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		<title>Astronomie.de - Astrofoto der Woche</title>
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			<title>Astronomie.de - Astrofoto der Woche</title>
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		<lastBuildDate>Mon, 20 Feb 2012 00:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>8. Woche - Der Supernovaüberrest S 147</title>
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			<description>Es gibt verschiedene spektakuläre Supernovaüberreste (SNR), die für beobachtende und fotografierende Amateure interessant sind, z.B. den Cirrus-Nebel, IC 443, den Vela-SNR oder auch den Krebsnebel M 1. Spektakulär, jedoch visuell nicht beobachtbar, ist S 147 im Taurus. Er ist auch unter den Katalogbezeichnungen SNR G180.0-1.7 und Sh2-240 zu finden. Entdeckt wurde das Objekt von G.A Shajn and V.E. Hase, die im Ort Simeis auf der Krim am dortigen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt verschiedene spektakuläre Supernovaüberreste (SNR), die für beobachtende und fotografierende Amateure interessant sind, z.B. den Cirrus-Nebel, IC 443, den Vela-SNR oder auch den Krebsnebel M 1. Spektakulär, jedoch visuell nicht beobachtbar, ist S 147 im Taurus. Er ist auch unter den Katalogbezeichnungen SNR G180.0-1.7 und Sh2-240 zu finden. Entdeckt wurde das Objekt von G.A Shajn and V.E. Hase, die im Ort Simeis auf der Krim am dortigen Astrophysikalischen Institut arbeiteten. Fälschlicherweise wird S 147 oftmals mit „Shajn 147“ übersetzt, aber das S steht für „Simeis“, also Simeis 147.<br /><br />S 147 hat einen scheinbaren Durchmesser von 3°. Das aktuelle AdW (Norden links) zeigt, dass auf einem ziemlich runden Flächenbereich feine faserige Filamente dominieren, die teilweise (wie beim Cirrus-Nebel) nur wenige Bogensekunden breit sind. Die Emission spielt sich hauptsächlich bei H-Alpha, [N II], [S II] und [O III] ab. Alle Emissionen zeigen nach Esipov et al. (1972) etwa gleiche Intensität, streuen aber an verschiedenen Stellen im Nebel beträchtlich. Fotografisch kommt also das rote Licht zum Tragen. Von ernsthaften visuellen Sichtungen ist nichts bekannt.<br /><br />Im Jahre 1994 wurde von Anderson et al. der Pulsar entdeckt, welcher laut Theorie nach einer Supernovaexplosion übrig bleiben sollte, sozusagen als „Sternenleiche“. Er steht ein Stückchen nordwestlich des Nebelzentrums. Anhand der Eigenbewegung des Pulsars konnte für Pulsar und damit auch für Simeis 147 ein Alter von etwa 40.000 Jahren veranschlagt werden. Die Angaben zur Entfernung schwanken in der Literatur stark zwischen 0,8 und 1,8 kpc. Man kann nach den Pulsarentdeckern jedoch eine Entfernung von etwa 1,5 kpc annehmen, und das sind 4900 Lj. Demnach läge der echte Durchmesser der SNR-Kugel bei 250 Lichtjahren - enorm!<br /><br />Peter Knappert gelang diese beeindruckende Weitwinkelaufnahme am zweiten Weihnachtstag des vergangenen Jahres. Aufnahmeort war Mühlhausen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Eine CCD-Kamera Moravian G2-8300 FW wurde mit einem Objektiv Canon EF-L 70-200 mm bestückt. Bei einer effektiven Brennweite von 135 mm und Blende 2,8 wurde verständlicherweise ohne Binning 420 min in H-Alpha (6-nm-Filter von Astronomik) und je 40 min in Rot, Grün und Blau belichtet. Das ist kräftig, aber nur so kommt genügend Deckung zustande. Gratulation!<br /><br />RA = 05 h 39 min 00 s, DEK = +27° 50´
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			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>pknappert@t-online.de</author>
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>7. Woche - NGC 869/884, der Doppelsternhaufen h/&#967; Persei</title>
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			<description>Noch ist der Perseus beobachtbar am frühen Abendhimmel. Deshalb soll eines der interessantesten Objekte dieses Sternbildes noch einmal zu „großem Glanz“ kommen: der doppelte offene Sternhaufen NGC 869/884, auch als h/&#967; Persei bekannt. In der Assoziation Perseus OB1 gelegen, ist er tatsächlich einer der wenigen physikalisch echten Doppelhaufen und gehört dem Perseus-Arm der Milchstraße an. Manchmal liest man, h/&#967; Persei sei das Zentrum...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Noch ist der Perseus beobachtbar am frühen Abendhimmel. Deshalb soll eines der interessantesten Objekte dieses Sternbildes noch einmal zu „großem Glanz“ kommen: der doppelte offene Sternhaufen NGC 869/884, auch als h/&#967; Persei bekannt. In der Assoziation Perseus OB1 gelegen, ist er tatsächlich einer der wenigen physikalisch echten Doppelhaufen und gehört dem Perseus-Arm der Milchstraße an. Manchmal liest man, h/&#967; Persei sei das Zentrum dieser Assoziation.<br /><br />Schon Hipparchus und Ptolemäus (150 v. Chr.) kannten h/&#967; Persei als nebliges Fleckchen am Himmel, wussten aber nichts von der stellaren Natur des Objekts [1]. Dies änderte sich erst nach der Erfindung des Teleskops. Merkwürdig ist, dass Charles Messier den Doppelsternhaufen, der schon mit bloßem Auge sichtbar ist, nicht in seinen „Messier-Katalog“ aufnahm. Ähnlich helle Objekte wie die Praesepe oder auch die Plejaden dagegen sind mit Messier-Nummern vertreten.<br /><br />Im AdW 44/2011 standen erste Daten. Sie wurden durch eine neuere Untersuchung verbessert. Am 90-cm-Teleskop des Kitt Peak National Observatory entstanden Einzelaufnahmen mit den Filtern U, B und V (Slesnick et al., 2002). Bei einem Seeing von 1,3“ und einer Auflösung von 0,43“ pro Pixel ergaben die fotometrischen Auswertungen fünf interessante Ergebnisse:<br />1) Beide Sternhaufen sind gleich weit entfernt: 2344 pc &#8776; 7650 Lj (Hinweis: 1 pc = 3,262 Lj).<br />2) Das Alter ist für h (NGC 869) und &#967; (NGC 884) im Wesentlichen identisch, nämlich 12,8 und 12,9 Millionen Jahre. Das ist jung, aber nicht mehr so jung, um O-Sterne zu besitzen.<br />3) Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass die Sternbildung von h/&#967; Persei in unterschiedlichen, aufeinanderfolgenden „Schüben“ ablief. Der Doppelsternhaufen entstand also in einer Epoche.<br />4) Für h Persei ergab sich eine Masse von 3.700 Sonnenmassen, für &#967; Persei ein Drittel weniger, nämlich 2.800 Sonnenmassen. Damit zählen h und &#967; Persei zu den massereichsten offenen Sternhaufen! Zum Vergleich: Die Plejaden besitzen nur ca. 320 Sonnenmassen.<br />5) Auch die Koordinaten der beiden Haufenzentren wurden noch einmal überprüft. Aus den Konturen gleicher Sterndichte ergaben sich exakte Werte (siehe Daten in diesem AdW).<br /><br />Beide Sternhaufen haben ungefähr den gleichen scheinbaren Durchmesser von 30´. Rechnet man dies auf die Entfernung um, so beträgt ihr wahrer Durchmesser jeweils 67 Lj. Das ist halb so groß wie ein durchschnittlicher Kugelsternhaufen! NGC 869 ist visuell 4,3 mag hell, NGC 884 mit 4,4 mag fast gleich hell. Beide Haufen sind nur 78´ voneinander getrennt. Wenn sie von uns tatsächlich gleich weit entfernt sind, dann beträgt ihr wahrer Abstand etwa 180 Lj.<br /><br />Für den Astrofotografen ist noch Folgendes wichtig. Die hellsten Sterne von 8 bis 13 mag besitzen durchweg Farbindizes B-V zwischen 0,25 und 0,4 mag. Das ist bläulich bis weißblau und muss bei der Farbkalibration während der Bildbearbeitung berücksichtigt werden, wie im aktuellen AdW. Weiße Sterne – wie so oft gesehen – liegen leider völlig daneben.<br /><br />Fabian Neyer fertigte dieses sehr tiefe H-Alpha-LRGB an. Es zeigt h/&#967; Persei mit umgebenden rot leuchtenden Wasserstoffnebeln. Die sagenhafte Aufnahme entstand im Oktober 2011. Instrument war ein Refraktor NP101is f/5,4. Als Kamera wurde eine SBIG STL-11000M verwendet. Mit Baader-Filtern H-Alpha, L, R, G und B wurde eine Belichtungszeit von insgesamt 26,3 Stunden erreicht! Allein die Belichtung in H-Alpha betrug 22 Stunden. Von daher zeigt das Bild zeigt die roten Gasnebel im Feld stark überbetont. Dazu kamen 1,15 Stunden in L, je 1 Stunde in R und G sowie 1,15 Stunden in B. Aufnahmeort: Antares-Sternwarte in Gossau/Schweiz. Gratulation!<br /><br />NGC 869: &#945; = 02h 19m 22s und &#948; = +57° 09´ 00´´<br />NGC 884: &#945; = 02h 22m 12s und &#948; = +57° 07´ 12´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!<br /><br /><strong></strong><strong>Lösung zur Kniffelaufgabe AdW 06/2012</strong>
Nach einer einzigen Lösungseinsendung war im AdW der Woche 6 die letzte Kniffelfrage gestellt. Vielleicht gibt es aber doch Interessenten, daher hier der Lösungsvorschlag.
Wer wissen möchte, welchen Winkel die Zodiakallichtebene im letzten AdW mit der Horizontebene bildet, klickt <link fileadmin/user_upload/aktuelles_und_neuigkeiten/astrofoto_der_woche/2012/Loesung-06-2012.pdf>hier</link>.]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>fabian.neyer@gmx.ch</author>
			<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>6. Woche - Das Zodiakallicht am Morgenhimmel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=918&#38;cHash=a615828edfa3303cf7d7311fa3e61b5f</link>
			<description>Das Sonnensystem ist in kosmischen Staub gebettet, aus dem es selbst vor einigen Milliarden Jahren entstand. An den Staubpartikeln wird das Sonnenlicht gestreut und reflektiert, daher sehen wir den Staub aufgehellt gegen den Sternenhimmel. Die Sonne erzeugt also ihren eigenen Reflexionsnebel! Der meiste Staub hat sich in der Bahnebene der Planeten angesammelt, in der Ekliptik, entlang der Tierkreissternbilder. Daher spricht man vom Zodiakallicht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Sonnensystem ist in kosmischen Staub gebettet, aus dem es selbst vor einigen Milliarden Jahren entstand. An den Staubpartikeln wird das Sonnenlicht gestreut und reflektiert, daher sehen wir den Staub aufgehellt gegen den Sternenhimmel. Die Sonne erzeugt also ihren eigenen Reflexionsnebel! Der meiste Staub hat sich in der Bahnebene der Planeten angesammelt, in der Ekliptik, entlang der Tierkreissternbilder. Daher spricht man vom Zodiakallicht (griechisch: Zodiachus = Tierkreis).<br /><br />Zur Sonne hin nimmt die Staubdichte kräftig zu. Deshalb wird das Zodiakallicht in Sonnennähe dermaßen stark, dass wir es als „Pyramide“ wahrnehmen können. Ein Beobachter am Äquator würde diese Pyramide mit der Basis parallel zum Boden hin sehen, mit der Lichtspitze senkrecht in den Himmel weisend. Wir in unseren Breiten sehen die Zodiakallichtpyramide in Schräglage. Staubdichte und Helligkeit nehmen von der Sonne weg immer mehr ab. Daher bemerken wir am tiefen Nachthimmel weit weg von der Sonne keine Streuung des Sonnenlichtes. Dennoch sind auch dort Spuren des Zodiakallichts vorhanden. Genau 180° von der Sonne weg gibt es eine kleine, etwas hellere Streuungsfläche, den Gegenschein des Zodiakallichtbogens. Diesen Begriff haben sogar die Amerikaner übernommen (they see the „gegenschein“). Vielleicht nimmt sich ja einmal ein Astrofotograf den Gegenschein für die Alpen, La Palma oder Namibia vor.<br /><br />Im letzten Herbst waren Stefan Binnewies und Rainer Sparenberg etwa 7 km östlich des Furka-Passes auf einer Höhe von 2350 Metern. Dort fotografierten sie die Zodiakallicht-Szenerie am Morgenhimmel. An der Lichtspitze befand sich der offene Sternhaufen der Plejaden mit dem daran vorbeiziehenden Mars. Etwas tiefer ist Regulus im Löwen zu sehen. Man erkennt bei genauem Hinsehen, dass das Zodiakallicht nicht symmetrisch oberhalb und unterhalb der Ekliptik liegt. Ganz tief am östlichen Horizont geht Coma Berenices auf. Belichtet wurde mit einer Canon EOS 5D und einem 24-mm-Objektiv, Blende 3,2. Die Belichtungszeit betrug 117 s bei ISO 1600. Selten gesehen dieses Motiv, selten fotografiert – sehr schön!<br /><br />M 44: RA = 08 h 40,1 min, DEK = +19° 59´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!<br /><br /><strong>Die heutige Kniffelfrage:</strong> Letzter Versuch einer Kniffelfrage an interessierte Astrofotografen: Welchen Winkel bildet die Zodiakallichtebene im aktuellen AdW mit der Horizontebene? Tipp: Eine gute Sternkarte zeigt, wo die Ekliptik am Sternenhimmel liegt. Den Horizont kann man als parallel zur unteren Bildkante annehmen. Antworten bis zum kommenden Wochenende an:<br /><link fg-astrofotografie@vds-astro.de><img src="uploads/RTEmagicC_Vds_fg_ma_01.jpg.jpg" alt="" width="183" height="17" /></link><br /><br />Der Lösungsweg und die Namen der Einsender mit korrekter Lösung werden ab dem folgenden Montagabend (wenn das neue AdW erscheint) auf Astronomie.de veröffentlicht.<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>S.binnewies@online.de</author>
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>5. Woche - NGC 1333, Sternentstehungsgebiet im Perseus</title>
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			<description>Am „Dreiländereck“ der Sternbilder Perseus, Aries und Taurus findet man den Reflexionsnebel NGC 1333. Er befindet sich innerhalb der riesigen Perseus-OB2-Molekülwolke, die genügend Material enthält, um hier Sternentstehung zu ermöglichen. Die Entfernung von NGC 1333 ist nicht genau bekannt: Herbig &amp; Jones (1983) fanden 350 pc = 1140 Lj, Lada et al. (1990) fanden 220 pc = 718 Lj. Das Licht des zentral gelegenen B8-Sterns von 9,5 mag innerhalb der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am „Dreiländereck“ der Sternbilder Perseus, Aries und Taurus findet man den Reflexionsnebel NGC 1333. Er befindet sich innerhalb der riesigen Perseus-OB2-Molekülwolke, die genügend Material enthält, um hier Sternentstehung zu ermöglichen. Die Entfernung von NGC 1333 ist nicht genau bekannt: Herbig & Jones (1983) fanden 350 pc = 1140 Lj, Lada et al. (1990) fanden 220 pc = 718 Lj. Das Licht des zentral gelegenen B8-Sterns von 9,5 mag innerhalb der blau erscheinenden Nebelzone wird durch Staubanteile gestreut und reflektiert als blaue Nebelregion. Der scheinbare Durchmesser der helleren Reflexionsanteils beträgt 9´ x 7´. Schaut man das aktuelle AdW genauer an, so merkt man aber schnell: Der Reflexionsnebel ist nur der kleinste, hellste Teil der riesigen Wolke. Wären noch andere heiße, blaue Sterne in diesem Nebelchaos, dann würden auch dort blaue Reflexionsnebel erscheinen.<br /><br />Im Inneren der Wolke wurde Mitte der 90er Jahre im Infraroten ein Sternhaufen von etwa 150 Mitgliedern entdeckt – Sterne von kleinen bis mittleren Sonnenmassen. Hierbei handelt es sich um sehr junge Sterne, die jünger als 1 Million Jahre sind. In der gesamten Nebelregion verteilt, aber besonders gut im Südbereich zu erkennen, liegen einige rote Fleckchen. Die Astronomen Herbig und Haro haben sich um die Erforschung dieser Objektklasse besonders verdient gemacht, daher werden diese Nebelchen auch „Herbig-Haro-Objekte“ (HH-Objekte) genannt. Sie tauchen auch in anderen jungen Sternentstehungsgebieten auf. Im Inneren der HH-Objekte stecken sehr junge Sterne, die teilweise noch nicht einmal das Hauptreihenstadium erreicht haben. Das bedeutet, dass ihr zentraler Fusionsprozess (Wasserstoff in Helium zu verwandeln) noch nicht sein stabiles Stadium erreicht hat. Die veränderlichen T-Tauri-Sterne sind Beispiele dafür. Oft werden HH-Objekte von Jets begleitet, die von dem jungen Stern nach außen wegfliegen. Für Astrofotografen wichtig: Die HH-Objekte leuchten zum Großteil in H-Alpha, es gibt aber auch einige, in denen die [S II]-Strahlung überwiegt. Im aktuellen AdW erkennen wir direkt am Südwestrand von NGC 1333 das helle Gebiet HH 12, etwas südlicher davon an dem hellen Stern das knotige Gebiet HH 7-11.<br /><br />Patrick Hochleitner aus Bruck a.d. Glstr. hat diese Szenerie am 22.10.2011 aufgenommen. Seine Ausrüstung (das darf man statt „equipment“ übrigens auch sagen …) besteht aus einem Refraktor Skywatcher BD 120/765 ED (765 mm Brennweite) sowie einer CCD-Kamera G2Moravian 8300FW. Dieses LRGB-Bild war für die Kamera das „first light“. Und jetzt halte sich der Leser fest: Die Belichtungszeit betrug insgesamt 33 h 20 min! Gratulation – auch an Dieter Beer, der die Bildbearbeitung vornahm.<br /><br />RA = 03 h 29,3 min, DEK = +31° 25´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>photonhunter@photonhunter.at</author>
			<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>4. Woche - NGC 281, kompakte H II-Region</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=897&#38;cHash=1f0ee9a7d4d1f30685b33cf6f3680b4e</link>
