert Pölzl schickte dieses Motiv erst als Falschfarbenbild ein. Etwas später ergänzte er es durch ein reguläres Bild. Es handelt sich um die H II-Region NGC 7635 im Cepheus, die auch als „bubble nebula“ oder auf Deutsch als „Blasen-Nebel“ bekannt ist. Die für die Namensgebung verantwortliche Blase hat einen scheinbaren Durchmesser von 3´ und ist etwa 3,5 kpc (= 11.400 Lj) entfernt (Georgelin 1975). Die Blase bildet aber nur einen kleinen Teil des unregelmäßigen Emissionsnebels Sharpless 162. Zur Urteilsbildung der Leser ist das Objekt in beiden Ansichten vorgestellt. Welche Ansicht sagt einem besser zu?<br /><br />Etwa 1´ nördlich des Blasenzentrums steht der Stern SAO 20575, der in der historischen „Bonner Durchmusterung“ auch als BD+60°2522 katalogisiert wurde. Er gehört zur Assoziation Cas OB2 und hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 8,66 mag, im Blauen 9,06 mag. Der Farbindex B-V beträgt also 0,4 mag, was eine weißbläuliche Eigenfarbe bedeutet. Das Spektrum von SAO 20575 ist O6.5(f), demnach erzeugt dieser Stern eine sehr hohe Energie. Sie reicht nicht nur zur Ionisation des Nebels: Starke Sternwinde – typisch für massive O-Sterne – strömen von SAO 20575 ab und erzeugen die Blase in der umgebenden Nebelmaterie. So etwas kennen wir auch von Wolf-Rayet-Sternen. Etwa 5´ westlich der Blase steht ein weiterer blauer Stern, HD 220057, Spektraltyp B2IV, mit B = 6,95 mag und V = 6,94 mag. Dieser Stern erscheint mit B-V = 0,01 mag viel blauer als der Zentralstern, was aber nicht echt ist, sondern daran liegt, dass der Zentralstern stark durch die Nebelmaterie gerötet wird. Das Feld ist voll von interstellarer Materie, auch von Staub. Schaut man sich das AdW genauer an, so bemerkt man außerdem einige kräftige „bright rims“ um die Blase herum. Dies ist ein Hinweis auf eine große Molekülwolke, in die NGC 7635 eingebettet ist (Thronson et al. 1982).<br /><br />Aufnahmedatum war zunächst der 24. August, dazu dann noch der 10. September dieses Jahres. Die Bildserie entstand in Salzstiegl (Steiermark) in 1200 m Höhe. CCD-Kamera war eine Fingerlake FLI 8300, angeschlossen an einen Gitterrohr-Newton (Carbon) von 368 mm Öffnung. Bei einer effektiven Brennweite von 1402 mm wurden Einzelbilder von je 20 min aufgenommen, und zwar 7 x in H-Alpha, 5 x in [O III] und 7 x in [S II]. Es handelte sich um das erste Bild des Autors, das nach der Hubble-Palette zusammengestellt worden war. Das Seeing war mit 3,5" nur mittelmäßig, was aber wegen der guten Transparenz die Nebelwirkung überhaupt nicht schmälert.<br /><br />RA = 23 h 20 min 48 s, Dec = +61° 12´ 06´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>41. Woche - Sh2-119, der unbekannte Nachbar des Nordamerikanebels</title>
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			<description>Würde man den Hauptstern des Schwans, Deneb, über NGC 7000 nach Osten spiegeln, so stieße man auf den Stern 68 Cygni. Er wird von der schwachen H II-Region Sh2-119 umgeben, die astrofotografisch stets ein „Schattendasein“ im Vergleich zum Nordamerikanebel führt. Im Jahre 2006 (37. Woche) brachten wir eine Panorama-Aufnahme der Gegend, auf der dieser Nebel sehr schön erkennbar ist. Grund genug für alle, wieder einmal im AdW-Archiv zu stöbern!&lt;br...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Würde man den Hauptstern des Schwans, Deneb, über NGC 7000 nach Osten spiegeln, so stieße man auf den Stern 68 Cygni. Er wird von der schwachen H II-Region Sh2-119 umgeben, die astrofotografisch stets ein „Schattendasein“ im Vergleich zum Nordamerikanebel führt. Im Jahre 2006 (37. Woche) brachten wir eine Panorama-Aufnahme der Gegend, auf der dieser Nebel sehr schön erkennbar ist. Grund genug für alle, wieder einmal im AdW-Archiv zu stöbern!