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		<title>Astronomie.de - Buchbesprechungen</title>
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			<title>Astronomie.de - Buchbesprechungen</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 14 Feb 2012 23:36:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Geheimnisvoller Kosmos</title>
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			<description>Der Band „Geheimnisvoller Kosmos“ liegt nun in der zweiten Auflage vor. Oftmals ist eine Neuauflage eines Buches kaum eine Erwähnung wert, aber dieses Buch stellt ein herausragende Ausnahme dar. Schon die Erstauflage, die im Internationalem Jahr der Astronomie 2009 erschien, ragte unter den vielen Büchern, die zu diesem Anlass auf den Markt geworfen wurden, heraus.
Die Zeitschrift „Physik in unserer Zeit“ (PhiuZ) ist eine der wenigen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Band „Geheimnisvoller Kosmos“ liegt nun in der zweiten Auflage vor. Oftmals ist eine Neuauflage eines Buches kaum eine Erwähnung wert, aber dieses Buch stellt ein herausragende Ausnahme dar. Schon die Erstauflage, die im Internationalem Jahr der Astronomie 2009 erschien, ragte unter den vielen Büchern, die zu diesem Anlass auf den Markt geworfen wurden, heraus.
Die Zeitschrift „Physik in unserer Zeit“ (PhiuZ) ist eine der wenigen verbliebenen deutschsprachigen Zeitschriften, die sich mit rein physikalischen Themen beschäftigt. Die Zielgruppe besteht in erster Linie aus Studenten, Lehrer und Akademiker, ob nun in der Forschung und Lehre als auch in der Wirtschaft. Im Gegensatz zu den meisten anderen populärwissenschaftlichen Zeitschriften werden die mehrseitigen Hauptbeiträge in dieser sechsmal im Jahr erscheinenden Zeitschrift nicht von Journalisten, sondern von den überwiegend deutschsprachigen Wissenschaftler selber geschrieben, was der Zeitschrift einen gewissen Reiz beschert.
Die Redakteure von PhiuZ, Thomas Bührke und Roland Wengenmayr, haben nun die Beiträge mit astronomischen Bezug der letzten, nunmehr zwölf Jahre durchforstet, daraus 29 ausgewählt und zusammengefasst. Aber statt nun einfach die alten Beiträge zu recyceln, wurden die Autoren der einzelnen Beiträge gebeten, diese zu aktualisieren, denn zwölf Jahre sind in einem Wissenschaftszweig, der sich mit einem so rasender Geschwindigkeit weiterentwickelt, eine lange Zeit.
Das nun fast 250 Seiten starke Buch ist in vier große Abschnitte geteilt. Die ersten beiden Abschnitte sind gegenüber der ersten Auflage deutlich erweitert worden, Unter „Planetenwelten“ findet man in neun Beiträgen, die sich im Wesentlichen auf die Entstehung der Planeten um unserer und um fremder Sonnen, sowie der Erforschung des Mars konzentrieren. In „Sterne und Schwarze Löcher“ wird in 13 Beiträgen neueste Erkenntnisse über die Entwicklung der Sterne beleuchtet. Dagegen hat der Abschnitt „Kosmologie und Teilchenphysik“ die Hälfte der ursprünglichen Beiträge verloren und nur ein neuer dazubekommen. neu ist noch ein kleinerer Abschnitt über „Observatorien heute und morgen“, in dem sich neben dem älteren Bericht über das Very Large Telescope Interferometer der ESO auf dem Paranal in Chile auch einen Artikel über das European Extremely Large Telescope (E-ELT). Abgerundet wird das Buch mit acht ganzseitige Astrofotos, die unter der Überschrift „Blicke in den Kosmos“ thematisch zusammengefasst sind, sowie einem Stichwortverzeichnis.
Es gilt auch weiterhin, was ich in der ersten Besprechung des Buches geschrieben habe. Wer „PhiuZ“ kennt, weiß, was ihn als Leser erwartet. Es handelt sich nicht um populärwissenschaftlich leicht verdauliche Kost, sondern man sollte eine gewisse Vorbelastung mitbringen. Je nach Autor und Thema ist das Niveau zwar unterschiedlich, aber für viele Beiträge sollte man Grafiken und Formeln lesen und interpretieren können. Belohnt wird man aber dafür mit Beiträge, die direkt von der Forschungsfront abgefasst wurden und entsprechend aktuell und spannend formuliert sind. Hier muss man allen beteiligten Autoren ein großes Lob aussprechen.
Ebenfalls betonen muss man das optische Niveau der Beiträge. Grafiken, Diagramme, Fotos, Formelsatz und das generelle Layout sind einfach perfekt. Positiv ist auch die Tatsache, dass man zu jedem Beitrag die Bilder, Kurzvitae und die Anschriften der Autoren findet, sowie eine gute Auswahl weiterführender Links. Da die Berichte im Original schon in deutscher Sprache verfasst wurden, findet man auch keine holprige oder fehlerhafte Übersetzung. Dies fällt insbesondere auf, wenn man sich zum Vergleich die Begleittexte zu den Fotografien anschaut, die (wahrscheinlich) direkt aus den englischen Pressetexten übernommen und übersetzt wurden.
Die Neuauflage hat das schon 2009 zu empfehlenden Buch weiter abgerundet. Die Auswahl der Beiträge, insb. das Weglassen einiger Beiträge aus der Teilchenphysik, führte zu einer Konzentration auf das Kernthema, was dem Buch gut tat. Wer also mal ausdrücklich keine Bettlektüre lesen möchte, sondern sich mit einem Buch beschäftigen will, dem sei dieser Band ans Herz gelegt.
<table border="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Titel:</td> <td>Geheimnisvoller Kosmos</td> </tr> <tr> <td>Autor:</td> <td>Thomas Bührke, Roland Wengenmayr (Hrsg.)</td> </tr> <tr> <td>Verlag:</td> <td>Wiley-VCH</td> </tr> <tr> <td>ISBN:</td> <td>978-3-527-41071-2</td> </tr> <tr> <td>Jahr:</td> <td>2012 (2. Auflage)</td> </tr> <tr> <td>Preis:</td> <td>29,90 EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 23:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Raketenforschung in Peenemünde – Erinnerungen</title>
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			<description>Viele Bücher sind in den letzten Jahren, besonders nach 1990, über die Geschichte der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, der dortigen Raketenentwicklung und den unmenschlichen Bedingungen bei der Produktion der weltweit ersten Langstreckenrakete im Mittelwerk nahe Nordhausen in Thüringen geschrieben und veröffentlicht worden. Dabei ging es zumeist um das Leben und Wirken bekannter Protagonisten wie Wernher von Brauen, Walter Dornberger, Eberhard...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Viele Bücher sind in den letzten Jahren, besonders nach 1990, über die Geschichte der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, der dortigen Raketenentwicklung und den unmenschlichen Bedingungen bei der Produktion der weltweit ersten Langstreckenrakete im Mittelwerk nahe Nordhausen in Thüringen geschrieben und veröffentlicht worden. Dabei ging es zumeist um das Leben und Wirken bekannter Protagonisten wie Wernher von Brauen, Walter Dornberger, Eberhard Rees, Arthur Rudolphs in Nazideutschland und später in den Vereinigten Staaten. Im Kern haben sich die Biografien selbst so unterschiedlicher Persönlichkeiten wie die der oben genannten irgendwie angeglichen, sodass man fast schon von einer tatsachenbereinigten, geschönten Selbstdarstellung sprechen kann.
Eine ganz andere Biographie wurde vom 2008 verstorbenen Autor des vorliegenden Buches, Sohn des Schauspielers und Regisseurs Paule Wegener und Großcousin des Polarforschers Alfred Wegener verfasst. Er war kein Mitglied der ersten Garde, sondern eher ein Wissenschaftler der zweiten Reihe, dessen Aufgaben auch nicht n der vordersten Linie der Raketenentwicklung, sondern bei den Windkanälen, einer für das Strömungsverhalten von Raketen dennoch bedeutsamen Einrichtung. Nach Notabitur, kurzen Studiengängen und ersten Einsätzen an der Ostfront gelangte er schließlich an die Nordspitze der Insel Usedom und lernte hier viele der später so weltbekannten Ingenieure und Techniker kennen. In weiteren, häufig wechselnden Stationen seines Lebens, landete er nach den Luftangriffen der Alliierten auf Peenemünde mit den Einrichtungen des Windkanals (in Peenemünde gab es den ersten Überschallwindkanal weltweit), in Kochel und siedelte schließlich im Rahmen des Unternehmens Paperclip in den USA. Nach ein paar Jahren nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an, arbeitete für die US Marines weiterhin an Windkanälen und ähnlichen technischen Einrichtungen. Zu den Raketenentwicklungen hatte er indes in den USA keinen größeren Kontakt, blieb jedoch mit einigen Personen in Verbindung.
Was dieses Buch so wertvoll macht, sind die Schilderungen der Erlebnisse in Kontakt mit den bekannten Raketenforschern und den Einblicken in die eigene Forschungsarbeit, die in dieser Form nur selten erzählt wurde, weil sie abseits der Raketengeschichte lag, obgleich sie ein wesentlicher Bestandteil dieser war. So behaupteten von Braun und Dornberger später, schon in das Ziel der Raumfahrt vor Augen gehabt zu haben, an den Sitzungen, an denen Wegener beteiligt war, wurde (entgegen anderslautenden Biografien) niemals über Reisen zum Mond erzählt und möglicherweise resultiert die Festnahme von Brauns durch die SS im Jahr 1944 auch nicht – wie von ihm behauptet – aus einem Partygespräch über Weltraumfahrt, sondern hatte ganz andere Hintergründe, in die eine namentlich nicht genannte sowjetisch-deutsche Doppelagentin in Zinnowitz verwickelt war.