			<description>Das aktuelle AdW zeigt eine helle H II-Region aus der südlichen Cassiopeia, NGC 281 (Norden links, Osten unten). Das Objekt birgt relativ zentral den offenen Sternhaufen IC 1590. Der hellste Haufenstern, HD 5055, ist ein Doppelstern. Die Komponente A ist ein leuchtkräftiger Stern vom Spektraltyp O6,5. Der Begleiter B hat den Spektraltyp O8. Beide liefern zusammen bereits den größten Teil der Anregungsenergie für die gesamte H II-Region. HD 5005A...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das aktuelle AdW zeigt eine helle H II-Region aus der südlichen Cassiopeia, NGC 281 (Norden links, Osten unten). Das Objekt birgt relativ zentral den offenen Sternhaufen IC 1590. Der hellste Haufenstern, HD 5055, ist ein Doppelstern. Die Komponente A ist ein leuchtkräftiger Stern vom Spektraltyp O6,5. Der Begleiter B hat den Spektraltyp O8. Beide liefern zusammen bereits den größten Teil der Anregungsenergie für die gesamte H II-Region. HD 5005A hat B = 8,59 mag und V = 8,58 mag, ist also mit einem Farbindex B-V = 0,01 mag leuchtend blau. Der Begleiter ist 1,3 mag lichtschwächer, man kann ihn im AdW sehr schön vom Hauptstern unterscheiden. Weitere späte O-Sterne stecken noch im Nebel.<br /><br />Schön kommen verschiedene Strukturen zur Geltung, so die kräftigen „bright rims“ am Ostrand, die den Rand der Molekülwolke markieren. Zart reichen sie bis in die inneren Nebelbereiche. Es gibt auch kleinere Globulen sowie einen dichten Gürtel aus zerfranstem, dunklem Material. Geht man von 7200 Lj Entfernung aus (Georgelin 1976), so errechnet sich für NGC 281 bei 40´ scheinbarem Durchmesser ein echter Durchmesser von etwa 80 Lj. Das ist deutlich mehr als beim Orion-Nebel.<br /><br />Mit dem vorliegenden Bild haben wir eine Falschfarbenaufnahme. Hierzu wurden (Näheres unten) drei sogenannte „Linien-Interferenzfiltern“ verwendet. Daher erscheint das Objekt nicht rot, wie man zunächst von einer typischen H II-Region erwarten darf. Vielmehr richtet sich die Farbgebung danach, welche Farbkanäle der Astrofotograf für den jeweiligen Filter genutzt hat. Neuerdings wählt man gern die Farbgebung gemäß der „Hubble-Palette“: [O III] auf den Blaukanal, H-Alpha auf Grün und [S II] auf Rot. Dabei muss nicht jedes Mal eine ähnliche Farbwirkung erzielt werden – die richtet sich im Allgemeinen nach der Stärke der jeweiligen Emissionslinien. Ist [S II] nur in geringem Maße vorhanden, so leuchtet der Nebel weniger rötlich.<br /><br />Alexander Sielski aus Pfaffenhofen an der Ilm ist neu in unserer Runde der AdW-Astrofotografen. Wir begrüßen ihn mit einem freundlichen „Hallo“. Er hat NGC 281 am 30. September 2011 mit einem Ritchey-Chrétien der Marke GSO (Guan Sheng Optical) aufgenommen. Das Teleskop hat 203 mm Öffnung und primär 1624 mm Brennweite. Mit einem Fokalreduktor CCDT67 wurde die Brennweite dann auf etwa 1050 mm reduziert. Als Kamera wurde eine Atik 383L+ eingesetzt. Belichtungszeit: 28 x 20 min in H-Alpha, je 5 x 20 min in [O III] und [S II], alles ohne Binning. Die Angabe zur Farbgebung wurde nicht mitgeteilt, es sieht aber ganz nach der Hubblefarbe aus.<br /><br />RA = 00 h 52 min 25 s, DEK = +56° 33´ 54´´<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>3. Woche - Zwei Planetarische Nebel am Winterhimmel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=890&#38;cHash=700409b57d220cd778534b5bae1496f4</link>
			<description>Im „Strasbourg-ESO Catalogue of Galactic Planetary Nebulae“ (siehe letztes AdW 02/2012) sind die Planetarischen Nebel NGC 1501 und NGC 1514 als PN G144.5+06.5 und PN G165.5-15.1 verzeichnet. Der erste befindet sich im Sternbild Camelopardalis (Giraffe), er misst 52´´. Der zweite ist 132´´ ausgedehnt und steht im Taurus (Stier), sehr nahe an der Grenze zum Perseus. Beiden PN ist eines gemeinsam: die blaugrüne Farbe. Was hat es damit auf sich?&lt;br...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im „Strasbourg-ESO Catalogue of Galactic Planetary Nebulae“ (siehe letztes AdW 02/2012) sind die Planetarischen Nebel NGC 1501 und NGC 1514 als PN G144.5+06.5 und PN G165.5-15.1 verzeichnet. Der erste befindet sich im Sternbild Camelopardalis (Giraffe), er misst 52´´. Der zweite ist 132´´ ausgedehnt und steht im Taurus (Stier), sehr nahe an der Grenze zum Perseus. Beiden PN ist eines gemeinsam: die blaugrüne Farbe. Was hat es damit auf sich?<br /><br />Jeder PN stellt die ausgestoßene Hülle eines heißen Sterns dar. Dieser Stern ist vermutlich dabei, sich in einen Weißen Zwerg zu verwandeln, also im Endstadium seiner Entwicklung. Alle Sterne, die einen PN um sich haben, weisen sehr hohe Temperaturen auf – bis zu 100.000 K. Daraus folgt, dass sie wie die O-Sterne eine starke Strahlung im ultravioletten Licht aussenden und deshalb die umgebende Nebelhülle zum Leuchten anregen. Es gibt also grundsätzlich nur blaue Zentralsterne für einen PN, nie einen weißen, gelben oder gar roten Stern! Falls ein Zentralstern doch weiß oder gelb erscheinen sollte, dann wird er durch vorgelagerte interstellare Materie „gerötet“.<br /><br />Ein ionisierter PN sendet verschiedene Emissionslinien aus. Befindet er sich in einem hohen Anregungszustand, so können wir die Emission von [O III] wahrnehmen, als blaugrünes Licht der Wellenlänge 495/501 nm. Ist der Anregungszustand des PN gering (d.h. der Zentralstern vermittelt dem Nebel nur wenig Anregungsenergie, so strahlt der PN überwiegend im Licht des Wasserstoffs. Aber: ionisierter Wasserstoff emittiert nicht nur die rote H-Alpha-Linie bei 656 nm, sondern auch die blaue H-Beta-Linie bei 486 nm, die violette H-Gamma-Linie bei 434 nm und etliche mehr. Die H-Alpha-Linie ist jedoch bei weitem die stärkste Wasserstofflinie. Im ungestörten Zustand (d.h. wenn kein interstellares Material den PN verdeckt) ist H-Alpha etwa 3-mal so stark wie H-Beta. Für den Astrofotografen ist H-Alpha von Bedeutung, im Falle visueller Beobachtungen zählt die blaue H-Beta-Linie, weil das Auge H-Alpha bei schwachen Nebeln nicht wahrnehmen kann.<br /><br />In NGC 1514 ist die [O III]-Linie mehr als doppelt so stark wie die H-Alpha-Linie. Der PN wird also durch [O III] dominiert. Wenn ein „Experte“ unter den Astrofotografen jetzt NGC 1514 zusätzlich im Schwefellicht [S II] aufnehmen möchte, wird er enttäuscht sein: in dieser Linie strahlt der PN nur 0,2% seines Lichts aus – so gut wie nichts! Sehr ähnlich verhält es sich mit NGC 1501, so dass nun klar ist, warum beide blaugrün leuchten.<br /><br />Der Zentralstern von NGC 1501 hat B = 15,17 mag und V = 14,39 mag. Sein Farbindex B-V = 15,17 mag – 14,39 mag = 0,78 mag (weißgelb). Der ursprünglich blaue Stern wird also durch die Nebelmaterie „gerötet“. Um ihn visuell wahrzunehmen, ist schon eine teleskopische Öffnung von 150 bis 200 mm nötig. Viel heller ist der Zentralstern von NGC 1514. Er kommt auf B = 9,93 mag und V = 9,42 mag. B-V ist demnach 0,51 mag, das ist weißbläulich (also auch röter als das ursprüngliche Blau).<br /><br />Bildautor Stephan Küppers ist neu in unserer AdW-Runde. Wir begrüßen ihn mit einem kräftigen „Hallo“. Er hat NGC 1501 im November 2011 mit einem 250-mm-Newton f/4,5 aufgenommen, belichtet 420 x 30 s bei ISO 1600 mit einer modifizierten Canon 500D ohne Autoguiding. Für die Luminanz kamen 1000 x 4,8 s mit einer DMK21 hinzu. Das bringt Detailschärfe! Im Oktober 2011 wurde NGC 1514 mit 750 x 30 s belichtet, ebenfalls mit der Canon 500D bei ISO 1600.<br /><br />RA = 04 h 06 min 59 s, DEK = +60° 55´ 14´´<br />RA = 04 h 09 min 17 s, DEK = +30° 46´ 33´´<br /><br /><br /><strong>Lösung zur Kniffelaufgabe AdW 02/2012</strong><br /><br />Zur Lösung der zweiten Kniffelaufgabe zum Thema Farben von Abell 84 kam wieder nur eine Lösung - wieder von Jens Leich und wieder richtig.<br /><br />Wer wissen möchte, wie man die Farbe des PN im Zentrum einfach bestimmen kann, der klicke <link fileadmin/user_upload/aktuelles_und_neuigkeiten/astrofoto_der_woche/2012/Loesung-02-2012.pdf _blank>(hier)</link>.]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>stephan.kueppers@astrofototeam-niederrhein.de</author>
			<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="http://www.astronomie.de/uploads/media/adw_2012_03kw.jpg" length ="140169" type="image/jpeg" />
		</item>
		
		<item>
			<title>2. Woche - Der Planetarische Nebel Abell 84</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=879&#38;cHash=3e5517cc34c4d051be9e66676ce991ae</link>
			<description>Noch ein Objekt aus dem Sternbild Cassiopeia muss unbedingt gezeigt und besprochen werden: Der Planetarische Nebel (PN) Abell 84. Er wurde von George Abell in den fünfziger Jahren entdeckt und 1955 veröffentlicht, in der damaligen Publikation aber als Nr. 70 aufgelistet. Elf Jahre später brachte Abell einen erweiterten Katalog heraus, in welchem der PN die Nummer 84 erhielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz zu den Katalogen für PN. Sehr bekannt ist der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Noch ein Objekt aus dem Sternbild Cassiopeia muss unbedingt gezeigt und besprochen werden: Der Planetarische Nebel (PN) Abell 84. Er wurde von George Abell in den fünfziger Jahren entdeckt und 1955 veröffentlicht, in der damaligen Publikation aber als Nr. 70 aufgelistet. Elf Jahre später brachte Abell einen erweiterten Katalog heraus, in welchem der PN die Nummer 84 erhielt.<br /><br />Kurz zu den Katalogen für PN. Sehr bekannt ist der „PK-Katalog“. Er wurde von den tschechischen Astronomen L. Perek und L. Kohoutek im Jahre 1967 in Prag publiziert. Im PK-Katalog wird A 84 als PK 112-10°1 geführt. Der heute gängigste und umfangreichste PN-Katalog dürfte jedoch der „Strasbourg-ESO Catalogue of Galactic Planetary Nebulae“ sein. Er wurde 1992 von der Französin Agnès Acker und ihren ESO-Kollegen herausgegeben und von der ESO publiziert. Nach diesem Katalog trägt A 84 die Bezeichnung PN G112.9-10.2 (G für „galaktisch“, die Zahlenkombination für die galaktische Länge 112,9° und galaktische Breite -10,2° mit einer genaueren galaktischen Positionsangabe als im PK-Katalog).<br /><br />A 84 ist also schon lange bekannt, wird aber selten als Astroaufnahme gezeigt. Der Grund ist klar: Der PN besitzt einen optischen Durchmesser von nur 2´. Er ist also ziemlich klein, so dass schon „ein wenig Brennweite“ nötig ist, um ihn genügend groß abzubilden. Im Sky Catalogue 2000 (A. Hirshfeld, R.W. Sinnott) wird der PN-Typus charakterisiert als „very irregular brightness distribution“. Vermutlich stützt sich diese Anmerkung auf alte, nur wenig belichtete Aufnahmen. Schaut man sich das aktuelle AdW an, so lässt sich diese Typisierung keinesfalls stützen. A 84 zeigt eine offensichtlich elliptische Form. Im Inneren ist die Farbe fürs Auge schwierig festzulegen, weil sie sehr dunkel ist. Ist sie dunkelgrau oder mehr graublau? Auf alle Fälle leuchtet A 84 im Licht des doppelt ionisierten Sauerstoffs [O III], denn in dieser Wellenlänge (501 nm) wurde herausgefunden, dass der PN mit 16 km/s expandiert. Für das rote Licht des ionisierten Stickstoffs [N II] stellte sich sogar noch eine etwas schnellere Expansion von 25 km/s heraus. Zum Leuchten angeregt wird A 84 durch einen lichtschwachen Zentralstern mit der Bezeichnung AG82 458. Er hat eine Blauhelligkeit B = 18,67 mag und eine visuelle Helligkeit V = 18,49 mag. Die Differenz beider Helligkeiten (der so genannte Farbindex) ergibt B-V = 0,18 mag. Der Zentralstern ist also blau. Im AdW erkennt man AG82 458 deutlich, wenn man das Bild genügend vergrößert. Weitere Aussagen zur Häufigkeit der enthaltenen chemischen Elemente sind aus dem Strasbourg-ESO-Katalog nicht zu bekommen.<br /><br />Andreas Rörig, Mitglied der Fachgruppe Astrofotografie, ist „Freund der Abell-Nebel“. Er hat A 84 am 25. und 29.09.2011 in Wilsenroth/Westerwald aufgenommen. Instrument war ein 300-mm-Newton mit f/4,5 (plus Paracorr) auf einer Montierung Alt 5 ADN. Als Kamera diente eine SBIG ST-10XME. Belichtet wurde 14 x 600 s in H-Alpha + [N II], 12 x 600 s in [O III], 6 x 300 s in R und G sowie 6 x 450 s in B. Während die Belichtungen mit den 13-nm-Linienfiltern ungebinnt abliefen, wurden R, G und B 2-fach gebinnt. Hinweis des Autors: „Kalibrierung (Dark und Flat), Deblooming, Registrierung, Kombination, Farbkalibrierung und Gradientenentfernung wurden mit meiner Software Regim vorgenommen.“<br /><br />RA = 23 h 47 min 45 s, DEK = +51° 23´ 57´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!<br /><br /><br /><strong>Die heutige Kniffelfrage:</strong> Welche Farbe hat A 84 im Innenbereich? Kann ich diese Farbe eventuell in Zahlen ausdrücken? Antworten bis zum kommenden Wochenende an:<br /><link fg-astrofotografie@vds-astro.de><img src="uploads/RTEmagicC_Vds_fg_ma_01.jpg.jpg" alt="" width="183" height="17" /></link><br /><br />Der Lösungsweg und die Namen der Einsender mit korrekter Lösung werden ab dem folgenden Montagabend (wenn das neue AdW erscheint) auf Astronomie.de veröffentlicht.<br /><br /><br /><strong>Lösung zur Kniffelaufgabe AdW 52/2011</strong><br /><br />Nach der ersten Kniffelaufgabe zum Thema Jupiterrotation kam nur eine Lösung von Jens Leich. Die war komplett richtig, mit einem gut erklärten Lösungsweg.<br /><br />Wer wissen möchte, wie aus den beiden zeitverschiedenen Jupiteraufnahmen die Rotationszeit des Planeten auf einfache Weise bestimmt werden kann, der klicke (<link fileadmin/user_upload/aktuelles_und_neuigkeiten/astrofoto_der_woche/2012/Loesung-52-2011.pdf _blank>hier</link>).<br /><br />Allerdings würde sich das AdW-Team freuen, wenn ein paar Leute mehr Mut für eine solche Bildauswertung hätten. Traut Euch, Leute! Mit dem AdW von heute ist es viel leichter!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>apml@andreasroerig.de</author>
			<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>1. Woche - Die H II-Regionen IC 417 und NGC 1931</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=868&#38;cHash=29b8dca27128060495cabda4cf20033c</link>
			<description>Zunächst wünschen wir allen AdW-Freunden ein gutes, gesundes und astronomisch erfolgreiches Jahr 2012!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Astrofotografen wird die H II-Region IC 417 wegen der Nähe der beiden helleren H II-Regionen IC 405 und IC 410 meist übersehen. IC 417 ist im 2. Sharpless-Katalog auch als Sh2-234 katalogisiert. Sie liegt ziemlich zentral im Bild, hat jedoch - wenn man das AdW genau anschaut - weit reichende, schwache Ausläufer nach Südwesten,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zunächst wünschen wir allen AdW-Freunden ein gutes, gesundes und astronomisch erfolgreiches Jahr 2012!<br /><br />Von Astrofotografen wird die H II-Region IC 417 wegen der Nähe der beiden helleren H II-Regionen IC 405 und IC 410 meist übersehen. IC 417 ist im 2. Sharpless-Katalog auch als Sh2-234 katalogisiert. Sie liegt ziemlich zentral im Bild, hat jedoch - wenn man das AdW genau anschaut - weit reichende, schwache Ausläufer nach Südwesten, Westen und Nordwesten. Beherrschender Stern dieser Gegend ist Phi Aurigae mit dem Spektraltyp K3. Im Blauen beträgt seine Helligkeit B = 6,52 mag, seine visuelle Helligkeit V = 5,07 mag. Das ergibt einen Farbindex B-V = 1,45 mag. Für Astrofotografen muss der Stern also orange ausfallen. IC 417 wird durch wenige O-Sterne und zahlreiche frühe B-Sterne zur Emission angeregt. Sie gehören dem lockeren jungen Sternhaufen Stock 8 an, der zwischen Phi Aurigae und dem hellsten Nebelbereich zu sehen ist. Dieser Bereich wird von Staub dominiert. Für Stock 8 wurde von Jose et al. (2008) eine Entfernung von 2,05 kpc bestimmt, das sind ca. 6700 Lj.<br /><br />In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird der rötliche Filamentfortsatz östlich von IC 417 als "nebulous stream" bezeichnet. Das aber ist definitiv falsch. Schaut man sich dieses Detail höher vergrößert im AdW an, so stellt man fest, dass hier eine typische bright-rim-Zone vorliegt, also der ionisierte, leuchtende Rand einer Molekülwolke. Wo aber ist der ionisierende Stern oder Sternhaufen nördlich davon? Wer sich an CCD-Aufnahmen im Infrarotbereich herantraut, könnte hier einmal forschen. Vielleicht ist eine ionisierende Quelle im Staub vorhanden, die sich im nahen Infrarot bereits andeuten könntet. Hans-Günter Diederich hat ja dieses "Stiefkind" der Astrofotografen bei der letzten BoHeTa aufs Korn genommen.<br /><br />Auf der halben Bilddiagonale links unten befindet sich der kleine helle Nebel Sh2-237 (auch: Cederblad 49). Er umgibt den offenen Sternhaufen NGC 1931. Für den Sternhaufen - und damit auch für die H II-Region - ergibt sich aus fotometrischen Untersuchungen von Bhatt et al. (1994) eine Entfernung von 2,17 kpc (ca. 7000 Lj) und ein Alter von 10 Millionen Jahren. Das ist sehr jung in astronomischen Zeitmaßstäben.<br /><br />Werner Probst erzielte dieses wenig fotografierte Motiv am 30.10.2011. Aufnahmeort war Hochrindl/Kärnten auf 1600 m Höhe. Aufnahmeoptik war ein TLPAPO 804 mit effektiver Brennweite 480 mm, also Öffnungsverhältnis 1:6 bzw. „focal ratio“ f/6. Als Kamera diente eine Moravian G2-8300FW. Belichtet wurde 27 x 900 s für H-Alpha und jeweils 24 x 300 s für RGB (ISO 100). Der Bildautor schreibt: „Zwei sehr klare Nächte auf 1600 m Seehöhe in den Kärntner Alpen nutzte ich, um diese schwachen Objekte aufzunehmen.“ Großes Lob unsererseits!<br /><br />IC 417:    RA = 05 h 27,6 min, Dek = +34° 25´<br />NGC 1931:    RA = 05 h 31 min 27 s, Dek = +34° 14´ 58´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>prokyon@gmx.at</author>