<br /><br />Der O8-Stern 68 Cygni hat eine scheinbare visuelle Helligkeit von 5,00 mag. Mit seinem Farbindex B-V = -0,01 mag handelt es sich also um einen knallig blauen, jungen und heißen Stern. Er ionisiert mit seiner starken UV-Strahlung den Wasserstoff von Sh2-119 und bringt ihn so zum Leuchten. Schaut man sich das aktuelle AdW an, so bemerkt man, dass Sh2-119 schalenförmig strukturiert ist. Der hellste Bereich liegt östlich von 68 Cygni. Ein etwas schwächerer Anteil westlich des Sterns ragt noch ein wenig aus dem Aufnahmefeld heraus. Nördlich schließt sich der Bogen als sehr schwacher Nebel. Im Süden liegen einige Dunkelwolken, die den Blick auf diesen Nebelbereich erschweren, aber nicht verhindern. Zunächst vermutet man Staub, aber nicht immer muss es sich bei solchen abgedunkelten Stellen allein um Staub handeln. Vielmehr deutet sich hier in der Gesamtheit ein assoziierter, dichter Molekülwolkenkomplex an – wie so oft bei H II-Regionen. Und in der Tat zeigt eine radioastronomische Untersuchung aus dem Jahre 1994, dass knapp südwestlich von Sh2-119 die riesige Molekülwolke [DBY94] 084.9-01.2 mit einer Ausdehnung von 2,3° x 1,1° liegt.<br /><br />Dr. Jürgen Stein schickte dieses selten fotografierte Motiv. Die Aufnahme entstand in Hofheim (Taunus) mit einem Refraktor Pentax 75 SDHF auf einer Montierung des Typs Losmandy G11. Zur Vermeidung der „blauen Höfe“ um die hellsten Sterne wurde ein entsprechender Filter eingesetzt (engl. „Blue-Fringe-Killer-Filter“). Kamera war eine MI-8300FR mit Astronomik-Filtern. Zu den Belichtungen: H-Alpha wurde 15 x 10 min belichtet, Luminanz 5 x 10 min, RGB je 5 x 10 min, Gesamtbelichtung also 5 h 50 min. Das H-Alpha-Bild wurde mit einem Digital Development Process Filter als Luminanz eingeblendet in ein LRGB, mit L aus H-Alpha und Luminanz zusammengesetzt und R aus Rot und H-Alpha gebildet.<br /><br />Redaktioneller Kommentar: Dass Rot hierbei eine sehr starke Betonung erfährt und blaue Sterne in den Hintergrund treten lässt, ist einleuchtend. Bei Falschfarbenaufnahmen mit [O III], H-Alpha und [S II] nehmen wir eine Änderung der „natürlichen“ Farben ja auch gern in Kauf. Sinn dieses Verfahrens war es aber, die schwächsten Nebelanteile in Farbe wiederzugeben. Und das ist sehr gut gelungen!<br /><br />RA = 21 h 18 min 27 s; Dec = +43° 56´ 46´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>40. Woche - LBN 468 im Cepheus</title>
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			<description>Fachgruppenmitglied Frank Slotosch hat Spaß an der Fotografie großflächiger lichtschwacher Nebel. Dazu schrieb er im VdS-Journal Nr. 26 einen eigenen Bericht. Nun ist ihm ein interessanter Fisch „ins Netz gegangen“: der Nebelkomplex LBN 468 im Sternbild Cepheus. Dieses Feld liegt etwa 2° westsüdwestlich des bekannten Reflexionsnebels NGC 7023.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Astrofotografen ist sicherlich bekannt, dass unsere Galaxis von zahlreichen Staub-...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppenmitglied Frank Slotosch hat Spaß an der Fotografie großflächiger lichtschwacher Nebel. Dazu schrieb er im VdS-Journal Nr. 26 einen eigenen Bericht. Nun ist ihm ein interessanter Fisch „ins Netz gegangen“: der Nebelkomplex LBN 468 im Sternbild Cepheus. Dieses Feld liegt etwa 2° westsüdwestlich des bekannten Reflexionsnebels NGC 7023.<br /><br />Vielen Astrofotografen ist sicherlich bekannt, dass unsere Galaxis von zahlreichen Staub- und Molekülwolken durchzogen wird, die ausschließlich von den Sternen des galaktischen Bulge und der inneren Scheibe angeleuchtet werden. Diese Sterne gehören der alten, entwickelten Population II an, sind also gelb bis rötlich. Logischerweise leuchten die Staub- und Molekülwolken bräunlich, was aber nichts mit irgendeiner H-Alpha-Emission zu tun hat. Sitzt dann irgendwo in diesem Nebelkomplex ein junger blauer Stern, so tritt an dieser Stelle ein blauer Reflexionsnebel (nicht: Reflektionsnebel) auf.