Beeindruckend ist an diesem Buch auch – wieder im Gegensatz zu vielen anderen Biographien -, dass der Autor an vielen Stellen zugibt, sich an Vorgänge und Einzelheiten nicht mehr richtig erinnern zu können oder dass er Gespräche nur halb mitbekommen hat. Gerade dieser Aspekt verleiht dem Buch eine hohe Glaubwürdigkeit, denn die Erinnerungslücken beziehen sich nicht ausschließlich auf die Zeit während des Zweiten Weltkriegs, sondern auch die in den Vereinigten Staaten.
Auch wenn dieses Buch sich nicht primär mit der Geschichte der Raketenentwicklung in Peenemünde und den USA auseinandersetzt, so bildet die doch einen wesentlichen Hintergrund, sodass es auch demjenigen empfohlen werden kann, der neue, oder besser andere, An- und Einsichten über den Zeitabschnitt zwischen 1937 / 38 bis Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts sucht.
<table border="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Titel:</td> <td>Die Raketenforschung in Peenemünde – Erinnerungen</td> </tr> <tr> <td>Autor:</td> <td>Peter P. Wegener</td> </tr> <tr> <td>Verlag:</td> <td>Schardt-Verlag</td> </tr> <tr> <td>ISBN:</td> <td>978-3-89841-597</td> </tr> <tr> <td>Jahr:</td> <td>2011</td> </tr> <tr> <td>Preis:</td> <td>14,80 EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Raumfahrt</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 16:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das astronomische Jahr 2012</title>
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			<description>Auch für das Jahr 2012 gibt es das „Astronomische Jahr“ wieder in der Posterform (DIN A1). An geeigneter Stelle im Arbeitszimmer oder als Wandschmuck in der Stube aufgehängt, hat man so alle wichtigen astronomischen Ereignisse des Jahres 2012 stets vor Augen.
Es lassen sich schnell die wichtigsten Daten aus dem dreiteiligen Poster ablesen. Auf der linken Seite findet man die wichtigsten astronomischen Ereignisse des Jahres, in der Mitte das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auch für das Jahr 2012 gibt es das „Astronomische Jahr“ wieder in der Posterform (DIN A1). An geeigneter Stelle im Arbeitszimmer oder als Wandschmuck in der Stube aufgehängt, hat man so alle wichtigen astronomischen Ereignisse des Jahres 2012 stets vor Augen.
Es lassen sich schnell die wichtigsten Daten aus dem dreiteiligen Poster ablesen. Auf der linken Seite findet man die wichtigsten astronomischen Ereignisse des Jahres, in der Mitte das große Nomogramm, aus dem sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne, Mond und Planeten im Jahreslauf sowie Dämmerungszeiten, Mondschein und Mondphasen herauslesen lassen. Weitere Himmelsereignisse sind rechts daneben etwas ausführlicher beschrieben. Ganz rechts dann findet man 12 Monatssternkarten, die neben dem jeweiligen Himmelsanblick zu Mitternacht die Positionen der Planeten Mars, Jupiter und Saturn sowie den Vollmond zeigen. In einigen Fällen findet sich ein kleiner roter „Download“-Button. Hierzu muss man die Website http//: astronomischesjahr.de aufrufen, wo man weitere detaillierte Informationen erhält und sich künftig auch für einen Newsletter rund um das aktuelle Himmelsgeschehen anmelden kann.
Auch für 2012 enthält der sehr kompakte, aber trotzdem übersichtliche Astroposterkalender alle wesentlichen Informationen über die bevorstehenden Himmelsereignisse. Er ist eine sinnvolle Alternative, um einen schnellen Überblick über das Himmelsgeschehen zu bekommen, ohne hierfür ein Buch heraussuchen oder den Computer einschalten zu müssen. Gleichzeitig wird man beim Anblick des Posters daran erinnert, mal wieder in den Sternenhimmel zu schauen. Bezogen werden kann dieser Posterkalender über diverse Astrohändler.
<table border="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Titel:</td> <td>Das astronomiscje Jahr 2012</td> </tr> <tr> <td>Autor:</td> <td>Susanne Friedrich, Peter Friedrich, Stephan Schurig</td> </tr> <tr> <td>Verlag:</td> <td>www.dasastronomischejahr.de</td> </tr> <tr> <td>ISBN:</td> <td>./.</td> </tr> <tr> <td>Jahr:</td> <td>2011</td> </tr> <tr> <td>Preis:</td> <td>14,90</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Jahrbuch</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 16:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Welträtsel Universum</title>
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			<description>Hohlwelttheorie ... als ich zum ersten Mal davon erfuhr, dachte ich, es wäre ein Jux, um erklären zu können, warum die Sohlen an den Schuhen immer vorne und hinten zuerst abgelaufen sind. Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass jemand dies ernst nehmen könnte. Und doch war diese Theorie zu Zeiten des vorletzten Jahrhundertwechsels als ernstgemeinte Alternative zum kopernikanischen Weltbild aufgestellt worden. Diese Theorie geht davon aus,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Hohlwelttheorie ... als ich zum ersten Mal davon erfuhr, dachte ich, es wäre ein Jux, um erklären zu können, warum die Sohlen an den Schuhen immer vorne und hinten zuerst abgelaufen sind. Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass jemand dies ernst nehmen könnte. Und doch war diese Theorie zu Zeiten des vorletzten Jahrhundertwechsels als ernstgemeinte Alternative zum kopernikanischen Weltbild aufgestellt worden. Diese Theorie geht davon aus, dass wir auf der Innenseite einer Hohlkugel leben, die das Weltall - mit einem endlichen und recht kleinem Volumen - umschließt. Durch diese Theorie sollte die einzigartige Stellung der Erde im Universum "gerettet" werden. Was heutzutage, im Zeitalter von Sonden, die bis an das Ende des Sonnensystem vorgedrungen sind und Teleskope, die uns die fantastischen Einzelheiten des Universums deutlich machen, erscheint die Hohlwelttheorie als absurd. Und doch lohnt es, sich auf diese Gedankengänge einzulassen und den Argumenten zu folgen. Am besten natürlich, wenn man die originalen Texte der Anhänger lesen kann.
Paul Alfred Müller war ein in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts bekannter Autor von Abenteuerromanen, aber auch von theoretischen und populärwissenschaftlichen Büchern und Anhänger der Hohlwelttheorie. In dem vorliegenden Buch sind nun einige Schriften von ihm zusammengefasst, in der er diese Theorie verteidigt. Der Hauptteil besteht aus einer Schrift aus dem Jahre 1949, die auch diesem Sammelband seinen Namen verdankt. Des Weiteren finden sich weitere, kürzere Zeitschriftenartikel des Autors über Zukunftsromane und die Relativitätstheorie, sowie kleinere Buchkritiken, die kurz nach der Veröffentlichung der Hauptschrift geschrieben wurden.
Dieser Sammelband wurde im Verlag Dieter von Reeken herausgegeben, der sich u.a. zur Aufgabe gestellt hat, vergessene populärwissenschaftliche Werke sowie Werke der Phantastischen Literatur und SF der letzten Jahrhunderte wieder zu veröffentlichen, um sie so wieder einem größtem Publikum vorzustellen. Mittlerweile hat sich so eine beachtenswerte Fundgrube aus älteren Werke gebildet, die es lohnt, durchstöbert zu werden. Wie schon in den letzten Büchern des Verlages, die ich für astronomie.de besprochen habe, handelt es sich zwar nicht um Faksimiles, es wurden aber die typographischen Auszeichnungen im Text sowie die Grafiken übernommen. Dies erleichtert trotz ausreichender Authentizität die Lesbarkeit. Ein Vorwort von Dieter von Reeken und Co-Herausgeber Heinz Jörg Galle ordnet das "Welträtsel Universum" in die Zeitgeschichte ein.
Was bringt nun solch ein Buch in der heutigen Zeit? Warum sollte man es lesen. Natürlich denkt man zuerst an die solch ein Buch verbreitende Nostalgie. Allerdings lehrt uns die Beschäftigung mit der Hohlwelttheorie auch, sich ein gesundes Maß an Skepsis zu erhalten. Einerseits wird klar, dass man die Modelle der Wirklichkeit, die sich die Wissenschaftler erarbeiten, nicht mit der Wirklichkeit verwechseln sollte, andererseits werden immer wieder Hypothesen als (wissenschaftliche) Theorien veröffentlicht, die wie z.B. der Kreationismus auch ideologische Ziele verfolgen. Die Beschäftigung mit der Hohlwelttheorie und ihrem - aus der damaligen Zeit und dem damaligen Wissenstand aus - umfangreich begründeten Gerüst kann helfen, die eigenen Argumente zu schärfen. Aus diesem Grund kann ich dieses Buch zum Beispiel allen Physikstudenten empfehlen.
<table border="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Titel:</td> <td>Welträtsel Universum</td> </tr> <tr> <td>Autor:</td> <td>Paul Alfred Müller</td> </tr> <tr> <td>Verlag:</td> <td>Verlag Dieter von Reeken</td> </tr> <tr> <td>ISBN:</td> <td>978-3-940679-45-1</td> </tr> <tr> <td>Jahr:</td> <td>2011</td> </tr> <tr> <td>Preis:</td> <td>22,50</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 20 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Thomas Reiter - Ein Leben in Schwerelosigkeit </title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=647&#38;cHash=ac5bb6f2b7a06b5cc9ee1ccd44a6324b</link>
			<description>Ich denke, über Thomas Reiter, und damit über den Inhalt des Buches brauche ich nicht sehr viel zu erzählen. Als einer der wenigen deutschen Astronauten ist er wohl allen bekannt, und das Buch ist eine Biografie, die sich im Wesentlichen mit seiner beruflichen Zeit und den Flügen zur MIR und zur ISS beschäftigt. Wer mehr über die Geschichte von Thomas Reiter erfahren will, für den ist das Buch sicherlich die erste Wahl.