			<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>52. Woche - Der Riesenplanet Jupiter, überwältigend in 2011</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=854&#38;cHash=f3ec137098300686277a17e2361ef7aa</link>
			<description>Fachgruppenmitglied Michael Kunze hat seinen Newtonreflektor gut im Griff. In der unerwarteten „Schönwetterkatastrophe“ Anfang Oktober kam noch ein überdurchschnittlich gutes Seeing in ganz Mitteleuropa hinzu, so dass Jupiter, dem „König der Planeten“, die Ehre besonders scharfer Aufnahmen zuteil wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor die Beobachtungsbedingungen für Jupiter 2012 am Abendhimmel schlechter werden, soll er noch einmal in Szene gesetzt werden. Die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppenmitglied Michael Kunze hat seinen Newtonreflektor gut im Griff. In der unerwarteten „Schönwetterkatastrophe“ Anfang Oktober kam noch ein überdurchschnittlich gutes Seeing in ganz Mitteleuropa hinzu, so dass Jupiter, dem „König der Planeten“, die Ehre besonders scharfer Aufnahmen zuteil wurde.<br /><br />Bevor die Beobachtungsbedingungen für Jupiter 2012 am Abendhimmel schlechter werden, soll er noch einmal in Szene gesetzt werden. Die beiden Bilder datieren vom 2. Oktober um 1:25 und 1:33 Uhr UT. Am Newton 254mm/1250mm wurde ein 4-fach Powermate verwendet, um eine effektive Brennweite von 5000 mm zu erzielen. Dann trat die DMK.21AU618.AS in Aktion, und aus dem Video wurden die schärfsten Bilder zu diesen zwei monochromen Ansichten kombiniert. Die komplette Serie wurde allerdings in RGB aufgenommen. Wer nähere Fragen zur Aufnahmetechnik hat, wende sich an den Bildautor (siehe Hinweis). Sehr schön erkennt man, dass Jupiter innerhalb der kurzen Zeitspanne zwischen den beiden Aufnahmen schon deutlich rotiert.<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!<br /><br /><strong><span style="text-decoration: underline;">Neu - Kniffelfrage:</span></strong> Wir werden als interessantes Schmankerl ab jetzt hin und wieder eine „Kniffelfrage“ zum AdW stellen. Wer nur Bilder anschauen will, der lese ab jetzt nicht weiter. Wer jedoch Interesse daran hat, aus den Aufnahmen auch etwas auszuwerten oder abzuleiten, für den jetzt folgende Frage:<br /><br />Welche Rotationsdauer hat Jupiter, wenn diese beiden Aufnahmen von Michael Kunze zugrunde gelegt werden? Dabei geht es nicht um die Feinheit, dass die unterschiedlichen Wolkensysteme auch feine Unterschiede aufweisen. Auch die Neigung der Polachse zur Blickrichtung kann vernachlässigt werden. Tipp: Jupiters scheinbarer Durchmesser in Bogensekunden wird nicht benötigt, auch nicht der echte Planetendurchmesser. Nicht immer, aber diesmal wird mit den Pixeln ein wenig Rechnen nötig. Trost für diejenigen, die jetzt sofort aufgeben möchten: An „Mathematik“ genügt der einfache Dreisatz und die Kenntnis des Kreisumfangs.<br /><br />Wer mitmachen möchte, sende seinen Lösungsweg (nicht nur das Endergebnis) an die Fachgruppe Astrofotografie:<strong></strong><br /><link fg-astrofotografie@vds-astro.de><img style="border: 0pt none;" src="uploads/RTEmagicC_Vds_fg_ma.jpg.jpg" alt="" width="183" height="17" /></link><br /><br /><strong></strong>
<strong>Lösung zur Kniffelaufgabe AdW 52/2011</strong><br /><br />Nach der ersten Kniffelaufgabe zum Thema Jupiterrotation kam nur eine Lösung von Jens Leich. Die war komplett richtig, mit einem gut erklärten Lösungsweg.<br /><br />Wer wissen möchte, wie aus den beiden zeitverschiedenen Jupiteraufnahmen die Rotationszeit des Planeten auf einfache Weise bestimmt werden kann, der klicke (<link fileadmin/user_upload/aktuelles_und_neuigkeiten/astrofoto_der_woche/2012/Loesung-52-2011.pdf _blank>hier</link>).<br /><br />Allerdings würde sich das AdW-Team freuen, wenn ein paar Leute mehr Mut für eine solche Bildauswertung hätten. Traut Euch, Leute! Mit dem 2. AdW im neuen Jahr wird es viel leichter!<strong></strong>]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>webmaster@michaelkunze.de</author>
			<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>51. Woche - Eine Feuerkugel am Abendhimmel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=853&#38;cHash=b43340a7279cd3a2a30a090d4d820924</link>
			<description>Da zischt eine beachtliche Feuerkugel über den Himmel und saust genau durchs Aufnahmefeld! Ein solches Erlebnis hat man nicht alle Tage. Jens-Uwe Köhler setzte am 4. Mai einen 8-zölligen Foto-Newton zur Deep-Sky-Fotografie ein. Aufnahmeort war Erkner bei Berlin. Parallel dazu lief auf einer zweiten Montierung (HEQ5) eine unmodifizierte Canon 40D, bestückt mit einem Objektiv EF-S10-22mm f/3.5-4.5mm. Hiermit sollte bei 13 mm effektiver Brennweite...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Da zischt eine beachtliche Feuerkugel über den Himmel und saust genau durchs Aufnahmefeld! Ein solches Erlebnis hat man nicht alle Tage. Jens-Uwe Köhler setzte am 4. Mai einen 8-zölligen Foto-Newton zur Deep-Sky-Fotografie ein. Aufnahmeort war Erkner bei Berlin. Parallel dazu lief auf einer zweiten Montierung (HEQ5) eine unmodifizierte Canon 40D, bestückt mit einem Objektiv EF-S10-22mm f/3.5-4.5mm. Hiermit sollte bei 13 mm effektiver Brennweite und Blende 4 ein Milchstraßenvideo entstehen. Bei ISO 800 wurde 3 min belichtet. Um 23.13 Uhr UT passierte es. Originaltext des Autors: „Während die Milchstraßenfotos per Timer eigenständig liefen, war ich noch mit einigen Einstellungen für die Deep-Sky-Fotografie beschäftigt, als bei bestens adaptierten Augen ein helles grünes Licht an meinen Füßen einen deutlichen Schatten warf. Während ich sofort nach Osten schaute, konnte ich noch die letzten zwei Drittel der Feuerkugelspur im Gebiet Cygnus/Lyra sehen. Am Ende zerfiel sie zu drei bis vier Fragmenten und erlosch (auf dem Foto erkennt man am unteren Ende der Bahn einen kleinen Knoten - hier war die Fragmentierung). Auch nach einigen Sekunden konnte ich kein Grollen hören.“<br /><br />Es gibt ein Video dazu: http://www.astroamateur.de/20110504_231235/20110504_231235.avi<br /><br />Jens-Uwe Köhler ist neu im Kreise der AdW-Astrofotografen. Wir freuen uns über seinen gelungenen „Einstand“ und rufen ihm zu: „Mach weiter so!“<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>j-u-k@onlinehome.de</author>
			<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>50. Woche - Ein „Schatzkästchen“ am Nordhimmel: Messier 103</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=836&#38;cHash=c6f90c4acf18f38afaa20c5c2c421323</link>
			<description>Der offene Sternhaufen M 103 (= NGC 581) liegt im Sternbild Cassiopeia inmitten der sternreichen Milchstraße. Insofern ist es schwierig, seinen Durchmesser zu bestimmen. Die Astronomen müssen erst wissen, bis wohin nach außen die echten Mitgliedsterne reichen. Um das herauszubekommen, fotometrieren sie zunächst die Sterne im mutmaßlichen Haufengebiet. Aus den gewonnenen Daten wird dann ein Farbenhelligkeitsdiagramm (FHD) erstellt. Sterne, die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der offene Sternhaufen M 103 (= NGC 581) liegt im Sternbild Cassiopeia inmitten der sternreichen Milchstraße. Insofern ist es schwierig, seinen Durchmesser zu bestimmen. Die Astronomen müssen erst wissen, bis wohin nach außen die echten Mitgliedsterne reichen. Um das herauszubekommen, fotometrieren sie zunächst die Sterne im mutmaßlichen Haufengebiet. Aus den gewonnenen Daten wird dann ein Farbenhelligkeitsdiagramm (FHD) erstellt. Sterne, die auf der Hauptreihe oder anderen erkennbaren Ästen des FHD liegen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit echte Mitgliedsterne. Mit spektroskopischen Mitteln kann man zusätzlich die Radialgeschwindigkeiten der Sterne messen. Diese sollten innerhalb einer gewissen Streuung für alle Mitgliedsterne etwa gleich sein. Sterne mit deutlich abweichender Radialgeschwindigkeit gehören dann nicht zum Haufen.<br /><br />Für M 103 fand H. Steppe 1979 aus fotometrischen Daten einen scheinbaren Durchmesser von 13,8´ und eine Entfernung von 3110 pc, das sind etwa 10400 Lj. Neue Messungen von J. Sanner et al. (1999) ergeben 9400 Lj. M 103 ist also ziemlich weit entfernt und liegt am Außenrand des Perseus-Arms. Das Alter wurde zu etwa 16 Millionen Jahren bestimmt. Das ist relativ jung. Die helleren Sterne haben einen Farbindex B-V von ungefähr 0,2 bis 0,4 mag, sind also bläulich bis weißblau. Das passt gut zu dem mittleren Spektraltyp B2, den wir in der Datenbank SIMBAD finden. Dort steht für M 103 eine scheinbare visuelle Helligkeit von 7,4 mag angegeben.<br /><br />Warum Schatzkästchen, analog zur „jewel box“ am Südhimmel? Weil sich mitten in M 103 ein knackig tief orangefarbener Stern befindet, der zum vorherrschenden Hellblau den Farbkontrast liefert. Dieser Stern, BD+59 274 (Bonner Durchmusterung), hat eine scheinbare visuelle Helligkeit von 8,54 mag und einen Farbindex B-V = 2,1 mag! Seine Radialgeschwindigkeit unterscheidet sich nicht allzu sehr von Haufendurchschnitt, d.h. der Rote Riese gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Sternhaufen.<br /><br />Hartmut Bornemann nahm M 103 am 15. Oktober 2011 mit einem Refraktor TOA-150 bei 1090 mm Brennweite auf. Als CCD-Kamera verwendete er eine SBIG ST-2000XN. Die Gesamtbelichtung betrug 100 Minuten.<br /><br />RA = 01 h 33,4 min, DEK = +60° 39´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>hartmut.bornemann@t-online.de</author>
			<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="http://www.astronomie.de/uploads/media/adw_2011_50kw.jpg" length ="2214973" type="image/jpeg" />
		</item>
		
		<item>
			<title>49. Woche - NGC 457 und 436, zwei offene Sternhaufen in der Cassiopeia</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=822&#38;cHash=8588e8898278dde0eb379f1266af90c1</link>
			<description>Im aktuellen AdW liegt Norden auf 1 Uhr. Links unten ist NGC 457 zu sehen, rechts oben NGC 436. Diese beiden wunderschönen offenen Haufen gehören dem Perseus-Arm der Milchstraße an und stehen knapp 40´ auseinander. NGC 457, der größere von beiden, hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 6,4 mag. Er ist nach Phelps &amp; Janes (1994) ca. 9850 Lj entfernt. Etwa 80 hellere Sterne stehen in einem Bereich von 13´ scheinbarem Durchmesser. Bis 21 mag...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im aktuellen AdW liegt Norden auf 1 Uhr. Links unten ist NGC 457 zu sehen, rechts oben NGC 436. Diese beiden wunderschönen offenen Haufen gehören dem Perseus-Arm der Milchstraße an und stehen knapp 40´ auseinander. NGC 457, der größere von beiden, hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 6,4 mag. Er ist nach Phelps & Janes (1994) ca. 9850 Lj entfernt. Etwa 80 hellere Sterne stehen in einem Bereich von 13´ scheinbarem Durchmesser. Bis 21 mag wächst diese Zahl schon auf knapp 590 an. Das Alter des Haufens wurde auf etwa 7 bis 19 Millionen Jahre geschätzt, was in kosmischen Zeitabläufen recht jung ist. Auffälligster Stern ist Phi Cas. Der leuchtkräftige Überriese von 6,3 Sonnenmassen gehört tatsächlich zu NGC 457 und ist weit und breit der hellste Stern im Feld. Für die Astrofotografen: Mit seiner scheinbaren visuellen Helligkeit von 5,01 mag und einem Farbindex B-V = 0,59 mag muss Phi Cas in einem korrekt kalibrierten Farbbild nahezu weiß erscheinen. Im aktuellen AdW ist das der Fall. Gut dazu passend ist sein Spektraltyp F0Ia (Ia-Überriese). Knapp neben Phi Cas steht HD 7902, ebenfalls ein sehr heller Mitgliedsstern. Sein Spektraltyp ist B6Ib (Ib-Überriese). Mit 7,0 mag scheinbarer visueller Helligkeit hat HD 7902 einen Farbindex B-V = 0,3 mag. In gut kalibrierten Aufnahmen sollte er daher bläulich erscheinen. Auch das ist im AdW der Fall! Ein auffallend rötlicher Stern am nördlichen Haufenrand ist der Veränderliche V466 Cas. Seine scheinbare visuelle Helligkeit beträgt 8,62 mag mit einem Farbindex B-V = 2,08 mag, was eine orangerote Farbe bedeutet. Der rote Überriese hat den Spetraltyp M1,5Iab.<br /><br />Der zweite Haufen, NGC 436, ist unscheinbarer. Er steht mit 10500 Lj noch etwas weiter weg. Sein Alter beträgt ungefähr 42 Millionen Jahre, so dass NGC 436 etwas älter als sein Nachbar NGC 457 ist. Die scheinbare visuelle Helligkeit von NGC 436 beträgt 8,8 mag, er enthält ca. 60 hellere Einzelsterne bei 6´ scheinbarem Durchmesser. Seine hellsten Mitgliedssterne erreichen 11 bis 12 mag. <br /><br />Beide Sternhaufen gemeinsam haben überwiegend Einzelsterne der Spektraltypen B bis A. Dies sind also keine massereichen heißen Sterne, die das Gas der Umgebung ionisieren könnten. Demzufolge werden auch keine roten H II-Regionen beobachtet, die von den beiden Sternhaufen zum Leuchten angeregt werden.<br /><br />Bildautor Bernd Weinzierl schrieb: „Offene Sternhaufen kommen in der Fotografie ja meist zu kurz, obwohl sie wunderschöne Objekte sind. Aus diesem Grund schick ich mal einen schönen Vertreter dieser Objektklasse NGC 457 mit seinem kleinen Nachbarn NGC 436, mal sehen ob er zu Ehren kommt ...“ Ja, er kommt zu Ehren! Das Bild entstand am 2. Oktober dieses Jahres in Eisenerz (Österreich). Aufnahmeteleskop war ein 200-mm-Fotonewton (TS) mit einem Öffnungsverhältnis von 1:4. Die effektive Brennweite war mit einem Televue Paracorr auf 920 mm verlängert worden. Als Kamera kam eine Moravian G2 8300 FW zum Einsatz. Die Belichtungszeit betrug 10 x 4 min ohne Binning. Zusammengesetzt wurde das Bild mit CCDStack2, bearbeitet mit Photoshop CS3.<br /><br />NGC 436: RA = 01 h 15,6 min, DEK = +58° 49´<br />NGC 457: RA = 01 h 19 min 40 s, DEK = +58° 17,3´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>bernd.weinzierl@aon.at</author>
			<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>48. Woche - Der Cirrusnebel als Ganzes</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=823&#38;cHash=bc4a34e4d766cf4b456e6e479a6b3765</link>
			<description>Korrektur: Die Galaxie NGC 6946 hatten wir bereits in der 43. Woche als AdW vorgestellt. Hier ist mir (P.R.) mit der nochmaligen Publikation ein dicker Fehler unterlaufen. Darf nach 7 Jahren AdW schon einmal passieren, oder? Umso schöner, dass Rolf Geissinger sofort mit einer Alternative aushelfen konnte: Mit dem Cirrusnebel, dem bekannten Supernovarest (SNR) im Sternbild Schwan. Die astronomisch interessanten Fakten sind im AdW 38/2010...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Korrektur: Die Galaxie NGC 6946 hatten wir bereits in der 43. Woche als AdW vorgestellt. Hier ist mir (P.R.) mit der nochmaligen Publikation ein dicker Fehler unterlaufen. Darf nach 7 Jahren AdW schon einmal passieren, oder? Umso schöner, dass Rolf Geissinger sofort mit einer Alternative aushelfen konnte: Mit dem Cirrusnebel, dem bekannten Supernovarest (SNR) im Sternbild Schwan. Die astronomisch interessanten Fakten sind im AdW 38/2010 nachzulesen, dort wurde das Objekt ausführlich beschrieben. Zum jetzigen Bild:
Norden liegt auf etwa 2 Uhr. Sehr schön sind die Teilnebel zu erkennen, die dem SNR seine Schalenform verleihen: NGC 6992 mit seinem Südbereich NGC 6995 (links oben), im Norden NGC 6979, auch „Pickering´s Triangular Wisp" genannt, mit dem östlich davon gelegenen NGC 6974, und schließlich NGC 6960, der „Sturmvogel-Nebel" als Westteil. Bei ihm steht der helle G9-Stern 52 Cygni mit B = 5,28 mag und V = 4,23 mag, der mit einem Farbindex B-V = 1,05 mag auf einer gut kalibrierten (L)RGB-Farbaufnahme gelb erscheinen muss.