<br /><br />Da das Nebelfeld ziemlich lichtschwach ist, sollte das aktuelle AdW bei abgedunkeltem Raum am Monitor betrachtet werden. Erhöht man den Kontrast (da ist noch einiges ´drin, ohne dass die Sterne ausbrennen!), dann erkennt man sehr schön, dass der Nebelkomplex im großen Aufnahmefeld rund ist und innen eine Höhlung aufweist. Das Bildfeld wurde also sehr gut aufs Motiv ausgerichtet! Die Nebelstränge sind an verschiedenen Stellen von sehr dunklen Partien durchsetzt – hier gelangt weder das Licht der Hintergrundsterne durch noch schafft das Licht der galaktischen Scheibensterne eine Aufhellung dieser Gebiete. Weiterhin kommen im gesamten Feld verstreut Herbig-Haro-Objekte vor, was von Sternentstehung zeugt. Aufnahmeteleskop war ein Refraktor FSQ 106, dazu eine CCD-Kamera FLI MicroLine 4022c. Die Bilderserie entstand am Vogelsberg in Hessen, wobei der Bildautor das Seeing und die Durchsicht als hervorragend einstuft. Insgesamt wurden 28 Einzelbilder zu je 10 min belichtet.<br /><br />RA = 20 h 40 min, Dec = +68° 00´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>39. Woche - Die H II-Region Sharpless 112</title>
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			<description>Im Jahre 1959 publizierte Stewart Sharpless seine Arbeit „A Catalogue of H II Regions”. Aus diesem Katalog picken wir uns hier das Objekt Nr. 112 heraus (exakte Bezeichnung: Sh2-112). Es handelt sich um eine H II-Region in der Nähe von Deneb, dem Hauptstern des Schwans, aber viel weiter entfernt als dieser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sharpless selbst bezeichnet sein Objekt Nr. 112 als rund und mittelhell. Der etwa 15´ messende Nebel wird durch interstellare...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Jahre 1959 publizierte Stewart Sharpless seine Arbeit „A Catalogue of H II Regions”. Aus diesem Katalog picken wir uns hier das Objekt Nr. 112 heraus (exakte Bezeichnung: Sh2-112). Es handelt sich um eine H II-Region in der Nähe von Deneb, dem Hauptstern des Schwans, aber viel weiter entfernt als dieser.<br /><br />Sharpless selbst bezeichnet sein Objekt Nr. 112 als rund und mittelhell. Der etwa 15´ messende Nebel wird durch interstellare Materie heftig gestört. Gerade in der Milchstraßenebene treten Staub und Gas am auffälligsten in Erscheinung. Anregender Stern ist SAO 49801 mit 9,18 mag und einem Farbindex B-V = 0,29 mag (blau). Hunter & Massey (1990) stellten O8 V als Spektraltyp fest, es handelt sich also um einen heißen, jungen Hauptreihenstern. Außerdem ist SAO 49801 ein Doppelstern. In Aitkens Katalog der Doppelsterne trägt er die Nummer ADS 14018. Westlich dieses Sterns zieht sich die langgestreckte Molekülwolke [DBY94] 083.7+03.3 grob von Nord nach Süd und verdeckt einen großen Teil des eigentlich runden Nebels. Die merkwürdige Bezeichnung der Wolke stellt die ersten drei Buchstaben der Namen derjenigen Autoren dar, die das Objekt 1994 entdeckt haben, gefolgt von den galaktischen Koordinaten. Die ausführliche Radio-Untersuchung stammt von K. Dobashi, J.-P. Bernard, Y. Yonekura und Y. Fukui. Mit dieser Molekülwolke ist Sh2-112 assoziiert. Man erkennt an der „Kontaktstelle“ zum Nebel die bekannten „bright rims“, also die hellen Ionisationsränder, an denen der Zentralstern seine Energie in die Molekülwolke hineingibt.