Was ich an diesem Buch...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich denke, über Thomas Reiter, und damit über den Inhalt des Buches brauche ich nicht sehr viel zu erzählen. Als einer der wenigen deutschen Astronauten ist er wohl allen bekannt, und das Buch ist eine Biografie, die sich im Wesentlichen mit seiner beruflichen Zeit und den Flügen zur MIR und zur ISS beschäftigt. Wer mehr über die Geschichte von Thomas Reiter erfahren will, für den ist das Buch sicherlich die erste Wahl.
Was ich an diesem Buch bemerkenswert fand, ist im Prinzip ganz einfach: Es ist von einer professionellen Journalistin geschrieben, und dies merkt man in jedem Satz des Buches. Hildegard Werth ist eine mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin, die sich über Jahrzehnten hinweg im Wesentlichen mit Berichten über Raumfahrt und Astronomie beim ZDF einen Namen gemacht hat. Auf Grund ihrer Tätigkeiten hat sie Reiters Laufbahn während seiner Zeit als aktiver Astronaut fast durchgehend begleitet und ihn mehrmals während den vielen Trainingseinheiten getroffen, über ihn mehrere Reportagen produziert und in diesem Zusammenhang auch oftmals interviewt. Aus diesem Material heraus ist dieses Buch zusammengestellt, wobei man merkt, dass Werth ihr Handwerk versteht. Es liest sich wie aus einem Guss, spannend, ausgewogen, abwechslungsreich, teils reportagenhaft distanziert, teils aber auch sehr nahe an der Person. Zwischendurch kommt auch Reiter selber zu Wort, wobei sich dies Gottseidank nicht auf die "philosophischen Weisheiten" über Gott und die Vergänglichkeit der Welt, die man eventuell immer von einem Astronaut erwartet, beschränkt, sondern auch um die profanen Dinge, die den Menschen Thomas Reiter ausmacht.
Einen Schwachpunkt hat dieses Buch leider. Da die tiefergehenden Schilderungen erst mit der ersten Begegnung der Journalistin mit Reiter beginnen, kommt die Zeit seiner Kindheit etwas zu kurz und, auf was ich eigentlich erhofft hatte, die Phase als Luftwaffenpilot incl. der ersten Entscheidungen, sich um die Laufbahn als Astronaut zu bewerben, wird nur distanziert beschrieben. Grade diese Zeit in einem durchaus nicht ungefährlichen Job plus dem Wunsch, noch eine Stufe weiterzugehen, die Emotionen dahinter, darüber hätte ich gerne mehr direkt von der Person Reiter erfahren.
Fazit: eine interessante Biografie, selbst für mich, der ich nicht grade ein Befürworter der bemannten Raumfahrt in der jetzigen Form bin, ein Schmöker, ein Stück Zeitgeschichte und deswegen auch einfach ein Klassebuch.
<table border="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Titel:</td> <td>Thomas Reiter - Ein Leben in Schwerelosigkeit</td> </tr> <tr> <td>Autor:</td> <td>Hildegard Werth<br /></td> </tr> <tr> <td>Verlag:</td> <td>F. A. Herbig</td> </tr> <tr> <td>ISBN:</td> <td>978-3-7766-2658-2</td> </tr> <tr> <td>Jahr:</td> <td>2011</td> </tr> <tr> <td>Preis:</td> <td>19,90</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			<author>bernd.hoffmann@astronomie.de</author>
			<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Exoplaneten - Die Suche nach einer zweiten Erde</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=646&#38;cHash=95b8e22d10d0f3a67cff9fe7435cbe21</link>
			<description>Dieses mit etwa 220 Seiten recht schmale Buch möchte dem Leser sowohl die bisherigen Erfolge bei der Suche nach Planeten um fremde Sonnen näher bringen, als auch Ausblicke auf die zukünftigen Entwicklungen in diesem Forschungszweig aufzeigen.
Sven Piper ist den meisten wohl als Admin und Hauptakteur der bemerkenswerten Seite extrasolar-planets.com bekannt, die sich schon seit mehr als zehn Jahren mit diesem Thema beschäftigt und auch in der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Dieses mit etwa 220 Seiten recht schmale Buch möchte dem Leser sowohl die bisherigen Erfolge bei der Suche nach Planeten um fremde Sonnen näher bringen, als auch Ausblicke auf die zukünftigen Entwicklungen in diesem Forschungszweig aufzeigen.
Sven Piper ist den meisten wohl als Admin und Hauptakteur der bemerkenswerten Seite extrasolar-planets.com bekannt, die sich schon seit mehr als zehn Jahren mit diesem Thema beschäftigt und auch in der Presse, nicht zuletzt durch eine Nominierung zum Grimme-Award, Resonanz fand.
Das Buch startet mit einem Abriss der Geschichte der Astronomie, ausgehend von den archaischen Megalithanlagen in Nordeuropa bis hin zu der Entwicklung der adaptiven Optik und der CCD-Kamera. Es folgt eine kleine Geschichte über die Problematik der Begriffsbestimmung von Planeten, die bekanntlich in der neuen Definition der IAU und der "Degradierung" von Pluto mündete. (In diesem Kapitel habe ich zum ersten mal erfahren, dass man einen Planeten ohne Heimatstern einen Planemo nennt.)
Der zweite Teil behandelt die spannende Entdeckung der ersten Exoplaneten, getrieben von dem Wettbewerb zwischen der Schweizer Gruppe um Mayor und Queloz einerseits und den Amerikanern Marcy und Buttler auf der anderen Seite.
Die verschiedenen Techniken für die Suche nach Exoplaneten werden im dritten Kapitel vorgestellt, im vierten Kapitel dann die Teleskope und Messprogramme, wobei neben den bekannten weltraumgestützten Missionen, wie COROT und KEPLER auch die Leistungsfähigkeiten und die Beiträge der erdgestützten Teleskopen des Keck-Observatorium und der ESO beschrieben werden. Die Schwierigkeit, ein direktes Bild eines Exoplaneten zu erhalten, ist Inhalt des folgenden Kapitels, in dem außerdem noch auf die Problematik der Charakterisierung grundlegender Größen, wie Umlaufbahn und Masse, eingegangen wird. Die unterschiedlichen Typen sowie die interessantesten Exoplaneten sind Bestandteil der weiteren Kapitel, bevor das Buch mit zukünftigen Missionen, der Suche nach erdähnlichen Planeten, nach Leben und Intelligenz abschließt.
Dieses Buch stellt einen leicht zu lesenden Abriss über ein sehr spannendes und aktuelles Thema dar. Die Auswahl an Themen ist im Großen und Ganzen treffend, so dass man - selbst wenn man sich mit diesem Thema oder mit Astronomie allgemein noch nicht beschäftigt hat - einen runden Überblick über die Ziele, den Stand und die Probleme in diesem Wissenschaftszweig erhält.
Meiner Meinung nach hätte man den geschichtlichen Abriss am Anfang des Buches nicht so ausführlich behandeln müssen. Viele der angesprochenen Entwicklungen sind entweder den Lesern mit Vorwissen wohl bekannt oder haben nur sehr indirekt einen Bezug zum Thema des Buches. Es hätte gereicht, erst mit Herschel und der ersten Entdeckung eines Planeten mit Hilfe eines Teleskops und mit den Berechnungen von Le Verrier, die zu der Entdeckung von Neptun durch Galle führte, zu beginnen.
Dagegen werden die verschiedenen Techniken zur Suche der Exoplaneten zu kurz umrissen. Insbesondere die Methode mittels Gravitationslinsen wird sich einem Leser nicht erschließen. Die Ergänzung einfacher Halbsätze, wie z.B. dass zur optischen Interferometrie die Abstände der Teleskop in der Größenordnung einer Wellenlänge des Lichtes konstant gehalten werden muss, hätte zur Illustration der Problematik geholfen.
Sehr gelungen fand ich den Rest - und somit auch den größten Teil - des Buches.
Ich hatte weiterhin kleine Probleme mit dem abschweifenden Stil des Autors. So ist die Anekdote der Nobelpreisvergabe bzw. -nichtvergabe an Einstein bzw. Jocelyn Bell nicht zwingend notwendig. Im Umfeld der Suche nach Exoplaneten gibt es genügend Geschichten zu erzählen, und auch Sven Piper hat dazu einige sehr schöne gefunden. Generell hätte ich mir ein etwas stringenteren Stil gewünscht. Aber ich bin mir sicher, dass glücklicherweise diese Meinung nicht alle Leser teilen werden.
In unserer Zeit finde ich es gradezu löblich, dass viele Aussagen durch Quellen belegt sind. Allerdings häufen sich einige wenige Quellen, und auch bei manchen Angaben hätte ich die Primärquelle bevorzugt.
Resümee: Als populärwissenschaftliches Buch sehr zu empfehlen, mit der Hoffnung, es verkauft sich so gut, dass der Verlag eine zweite, an wenigen Stellen überarbeitete Ausgabe herausbringt.
PS: Über eine Sache habe ich mich am Rande gewundert: Ich dachte eigentlich, dass der Wissenschaftsverlag Springer wissen müsste, dass es in der deutschen Sprache kein großgeschriebenes "ß" existiert.