Alle genannten Nebelteile zeigen überzeugend, dass das ursprünglich von der Supernova fortgeschleuderte Material kugelförmig expandiert und dabei mit dem interstellaren Medium zusammenstößt. Dieser Stoßvorgang (nicht „Schock") liefert die Energie zur Anregung des SNR, so dass der Cirrusnebel überhaupt leuchten kann. Das Leuchten im Cirrusnebel stammt im Wesentlichen von fünf Emissionslinien. Das rote H-Alpha-Licht hat 656,3 nm Wellenlänge. Gleich rot leuchtet aber auch der einfach ionisierte Stickstoff. Im Spektrum bildet er eine „verbotene" doppelte Emissionslinie mit 654,8/658,3 nm Wellenlänge. Beide [N II]-Linien liegen direkt „links und rechts" von H-Alpha und sind sehr stark. Und schließlich erzeugt auch der einfach ionisierte Schwefel [S II] eine rote „verbotene" Doppellinie bei 671,7/673,1 nm Wellenlänge. Hinzu kommt im kurzwelligen Licht die „verbotene" Doppellinie des zweifach ionisierten Sauerstoffs [O III]. Sie hat 495,9/500,7 nm Wellenlänge, was der Farbe Türkis entspricht. Man kennzeichnet alle „verbotenen" Emissionslinien in der Astronomie durch eckige Klammern.
Das beeindruckende Weitwinkelbild entstand auf der Balkonsternwarte Remseck, Aufnahmedatum war der 12. und 13.11.2011. Als Teleskop kam ein TEC 110 zum Einsatz (Fluorit-Apochromat), sowie eine CCD-Kamera FLI ML 16803-65. Mit Linien-Interferenzfiltern wurde folgendermaßen belichtet: 7 x 20 min in H-Alpha + [N II], 6 x 20 min in [O III], 5 x 20 min in [S II], und schließlich je 1 x 300 s in den Farben RGB. Die Bildbearbeitung wurde in MaxIm DL und Photoshop CS5 vorgenommen. Die Interferenzfilteraufnahmen wurden über das „Tonemapping-Verfahren" zum Gesamtbild gestaltet, wobei die Echtfarben der Sterne vom überlagerten RGB-Bild stammen.
RA = 20 h 45 min 38 s, DEK = 30° 42´ 30´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>47. Woche - NGC 147 und 185, Begleiter von Messier 31</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=803&#38;cHash=a539c5825cde59a662af67b80e9f1bf4</link>
			<description>Die große Andromedagalaxie hat eine Fülle von Begleitern. Überwiegend sind das unscheinbare, kleine Zwerggalaxien, die der „Pretty-Picture-Lover“ nie als Objekte in Betracht ziehen würde. Und dennoch gehören sie mit zum Bestand des Universums. Große Galaxien, davon geht man in der Astrophysik inzwischen aus, haben sich durch „Einverleibung“ kleiner Zwerge zu ihrer heute beobachteten Form und Größe entwickelt.
Es gibt aber auch Astrofotografen,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die große Andromedagalaxie hat eine Fülle von Begleitern. Überwiegend sind das unscheinbare, kleine Zwerggalaxien, die der „Pretty-Picture-Lover“ nie als Objekte in Betracht ziehen würde. Und dennoch gehören sie mit zum Bestand des Universums. Große Galaxien, davon geht man in der Astrophysik inzwischen aus, haben sich durch „Einverleibung“ kleiner Zwerge zu ihrer heute beobachteten Form und Größe entwickelt.
Es gibt aber auch Astrofotografen, die gern grenzwertige Objekte aufnehmen. So kann man zeigen, was erreichbar ist. NGC 147 und NGC 185, zwei elliptische Zwerggalaxien in der Cassiopeia, gehören sicherlich zu den grenzwertigen Objekten. Bei einer Ausdehnung von 12,9´ x 8,1´ bzw. 11,5´ x 9,8´ kommen sie auf echte Durchmesser von 7700 bzw. 6700 Lj. Dagegen erreicht ihre Muttergalaxie M 31 einen vergleichsweise riesigen Durchmesser von 136.000 Lj. Während M 31 in einer Entfernung von 2,6 Millionen Lj steht, kommen uns NGC 147 und NGC 185 ein wenig näher. Nach fotometrischen Messungen von McConnachie et al. (2005) ist NGC 147 etwa 2,2 Millionen Lj entfernt, NGC 185 nur 2 Millionen Lj. Aus der scheinbaren visuellen Helligkeit um 9,2 mag ergeben sich durchschnittliche Flächenhelligkeiten von 22,8 mag pro Quadratbogensekunde. NGC 147 und NGC 185 sind also nicht gerade als hell zu bezeichnen. Allerdings sind die sphäroiden Zwerggalaxien Andromeda I bis VII, ebenfalls Begleiter von M 31, noch lichtschwächer.
NGC 147 und NGC 185 haben von ihren Koordinaten her gemessen eine Distanz von 58´. Sie passen gut gemeinsam ins Bildfeld, wenn die geeignete Brennweite gewählt wird. Im aktuellen AdW beträgt der Bildausschnitt 90´ x 60´. Hieran lässt sich übrigens sehr schön kalibrieren: 1200 px Bildkante entsprechen 90´, 775 px von NGC 147 zu NGC 185 entsprechen dann tatsächlich 58´. Misst man NGC 185 aus, so kommt sie aber nicht auf die oben angegebenen 11,5´, sondern lediglich auf 10,5´. Dies liegt einfach daran, dass der Himmel in unseren Breiten doch nicht dunkel genug ist. Der obere der beiden helleren Sterne zwischen beiden Galaxien ist SAO 36504, ein B2-Stern mit 7,52 mag und einem Farbindex B-V = -0,04 mag (blau). Rechts oben steht SAO 36444, ein A2-Stern mit 7,6 mag und B-V = 0,1 mag, also ebenfalls bläulich.
Wir begrüßen ganz herzlich Manfred Simon in der Runde der AdW-Astrofotografen. Er richtete aus seinem Heimatort Kaufbeuren heraus einen Schmidt-Newton 203/812 mm auf einer EQ6-Montierung auf das Zwerggalaxienpaar. Am 11.10.2010 belichtete er zwischen 22:28 und 00:07 Uhr MESZ mit einer Canon 1000d 13 x 5 min bei ISO 800. Dabei wurde nachgeführt mit einer SC2-WebCam (740K) am LidlScope (Guidemaster). Bei den Aufnahmen wurde ein MPCC-Komakorrektor verwendet. Mit Fitswork wurde addiert, das Summenbild dann mit Fitswork und Photoshop Elements 2.0 bearbeitet.
NGC 147: RA = 00 h 33 min 12 s, DEK = +48° 30´ 32´´<br />NGC 185: RA = 00 h 38 min 58 s, DEK = +48° 20´ 15´´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>manfred.simon@web.de</author>
			<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>46. Woche - NGC 896 = IC 1795</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=802&#38;cHash=811dc2a37230d3beeba0eefbd4acd56e</link>
			<description>Zur Orientierung bei diesem AdW: In der Cassiopeia gibt es eine riesige Emissionszone, die sich um die H II-Regionen IC 1848 und IC 1805 erstreckt. Wer sich das gesamte Gebiet anschauen möchte, schaue nach im AdW 45 des Jahres 2006. Dieses Gebiet ist eine zusammenhängende Sternentstehungsregion im Perseusarm unserer Milchstraße.
Ganz im Nordwesten von IC 1805 befindet sich ein Anhängsel mit der Bezeichnung IC 1795. Auch dieses Objekt wurde...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zur Orientierung bei diesem AdW: In der Cassiopeia gibt es eine riesige Emissionszone, die sich um die H II-Regionen IC 1848 und IC 1805 erstreckt. Wer sich das gesamte Gebiet anschauen möchte, schaue nach im AdW 45 des Jahres 2006. Dieses Gebiet ist eine zusammenhängende Sternentstehungsregion im Perseusarm unserer Milchstraße.
Ganz im Nordwesten von IC 1805 befindet sich ein Anhängsel mit der Bezeichnung IC 1795. Auch dieses Objekt wurde bereits vorgestellt (AdW 48/2009, Harald Strauß). Der 6400 Lj entfernte Nebel beherbergt eine Fülle interessanter Quellen. Eine wichtige Entdeckung waren zahlreiche junge stellare Objekte, die erst in IR-Aufnahmen erscheinen. Vor wenigen Jahren wurde im Zentrum von IC 1795 sowohl im Röntgenlicht als auch mit dem Weltraumteleskop Spitzer ein großer Sternhaufen gefunden. Im Norden und Osten dieses AdWs (Norden oben) zeigen die Sterne eine hohe Dichte im Feld. Nach Südwesten hin nimmt diese Sterndichte deutlich ab: Ein klarer Hinweis auf die dichten Staub- und Molekülwolken, die diesem Gebiet vorgelagert sind und die das Licht der dahinter liegenden Sterne verschlucken.
Markus Blauensteiner belichtete am 24. und 25.09.2011 insgesamt 8 Stunden auf der Sternwarte Gahberg am Attersee, je 14 x 5 min in RGB und 54 x 5 min für die Luminanz. Er nutzte eine CCD-Kamera vom Typ Atik 16HR und eine 150-mm-Flatfieldkamera (Lichtenknecker) bei einer effektiven Brennweite von 500 mm. Der Bildautor schreibt: ”Die Farbgebung war alles andere als einfach, denn trotz der (B-V)-Kalibrierung in Regim wollte partout kein typisches Rot zum Vorschein kommen. Hier wies das unkalibrierte RGB sogar ein intensiveres Rot auf als das fertige LRGB. Ich vermute, dass der nördliche blaue Reflexionsnebel in den hellen Wasserstoff-Regionen den rosa Farbton verursacht.”
Anmerkungen P.R:<br />Keine Sorge, mit dieser Farbkalibration ist das Bild völlig in Ordnung. Der massig vorhandene Staub reflektiert in diesem Gebiet das Licht junger blauer Sterne und sorgt damit für einen erheblichen überlagerten Blauanteil. Hinweis: H II-Regionen müssen nicht kaminrot erscheinen! Es gibt extrem junge H II-Regionen, die sogar blau leuchten (z.B. in IC 2574). Die Farbe einer H II-Region hängt sehr stark vom Alter (J. P. E. Gerritsen, V. Icke (1997)) und vom weiteren umgebenden Medium ab. Insofern das Bild also niemals so ”hintrimmen”, dass der Nebel die vermeintlich richtige Farbe besitzt, sondern die Sterne müssen korrekt in ihrem Farbindex B-V wiedergegeben werden. Zur besseren Einschätzung: Oben links liegt bei den Pixelkoordinaten (184/311) der 7,8 mag helle G5-Stern BD+61°416. Mit einem Farbindex B-V = 0,65 mag kann er als weißer Stern für die Kalibration von CCD-Aufnahmen verwendet werden. Natürlich gilt das nur für CCD-Aufnahmen, in denen der Stern nicht überbelichtet und dann ausgebrannt ist. Dann würde er – egal welcher Farbindex – immer nur weiß erscheinen. Farbkalibrationen sind immer nur an nicht ausgebrannten Sternen vorzunehmen.<br />Noch ein Beispiel: Bei den Pixelkoordinaten (464/579) liegt der Stern BD+61°411. Er hat den Spektraltyp O8, sollte also einen Farbindex um B-V = -0,3 mag aufweisen. Auch hier der Beweis für die richtige Farbkalibrierung von Markus Blauensteiner: BD+61°411 hat einen Farbindex von B-V = 1,02 mag. Und das ist gelb. Also gut getroffen im Bild! Die dichte interstellare Materie verfärbt ihn von blau nach gelb (der Astronom spricht von „Rötung“). Dies soll ein endgültiger Hinweis darauf sein, dass man die Farbkalibrierung der Sterne niemals an ihrem Spektraltyp festmachen sollte, sondern nur an ihrem Farbindex!