<br /><br />Sh2-112 ist 8860 Lj entfernt, das fand der Franzose Georgelin 1970 bei der Vermessung der Radialgeschwindigkeit des Zentralsterns. Damit ergibt sich für den Nebel ein wahrer Durchmesser von knapp 40 Lj – das ist annähernd die Größe des Orionnebels M 42. Vielleicht ist es auch von Interesse, dass die Astronomen Dickel, Wendker und Bieritz Sh2-112 als DWB 174 katalogisierten, als sie 10 Jahre nach Steward Sharpless ihre Untersuchung von optischen H II-Regionen im Gebiet Cygnus X publizierten.<br /><br />Fachgruppenmitglied Bruno Mattern nahm Sh2-112 im letzten Sommer in der Lüneburger Heide auf, 70 km südöstlich von Hamburg. Für die Aufnahme wurden mit einer modifizierten Canon EOS 20Da 25 Einzelbilder angefertigt, Gesamtbelichtung 3 h 36 min. Teleskop war ein 12"-ACF von Meade, nachgeführt über einen Giant Easy Guider mit dem Imager-Chip einer SBIG ST-2000XM.<br /><br />RA = 20 h 33 min 50 s, Dek = +45° 39´ 42´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>38. Woche - IC 1396 mit Dunkelwolken</title>
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			<description>Die 170´ x 140´ große H II-Region IC 1396 liegt im Cepheus. In diesem großen Emissionsnebel gibt es eine Fülle interessanter Details. Inmitten des rot leuchtenden Wasserstoffs finden sich viele Dunkelwolken, deren helle Ränder ins Auge fallen („bright rims“). Sie treten im aktuellen AdW (Norden oben) sehr schön in Erscheinung. Die markanteste längliche Dunkelwolke ist der auffällige Elefantenrüssel IC 1396A/B. Er wird leider oft mit dem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die 170´ x 140´ große H II-Region IC 1396 liegt im Cepheus. In diesem großen Emissionsnebel gibt es eine Fülle interessanter Details. Inmitten des rot leuchtenden Wasserstoffs finden sich viele Dunkelwolken, deren helle Ränder ins Auge fallen („bright rims“). Sie treten im aktuellen AdW (Norden oben) sehr schön in Erscheinung. Die markanteste längliche Dunkelwolke ist der auffällige Elefantenrüssel IC 1396A/B. Er wird leider oft mit dem Reflexionsnebel vdB 142 verwechselt.<br /><br />IC 1396 ist aber auch der gleichlautende Sternhaufen in der Assoziation Cepheus OB2. Er hat einen scheinbaren Durchmesser von 50´, sitzt also komplett im umgebenden Nebel. Zur Ionisation des Nebels würde die Energie des Sternhaufens nicht ausreichen, d.h. es gäbe kein rotes Leuchten im H-Alpha-Licht. Jedoch umfasst der Sternhaufen auch noch den Stern HD 206267 mit 5,6 mag (eine „Rüssellänge“ östlich von IC 1396A/B). Dieser Stern hat den Spektraltyp O6e, so dass sein Energieausstoß fast allein die Anregung von IC 1396 bewerkstelligt. HD 206267 ist also ein sehr junger Stern – ebenso wie sehr viele andere Sterne in IC 1396 – und sollte daher quitteblau herauskommen! An dieser Stelle also die Frage an die mitlesenden Astrofotografen: „Ist der Farbton des Bildes richtig getroffen?“ Mit anderen Worten: Wurde die Aufnahme ausreichend in der Farbe korrigiert? Man schaue sich die Farben der Sterne genauer an und zerlege das Bild einmal in R, G und B. Ist das Verhältnis der Farbanteile zueinander in Ordnung?<br /><br />Unser Bildautor Frank Iwaszkiewicz ist neu in unserer Runde. Wir begrüßen ihn herzlich und freuen uns, dass er sein schönes Ergebnis vorlegt. Sicher wird er nicht gekränkt sein, dass die Frage der Farbkalibrierung ausgerechnet an seinem Bild diskutiert wird – aber die Bildbearbeitung ist bekanntlich mindestens ebenso wichtig (und zeitaufwändig) wie die Fotoserie selbst.<br /><br />Die Aufnahme entstand am 23. Mai 2011 in Eggersdorf bei Berlin. Verwendet wurde ein Newton 200/800 mm in Verbindung mit einer Canon 1000D (mod. mit CLS- Filter). Die Belichtungszeit betrug 11 x 900 s bei ISO 200. Für das Bild wurden Darks, Flats und Flatdarks erstellt. Gestackt und bearbeitet wurde das Bild in Fitswork und Photoshop CS3.<br /><br />RA = 21 h 36 min, DEK = +57° 30’]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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