<table border="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Titel:</td> <td>Sven Piper</td> </tr> <tr> <td>Autor:</td> <td>Exoplaneten - Die Suche nach einer zweiten Erde</td> </tr> <tr> <td>Verlag:</td> <td>Springer Verlag Berlin Heidelberg</td> </tr> <tr> <td>ISBN:</td> <td>978-3-642-16469-9</td> </tr> <tr> <td>Jahr:</td> <td>2011</td> </tr> <tr> <td>Preis:</td> <td>24,95</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			<author>bernd.hoffmann@astronomie.de</author>
			<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>SETI - Die wissenschaftliche Suche nach außerirdischen Zivilisationen</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=645&#38;cHash=514a7405ce7c4da8bd8424a5f5ae4daf</link>
			<description>Dieses Buch ist in der Bücherreihe des Online-Magazins &quot;Telepolis&quot; erschienen, die nach dem Selbstverständnis des Verlages &quot;über den Tellerrand eingefahrener Abgrenzungen hinausschaut und Phänomene der digitalen Kultur und der Wissenschaft erörtert&quot;. Wer zumindest von Zeit zu Zeit Artikel des Online-Magazins liest, kennt den nicht unumstrittenen Stil der dortigen Publikationen.
Der Wissenschaftsjournalist Harald Zaun gehört zu den bekanntesten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Dieses Buch ist in der Bücherreihe des Online-Magazins "Telepolis" erschienen, die nach dem Selbstverständnis des Verlages "über den Tellerrand eingefahrener Abgrenzungen hinausschaut und Phänomene der digitalen Kultur und der Wissenschaft erörtert". Wer zumindest von Zeit zu Zeit Artikel des Online-Magazins liest, kennt den nicht unumstrittenen Stil der dortigen Publikationen.
Der Wissenschaftsjournalist Harald Zaun gehört zu den bekanntesten und produktivsten Autoren Deutschlands. Zusammen mit Harald Lesch, der auch das Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat, hat er vor zwei Jahren das Buch "Die kürzeste Geschichte allen Lebens: Eine Reportage über 13,7 Milliarden Jahre Werden und Vergehen" geschrieben. Den Lesern von astronomie.de ist er sicherlich von seinen Interviews mit Wissenschaftlern bekannt (http://www.astronomie.de/bibliothek/interviews/). Zaun ist Herausgeber von mehreren Wissenschaftsmagazinen, die ebenfalls im Verlag der Internetplattform Telepolis, die zum Heise-Verlag gehört, erschienen sind und sich mit astronomischen und kosmologischen Themen beschäftigen. Mir ist er zum ersten mal mit dem Buch "Der Urknall - Anfang und Ende den Universums" aufgefallen, das er zusammen mit H.-J. Blome 2004 veröffentlicht hatte (zwar nicht mehr ganz aktuell, dabei noch immer lesenswert).
Gegliedert ist das mit 320 Seiten recht umfangreiche Buch in elf große Kapitel, die wiederum in durchschnittlich fünf kleinere unterteilt sind.
Das Buch ist inhaltlich überwiegend chronologisch aufgebaut. Beginnend mit den ersten Überlegungen der Antike, werden verschiedene Aspekte und Techniken der Suche nach außerirdischen Intelligenzen im Kontext der Zeit diskutiert. Damit besitzt es erst einmal den Charakter eines Geschichtsbuches. Die Entwicklungen in diesem Wissenschaftszweig, der weit über die bekannte Botschaft von Arecibo und dem Bildschirmschoner SETI@Home hinausgeht, werden spannend geschildert. Grade da diese ganzen Bemühungen bislang noch keinen einzigen letztendlichen Erfolgt erbracht haben, ist es interessant zu erfahren, wie und mit welchen Argumenten es den Anhängern immer wieder gelang, alle neuen Entwicklungen in den Bereichen der Radioastronomie und der optischen Astronomie für ihre Zwecke einzusetzen und dies auch noch finanziert zu bekommen. Diese Teilerfolge und die vielen Rückschläge werden sehr detailliert geschildert. Zusätzlich werden auch Ausblicke in die Zukunft der SETI-Forschung beschrieben. Dies liest sich noch sehr spekulativ, auch wenn die Ideen durchaus prinzipiell machbar sind. Zusammengesetzte Riesenteleskope auf der Erde, im Weltraum und auf dem Mond, die ein Auflösungsvermögen erreichen sollen, um Details auf Exoplaneten zu untersuchen ... Das mag bei dem ein oder andere Leser durchaus eine große Portion Skepsis hervorrufen.
Positiv ist auch die Tatsache, dass viele Aussagen mit Quellen belegt sind, so dass die Möglichkeit offen ist, auch diese zu studieren. Weiterhin fällt auf, dass in dem Buch keine einzige Abbildung zu finden ist.
Leider driftet es zu einem einzigen Plädoyer pro SETI ab, worunter eine ausgewogene Betrachtungsweise leidet. Die Argumentation der Gegner wird fast vollständig ignoriert, obwohl die wissenschaftliche Auseinandersetzung pro und contra SETI besonders spannend ist und man die Argumente der Gegner nicht so ohne weiteres von der Hand weisen kann. Mit einem "nur wer sucht, hat auch die Chance, etwas zu finden" kommt man nicht weit und löst auch nicht die finanziellen Probleme der Suchprogramme. Richtig skurril wird es, wenn als Argument anbracht wird, dass seit dem Altertum viele durchaus kluge und bekannte Köpfe von einem belebtem Weltraum ausgingen. Wir wir wissen, lagen alle falsch, zumindest was das blühende Leben auf Mond und Mars anbelangt. Und genauso falsch können auch die jetzigen Enthusiasten liegen.
Des Weiteren wird zwar viel über die Schwierigkeiten des Empfanges erzählt, aber über die Problematik, die notwendige Sendeleistung (und damit zusammenhängend die nutzbare Bandbreite und beigegebenem Signal-Rausch-Verhältnis) zu erreichen, wird im Wesentlichen nur vermerkt, dass die Anderen sicherlich viel fortschrittlicher sein werden und es schon irgendwie hinbekommen (außer, die dortigen Politiker sind zu kleinmütig, dies zu finanzieren). Aber die Vorstellung, dass die Außerirdischen mit den gleichen physikalischen Problemen wie wir zu kämpfen haben, weil sich die Physik nicht unterscheidet (was man auch voraussetzt, um überhaupt mit ihnen kommunizieren zu können), fehlt. Nur vereinzelt werden diese Fragestellungen angedeutet, z.B. bei der Vorstellung des optischen SETI.
Allein das letzte Kapitel über die Risiken eines aktives SETI, also dem Senden von Nachrichten an potentielle außerirdischen Zivilisationen, beleuchtet Meinungsverschiedenheiten über die Gefahr, eine gefährliche Zivilisation zu kontaktieren, von beiden Seiten.
Der Autor bemängelt einerseits die pseudoreligiöse Position, die SETI bei einigen Zeitgenossen eingenommen hat und verweist darauf, dass SETI sich zu einer ernsthaften Wissenschaft entwickelt hat, leider wird dieses Buch auf der anderen Seite ebenfalls dem nicht gerecht. Durch die Einseitigkeit der Darstellung und dem Ausblenden der ebenfalls wissenschaftlich fundierten Gegenargumente bestärkt der Autor grade die "Glaubensfrage". Man glaubt letztendlich, weil es auf der Erde Leben gibt, muss es auch woanders im Universum intelligentes leben existieren, man glaubt, weil die Menschen eine gewisse geschichtliche Entwicklung durchgemacht haben, müssen dies andere Zivilisationen auch durchleben. Grade die Extrapolation der menschlichen Kultur auf unbekannte Wesen, von denen wir noch nicht mal ihre Existenz kennen, erscheint mehr als fraglich. Hier, aber auch generell im ganzen Buch, hätte ich mir mehr wissenschaftliche Substanz gewünscht.
Dennoch, dieses Buch ist sicherlich eine Bereicherung für alle diejenigen, die den notwendigen Optimismus und Enthusiasmus haben, sich mit SETI zu beschäftigen. Und auch für alle, die eine Einführung und eine geschichtliche Zusammenfassung der Entwicklung, spannend geschrieben, lesen wollen, ist dieses Buch ein Muss.
<table border="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Titel</td> <td>SETI - Die wissenschaftliche Suche nach außerirdischen Zivilisationen</td> </tr> <tr> <td>Autor:</td> <td>Harald Zaun</td> </tr> <tr> <td>Verlag:</td> <td>Heise Zeitschriften Verlag GmbH</td> </tr> <tr> <td>ISBN:</td> <td>978-3936931570<br /></td> </tr> <tr> <td>Jahr:</td> <td>2010</td> </tr> <tr> <td>Preis:</td> <td>19,90</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			<author>bernd.hoffmann@astronomie.de</author>
			<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Orientierung am Nachthimmel</title>
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			<description>&lt;h3&gt;Einleitung&lt;/h3&gt;
Die praktische Ausübung des Hobbys der Astronomie steht und fällt mit der Orientierung am Nachthimmel. Besonders für den Einsteiger ist die Orientierung am gestirnten Firmament von besonderer Schwierigkeit.
&lt;h3&gt;Proklamiertes Ziel des Buches&lt;/h3&gt;
„Der Clou dieses vollkommen neuartigen Hilfsmittels: Wenn man den Großen Wagen kennt, lassen sich alle weiteren Sternbilder mit einprägsamen Aufsuchwegen finden. Da dieses...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Einleitung</h3>
Die praktische Ausübung des Hobbys der Astronomie steht und fällt mit der Orientierung am Nachthimmel. Besonders für den Einsteiger ist die Orientierung am gestirnten Firmament von besonderer Schwierigkeit.
<h3>Proklamiertes Ziel des Buches</h3>
„Der Clou dieses vollkommen neuartigen Hilfsmittels: Wenn man den Großen Wagen kennt, lassen sich alle weiteren Sternbilder mit einprägsamen Aufsuchwegen finden. Da dieses Sternmuster in Mitteleuropa immer am Himmel steht, funktioniert diese Methode zu allen Jahreszeiten und zu jeder Uhrzeit der Nacht. Der Große Wagen ist auch für Laien immer einfach zu finden, wenn die Nordrichtung bekannt ist."