RA = 02 h 24,8 min, DEK = +61° 54´<br /><br />Sie möchten zum Autor Kontakt aufnehmen? Dann klicken Sie einfach oben links auf den Autor-Namen!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>markus.blauensteiner@gmx.net</author>
			<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>45. Woche - Messier 31, unsere Nachbarin in der Andromeda</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=796&#38;cHash=9107c3dcc91467f24d4de4ab50e070b0</link>
			<description>&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Das Archiv der Fachgruppe Astrofotografie umfasst zahlreiche Bilder von M 31, in allen denkbaren Qualitätsstufen. Hier soll sie wieder einmal vorgestellt werden, diesmal aber in bestechender Qualität. Bitte jetzt nicht murren („es werden ja eh nur die High-End-Fotos berücksichtigt“). Man sollte sich einfach an einem solchen AdW erfreuen und aus den Aufnahmedaten lernen, wie man...</description>
			<content:encoded><![CDATA[&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Das Archiv der Fachgruppe Astrofotografie umfasst zahlreiche Bilder von M 31, in allen denkbaren Qualitätsstufen. Hier soll sie wieder einmal vorgestellt werden, diesmal aber in bestechender Qualität. Bitte jetzt nicht murren („es werden ja eh nur die High-End-Fotos berücksichtigt“). Man sollte sich einfach an einem solchen AdW erfreuen und aus den Aufnahmedaten lernen, wie man diese Qualität ebenfalls erreichen kann. Einsender sind Patrick Hochleitner und Dieter Beer, zwei neue Astrofotografen in unserer Runde – wieder einmal aus Österreich. Offenbar ist das Alpenland bevorzugt, was die klaren Nächte im Jahresdurchschnitt betrifft. Wir begrüßen beide mit einem freundschaftlichen „Servus“.
Das Bild entstand in 8 Nächten vom 20. bis zum 28. August 2011. Aufnahmeorte waren Bruck a.d. Glstr. und Schrick. Als Aufnahmeteleskop diente ein ED-Refraktor Skywatcher BD 80 bei 510 mm Brennweite. Belichtet wurde mit einer G2Moravian 8300FW und einer Alccd6Pro. In H-Alpha waren es 8 Stunden, im Luminanzkanal 14 Stunden und für RGB 12 Stunden, d.h. insgesamt 34 Stunden! Dazu eine herzliche Gratulation vom AdW-Team!
M 31 ist eine Sb-Spiralgalaxie von riesenhafter Ausdehnung. Am Himmel misst sie 3° x 1°, was bei einer Entfernung von 2,6 Millionen Lj auf einen wahren Durchmesser von 136.000 Lj hinausläuft. Mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 3,47 mag ist sie leicht mit dem bloßen Auge zu erspähen. Aber selbst in leistungsfähigen Amateurfernrohren bleibt ihr Anblick diffus, auch wenn sich die Spiralstruktur schon bei mittleren Öffnungen deutlich zeigt. Erst die Fotografie enthüllt die wahre Detailfülle. Im aktuellen AdW kommen die zahlreichen roten H II-Regionen sehr schön zur Geltung. Sie liegen entlang der Spiralarme und zeugen von lebhafter Sternentstehung. Dort bilden sie am Rande der dunklen Staub- und Molekülwolken einen farblich guten Kontrast. Die bläulichen Spiralarme sind aufgebaut aus zahllosen blauen Sternen. Ein interessantes Detail ist die auffällige helle Sternassoziation im südwestlichen Galaxienbereich. Sie hat als NGC 206 eine eigene Nummer im NGC-Katalog erhalten. Der Kernbereich, auch „Bulge“ genannt, zeigt wegen der überwiegenden alten Sterne der Population II eine gelbliche Färbung. Ins Auge springt der enorme Durchsatz an Dunkelwolken.
Es macht Spaß, auf dem Monitor M 31 zu umrunden und dabei auch viel wenig Bekanntes zu entdecken. Hand aufs Herz: Wer hat schon in einer Amateur-Aufnahme die Auswirkungen der Wechselwirkung zwischen M 31 und ihren elliptischen Begleitern beachtet? So zeigt die kleine rundliche M 32 (südlich des Bulge) einen eindeutigen kometenhaften Fortsatz, der weg von M 31 gerichtet ist. Wie kommt das? Bei ihrer Runde um die Muttergalaxie verlieren die Begleitgalaxien Substanz in Form von Sternen. Wie mag M 32 vor Hunderten von Millionen Jahren ausgesehen haben, als sie die inzwischen verlorenen Sterne noch besaß? Und NGC 205, nordwestlich des Bulge gelegen, zeigt unverkennbar die typischen Warp-Verbiegungen mit einer diffusen Verlängerung auf M 31 zu.
M 31 bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 km/s (nicht „kaa emm ess“, sondern Kilometer pro Sekunde) auf unsere Milchstraße zu (van den Bergh 2000). Diese Bewegung wird sich im Laufe der Zeit beschleunigen. In etlichen hundert Millionen Jahren werden beide Galaxien kollidieren und zu einer riesigen elliptischen Galaxie verschmelzen.
RA = 00 h 42 min 44 s, DEK = +41° 16´ 09´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>44. Woche - Doppelhaufen h+chi Persei</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=10&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=783&#38;cHash=a8ad36fc613ef340ad603c66442d5329</link>
			<description>&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Eines der wenigen Exemplare eines physikalisch echten Doppelsternhaufens ist h+chi, gelegen in der Assoziation Perseus OB1. Der erstgenannte, auch als NGC 869 katalogisiert, ist 30´ ausgedehnt und 6900 Lj entfernt. Er verfügt über rund 200 Sterne. Seine scheinbare Gesamthelligkeit beträgt 4,3 mag, wobei der hellste Einzelstern auf 6,55 mag kommt. Der zweite Haufen, NGC 884, ist gleich groß wie NGC 869 und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;&#65279;Eines der wenigen Exemplare eines physikalisch echten Doppelsternhaufens ist h+chi, gelegen in der Assoziation Perseus OB1. Der erstgenannte, auch als NGC 869 katalogisiert, ist 30´ ausgedehnt und 6900 Lj entfernt. Er verfügt über rund 200 Sterne. Seine scheinbare Gesamthelligkeit beträgt 4,3 mag, wobei der hellste Einzelstern auf 6,55 mag kommt. Der zweite Haufen, NGC 884, ist gleich groß wie NGC 869 und hat eine scheinbare Gesamthelligkeit von 4,4 mag. Auch er umfasst eine große Anzahl von Sternen, nämlich rund 150, von denen der hellste 8,05 mag erreicht. Seine Entfernung beträgt 7100 Lj. Über das Farbenhelligkeitsdiagramm kann das Alter abgeschätzt werden. Es liegt für beide Sternhaufen bei 13 Millionen Jahren. Anders ausgedrückt: Beide Sternhaufen sind jung. Sie verfügen über eine große Anzahl von blauen B-Sternen.<br /><br />Jörg Henkel ist der Bildautor. Als „Neuen“ in der Runde der AdW-Astrofotografen rufen wir ihm ein lautes „Hallo“ entgegen. Das Bild wurde in der Eifel aufgenommen in der Nähe von Berndorf, benutzt wurde ein Refraktor 102 mm/500 mm (Genesis). Belichtet wurde 9 mal 10 Minuten mit einer modifizierten Canon 350D bei ISO 800. Die Farben wurden mittels Regim (von Andreas Rörig) kalibriert.<br /><br />Man könnte den Eindruck gewinnen, dass links (östlich) von h Persei noch ein weiterer, lockerer offener Sternhaufen steht. Allerdings hebt er sich nur schwer ab, weil die Milchstraße in diesem Gebiet sehr dicht ist.<br /><br />RA = 02 h 20,7 min, Dec = +57° 08´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="http://www.astronomie.de/uploads/media/adw_2011_44kw.jpg" length ="1510135" type="image/jpeg" />
		</item>
		
		<item>
			<title>43. Woche - Die Galaxie NGC 6946</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=10&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=784&#38;cHash=f19e24ad4897bf032a02ed2c040a68d9</link>
			<description>Rolf Geissinger schickte eine schöne Aufnahme von NGC 6946. Sein Kommentar: „Die face-on-Galaxie liegt genau auf der Grenze der Sternbilder Cepheus und Cygnus. Ihr Licht wird von interstellaren Staubmassen abgedämpft, was viel Belichtungszeit erfordert.“ Die Sc-Galaxie misst 11,5´ x 9,8´ und hat eine scheinbare visuelle Gesamthelligkeit von 8,9 mag. Im Jahre 2004 leuchtete dort die Supernova SN 2004et auf. Mit ihrer Hilfe ließ sich eine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Rolf Geissinger schickte eine schöne Aufnahme von NGC 6946. Sein Kommentar: „Die face-on-Galaxie liegt genau auf der Grenze der Sternbilder Cepheus und Cygnus. Ihr Licht wird von interstellaren Staubmassen abgedämpft, was viel Belichtungszeit erfordert.“ Die Sc-Galaxie misst 11,5´ x 9,8´ und hat eine scheinbare visuelle Gesamthelligkeit von 8,9 mag. Im Jahre 2004 leuchtete dort die Supernova SN 2004et auf. Mit ihrer Hilfe ließ sich eine Entfernung von 18,6 Millionen Lj schätzen (D.K. Sahu et al. 2006). So kommt NGC 6946 auf eine echte Ausdehnung von 62.000 Lj. Sie ist damit etwas größer als M 33 in unserer Lokalen Gruppe. Aufnahmedatum war der 08.10.2011, Aufnahmeort Remseck, Balkonsternwarte. Mit einer CCD-Kamera des Typs FLI ML 16803-65 und einem Reflektor Planewave 12.5" CDK wurde bei einer effektiven Brennweite von 2541 mm (f/8) ca. 30 Stunden belichtete. In Summe waren das vier komplette Nächte! Die Aufnahme zeigt ca. 95% des kompletten Kamerafeldes. Die Farben wurden folgendermaßen gemischt: (L+H-Alpha)+(R+H-Alpha)+ G + B. Eine sehr schöne astrofotografische Leistung! Übrigens: Etwa 40´ nordwestlich liegt der offene galaktische Sternhaufen NGC 6939. Bei passender Brennweite bekommt man beide Objekte ins Bildfeld.
RA = 20 h 34 min 52 s, Dec = +60° 09´ 13´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>42. Woche - NGC 7635, der Blasen-Nebel</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=10&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=781&#38;cHash=515ade16f445bed47779eb8a9b1b7932</link>
			<description>Fachgruppenmitglied Robert Pölzl schickte dieses Motiv erst als Falschfarbenbild ein. Etwas später ergänzte er es durch ein reguläres Bild. Es handelt sich um die H II-Region NGC 7635 im Cepheus, die auch als „bubble nebula“ oder auf Deutsch als „Blasen-Nebel“ bekannt ist. Die für die Namensgebung verantwortliche Blase hat einen scheinbaren Durchmesser von 3´ und ist etwa 3,5 kpc (= 11.400 Lj) entfernt (Georgelin 1975). Die Blase bildet aber nur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppenmitglied Robert Pölzl schickte dieses Motiv erst als Falschfarbenbild ein. Etwas später ergänzte er es durch ein reguläres Bild. Es handelt sich um die H II-Region NGC 7635 im Cepheus, die auch als „bubble nebula“ oder auf Deutsch als „Blasen-Nebel“ bekannt ist. Die für die Namensgebung verantwortliche Blase hat einen scheinbaren Durchmesser von 3´ und ist etwa 3,5 kpc (= 11.400 Lj) entfernt (Georgelin 1975). Die Blase bildet aber nur einen kleinen Teil des unregelmäßigen Emissionsnebels Sharpless 162. Zur Urteilsbildung der Leser ist das Objekt in beiden Ansichten vorgestellt. Welche Ansicht sagt einem besser zu?<br /><br />Etwa 1´ nördlich des Blasenzentrums steht der Stern SAO 20575, der in der historischen „Bonner Durchmusterung“ auch als BD+60°2522 katalogisiert wurde. Er gehört zur Assoziation Cas OB2 und hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 8,66 mag, im Blauen 9,06 mag. Der Farbindex B-V beträgt also 0,4 mag, was eine weißbläuliche Eigenfarbe bedeutet. Das Spektrum von SAO 20575 ist O6.5(f), demnach erzeugt dieser Stern eine sehr hohe Energie. Sie reicht nicht nur zur Ionisation des Nebels: Starke Sternwinde – typisch für massive O-Sterne – strömen von SAO 20575 ab und erzeugen die Blase in der umgebenden Nebelmaterie. So etwas kennen wir auch von Wolf-Rayet-Sternen. Etwa 5´ westlich der Blase steht ein weiterer blauer Stern, HD 220057, Spektraltyp B2IV, mit B = 6,95 mag und V = 6,94 mag. Dieser Stern erscheint mit B-V = 0,01 mag viel blauer als der Zentralstern, was aber nicht echt ist, sondern daran liegt, dass der Zentralstern stark durch die Nebelmaterie gerötet wird. Das Feld ist voll von interstellarer Materie, auch von Staub. Schaut man sich das AdW genauer an, so bemerkt man außerdem einige kräftige „bright rims“ um die Blase herum. Dies ist ein Hinweis auf eine große Molekülwolke, in die NGC 7635 eingebettet ist (Thronson et al. 1982).<br /><br />Aufnahmedatum war zunächst der 24. August, dazu dann noch der 10. September dieses Jahres. Die Bildserie entstand in Salzstiegl (Steiermark) in 1200 m Höhe. CCD-Kamera war eine Fingerlake FLI 8300, angeschlossen an einen Gitterrohr-Newton (Carbon) von 368 mm Öffnung. Bei einer effektiven Brennweite von 1402 mm wurden Einzelbilder von je 20 min aufgenommen, und zwar 7 x in H-Alpha, 5 x in [O III] und 7 x in [S II]. Es handelte sich um das erste Bild des Autors, das nach der Hubble-Palette zusammengestellt worden war. Das Seeing war mit 3,5" nur mittelmäßig, was aber wegen der guten Transparenz die Nebelwirkung überhaupt nicht schmälert.<br /><br />RA = 23 h 20 min 48 s, Dec = +61° 12´ 06´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>41. Woche - Sh2-119, der unbekannte Nachbar des Nordamerikanebels</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=10&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=771&#38;cHash=3f1998888cb5734359eb5dc80acbce62</link>
			<description>Würde man den Hauptstern des Schwans, Deneb, über NGC 7000 nach Osten spiegeln, so stieße man auf den Stern 68 Cygni. Er wird von der schwachen H II-Region Sh2-119 umgeben, die astrofotografisch stets ein „Schattendasein“ im Vergleich zum Nordamerikanebel führt. Im Jahre 2006 (37. Woche) brachten wir eine Panorama-Aufnahme der Gegend, auf der dieser Nebel sehr schön erkennbar ist. Grund genug für alle, wieder einmal im AdW-Archiv zu stöbern!&lt;br...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Würde man den Hauptstern des Schwans, Deneb, über NGC 7000 nach Osten spiegeln, so stieße man auf den Stern 68 Cygni. Er wird von der schwachen H II-Region Sh2-119 umgeben, die astrofotografisch stets ein „Schattendasein“ im Vergleich zum Nordamerikanebel führt. Im Jahre 2006 (37. Woche) brachten wir eine Panorama-Aufnahme der Gegend, auf der dieser Nebel sehr schön erkennbar ist. Grund genug für alle, wieder einmal im AdW-Archiv zu stöbern!<br /><br />Der O8-Stern 68 Cygni hat eine scheinbare visuelle Helligkeit von 5,00 mag. Mit seinem Farbindex B-V = -0,01 mag handelt es sich also um einen knallig blauen, jungen und heißen Stern. Er ionisiert mit seiner starken UV-Strahlung den Wasserstoff von Sh2-119 und bringt ihn so zum Leuchten. Schaut man sich das aktuelle AdW an, so bemerkt man, dass Sh2-119 schalenförmig strukturiert ist. Der hellste Bereich liegt östlich von 68 Cygni. Ein etwas schwächerer Anteil westlich des Sterns ragt noch ein wenig aus dem Aufnahmefeld heraus. Nördlich schließt sich der Bogen als sehr schwacher Nebel. Im Süden liegen einige Dunkelwolken, die den Blick auf diesen Nebelbereich erschweren, aber nicht verhindern. Zunächst vermutet man Staub, aber nicht immer muss es sich bei solchen abgedunkelten Stellen allein um Staub handeln. Vielmehr deutet sich hier in der Gesamtheit ein assoziierter, dichter Molekülwolkenkomplex an – wie so oft bei H II-Regionen. Und in der Tat zeigt eine radioastronomische Untersuchung aus dem Jahre 1994, dass knapp südwestlich von Sh2-119 die riesige Molekülwolke [DBY94] 084.9-01.2 mit einer Ausdehnung von 2,3° x 1,1° liegt.<br /><br />Dr. Jürgen Stein schickte dieses selten fotografierte Motiv. Die Aufnahme entstand in Hofheim (Taunus) mit einem Refraktor Pentax 75 SDHF auf einer Montierung des Typs Losmandy G11. Zur Vermeidung der „blauen Höfe“ um die hellsten Sterne wurde ein entsprechender Filter eingesetzt (engl. „Blue-Fringe-Killer-Filter“). Kamera war eine MI-8300FR mit Astronomik-Filtern. Zu den Belichtungen: H-Alpha wurde 15 x 10 min belichtet, Luminanz 5 x 10 min, RGB je 5 x 10 min, Gesamtbelichtung also 5 h 50 min. Das H-Alpha-Bild wurde mit einem Digital Development Process Filter als Luminanz eingeblendet in ein LRGB, mit L aus H-Alpha und Luminanz zusammengesetzt und R aus Rot und H-Alpha gebildet.<br /><br />Redaktioneller Kommentar: Dass Rot hierbei eine sehr starke Betonung erfährt und blaue Sterne in den Hintergrund treten lässt, ist einleuchtend. Bei Falschfarbenaufnahmen mit [O III], H-Alpha und [S II] nehmen wir eine Änderung der „natürlichen“ Farben ja auch gern in Kauf. Sinn dieses Verfahrens war es aber, die schwächsten Nebelanteile in Farbe wiederzugeben. Und das ist sehr gut gelungen!<br /><br />RA = 21 h 18 min 27 s; Dec = +43° 56´ 46´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>40. Woche - LBN 468 im Cepheus</title>
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			<description>Fachgruppenmitglied Frank Slotosch hat Spaß an der Fotografie großflächiger lichtschwacher Nebel. Dazu schrieb er im VdS-Journal Nr. 26 einen eigenen Bericht. Nun ist ihm ein interessanter Fisch „ins Netz gegangen“: der Nebelkomplex LBN 468 im Sternbild Cepheus. Dieses Feld liegt etwa 2° westsüdwestlich des bekannten Reflexionsnebels NGC 7023.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Astrofotografen ist sicherlich bekannt, dass unsere Galaxis von zahlreichen Staub-...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppenmitglied Frank Slotosch hat Spaß an der Fotografie großflächiger lichtschwacher Nebel. Dazu schrieb er im VdS-Journal Nr. 26 einen eigenen Bericht. Nun ist ihm ein interessanter Fisch „ins Netz gegangen“: der Nebelkomplex LBN 468 im Sternbild Cepheus. Dieses Feld liegt etwa 2° westsüdwestlich des bekannten Reflexionsnebels NGC 7023.<br /><br />Vielen Astrofotografen ist sicherlich bekannt, dass unsere Galaxis von zahlreichen Staub- und Molekülwolken durchzogen wird, die ausschließlich von den Sternen des galaktischen Bulge und der inneren Scheibe angeleuchtet werden. Diese Sterne gehören der alten, entwickelten Population II an, sind also gelb bis rötlich. Logischerweise leuchten die Staub- und Molekülwolken bräunlich, was aber nichts mit irgendeiner H-Alpha-Emission zu tun hat. Sitzt dann irgendwo in diesem Nebelkomplex ein junger blauer Stern, so tritt an dieser Stelle ein blauer Reflexionsnebel (nicht: Reflektionsnebel) auf.<br /><br />Da das Nebelfeld ziemlich lichtschwach ist, sollte das aktuelle AdW bei abgedunkeltem Raum am Monitor betrachtet werden. Erhöht man den Kontrast (da ist noch einiges ´drin, ohne dass die Sterne ausbrennen!), dann erkennt man sehr schön, dass der Nebelkomplex im großen Aufnahmefeld rund ist und innen eine Höhlung aufweist. Das Bildfeld wurde also sehr gut aufs Motiv ausgerichtet! Die Nebelstränge sind an verschiedenen Stellen von sehr dunklen Partien durchsetzt – hier gelangt weder das Licht der Hintergrundsterne durch noch schafft das Licht der galaktischen Scheibensterne eine Aufhellung dieser Gebiete. Weiterhin kommen im gesamten Feld verstreut Herbig-Haro-Objekte vor, was von Sternentstehung zeugt. Aufnahmeteleskop war ein Refraktor FSQ 106, dazu eine CCD-Kamera FLI MicroLine 4022c. Die Bilderserie entstand am Vogelsberg in Hessen, wobei der Bildautor das Seeing und die Durchsicht als hervorragend einstuft. Insgesamt wurden 28 Einzelbilder zu je 10 min belichtet.<br /><br />RA = 20 h 40 min, Dec = +68° 00´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>39. Woche - Die H II-Region Sharpless 112</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=09&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=751&#38;cHash=8fb0ca4c1fbba7c21b2c65e615b274b4</link>
			<description>Im Jahre 1959 publizierte Stewart Sharpless seine Arbeit „A Catalogue of H II Regions”. Aus diesem Katalog picken wir uns hier das Objekt Nr. 112 heraus (exakte Bezeichnung: Sh2-112). Es handelt sich um eine H II-Region in der Nähe von Deneb, dem Hauptstern des Schwans, aber viel weiter entfernt als dieser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sharpless selbst bezeichnet sein Objekt Nr. 112 als rund und mittelhell. Der etwa 15´ messende Nebel wird durch interstellare...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Jahre 1959 publizierte Stewart Sharpless seine Arbeit „A Catalogue of H II Regions”. Aus diesem Katalog picken wir uns hier das Objekt Nr. 112 heraus (exakte Bezeichnung: Sh2-112). Es handelt sich um eine H II-Region in der Nähe von Deneb, dem Hauptstern des Schwans, aber viel weiter entfernt als dieser.<br /><br />Sharpless selbst bezeichnet sein Objekt Nr. 112 als rund und mittelhell. Der etwa 15´ messende Nebel wird durch interstellare Materie heftig gestört. Gerade in der Milchstraßenebene treten Staub und Gas am auffälligsten in Erscheinung. Anregender Stern ist SAO 49801 mit 9,18 mag und einem Farbindex B-V = 0,29 mag (blau). Hunter & Massey (1990) stellten O8 V als Spektraltyp fest, es handelt sich also um einen heißen, jungen Hauptreihenstern. Außerdem ist SAO 49801 ein Doppelstern. In Aitkens Katalog der Doppelsterne trägt er die Nummer ADS 14018. Westlich dieses Sterns zieht sich die langgestreckte Molekülwolke [DBY94] 083.7+03.3 grob von Nord nach Süd und verdeckt einen großen Teil des eigentlich runden Nebels. Die merkwürdige Bezeichnung der Wolke stellt die ersten drei Buchstaben der Namen derjenigen Autoren dar, die das Objekt 1994 entdeckt haben, gefolgt von den galaktischen Koordinaten. Die ausführliche Radio-Untersuchung stammt von K. Dobashi, J.-P. Bernard, Y. Yonekura und Y. Fukui. Mit dieser Molekülwolke ist Sh2-112 assoziiert. Man erkennt an der „Kontaktstelle“ zum Nebel die bekannten „bright rims“, also die hellen Ionisationsränder, an denen der Zentralstern seine Energie in die Molekülwolke hineingibt.<br /><br />Sh2-112 ist 8860 Lj entfernt, das fand der Franzose Georgelin 1970 bei der Vermessung der Radialgeschwindigkeit des Zentralsterns. Damit ergibt sich für den Nebel ein wahrer Durchmesser von knapp 40 Lj – das ist annähernd die Größe des Orionnebels M 42. Vielleicht ist es auch von Interesse, dass die Astronomen Dickel, Wendker und Bieritz Sh2-112 als DWB 174 katalogisierten, als sie 10 Jahre nach Steward Sharpless ihre Untersuchung von optischen H II-Regionen im Gebiet Cygnus X publizierten.<br /><br />Fachgruppenmitglied Bruno Mattern nahm Sh2-112 im letzten Sommer in der Lüneburger Heide auf, 70 km südöstlich von Hamburg. Für die Aufnahme wurden mit einer modifizierten Canon EOS 20Da 25 Einzelbilder angefertigt, Gesamtbelichtung 3 h 36 min. Teleskop war ein 12"-ACF von Meade, nachgeführt über einen Giant Easy Guider mit dem Imager-Chip einer SBIG ST-2000XM.<br /><br />RA = 20 h 33 min 50 s, Dek = +45° 39´ 42´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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		<item>
			<title>38. Woche - IC 1396 mit Dunkelwolken</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=09&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=743&#38;cHash=45154ec2f11455c9eb421212761d5fa5</link>
			<description>Die 170´ x 140´ große H II-Region IC 1396 liegt im Cepheus. In diesem großen Emissionsnebel gibt es eine Fülle interessanter Details. Inmitten des rot leuchtenden Wasserstoffs finden sich viele Dunkelwolken, deren helle Ränder ins Auge fallen („bright rims“). Sie treten im aktuellen AdW (Norden oben) sehr schön in Erscheinung. Die markanteste längliche Dunkelwolke ist der auffällige Elefantenrüssel IC 1396A/B. Er wird leider oft mit dem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die 170´ x 140´ große H II-Region IC 1396 liegt im Cepheus. In diesem großen Emissionsnebel gibt es eine Fülle interessanter Details. Inmitten des rot leuchtenden Wasserstoffs finden sich viele Dunkelwolken, deren helle Ränder ins Auge fallen („bright rims“). Sie treten im aktuellen AdW (Norden oben) sehr schön in Erscheinung. Die markanteste längliche Dunkelwolke ist der auffällige Elefantenrüssel IC 1396A/B. Er wird leider oft mit dem Reflexionsnebel vdB 142 verwechselt.<br /><br />IC 1396 ist aber auch der gleichlautende Sternhaufen in der Assoziation Cepheus OB2. Er hat einen scheinbaren Durchmesser von 50´, sitzt also komplett im umgebenden Nebel. Zur Ionisation des Nebels würde die Energie des Sternhaufens nicht ausreichen, d.h. es gäbe kein rotes Leuchten im H-Alpha-Licht. Jedoch umfasst der Sternhaufen auch noch den Stern HD 206267 mit 5,6 mag (eine „Rüssellänge“ östlich von IC 1396A/B). Dieser Stern hat den Spektraltyp O6e, so dass sein Energieausstoß fast allein die Anregung von IC 1396 bewerkstelligt. HD 206267 ist also ein sehr junger Stern – ebenso wie sehr viele andere Sterne in IC 1396 – und sollte daher quitteblau herauskommen! An dieser Stelle also die Frage an die mitlesenden Astrofotografen: „Ist der Farbton des Bildes richtig getroffen?“ Mit anderen Worten: Wurde die Aufnahme ausreichend in der Farbe korrigiert? Man schaue sich die Farben der Sterne genauer an und zerlege das Bild einmal in R, G und B. Ist das Verhältnis der Farbanteile zueinander in Ordnung?<br /><br />Unser Bildautor Frank Iwaszkiewicz ist neu in unserer Runde. Wir begrüßen ihn herzlich und freuen uns, dass er sein schönes Ergebnis vorlegt. Sicher wird er nicht gekränkt sein, dass die Frage der Farbkalibrierung ausgerechnet an seinem Bild diskutiert wird – aber die Bildbearbeitung ist bekanntlich mindestens ebenso wichtig (und zeitaufwändig) wie die Fotoserie selbst.<br /><br />Die Aufnahme entstand am 23. Mai 2011 in Eggersdorf bei Berlin. Verwendet wurde ein Newton 200/800 mm in Verbindung mit einer Canon 1000D (mod. mit CLS- Filter). Die Belichtungszeit betrug 11 x 900 s bei ISO 200. Für das Bild wurden Darks, Flats und Flatdarks erstellt. Gestackt und bearbeitet wurde das Bild in Fitswork und Photoshop CS3.<br /><br />RA = 21 h 36 min, DEK = +57° 30’]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>37. Woche - Die „A-Klasse“ im Centaurus</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=09&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=733&#38;cHash=376e4481e86fbc238c43d4f7f707037b</link>
			<description>Nur 4,3° nördlich des bekannten Kugelsternhaufens Omega Centauri hält dieses Sternbild ein weiteres „Juwel“ bereit, die Galaxie NGC 5128, auch als Radioquelle Centaurus A katalogisiert. Mit 7 mag scheinbarer visueller Helligkeit und 18´ x 14´ Ausdehnung springt NGC 5128 jedem Beobachter sofort ins Auge. Aber man mag es kaum glauben: Dieses herrliche Deep-Sky-Objekt war noch nie Astrofoto der Woche!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wir hier sehen, spielt sich im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nur 4,3° nördlich des bekannten Kugelsternhaufens Omega Centauri hält dieses Sternbild ein weiteres „Juwel“ bereit, die Galaxie NGC 5128, auch als Radioquelle Centaurus A katalogisiert. Mit 7 mag scheinbarer visueller Helligkeit und 18´ x 14´ Ausdehnung springt NGC 5128 jedem Beobachter sofort ins Auge. Aber man mag es kaum glauben: Dieses herrliche Deep-Sky-Objekt war noch nie Astrofoto der Woche!<br /><br />Was wir hier sehen, spielt sich im Universum recht häufig ab – zwei Galaxien kollidieren. Dafür hat man natürlich einen Anglizismus gefunden: „merger“ (= Durchmischung). Eine elliptische Galaxie, besser gesagt der Bulge einer S0-Galaxie, stößt gerade mit einer Spiralgalaxie zusammen, die wir nahezu von der Kante sehen. Ihr markantes Staubband verläuft sogar hinter der Kugel der S0-Galaxie weiter, dabei ist es um 18° geneigt. Das Staubband rotiert eindeutig, was bereits 1959 von Burbidge & Burbidge nachgewiesen wurde. Zwischen dem Nordwest- und dem Südostteil des Staubbandes lässt sich eine Differenzgeschwindigkeit von 700 km/s messen (km pro Sekunde, nicht ka emm ess!). Aber auch die alten Sterne des S0-Bulge vollführen eine eigenständige Rotation (Bertola, Galetta und Zeilinger 1985), so dass wir zweifelsfrei zwei unterschiedliche Systeme vorliegen haben. Die Spuren der Kollision sind nicht nur per Radioteleskop nachweisbar, sondern auch im visuellen Spektralbereich. Um den dichten Staubgürtel zieht sich ein blaues Band junger Sterne, die bei dieser Kollision entstanden sind. Diese Farbe kommt im AdW schön heraus, insbesondere im Nordwest- und auch im Südostbereich des Staubgürtels. Man glaubt sogar Einzelsterne sehen zu können. Dies ist auch vollkommen richtig, denn bei einem Vergleich mit fotografischen Aufnahmen am 2,5-m-Spiegel von Las Campanas in Chile entdeckt man diese blauen Sterne sofort eindeutig (Feststellung P.R.).<br /><br />Übrigens: Das Erscheinungsbild von NGC 5128 als leuchtende Kugel mit einem Staubgürtel durchs Zentrum ist nicht einzigartig. Sehr ähnlich präsentieren sich die Galaxien NGC 5266 – auch im Centaurus – sowie NGC 5485 im Ursa Major. Sie sind allerdings erheblich kleiner, weil weiter weg, und daher wirken sie weniger detailliert und spektakulär.<br /><br />Unsere Schweizer Freunde Eduard von Bergen und Hansjörg Wälchli mieteten im Frühjahr den 400-mm-Hypergraphen f/8,3 von Bernd Schröter auf Farm Tivoli/Namibia. Mit einer SBIG STL-11000M entstand dann das LRGB-Bild mit 70/80/70/70 Minuten Belichtungszeit. Die Fülle an Details ist enorm, Gratulation! So erkennt man bis weit nach außen im S0-Bulge zahlreiche kleine, kugelige Dunkelwolken, ähnlich den Globulen in Gasnebeln. Ferner möchte ich auf eine blaue Kette aufmerksam machen. Man entdeckt sie etwa 8´ nördlich des diffusen Endes im südöstlichen Staubband. Auch auf großteleskopischen Aufnahmen ist dieses merkwürdige Objekt abgebildet – also real. Hier handelt es sich um einen Jet (Hinweis Stefan Binnewies), der bei aktiven Galaxien wie z.B. M 87 oder auch bei Quasaren durchaus üblich ist.<br /><br />RA = 13 h 25,5 min, DEK = -43° 01´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>36. Woche - NGC 6888 – diesmal tief in H-Alpha</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=09&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=728&#38;cHash=2a219ceef335a892e4c186cd92264f22</link>