„Einleitende Grafiken erklären anschaulich, wie die Bewegungen des Himmels zustande kommen. Übersichtliche Karten weisen den Weg zu hellen Sternen und Sternbildern, ohne den Nutzer mit Detailinformationen zu überfordern. Auf ihnen sind auch die Positionen der Planeten und des Mondes für die kommenden Jahre markiert."
<h3>Systematik und Inhalt</h3>
Das Werk hat 40 Seiten im spiralgebundenen Softcover im Querformat 21cm×30cm. Die Deckblätter und Seiten sind aus wasserabweisend beschichteten Karton.
Der Inhalt unterteilt sich in:
Einführung in die Kartensystematik und 	allgemeine beobachtbare astronomische Phänomene
Fünf Übersichtskarten
Zwölf Himmelskarten
1) Einführung in die Kartensystematik und allgemeine beobachtbare astronomische Phänomene
Das Werk von Schurig ist kein reines Kartenwerk. Es bietet auch eine Einführung in die Bewegungen von Sonne, Mond und Sterne. Das Verstehen dieser Phänomene ist die Basis für die Benutzung der Karten. Ausgehend vom Beobachter werden die Himmelsrichtungen und die Erdrotation erklärt. Der Sonnenlauf, die Mondphasen, die Finsterniserscheinungen und die Ekliptik mit dem Planetenlauf werden verdeutlicht. Das geschieht durch didaktisch gestaltete Abbildungen mit Begleittext.
2) Übersichtskarten
Der oben genannte „Clou" findet sich hier wieder. Der Leser erfährt, wie er die aktuell herrschende Jahreszeit anhand der Stellung des Kleinen und Großen Wagens erkennen kann. Für jede der Jahreszeiten wird sodann die grundsätzliche Linie von auffällig hellen Sternen ausgehend von den Himmelswägen gezeigt.
Funktioniert das im Frühling und Sommer noch recht gut, erscheint im Herbst angesichts des Mangels an hellen Sternen diese Art der Orientierung etwas schwieriger. Vom Kleinen Wagen über die Cassiopeia führt der Weg zum Herbstviereck und von da aus über Andromeda zum Perseus und den Plejaden. Im Winter erscheint die Methode sogar überflüssig, weil eine ganze Palette von hellsten Sternen die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und man wohl kaum erst den Großen Wagen sucht.
3) Himmelskarten
Die anschließenden Karten sind Doppelseiten für jeden Monat, die der Benutzer entweder nach Süden oder nach Norden halten kann. Durch den Spiralrücken ist das Umklappen problemlos möglich.
An den linken und rechten oberen Ecke befindet sich die Monats- und Uhrzeitanzeige für die der Himmelsauschnitt Gültigkeit besitzt. Men beachte, das rechts die Sommerzeit angezeigt wird.
Am unteren Bildrand findet man die tägliche Stellung des Mondes mit seinen Phasen.
Der Planetenlauf wird je Monat auch für Venus, Mars, Jupiter und Saturn für die Jahre 2010 bis 2013 angezeigt. Die Finsternisse werden zwar in ihrer Entstehung beschrieben, doch nicht angezeigt. Nach 2013 verliert das Werk seine Gültigkeit für die wandelnden Himmelsobjekte.
<h3>Layout und Bildmaterial</h3>
Die Abbildungen und Karten sind durchweg farbig und geeignet für den nächtlichen Einsatz mit einer roten Leuchte ohne die Dunkeladaption zu sehr zu beeinträchtigen. Die stellare Grenzgröße schätze ich auf vier bis fünf Magnituden. Das entspricht einem Himmel aus einer Klein- oder Vorstadt. Die Milchstraße wird nirgends abgebildet, was durchaus dazu passt. Die Karten sind nicht überfrachtet, was der Lesbarkeit für Einsteiger entgegen kommt. Auch die große Schrift erleichtert das Lesen in der Nacht bei spärlicher Beleuchtung.
<h3>Resümee</h3>
Dieses Kartenwerk stellt eine interessante und gute Art dar, den Einsteiger in die Orientierung am Nachthimmel einzuführen. Ob die Einführung in die Bewegung der Himmelskörper unbedingt hier hinein gehört, ist fraglich. Die dort dargestellten Sachverhalte wird der Einsteiger rasch gelernt haben und dann dennoch diese Einführung immer mit sich tragen müssen. Da ist es doch besser, die klassische Trennung in Buch und Kartenmaterial vorzunehmen.
Das proklamierte Ziel ist aber vortrefflich erreicht worden.
 
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Orientierung am Nachthimmel<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Stephan Schurig<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Oculum Verlag, Erlangen<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">978-3-938469-34-7<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Jahr:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2010<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">14,95 EUR</td> </tr> </tbody> </table>
Torsten Güths
Der Rezensent ist Dipl. Wirtschaftsing. FH, seit über 30 Jahren Sternfreund und fotografiert seit über 25 Jahren Himmelsobjekte.]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Sonne – Biographie unseres Sterns</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=05&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=570&#38;cHash=527f054293f61e1b2f124ed16b74efd4</link>
			<description>Bücher über die Sonne sind im deutschen Sprachraum nicht in so breiter Streuung zu finden, wie Werke über andere Bereiche der Astronomie. Wer hier allerdings eine Zusammenfassung über das Leben unseres Tagesgestirns von der protosolaren Wolke bis hin zum Weißen Zwerg, der einst von einem Planetarischen Nebel umgeben sein wird, erwartet, wird enttäuscht werden. Hier geht es trotz des leicht irreführenden Titels nicht um astrophysikalische...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Bücher über die Sonne sind im deutschen Sprachraum nicht in so breiter Streuung zu finden, wie Werke über andere Bereiche der Astronomie. Wer hier allerdings eine Zusammenfassung über das Leben unseres Tagesgestirns von der protosolaren Wolke bis hin zum Weißen Zwerg, der einst von einem Planetarischen Nebel umgeben sein wird, erwartet, wird enttäuscht werden. Hier geht es trotz des leicht irreführenden Titels nicht um astrophysikalische Vorgänge, sondern vielmehr um die Sichtweise der Kulturwissenschaft: Die Frage nämlich, wie sich die Sonne auf die verschiedenen Kulturen der Menschheit ausgewirkt hat. Konkret: Wie sich die Vorstellungen der Menschen von der Sonne im Laufre der Jahrtausende grundsätzlich gewandelt hat.
So betrachtet, kann man ganz neue Einblicke in die Astronomiegeschichte gewinnen. Ganz am Anfang der Betrachtungen steht der ägyptische Pharao Amenophis IV., der sich später aus Verehrung der Sonne als alleinigen und einzig wahren Gott Echnaton nannte und für ein paar Jahre die typisch polytheistische Staatsreligion des Landes am Nil in eine monotheistische verwandelte. Es folgen kulturhistorische Beschreibungen der Vorhersage von Sonnenfinsternissen im alten Babylon, die Denkweisen der Griechen von den ersten Philosophen bis hin zu Platon, christliche Vorstellungen und Dogmen, die Stellung der Sonne im Weltall bei Giordano Bruno, Kopernikus, Kepler, Galilei, Newton, Descartes, Herschel und Kant. Schließlich wagt der Autor noch einen Blick in das Innere der Sonne, oder besser: Der Ansicht der Kulturwissenschaft über die gesellschaftlichen Veränderungen, zu denen die immer mehr erweiterten physikalischen Erkenntnisse über die Sonne geführt haben.
Das Buch endet mit Einstein und den heutigen Vorstellungen über den Stern, von dem wir leben. Wer mit einem astronomisch-physikalischen Weltbild an dieses Buch herangeht, wird an manchen Stellen so seine Probleme bekommen, denn, wie heißt es so schön auf Seite 4: In Hildebrandts Biographie der Sonne spiegelt sich die Biographie des Menschen und seiner Ideen. Dem möchte ich eigentlich nichts hinzufügen, außer, dass man sich auf dieses Buch auf besondere Weise einlasse muss. Wenn es auch verschiedentlich Einwände anderer Kulturwissenschaftler gibt: Es ist ein Abenteuer, auf das sich der Leser einlassen muss. Das ist zwar irgendwie bei jedem Buch der Fall, doch bei diesem in besondere Maße, weshalb es für mich als normalen Leser und Rezensenten, der keine kulturwissenschaftliche Ausbildung genossen hat, dennoch ein Genuss war, die Sichtweise über die Sonne aus einem ganz anderen als dem astrophysikalischen Blickwinkel kennen zu lernen.
<table border="0" cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td>Titel:</td> <td>Die Sonne – Biographie unseres Sterns</td> </tr> <tr> <td>Autor:</td> <td>Dieter Hildebrandt</td> </tr> <tr> <td>Verlag:</td> <td>Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH &amp; Co. KG München (2010)</td> </tr> <tr> <td>ISBN:</td> <td>978-3-423-34651-1</td> </tr> <tr> <td>Jahr:</td> <td>1. Auflage, November 2010</td> </tr> <tr> <td>Preis:</td> <td></td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Sonnensystem</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 May 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sonne, Mond, Planeten beobachten und fotografieren</title>
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			<description>Die Beobachtung und Fotografie der Planeten unseres Sonnensystems gehört unter Sternfreunden zu den beliebtesten Betätigungsfeldern. Dank der technischen Entwicklung der letzten Jahre, die vor allem die ständige Verbesserung der Webcams, aber auch die für die Bearbeitung der Bilder notwendigen Programme betrifft, sind heute Amateuren selbst mit durchschnittlichen Instrumenten der 8 bis 12 Zoll-Klasse Aufnahmen möglich, die vor 50 Jahren nicht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Beobachtung und Fotografie der Planeten unseres Sonnensystems gehört unter Sternfreunden zu den beliebtesten Betätigungsfeldern. Dank der technischen Entwicklung der letzten Jahre, die vor allem die ständige Verbesserung der Webcams, aber auch die für die Bearbeitung der Bilder notwendigen Programme betrifft, sind heute Amateuren selbst mit durchschnittlichen Instrumenten der 8 bis 12 Zoll-Klasse Aufnahmen möglich, die vor 50 Jahren nicht mal den größten Teleskopen der Welt gelangen. Dabei ist die Handhabung der Programme oftmals recht simpel.