			<description>In der letzten Woche war der Wolf-Rayet-Nebel NGC 6888 als Falschfarbenaufnahme zu sehen, zusammengesetzt aus den „Farben“ der Linienfilter. Für das aktuelle AdW wurde mit längerer Brennweite auf NGC 6888 gehalten, aber in H-Alpha allein. H-Alpha ist die im Mittel stärkste Emissionslinie im Nebel, [O III] ist nur etwa halb so stark – wieder im Mittel gesehen. Natürlich gibt es auch einzelne Nebelzonen und -filamente, in denen [O III]...</description>
			<content:encoded><![CDATA[In der letzten Woche war der Wolf-Rayet-Nebel NGC 6888 als Falschfarbenaufnahme zu sehen, zusammengesetzt aus den „Farben“ der Linienfilter. Für das aktuelle AdW wurde mit längerer Brennweite auf NGC 6888 gehalten, aber in H-Alpha allein. H-Alpha ist die im Mittel stärkste Emissionslinie im Nebel, [O III] ist nur etwa halb so stark – wieder im Mittel gesehen. Natürlich gibt es auch einzelne Nebelzonen und -filamente, in denen [O III] überwiegt.<br /><br />Fachgruppenmitglied Harald Strauß schickte das Bild ein. Er schreibt: „Ich habe nun meine neue Montierung ASA DDM85 gut im Griff und habe nun begonnen das Setup so zu verändern, dass ich die ST-8 im Sekundärfokus nutzen kann (tut´s leider noch nicht, da ich Probleme mit dem LPT-Port habe und Windoofs sich nicht bewegen lässt die eigene Parametrierung aufzugeben. Mit einem Eingriff im Bios wird das schon werden). Nachgeführt wird mit meiner zweiten SXV durch die Flatfieldkamera bei f = 500 mm. Das geht soweit recht gut, außer einer Bilddrift, die ich habe. Das hängt vermutlich mit der Gesamtsituation Leitfernrohr und Verbiegungen am Hypergraphen zusammen.“<br /><br />Der Leser sieht: Auch die Fortgeschrittenen haben immer wieder ihr Knacken mit der Technik. Anmerkung: Für längere Brennweiten setzen etliche Sternfreunde einen Off-Axis-Guider (OAG) ein, so dass Aufnahmeteleskop und Nachführteleskop ein und dasselbe sind. Auf diese Weise lassen sich die mechanischen Bewegungen/Verformungen ideal kompensieren. Da bei den geschilderten Tests der Mond recht voll war, blieben nur H-Alpha-gefilterte Objekte zur Auswahl. NGC 6888 wurde mit einem 400-mm-Hypergraphen (f = 1090 mm) und einer SXV-H9 an der Gahberg-Sternwarte (Salzkammergut) in drei Juli-Nächten in Summe 48 x 5 min (= 4 Stunden) belichtet. Beeindruckend sind die feinen Filamente im Nordost- und Südwestbereich des Nebels, aber auch die fragmentierte Fläche des gesamten Nebels sieht man selten so schön!<br /><br />RA = 20 h 12 min 06 s, DEK = +38° 21’ 18”]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>35. Woche - NGC 6888 – Wolf-Rayet-Nebel im Schwan</title>
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			<description>Im Schwan liegt der 20´ x 10´ große Emissionsnebel NGC 6888, der wegen seiner sichelförmigen Gestalt auch „crescent nebula“ genannt wird (engl. crescent = Mondsichel). Seine ovale Form verführt leicht dazu, NGC 6888 als einen Supernovarest aufzufassen, zumal NGC 6888 mit etwa 85 km/s expandiert und sein Innenbereich viele kleine Gasfilamente enthält. Aber bisher hat man noch keine „Sternenleiche“ (Pulsar oder Neutronenstern) im Feld von NGC 6888...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Schwan liegt der 20´ x 10´ große Emissionsnebel NGC 6888, der wegen seiner sichelförmigen Gestalt auch „crescent nebula“ genannt wird (engl. crescent = Mondsichel). Seine ovale Form verführt leicht dazu, NGC 6888 als einen Supernovarest aufzufassen, zumal NGC 6888 mit etwa 85 km/s expandiert und sein Innenbereich viele kleine Gasfilamente enthält. Aber bisher hat man noch keine „Sternenleiche“ (Pulsar oder Neutronenstern) im Feld von NGC 6888 gefunden. Die Natur als Supernovarest ist auch durch spektrale Untersuchungen nicht belegbar.<br /><br />Heute wissen wir: NGC 6888 ist ein „Wolf-Rayet-Nebel“. In seinem Zentrum steht der 7,5 mag helle, heiße Wolf-Rayet-Stern HD 192163 vom Typ WN6. Er hat NGC 6888 als früheren Materieauswurf erzeugt. HD 192163 gehört zur Sternassoziation Cyg OB1, sein Farbindex B-V beträgt -0,01 mag, d.h. der Stern ist kräftig blau. Wolf-Rayet-Sterne sind ehemalige O-Sterne und massereich. HD 192163 liegt bei 15 Sonnenmassen. Sie haben sich bereits weiter entwickelt und erzeugen aufgrund ihres stetigen Massenverlustes einen gewaltigen Sternenwind. Durch diesen Wind wird NGC 6888 einerseits zur Expansion aufgeblasen und andererseits mit Ionisationsenergie versorgt. Das allein reicht aber nicht, die starke Emission des Nebels zu erklären. Die enorme UV-Strahlung von HD 192163 hilft zusätzlich, den Nebel zum Leuchten anzuregen.<br /><br />Für Astrofotografen ist die Frage wichtig: Welche Emissionslinien gibt es in WR-Nebeln? Zunächst natürlich die Linien aus der „Balmerserie“ des ionisierten Wasserstoffs: Die rote H-Alpha-Linie bei 656 nm, die blaue H-Beta-Linie (486 nm), die violette H-Gamma-Linie (434 nm) usw. H-Beta ist gewöhnlich schon dreimal schwächer als H-Alpha, H-Gamma noch schwächer. Weiterhin ist die Doppellinie des zweifach ionisierten Sauerstoffs [O III] bei 495/501 nm Wellenlänge zu nennen, die ja auch in vielen Planetarischen Nebeln vorkommt. Sie hat in WR-Nebeln durchschnittlich etwa 20 – 80% der Intensität von H-Alpha. Das gilt auch für NGC 6888, jedoch ist [O III] an einigen wenigen Stellen (so am Außenrand) stärker als H-Alpha. Daher ist der Nebel im [O III]-Licht visuell wunderschön zu beobachten. Ganz nebenbei bemerkt: Ab 6 Zoll Öffnung gelingt die Beobachtung sogar bereits ohne Filter. Und was ist mit der [S II]-Linie? In Supernovaresten ist diese Doppellinie des ionisierten Schwefels bei 672/673 nm sehr stark und kann – wie im Krebsnebel – die Intensität der H-Alpha-Linie übertrumpfen. In NGC 6888 ist [S II] im Nordostbogen am stärksten, erreicht dort aber nur maximal 15% der H-Alpha-Intensität (R.A.R. Parker, 1995). Was aber etliche Astrofotografen kaum kennen: Jeder gewöhnliche H-Alpha-Filter lässt nicht nur H-Alpha-Licht durch, sondern auch direkt „links“ und „rechts“ neben H-Alpha das Licht des ionisierten Stickstoffs [N II] bei 655/658 nm. Die Rotfärbung eines Emissionsnebels ist also nicht allein durch H-Alpha vorgegeben, sondern auch durch [N II]. Und jetzt die Überraschung: Das Licht des Stickstoffs ist im Nordostbogen teilweise 60% stärker als das H-Alpha-Licht (R.A.R. Parker, 1995). Es wäre also falsch, hier von einer H-Alpha-Struktur zu sprechen!<br /><br />Jetzt wieder mein scheinbar aussichtsloser „Kampf gegen Windmühlen“: Alle sog. „verbotenen Emissionslinien“ schreibt man in eckige Klammern, also: [S II], [N II], [O III] usw. Bitte nicht S II schreiben, und erst recht nicht S2 oder O3. In den Prospekten der Astro-Händler erlebt man diese Fehler leider oft.<br /><br />Bernhard Hitzenhammer ist neu in unserer Runde und verstärkt die Fraktion der österreichischen AdW-Astrofotografen! Wie üblich zunächst ein lautes „Hallo“ zur Begrüßung. Ihm gelang am 8. Juli 2011 dieses treffliche Bild, gewonnen vom Balkon seiner Wiener Wohnung. Eine ALCCD 9 wurde als Kamera eingesetzt, dazu ein Foto-Newton von TS mit 200/800 mm. In Verbindung mit einem Korrektor (Paracorr) hat das Teleskop effektiv 920 mm Brennweite. Belichtet wurde 5 h in Summe (jeweils 100 min für H-Alpha, [S II] und [O III], nach der Hubble-Palette). Dazu schreibt der Autor: „Das Bild soll zeigen, dass auch mitten aus der Bundeshauptstadt vom Balkon aus mit Hilfe der Schmalbandfilter Deep-Sky-Fotos bei moderater Belichtungszeit möglich sind. Leider ist der [S II]-Anteil sehr, sehr gering, sodass das Bild hubble-untypisch wenig braun ist. Nur in den Sichelenden lässt sich der Schwefel im Hellgrünen erahnen.“ Na ja, das dürfte aber jetzt klar sein (Anmerkung P.R.).<br /><br />RA = 20 h 12 min 06 s, DEK = +38° 21’ 18”]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 20:24:00 +0200</pubDate>
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			<title>34. Woche - Sonne mit H-Alpha-Augen</title>
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			<description>Fachgruppen-Webmaster Michael Kunze hat sich in der letzten Zeit verstärkt der Sonne zugewandt. Am 1. August dieses Jahres gelang ihm die hier gezeigte H-Alpha-Aufnahme der Sonnenoberfläche um das Sonnenfleckengebiet NOAA 1260, 1261, 1263. Sehr schön erkennt man die dynamischen Strukturen in der direkten Umgebung der aktiven Fleckengebiete. Sie beweisen die Existenz von weit reichenden Magnetfeldern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Originalaufnahme hat nur 640 x...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppen-Webmaster Michael Kunze hat sich in der letzten Zeit verstärkt der Sonne zugewandt. Am 1. August dieses Jahres gelang ihm die hier gezeigte H-Alpha-Aufnahme der Sonnenoberfläche um das Sonnenfleckengebiet NOAA 1260, 1261, 1263. Sehr schön erkennt man die dynamischen Strukturen in der direkten Umgebung der aktiven Fleckengebiete. Sie beweisen die Existenz von weit reichenden Magnetfeldern.<br /><br />Die Originalaufnahme hat nur 640 x 480 Pixel. Das Bild wurde doppelt so groß skaliert und dann ein klein wenig nachgeschärft. Dadurch ist der Anblick auf dem Monitor nicht so winzig, und es ging auch nicht das Geringste an Bildinformationen verloren!<br /><br />Das Bild entstand mit dem 60-mm-Sonnenrefraktor Lunt LS60T h-alpha und dem Blockfilter B1200C. Als Kamera wurde die DMK.21AF04.AS verwendet. Das kleine Teleskop sitzt auf einer transportablen GP-Montierung, um sehr schnell einmal auf die Sonne schauen zu können.]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>33. Woche - Der Astrofotograf und sein Himmel</title>
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			<description>Siegfried Bauer lebt in Frankreich, kommt aber hin und wieder zu Verwandten nach Deutschland (Bochum). Er schickte eine dekoratives Astro-Impression. Darauf ist er mit seinem Instrumentarium vor dem horizontnahen Sternbild Schütze zu sehen. Sein Teleskop blickt scheinbar in Richtung der „Kleinen Sagittariuswolke&quot; Messier 24. Es handelt sich um einen Reflektor SW 254/1200 mm, an den eine Canon EOS 350D für die Astrofotografie angeschlossen wird....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Siegfried Bauer lebt in Frankreich, kommt aber hin und wieder zu Verwandten nach Deutschland (Bochum). Er schickte eine dekoratives Astro-Impression. Darauf ist er mit seinem Instrumentarium vor dem horizontnahen Sternbild Schütze zu sehen. Sein Teleskop blickt scheinbar in Richtung der „Kleinen Sagittariuswolke" Messier 24. Es handelt sich um einen Reflektor SW 254/1200 mm, an den eine Canon EOS 350D für die Astrofotografie angeschlossen wird. Alles sitzt auf einer Montierung CI700 PICASTRO. Die Nachführung erfolgt über einen Refraktor Bresser 70/700 mm.
Das Bild entstand zweischrittig. Dazu der Autor: „Den Vordergrund mit der Teleskopausrüstung habe ich aufgenommen für unser „Ciel en fête" im April 2009 in der „Cité de l'espace" in Toulouse zum Jahr der Astronomie. Ich war ungefähr 40 km südwestlich von Toulouse in Lautignac. Von dort habe ich einen schönen Ausblick auf die Pyrenéen im Süden und das störende Licht von Toulouse ist im Rücken. Der Fotoapparat stand auf einem Stativ, belichtet wurde ungefähr 4 Sekunden, dazu Blitzlicht, um die Szene gut auszuleuchten. Zu diesem Zeitpunkt stand der Rabe im Süden und es waren leider nur wenige Sterne auf dem Bild. Eigentlich sollte das Bild darstellen, mit welcher Ausrüstung Amateure unterwegs sind. Man kann sehen, dass der Bildschirm zuerst aufgeklappt war und anschließend geschlossen wurde, um übermäßiges Licht zu vermeiden."
Es gelang aber doch ein wunderschönes Astrofoto als Hintergrund. Zum zweiten Schritt wieder der Autor: „Ende Juli 2008 machte ich dann eine Aufnahme der Milchstraße, zu diesem Zeitpunkt wurde sie von Jupiter dominiert. Dieses Weitfeldbild entstand mit einer EOS 400D, die zwischen den Gegengewichten angebracht war, während meine EOS 350D Messier 17 am Teleskop aufnahm.
Das AdW-Team meint: Eine gut gelungene Montage!]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>32. Woche - Komet Garradd bei Messier 15</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=697&#38;cHash=0552e8163098154480266fb69232bb4b</link>
			<description>Fachgruppenmitglied Jens Leich schickte am 2. August blitzartig mehrere Bilder des Kometen C2009P1 Garradd, wie dieser in der Nacht vom 1. auf den 2. August auf den Kugelsternhaufen M 15 im Pegasus zulief. Er hatte das Schauspiel von seiner Sternwarte in Wiehl- Marienhagen verfolgt. Die Annäherung hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht den Minimalabstand erreicht.
Das Wetter war gerade in dieser Nacht in Deutschland kurzfristig gut, dank eines...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Fachgruppenmitglied Jens Leich schickte am 2. August blitzartig mehrere Bilder des Kometen C2009P1 Garradd, wie dieser in der Nacht vom 1. auf den 2. August auf den Kugelsternhaufen M 15 im Pegasus zulief. Er hatte das Schauspiel von seiner Sternwarte in Wiehl- Marienhagen verfolgt. Die Annäherung hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht den Minimalabstand erreicht.
Das Wetter war gerade in dieser Nacht in Deutschland kurzfristig gut, dank eines Zwischenhochs, das auch sehr schnell wieder abzog. So konnten sicherlich etliche Sternfreunde dieses Schauspiel „eben mal mitnehmen". Für das aktuelle AdW, das ab 22:46 Uhr entstand, wurde ein 5"-Refraktor verwendet (Starfire EDF-S von Astrophysics). Das Teleskop hat 838 mm Brennweite, die aber mit Hilfe eines CCD-Reduktors von Astrophysics auf 629 mm verkürzt wurde (Öffnungsverhältnis 1:4,8). Die CCD-Kamera war eine SBIG ST-2000XM, welche ungebinnt zum Einsatz kam. Ein zweizölliger UV/IR-Sperrfilter (Baader) kam hinzu. Das gesamte Instrumentarium sitzt auf einer Montierung Astrophysics AP400. Belichtet wurde jeweils 10 min im Selfguiding, so dass der Komet sich in dieser Zeit merklich gegenüber den Sternen verschieben konnte. Aber diese lange Belichtung wurde absichtlich gewählt, um auch den Kometenschweif möglichst hell und lang aufs Bild zu bekommen. Wer den Kometenkern stark vergrößert, wird die Zugrichtung erkennen. Um dies Größenverhältnisse im Bild abschätzen zu können: Der Kugelsternhaufen hat 12´ scheinbaren Durchmesser.
Um aktuell zu sein, schickte der Bildautor die Ergebnisse noch ohne Flat-Kalibrierung. Zum Mail-Sendetermin liefen die Aufnahmen noch ... Das nennt man Engagement!
RA = 21 h 30 min, DEK = +12° 10´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>31. Woche - Nochmals der Skorpion von Deutschland aus</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=693&#38;cHash=caadff1a1e653797033eede5a2b662f8</link>
			<description>Als AdW Nr. 28 dieses Jahres hatten wir den Skorpion in einer weitwinkeligen Ansicht vorgestellt, wie Peter Knappert ihn vom Hochschwarzwald aus hatte aufnehmen können. Nun legt uns Michael Deger eine Detailansicht aus dem Zentralbereich vor, die er ebenfalls bei sehr guter Transparenz von Deutschland aus aufnahmen konnte. Er schreibt: „Von meinem Standort eine wirklich harte Nuss! Vor einigen Jahren habe ich dieses südliche Objekt schon einmal...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Als AdW Nr. 28 dieses Jahres hatten wir den Skorpion in einer weitwinkeligen Ansicht vorgestellt, wie Peter Knappert ihn vom Hochschwarzwald aus hatte aufnehmen können. Nun legt uns Michael Deger eine Detailansicht aus dem Zentralbereich vor, die er ebenfalls bei sehr guter Transparenz von Deutschland aus aufnahmen konnte. Er schreibt: „Von meinem Standort eine wirklich harte Nuss! Vor einigen Jahren habe ich dieses südliche Objekt schon einmal versucht, ohne Erfolg. Letztes Jahr war die Durchsicht wirklich sehr gut, die Rohbilder sahen nicht schlecht aus. So habe ich mich entschlossen weitere Aufnahmen zu machen. Dieses Jahr im Mai konnte ich noch die Farbkanäle und einige Luminanzaufnahmen nachholen.“<br /><br />Man sieht rechts IC 4604 und links IC 4603 (Norden rechts, Osten oben). Benutzt wurde ein 4,5"-Newton mit f = 440 mm auf einer Vixen New Atlux. Kamera war eine SBIG ST-2000XM mit LRGB-Filtern von SBIG. Die Belichtungszeiten betrugen 28 x 5 min (L), sowie jeweils 6 x 5 min in den Farbkanälen R, G und B. Luminanz ohne Binning, RGB 2x2-Binning.<br /><br />Wieder einmal wird sehr schön deutlich, dass tiefe Astrofotografie keine „Kurzzeit-Aktion“ für eine Nacht sein muss, sondern dass trotz empfindlicher CCDs lange Belichtungen sinnvoll sind. Nur so konnte Michael Deger das Signal/Rausch-Verhältnis für seine Verhältnisse optimal hinbekommen. Die Einzelaufnahmen entstanden nämlich am 05.06.2010 und am 29.05.2011. Ort war Erdweg in Bayern (500 m Höhe). Das AdW-Team meint: Sehr respektabel – sowohl das Ergebnis als auch die Geduld!<br /><br />RA = 16 h 25 min, DEK = -24°]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>30. Woche - Selten fotografiert – NGC 5466</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=07&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=682&#38;cHash=b42c8a6e1ac39f6251b9c43fa0fe27e6</link>
			<description>Wer denkt beim Sternbild Bootes schon an einen Kugelsternhaufen? M 3, M 5, M 13 und M 92 – das sind doch die typischen Kugelhaufen, die man im Frühsommer bei hoher Deklination wählt, nicht wahr? Aber nur 5° östlich des bekannten M 3 gibt es im Bootes eben auch einen solchen Kugelsternhaufen, nämlich NGC 5466. Im Vergleich zum Paradebeispiel M 13 ist er mehr als doppelt so weit weg, nämlich an die 52.000 Lj, daher kommt er auch nur auf visuelle 9...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wer denkt beim Sternbild Bootes schon an einen Kugelsternhaufen? M 3, M 5, M 13 und M 92 – das sind doch die typischen Kugelhaufen, die man im Frühsommer bei hoher Deklination wählt, nicht wahr? Aber nur 5° östlich des bekannten M 3 gibt es im Bootes eben auch einen solchen Kugelsternhaufen, nämlich NGC 5466. Im Vergleich zum Paradebeispiel M 13 ist er mehr als doppelt so weit weg, nämlich an die 52.000 Lj, daher kommt er auch nur auf visuelle 9 mag. Der scheinbare Durchmesser beträgt aber 11´, und damit erreicht NGC 5466 einen wahren Durchmesser von immerhin 166 Lj – deutlich größer als M 13 mit 120 Lj.<br /><br />NGC 5466 ist im Zentrum ziemlich locker aufgebaut und besitzt dort eine wesentlich geringere Sternendichte, wenn man ihn mit anderen Kugelsternhaufen gleicher Leuchtkraft vergleicht. Kein Wunder, denn NGC 5466 hat auf seiner sehr exzentrischen Bahn durch die Gravitation der Milchstraße sehr viele Sterne verloren. Wo sind sie geblieben? Sie ziehen sich jetzt als 45° langer, schwacher Sternenstrom von NGC 5466 bis ins Sternbild Ursa Major (Grillmair & Johnson 2006).<br /><br />Günter Kerschhuber hat den Kugelsternhaufen am 10. April und am 6. Mai 2011 von der Gahberg-Sternwarte aufgenommen. Sehr schön zeigen sich die gelben bis orangefarbenen Roten Riesen mit visuellen Helligkeiten zwischen 13,5 und 16 mag. Ganz vorzüglich getroffen sind die vielen blauen Horizontalast-Sterne. Sie sind 16,5 bis 17 mag hell. Dazu gibt es eine Fülle von blauen Sternen, die „Blue Stragglers“ genannt werden. Ihre visuellen Helligkeiten liegen bei 19 mag. Sie sind aber im Bild nicht erkennbar, weil das LRGB-Verfahren die Farben der schwächsten Sterne leider stark abschwächt. Nichtsdestotrotz geht die Grenzgröße des Bildes an 22 mag heran! Schaut man genau hin, so entdeckt man außerdem im Hintergrund noch zahlreiche entfernte Galaxien. Der helle gelbe Stern links ist HD 123409 mit 6,9 mag und einem Spektraltyp K0. Sein Farbindex beträgt B-V = 0,99 mag.<br /><br />Das Luminanzbild entstand mit einem zehnzölligen Astrographen (ASA N10) bei 950 mm Brennweite und L-Filter (Baader), Kamera war eine SBIG ST-10XME, Belichtung 210 Minuten. Parallel dazu wurden die Farbbelichtungen in RGB vorgenommen, je 80 Minuten pro Farbkanal. Dazu kam ein 4"-Apo (Televue NP101) bei nur 540 mm Brennweite zum Einsatz, mit einer Starlight SXV-H9 und Astrodon-Filtern. Das gesamte Instrumentarium befindet sich auf einer Montierung des Typs Gemini G42. Neben der üblichen Software (Maxim, Astroart, PSP CS2, Fits Liberator) ist erwähnenswert, dass die Farbkalibration mit Regim erfolgte. Fachgruppenmitglied Andreas Rörig, der Urheber dieses Programms, hat hier eine sehr schöne Farbkalibration anhand der Farbindizes B-V eingerichtet. Dies gelte als Hinweis an all diejenigen, denen die korrekte Farbkalibrierung noch nicht geläufig ist (P.R.).<br /><br />RA = 14 h 05 min 27 s, DEK = +28° 32´ 04´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>29. Woche - NGC 6791 in der Leier</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=07&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=663&#38;cHash=0d12b826a425f87924bde8d9c83776bb</link>
			<description>Im Sternbild Leier gibt es nur wenige markante Deep-Sky-Objekte. Neben dem Ringnebel M 57, dem Kugelsternhaufen M 56 und der Galaxie NGC 6703 ist auf jeden Fall der kompakte offene Sternhaufen NGC 6791 zu nennen. Er ist etwa 16´ groß und ähnelt stark einem Kugelsternhaufen geringer zentraler Konzentration, wie z.B. Palomar 7 (siehe VdS-Journal Nr. 37, Seite 34). Etwa 300 Sterne sind es nach den Untersuchungen von G. Lynga (1983), die NGC 6791...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Sternbild Leier gibt es nur wenige markante Deep-Sky-Objekte. Neben dem Ringnebel M 57, dem Kugelsternhaufen M 56 und der Galaxie NGC 6703 ist auf jeden Fall der kompakte offene Sternhaufen NGC 6791 zu nennen. Er ist etwa 16´ groß und ähnelt stark einem Kugelsternhaufen geringer zentraler Konzentration, wie z.B. Palomar 7 (siehe VdS-Journal Nr. 37, Seite 34). Etwa 300 Sterne sind es nach den Untersuchungen von G. Lynga (1983), die NGC 6791 allerdings nur eine scheinbare visuelle Helligkeit von 9,5 mag verleihen. Dies liegt nicht an der Entfernung von 16.600 Lj, sondern an der vielen vorgelagerten interstellaren Materie, durch die das Licht des Haufens geschwächt und gerötet wird. Das schlägt sich in der überwiegend orangen Farbe der Haufensterne nieder. NGC 6791 ist mit ca. 6 Milliarden Jahren einer der ältesten offenen Haufen überhaupt. Ähnlich alt sind Melotte 66 und NGC 288. Die hellsten Roten Riesen von NGC 6791 erreichen ungefähr 13 mag. Der Haufen kommt auf einen integralen Spektraltyp F2, was ihn deutlicht röter macht als einen Durchschnittshaufen des Spektraltyps B bis A.<br /><br />Wir begrüßen ganz herzlich Markus Blauensteiner als Neuzugang in unserer Runde der AdW-Astrofotografen! Er ist Besitzer einer „klassischen“ kurzbrennweitigen Optik, einer Lichtenknecker Flatfieldkamera von 6 Zoll Öffnung und 500 mm Brennweite. In der Zeit vom 5. bis 9. Mai 2011 richtete er das Teleskop von der Gahberg-Sternwarte auf NGC 6791 und belichtete 68 x 8 Minuten mit einer Canon EOS 500D bei ISO 400. Für einen Sternhaufen ist diese Belichtungszeit schon recht lang, aber nur so kommt die nötige Sterngrenzgröße zustande. Der Bildautor fügt hinzu: „Auffallend ist auch der helle, tief orange Stern nordwestlich von NGC 6791, welcher einen Farbindex von B-V = 3,41 mag aufweist.“ Der Stern ist in der Tat nicht zu übersehen, vermutlich ein Kohlenstoffstern. Der helle Stern rechts oben ist Theta Lyrae (4,36 mag, Farbindex 1,26 mag), ein Stern vom Spektraltyp K0.<br /><br />RA = 19 h 20,7 min, DEK = +37° 51´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>28. Woche - Scorpius über dem Hochschwarzwald</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=07&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=662&#38;cHash=fd732d1d97e3d6272d7074f9c89e8609</link>
			<description>Peter Knappert nahm am 28.05.2011 den Zentralteil des Skorpions ins Visier. Er berichtet über eine traumhafte Transparenz des Himmels und startete deshalb eine Sequenz von Mosaikfotografien. Aufnahmeort war Waldau im Hochschwarzwald auf 1200 m Höhe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das AdW zeigt den hellen orangen Antares mit dem gleichfarbigen Reflexionsnebel IC 4606. 1,3° nordnordöstlich liegt der kleine blaue Reflexionsnebel IC 4605. Er umgibt den Stern 22...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Peter Knappert nahm am 28.05.2011 den Zentralteil des Skorpions ins Visier. Er berichtet über eine traumhafte Transparenz des Himmels und startete deshalb eine Sequenz von Mosaikfotografien. Aufnahmeort war Waldau im Hochschwarzwald auf 1200 m Höhe.<br /><br />Das AdW zeigt den hellen orangen Antares mit dem gleichfarbigen Reflexionsnebel IC 4606. 1,3° nordnordöstlich liegt der kleine blaue Reflexionsnebel IC 4605. Er umgibt den Stern 22 Scorpii, einen B2-Hauptreihenstern von 4,8 mag. Dessen ausgestoßene Energie reicht gerade noch nicht für die Ionisation der umgebenden Gasmengen. Also gibt es kein emittiertes Wasserstoffspektrum. Das rote H-Alpha-Leuchten fehlt, der Nebel reflektiert lediglich das leuchtende Blau des Zentralsterns. Im Gegensatz dazu bringt 2° westlich der 2,9 mag helle B1-Riese Sigma Sagittarii gerade noch genügend UV-Energie auf, um den Nebel Sh2-9 zu ionisieren und ihn zur H-Alpha-Emission zu bringen. Nördlich davon bildet IC 4604 die Spitze eines Dreiecks mit IC 4605 und Sh2-9. Dieser weitere ausgedehnte, blaue Reflexionsnebel beherbergt den 4,6 mag hellen B2-Stern Rho Ophiuchi, der auch keine Ionisation mehr erzeugen kann. Etwa in der Mitte des genannten Dreiecks finden wir einen letzten Reflexionsnebel, nämlich IC 4603. Er wird angestrahlt von dem 7,9 mag hellen Stern HD 147889. Niemanden wird es wundern: Sein Spektraltyp ist ebenfalls „nur“ B2. Im ungetrübten, materiefreien Weltall hätte ein solcher B2-Stern einen Farbindex B-V = -0,2 mag, d.h. er wäre knallblau. HD 147889 jedoch hat einen Farbindex von B-V = +0,84 mag. Er ist also weißgelb, weil er von der interstellaren Materie im Skorpion kräftig „gerötet“ wird, analog zur geröteten Sonne nahe am Horizont. Dies nur als Hinweis für eine korrekte Farbkalibration, die Peter Knappert gut gelungen ist.<br /><br />Die Aufnahmekamera Canon 450da ist mit einem Zoom-Objektiv EFL 70-200 1:2,8 ausgestattet. Bei einer effektiven Brennweite von 135 mm und ISO 800 wurde 15 x 10 min belichtet. Zur Verbesserung der Bildqualität in den Ecken wurde auf Blende 3,2 bzw. 3,5 abgeblendet. Daher sind um die hellen Sterne Strahlenkränze der mechanischen Blende mit 8 Lamellen erkennbar. Die Bildbearbeitung erfolgte mit CS4-Extendend. Abschließend frohlockt der Bildautor: „Es kam hinzu, dass die Aufnahme mit einer DSLR entstand. Das Objekt ist ja schon schwierig genug für richtige Astrokameras. Aber ich wollte es mit der 450da versuchen und es gelang. Es ist eines meiner bisher besten Astrobilder!“<br /><br />Gern möchte ich (P.R.) die Gelegenheit nutzen, eine häufige Verwechselung anzusprechen: Ein Teleskop mit 200 mm Öffnung und 800 mm Brennweite hat die Blende 4, das Öffnungsverhältnis 1:4 und schließlich das so heiß geliebte Fokalverhältnis f/4 (amerik.: „focal ratio“), ausgesprochen: „eff zu vier“, bitte nicht „eff vier“. Der Bruchstrich zwischen f und 4 hat schon eine Bedeutung!<br /><br />RA = 16 h 30 min, DEK = -25°]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			<author>xxx@xxx.de</author>
			<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>27. Woche - NGC 4449 in Canes Venatici</title>
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			<description>NGC 4449, auch als PGC 40973 katalogisiert, ist ein besonders interessanter Fall. Sie wird gern als IBm typisiert, also als magellansche, irreguläre Balkengalaxie. Die 10 mag helle Zwerggalaxie misst 6,2´ × 4,4´ und besitzt mit etwa 20 mag pro Quadratbogensekunde eine recht hohe Flächenhelligkeit. Damit kann sie auch visuell gut beobachtet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;NGC 4449 ist 13,7 Millionen Lj entfernt (Karachentsev et al, 2004). Ihr wahrer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[NGC 4449, auch als PGC 40973 katalogisiert, ist ein besonders interessanter Fall. Sie wird gern als IBm typisiert, also als magellansche, irreguläre Balkengalaxie. Die 10 mag helle Zwerggalaxie misst 6,2´ × 4,4´ und besitzt mit etwa 20 mag pro Quadratbogensekunde eine recht hohe Flächenhelligkeit. Damit kann sie auch visuell gut beobachtet werden.<br /><br />NGC 4449 ist 13,7 Millionen Lj entfernt (Karachentsev et al, 2004). Ihr wahrer Durchmesser beträgt damit gut 25.000 Lj. Das ist für eine Zwerggalaxie schon recht stattlich. Derzeit bzw. vor geraumer Zeit hat NGC 4449 einen kräftigen „Starburst“ mitgemacht. Die zahlreichen H II-Regionen dokumentieren die Sternentstehungsgebiete. Auslöser der Sternentstehung ist die Wechselwirkung mit der benachbarten Galaxie DDO 125, welche ebenfalls den Zwergen zugerechnet wird. Sie ist aber hier im Bild nicht enthalten (Norden rechts, Osten oben).<br /><br />Am 4. und 7.05.2011 nahm Dirk Bautzmann die Galaxie auf. Das PlaneWave CDK 12.5 hat ein Fokalverhältnis f/:8. CCD-Kamera war eine Moravian G2-8300 mit Astronomik-Filtern (LRGB). Nachgeführt wurde über einen Lodestar bei 2x2-Binning auf MMOAG. Die Belichtungen betrugen L: 11 x 1200 s, RGB: jeweils 5 x 1200 s, insgesamt also 8 h 40 min. Der FWHM-Wert wird zu ca. 4,6 Pixeln angegeben, das wären 2´´.<br /><br />RA = 12 h 28 min 11 s, DEK = +44° 05´ 36´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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			<title>26. Woche - IC 2574, irreguläre Galaxie in UMa</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/astrofoto-der-woche/archiv/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=06&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=648&#38;cHash=8937543868b59992e55301e377ae293e</link>
			<description>Edwin Foster Coddington, amerikanischer Astronom, entdeckte 1898 ein lichtschwaches Objekt ca. 3° östlich von M 81. Das Objekt wurde daher „Coddington-Nebel“ genannt. Heute ist dieser „Nebel“ als Galaxie IC 2574 katalogisiert, im zentralen Bereich der M 81-Gruppe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;IC 2574 ist von unregelmäßiger Form und zählt daher zu den irregulären Galaxien. Aber einige Astronomen klassifizieren sie auch gern als Zwergspirale mit Balken. Mit ihrer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Edwin Foster Coddington, amerikanischer Astronom, entdeckte 1898 ein lichtschwaches Objekt ca. 3° östlich von M 81. Das Objekt wurde daher „Coddington-Nebel“ genannt. Heute ist dieser „Nebel“ als Galaxie IC 2574 katalogisiert, im zentralen Bereich der M 81-Gruppe.<br /><br />IC 2574 ist von unregelmäßiger Form und zählt daher zu den irregulären Galaxien. Aber einige Astronomen klassifizieren sie auch gern als Zwergspirale mit Balken. Mit ihrer Abmessung von 13,2’ x 5,4’ und einer Entfernung von 11,8 Millionen Lj hat IC 2574 einen wahren Durchmesser von ungefähr 45.000 Lj. Damit erreicht sie die Größe der Galaxie M 33. Über den gesamten Körper ziehen sich Sternentstehungsgebiete, die mit H II-Regionen gekoppelt sind. Im Nordosten liegt eine besonders markante Zone solcher Emissionsnebel. Mit ihnen werden wir uns in der Ausgabe 40 des VdS-Journals intensiv befassen.<br /><br />Wir begrüßen herzlich Stefan Reichmann als neuen Astrofotografen der AdW-Runde. Er hat das Bild am 30. März dieses Jahres in Wiesenburg aufgenommen. Dazu nutzte er einen Newton der Marke GSO mit 200 mm Öffnung und 800 mm Brennweite. Kamera war eine SBIG ST-10XE. Die Belichtungszeit betrug insgesamt 555 min. Eine beeindruckend tiefe Aufnahme!<br /><br />RA = 10 h 28 min 24 s, DEK = +68° 24´ 44´´]]></content:encoded>
			<category>Astrofoto der Woche</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 00:01:00 +0200</pubDate>
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