Doch zu einer guten Aufnahme gehört neben Webcam und Computerprogrammen natürlich das geeignete Teleskop, die richtige Montierung, notwendige Filter, um Details herauszuarbeiten und vieles mehr.
Im ersten Abschnitt geht es den beiden Autoren um die Grundlagen jeder Beobachtung und Fotografie. Das optische Zubehör woie Okulare, Barlowlinsen, Binoansätze, Filtertypen und die verschiedenen Umwelteinflüsse auf die Beobachtung, die unter dem allgemein gültigen begriff Seeing zusammengefasst sind, bereiten auf das nächste Kapitel vor und sind für eine gelungene Beobachtung von unschätzbarem Wert.
In „Fotografie und Bildverarbeitung" sind die Wesentlichen zu beachtenden Grundlagen für den Umgang mit der Technik und am Ende für gute Ergebnisse durchzuarbeiten. Es versteht sich von selbst, dass dabei nicht alle Aspekte mit der notwendigen Tiefe abgedeckt werden können. Doch sind die hier vorgenommenen Darstellungen sehr übersichtlich und reichen für erste Schritte und die erste Vertiefung des neu erworbenen Wissens und der ersten praktischen Erfahrungen vollkommen aus. Dazu ist es aber unbedingt erforderlich, sich mit den Fragen über die Unterschiede bei den verschiedenen Kameratypen und Modellen, die Möglichkeiten zur Verbesserung der verwendeten Systeme und dem schier unendlichen Gebiet der digitalen Bildverarbeitung am Computer auseinander zu setzen.
Bevor es dann ans Eingemachte geht, müssen noch die Bewegungen von Sonne, Mond und Planeten am Himmel erarbeitet werden, was zum einen mit dem Auffinden der Objekte, aber auch mit der richtigen Nachführgeschwindigkeit des Teleskops zusammenhängt. Um optimale Mondbilder zu erhalten, ist es natürlich zwingend erforderlich, die Nachführung des Teleskops der gegenüber den Planeten schnelleren scheinbaren Bewegung des Erdtrabanten  anzupassen. Und nicht nur die Bewegung ist elementar, sondern auch die scheinbare Größe des Beobachtungsobjektes im Teleskop, seine Positionierung im Aufnahmefeld der Webcam (was gerade bei Planeten und einer ungenauen Nachführung zu einem langwierigen Geduldsspiel werden kann) und die (Nach-)vergrößerung. Das alles sind Punkte, die hier leider nur oberflächlich angesprochen werden. Stattdessen geht es hier nur um die trotzdem wichtige Orientierung der Planeten im Okular (allein dazu könnte man ein eigenes Kapitel schreiben), um die Randverdunkelung bei Jupiter und Sonne, Phasengestalten bei Merkur und Venus.
Den größten Platz im Buch nimmt naturgemäß die Einzeldarstellung der Planeten ein. Jedes einzelne Unterkapitel ist dabei systematisch aufgebaut und beschreibt Grundlegendes zum Planeten (Überblick, Sichtbarkeit, visuelle und fotografische Beobachtung) und Besonderheiten, wie die erst neu für den (begüterten) Amateur erschlossene Nah-UV-Beobachtung bei der Venus, die Marsfotografie mittels verschiedener Filter, die international definierten Details der strukturreichen Jupiteratmosphäre, die Beobachtung des Saturns mit Methanbandfiltern (was auf dem Amateursektor auch relativ neu ist) sowie die schwierige aber dennoch nicht unmögliche Fotografie der Planeten Uranus und Neptun.
Der Mondfotografie (inkl. Mondfinsternissen) ist wie die der Sonne (mit Sonnenfinsternissen) jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet. Das ist auch sinnvoll, unterscheiden sich die Beobachtungs- und Fotografiermethoden hier doch erheblich von denen der Planeten. Während der Mond Bilder mit hoher Detailauflösung ermöglicht, kann man bei der Sonne Flecken mit großer Detailgenauigkeit aufnehmen und ihre Entwicklung und Wanderung über die Sonnenoberfläche binnen Tagen verfolgen, Flares erfassen etc., was sowohl die Beobachtung im Weißlicht, als auch im H-Alpha und der Kalziumlinie angeht.
Wenn man sich an einigen Stellen auch einen etwas tieferen Einstieg in die Thematik gewünscht hätte, so vermittelt dieses Buch dennoch eine sehr schöne Übersicht über eines der faszinierendsten Gebiete der heutigen amateurastronomischen Beobachtung. Es wendet sich vor allem an den Einsteiger in diese komplexe Thematik. Profis und Sternfreunde, die sich schon länger damit beschäftigen, werden von diesem Buch allerdings nur wenig Nutzen davon haben, doch werden gerade Neu-Interessierte mit einem Gebiet vertraut gemacht, das zu längerer Beschäftigung in unserer kurzlebigen Zeit einlädt.
<p style="margin-bottom: 0cm;">Okulare, Filter, Teleskoptipps. Aufnahmen mit WebCam & Co. Beobachtungs-Highlights Kosmos Astropraxis 2010. 144 S. m. zahlr. farb. Abb. u. Fotos. 215 mm. 426g., Einband: Kartoniert</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Sonne, Mond, Planeten beobachten und fotografieren<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Mario Weigand, Sabrina Geyer<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Kosmos (Franckh-Kosmos)<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">9783440124390<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Jahr:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2010<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">14,95 EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Fotografie</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der neunte Kontinent – Die wissenschaftliche Eroberung des Mars</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=141&#38;cHash=3c6ad28b33b8007c07ac3f75cce91370</link>
			<description>Der rote Planet Mars übt seit jeher eine besondere Faszination auf die zum Himmel hinaufschauenden Menschen aus. Dank seiner intensiven roten Farbe avancierte er in vielen Kulturen zum Kriegsgott und regte auch in den aufgeklärten Jahrhunderten die Fantasie seine Betrachter an. Lange Zeit erschien er als der einzig bewohnte Planet des Sonnensystems, wo der Erde feindlich gesinnte Kreaturen nur darauf warteten, auf die schwachen Erdbewohner...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der rote Planet Mars übt seit jeher eine besondere Faszination auf die zum Himmel hinaufschauenden Menschen aus. Dank seiner intensiven roten Farbe avancierte er in vielen Kulturen zum Kriegsgott und regte auch in den aufgeklärten Jahrhunderten die Fantasie seine Betrachter an. Lange Zeit erschien er als der einzig bewohnte Planet des Sonnensystems, wo der Erde feindlich gesinnte Kreaturen nur darauf warteten, auf die schwachen Erdbewohner herfallen zu können. Mars galt gegenüber der Venus auch immer als der fortschrittlichere Planet: Während die Venus der Erde in ihrer Frühzeit gleichen sollte, musste es auf dem Mars Bewohner geben. Die Geschichte mit den Marskanälen offenbarte noch im 19. Jahrhundert diesen Glauben. Erst die Raumsonden der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts brachte die Erkenntnis, dass weder die Venus noch der Mars Leben wie auf der Erde beherbergte.
Diese Vorstellungen und auch die ernsthaften Bemühungen, den Mars mittels Raumsonden zu erobern, werden vom Autor, wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Extraterrestrische Physik (1993-1998), danach Research Fellow am MPI für Wissenschaftsgeschichte und seit 2001 Redakteur bei der FAZ, detail- und kenntnisreich aufgearbeitet. Dabei schildert er die Pläne Wernher von Brauns aus den 50er Jahren ebenso wie die zahlreichen und unterschiedlich erfolgreichen Missionen der NASA bis in unsere Tage.
Dem folgt eine Beschreibung der verschiedenen Marslandschaften auf den beiden sehr unterschiedlichen aerologischen Halbkugeln des Planeten, die Analyse der dünnen Marsluft und der Untersuchung seiner auf der Oberfläche herumliegenden Gesteine. Natürlich darf dabei die Frage nach dem Wasser auf dem Mars nicht fehlen, die hier auf wissenschaftlicher Grundlage diskutiert wird.
Mögliches mikrobiologisches Leben auf dem Mars, Zweifel an einigen der bisher veröffentlichten Ergebnisse (z.B. die Spuren während der VIKING-Missionen), die Einblicke dank des Marsmeteoritenfundes ALH 84001 in der Antarktis , aber auch das Problem, inwieweit irdische Bakterien bei Raumsonden mitgeführt werden könnten, sind Inhalt des 7. Kapitels.
Im 8. geht es darum, unter welchen Bedingungen und ob überhaupt jemals Menschen auf dem Mars leben, arbeiten und forschen könnten. Auch die Gedanken zum Thema Terraforming werden angerissen.
Es hat viel Spaß gemacht, sich mit Hilfe dieses Taschenbuches auf den neuesten Stand der sehr dynamischen und immer wieder für Überraschungen guten Marsforschung einerseits zu bringen und andererseits einen tiefen Einblick in die Geschichte der Vorstellungen und realen Eroberungen unseres Nachbarplaneten zu gewinnen. Wenn also gerade Sie sich für den Mars interessieren und kompakt und übersichtlich auf naturwissenschaftlicher Basis informiert werden möchten, greifen Sie zu, Sie werden es nicht bereuen!
 
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Der neunte Kontinent – Die wissenschaftliche Eroberung des Mars<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Ulf von Rauchhaupt<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Fischer Taschenbücher<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">9783596178643<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Jahr:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2010<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">9,95 EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Sonnensystem</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sonne, Mond und Sterne... - 52 kosmische Antworten</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=134&#38;cHash=cc0598e3616a718c912b7d79f8cbd77b</link>
			<description>Die Astronomie wirft immer wieder neue Fragen auf -
auch Fragen am Rande der Astronomie.
Auf Vieles wurden schon Antworten gefunden, doch neue Fragen gibt es immer wieder.  Die Astronomie, die Lehre des Weltraums, vereinigt in sich mehrere Gebiete, darunter beispielsweise Physik, Raumfahrt, Mathematik etc.
Dieses Büchlein, gerade mal 80 Seiten, versucht, einige offene allgemeine Fragen zu beantworten.
Nun halte ich das gerade mal 0,5 cm...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Astronomie wirft immer wieder neue Fragen auf -
auch Fragen am Rande der Astronomie.
Auf Vieles wurden schon Antworten gefunden, doch neue Fragen gibt es immer wieder.  Die Astronomie, die Lehre des Weltraums, vereinigt in sich mehrere Gebiete, darunter beispielsweise Physik, Raumfahrt, Mathematik etc.
Dieses Büchlein, gerade mal 80 Seiten, versucht, einige offene allgemeine Fragen zu beantworten.
Nun halte ich das gerade mal 0,5 cm „dicke" Büchlein in Händen. Ich hatte eigentlich ein „normales" Buch erwartet, und stellte mir die Frage: Was kann da ausreichend beantwortet werden.
Als ich die Fragen aus dem Inhaltsverzeichnis auf die Schnelle überflog, dachte ich mir, da sind einige Fragen dabei, die mich auch interessieren. Beispielsweise: Wie alt ist das Universum?, Woher kommt das älteste Licht des Universums?, Wie vermisst man das Universum?, Wo ist der Mittelpunkt des Universums? etc.
Doch als ich weiter blätterte, musste ich feststellen, dass die Antworten sehr dürftig sind und meine Frage „Was kann da ausreichend beantwortet werden", beantwortet war. Also umgeworfen haben mich die Antworten nicht!
Sie sind nicht ausführlich beschrieben, das heißt, viel zu kurz gehalten. Jede Antwort wurde „nur" auf einer Seite behandelt, für Informationen eben nicht ausreichend!
Ich will damit nicht behaupten, die Antworten wären nicht korrekt, doch bei so einem Thema wie die Astronomie ist es eben zu „wenig", so meine Meinung. Die Antworten sollen die Frage erklären und keine neuen Fragen aufwerfen!
Als Beispiel: Wer könnte schon auf Anhieb sagen, was Cepheiden-Sterne sind? oder wie man ein Lichtjahr ausrechnet?
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Erklärungen für ganz junge Menschen, die gerade anfangen, Fragen zur Astronomie zu stellen, fürs Erste ausreichen, ihre Neugierde zu stillen.
Einige Bilder sollen die Antworten wohl unterstreichen oder verständlicher machen.
Mein Fazit: Eher dürftig als Informativ. Ich persönlich hatte etwas mehr erwartet, vor Allem etwas mehr Erklärung,
was man von solchen Fragen auch erwarten könnte.
Doch für Kinder, die sich für Astronomie interessieren, kann es ein guter Einstieg sein.
In diesem Sinne: Entscheiden Sie selbst.
 
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Sonne, Mond und Sterne... - 52 kosmische Antworten<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Franz Kerschbaum; Franz Simbürger<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Seifert Verlag GmbH<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">978-3-902406-81-1<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Datum:</td> <td align="LEFT" valign="TOP"><br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">10,90 EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fernrohrführerschein in vier Schritten</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=133&#38;cHash=6b8ca06b41e6631c18106b36612b01e0</link>
			<description>&lt;h2&gt;Einleitung&lt;/h2&gt;
Dass man mit dem Erwerb des ersten astronomischen Teleskops noch kein Hobbyastronom ist, müssen viele Einsteiger lernen. Leicht kann sogar der erste Enthusiasmus einer herben Enttäuschung weichen. So findet man die Objekte schlecht oder gar nicht. Man sieht leider keine Feuerspirale, wo doch M51 sein sollte. Jupiter sieht auch nicht so dolle aus bei 450-facher Vergrößerung im 60mm Refraktor. Um solche Stimmungskiller von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Einleitung</h2>
Dass man mit dem Erwerb des ersten astronomischen Teleskops noch kein Hobbyastronom ist, müssen viele Einsteiger lernen. Leicht kann sogar der erste Enthusiasmus einer herben Enttäuschung weichen. So findet man die Objekte schlecht oder gar nicht. Man sieht leider keine Feuerspirale, wo doch M51 sein sollte. Jupiter sieht auch nicht so dolle aus bei 450-facher Vergrößerung im 60mm Refraktor. Um solche Stimmungskiller von vorneherein zu vermeiden, sollte man sich einen Ratgeber kaufen.
<h2>Proklamiertes Ziel des Buches</h2>
„Wie bediene ich mein Fernrohr? Welche Okulare sind sinnvoll? Wie suche ich ein astronomisches Objekt auf? Was ist mit »Lambda Peak-to-Valley« gemeint? Dieses Buch bringt einsteigergerecht alle Antworten auf Fragen rund um die Optik, Mechanik und Benutzung eines astronomischen Teleskops. Erstmals wurden alle wichtigen Definitionen und Formeln zur Fernrohrtechnik zusammengefasst, ohne den Benutzer durch lange Texte zu verwirren. Durch die Spiralbindung ist das Buch ideal geeignet, direkt neben dem Teleskop verwendet zu werden – ein Begleiter, der an keinem Einsteiger-Instrument fehlen sollte."
<h2>Systematik und Inhalt</h2>
Das Buch hat 160 Seiten im spiralgebundenen Softcover im Querformat 21cm×15cm mit 192 Fotos und Grafiken sowie 46 Tabellen.  (Es ist somit umfangreicher geworden. Die 2. Auflage hatte 128 Seiten, 119 Fotos, sowie 44 Tabellen.
Die im Titel angegebenen 4 Schritte unterteilen sich in:
Das Fernrohr kennen lernen
Die Fernrohrleistung einschätzen
Das Fernrohr benutzen
Astronomische Objekte beobachten
Anhang: Tipps und Tabellen
Die Seitenzahlen der vier Kapitel sind farblich voneinander getrennt gekennzeichnet und erleichtern das Aufsuchen von Informationen. Nun zum Inhalt:
1) Das Fernrohr kennen lernen
Als ersten Schritt lernt der Leser die Technik seines Fernrohrs kennen. Er wird eingeführt in verschiedenen optische Bauarten mit ihren Vor- und Nachteilen. Den Montierungen und Unterbauten werden die folgenden Seiten gewidmet. Durch den Zubehördschungel führen dann doppelt so viele Seiten, wie vorher. Es wird auch alles eingehend vorgestellt: Okulare, Barlowlinsen, Binoansatz, Reducer, Filter, Sucher, Nachführungen inkl. GoTo, unterschiedliches fotografisches Equipment u.s.w.  Der Leser darf aber nicht erwarten, alle Marken aufgelistet zu bekommen. Vielmehr wird auf die Erläuterung unterschiedlicher Bauweisen Wert gelegt. Gegenüber der enormen Breite tritt im Rahmen des Buches natürlich die Tiefe der Beschreibung in den Hintergrund.
2) Die Fernrohrleistung einschätzen
Im zweiten Kapitel wird es etwas theoretischer: Was von einer Fernrohrausrüstung zu erwarten ist, wird nun ausführlich erklärt. Wichtige Grundgrößen, wie Lichtsammelvermögen, Vergrößerung, Austrittspupille, Bildfehler, Qualität und weiteres werden anschaulich beschrieben. Anhand zweier Karten vom Kleinen Wagen kann der Leser die stellare Grenzgröße für das Auge und einem kleinen Teleskop testen. Der Einfluss des Seeings und der optischen Qualität auf das Bild wird anhand zahlreicher Grafiken deutlich. Stoyan gibt Hinweise zur optimalen Auswahl der  Vergrößerungen. Wie eine verstellte Newtonoptik wieder zu justieren ist wird bildhaft dargestellt. Die Reinigung und Pflege der Optik bildet den Abschluss des zweiten Kapitels, in dem der Autor stärker in die Tiefe geht.
3) Das Fernrohr benutzen
Die restlichen 60% des Buches werden der Benutzung und der Beobachtung gewidmet. Die Bedienung des Instrumentariums ist nicht zu unterschätzen, denn letztlich entscheidet das Können des Beobachters über die Qualität der Beobachtungen. So gibt Ronald Stoyan Hinweise zur Wahl des Beobachtungsplatzes, er beschreibt den Aufbau und die Ausrichtung des Teleskops; Beobachtungs- und Zeichentechniken werden gelehrt und der Leser wird auch in erste einfache Grundlagen der Astrofotografie eingeweiht. Bei der Fotografie wird aber nicht zu sehr in die Tiefe gegangen. Dafür sind wiederum ganze Bücher erhältlich und auch nötig. Wie ein für das bloße Auge unsichtbares Objekt gefunden und eingestellt werden kann, wie sich das Okulargesichtsfeld ermitteln lässt und viele weitere Informationen und Tipps werden vom Autor vermittelt. Allerdings muss es für einen Einsteiger enttäuschend sein, zu erfahren, dass DeepSky erst ab 5,5mag möglich ist, bzw. abgelegene Plätze für eine erfolgreiche Galaxien- und Nebeljagd nötig sind. Das klingt entmutigend für die Mehrheit an Beobachter, die in Städten leben. Sinnvoller wäre hier, die Einbußen an den zu beobachtenden Objekten darzustellen, denn DeepSky ist auch in aufgehellten Kleinstädten möglich.
4) Astronomische Objekte beobachten
Auf die Eigenarten der Beobachtung von unterschiedlichen Himmelsobjekten wird im letzten Schritt eingegangen. Wie die unterschiedlichen Daten von Himmelsobjekten, z.b. Entfernungen, Helligkeit, Ausdehnung zu verstehen sind, ist nach dem Studium dieser Seiten dem Leser klar geworden. Den Abschnitt der Deepskyobjekte sollte eigentlich jeder Einsteiger vor dem Kauf eines Fernrohrs lesen, denn hier wird an 12 ausgewählten Beispielen von Nebeln und besonderen Sternen aufgeklärt, wie ein auf Fotografien prachtvolles Objekt im 114mm Newton (unter sehr guten Bedingungen!) erscheint und welche Aufnahmebrennweite ideal ist. Allerdings sind die Brennweitenangaben doch fragwürdig: Z.B. für M1 2000 bis 4000mm (mehr als für den kleineren M57!) anzugeben erscheint mir übertrieben. Mit sauber fokussiert und nachgeführten 1200mm digital, erzielt man bereits das schöne Fotobeispiel von M1.  Durch die Beschreibung der Natur des Objekts und einigen Daten vermittelt Stoyan anschaulich, was man da gerade beobachtet.
Anhang: Tipps und Tabellen
Ronald Stoyan gibt im Anhang weitere wichtige Ratschläge zur Beobachtung. Auch werden Verbesserungsvorschläge zur Leistungssteigerung von „Kaufhausteleskope" unterbreitet. Literaturverweise auf Eigenproduktionen des Oculumverlags sind aufgelistet. Hinweise auf einige besondere astronomische Ereignisse werden bis zum Jahr 2030 gegeben. Es folgen kurze Listen von Testdoppelsternen, hellen DeepSky Objekten und Zeichenschablonen. Ein Glossar und ein Stichwortverzeichnis (war nicht in der 2. Auflage) bilden den Abschluss.
<h2>Layout und Bildmaterial</h2>
Die Abbildungen sind überwiegend farbig, von guter Qualität und verdeutlichen den Textinhalt sehr gut. Die starke Meade-Lastigkeit der Abbildungen ist von 60% auf 45% zurückgegangen. Das ist noch immer eine hervorragende Markenplatzierung und m.E. nicht gut für eine breite Einführung, da viele interessante Alternativen dem Einsteiger vorenthalten werden und für Besitzer anderer Marken ein geringeres Identifikationspotential vermittelt wird. Eine ausgewogenere Markendarstellung sollte noch weiter gehen.
Was mir nicht gefällt, ist dass die Spiralbindung noch vom Buchdeckel frontseitig umschlossen wird. Beim mehrmaligen Gebrauch wird der Deckel unansehnlich.
<h2>Resummee</h2>
Man merkt dem Buch an, dass der Autor mit Leib und Seele Himmelsbeobachter ist. Anhand der Vielzahl von Hinweisen und Tipps, die im Text vorhanden sind, ist dieses Buch ein hervorragendes Lehrbuch ohne jedoch einen Lehrbuchcharakter zu besitzen. Quasi ein „Aus der Praxis für die Praxis" Werk. Es ist modern aufgebaut und auf dem Stand der Technik. Es vermittelt ein breites Einsteigerwissen, dass in einzelnen Bereichen auch recht tief geht und das für die meisten Leser für jahrelange Beobachtungen ausreichen sollte. Somit ist das proklamierte Ziel absolut erreicht und es sollte bei keiner Einsteigerfernrohrausrüstung fehlen!
Torsten Güths
Der Rezensent ist Dipl. Wirtschaftsing. FH, seit über 30 Jahren Sternfreund und fotografiert seit über 25 Jahren Himmelsobjekte.
 
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Fernrohrführerschein in vier Schritten<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Ronald Stoyan<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Oculum Verlag, Erlangen<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">978-3-938469-37-8<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Datum:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2010</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">16,90 EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der kosmische Detektiv – Auf der Suche nach den Geheimnissen des Universums</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=132&#38;cHash=df45e23eb1e454ece4663c91b6a4a10b</link>
			<description>Es sind die immer wiederkehrenden Fragen:
Was geht da draußen im Weltall vor sich?
Sind wir allein im Weltall?
Wann hat alles seinen Anfang genommen?
Gibt es eine einzige Ursache?
Viele Autoren versuchen sich damit auseinander zu setzen.
Doch im Endeffekt kann keiner die Fragen 100%ig beantworten.
Wieso auch, es war ja keiner dabei – bei der Geburt unseres Universums.
Es sind immer wieder „nur&quot; Antworten, die wir schon kennen aus...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es sind die immer wiederkehrenden Fragen:
Was geht da draußen im Weltall vor sich?
Sind wir allein im Weltall?
Wann hat alles seinen Anfang genommen?
Gibt es eine einzige Ursache?
Viele Autoren versuchen sich damit auseinander zu setzen.
Doch im Endeffekt kann keiner die Fragen 100%ig beantworten.
Wieso auch, es war ja keiner dabei – bei der Geburt unseres Universums.
Es sind immer wieder „nur" Antworten, die wir schon kennen aus Beobachtungen mit Teleskopen im Weltraum oder auf der Erde, aus Messungen und Analysen der Raumsonden, die unser Sonnensystem noch nicht ganz verlassen haben, aus der Naturwissenschaft und aus der Physik. Sicher, einige Rätsel wurden schon gelöst, doch sehr viele Fragen bleiben unbeantwortet.
Es ist eine Detektivarbeit wie bei einem Verbrechen, Fakten für Fakten zusammen zu tragen, um den wahren Hergang des Geschehens zu rekonstruieren.
Es ist wie ein Puzzle, aus vielen Einzelteilen ein ganzen Bild zu fertigen.
Doch es fehlen noch sehr viele Einzelheiten und Fakten, um die Rätsel zu entschlüsseln.
Der Autor versucht an Hand verschiederer Beispiele, dem Leser diese Puzzle-Arbeit zu erklären: warum das Weltall expandiert oder geht gedanklich bis zum „Urknall" zurück.
Doch was davor war oder warum es zum „Urknall" kam oder was sich zum „Urknall" verdichtete, wenn vorher nichts da war (oder doch?) oder wie weit das Universum expandiert, ist der Weltraum endlich oder doch unendlich - ??? Viele offene Fragen.
Der Autor wurde in Bengalen geboren. Er besuchte die Uni in Kalkutta.
1959 Sloan Foundation von Kalifornien (UCLA)
1961 begann seine Karriere als Laser-Forscher. Seit 1968 Forschungen am Northrop Corporate Research Laboratory. Entwickelt die Laser-Technologie für Operationen am Auge, welche die Augenheilkunde revolutionierte. Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen,  zahlreiche internationale Ehrungen. Er ist Präsident von „Cosmogenics.org", einen Non-Profit-Organisation, die sich der Ausbildung junger Menschen und der wissenschaftlichen Forschung des Universums widmet.
Meine Meinung zum Buch:
Es liest sich leicht, ist für jedermann verständlich geschrieben.
Einige bekannte Bilder von Galaxien und Planeten sind enthalten.
Dieses Buch begibt sich auf die Suche nach den Geheimnissen des Universums,
doch es bleiben viele Geheimnisse -  niemand konnte sie bisher lüften!
Dennoch lesenswert!
 
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Der kosmische Detektiv – Auf der Suche nach den Geheimnissen des Universums<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Gerhard Stropek<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Mani Bhaumik<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">978- 3- 902406-65-1<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Datum:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2009</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">14,90 EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 21:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Deep Sky Beobachteratlas</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=129&#38;cHash=2d534407450cfe93e41e1897f3db220f</link>
			<description>&lt;h2&gt;Einleitung&lt;/h2&gt;
Für die Beobachtung von für das bloße Auge unsichtbaren Objekten ist eine präzise Orientierung am Nachthimmel unerläßlich. Neben dem reinen Kartenmaterial ist es auch sinnvoll, gleich einige Angaben zur Sichtbarkeit des Objekts zu haben. Dafür musste man dann entsprechend viel Literatur ins Feld mitnehmen, sollte man aufgrund unseres schwer vorhersehbaren Wetters einmal spontan und rasch aufbrechen wollen. Das es auch mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Einleitung</h2>
Für die Beobachtung von für das bloße Auge unsichtbaren Objekten ist eine präzise Orientierung am Nachthimmel unerläßlich. Neben dem reinen Kartenmaterial ist es auch sinnvoll, gleich einige Angaben zur Sichtbarkeit des Objekts zu haben. Dafür musste man dann entsprechend viel Literatur ins Feld mitnehmen, sollte man aufgrund unseres schwer vorhersehbaren Wetters einmal spontan und rasch aufbrechen wollen. Das es auch mit nur einem Werk geht, zeigt der nachfolgend beschriebene Atlas.
<h2>Proklamiertes Ziel des Buches</h2>
„Ein kommentierter Atlas der Sternhaufen, Nebel und Galaxien für den visuellen Beobachter"
„Dieser Atlas ist als Begleiter für die nächtliche Beobachtung gedacht. Er richtet sich in erster Linie an Sternfreunde, die meist spontan, ohne größere Vorbereitung zur Beobachtung aufbrechen."
<h2>Systematik und Inhalt</h2>
Das Werk hat über 350 nichtnummerierte Seiten mit 97 Karten im spiralgebundenen Softcover. Die Deckblätter und Seiten sind aus wasserabweisenden, beschichteten Papier (0,15mm Dicke). Es finden sich die Positionen und Beschreibungen von 2203 Deep Sky Objekten. Sterne bis 9mag sollen auf den Karten verzeichnet sein. Als Quelle diente u.a. der Tycho2 Katalog. Der Atlas deckt die nördliche Hemisphäre bis zu einer Deklination von –35°ab.
Der Inhalt unterteilt sich in:
Hinweise zum Atlas und Gesamtübersicht 	der Karten
97 Himmelsregionen
Objektindex und Anhang
1) Hinweise zum Atlas und Gesamtübersicht der Karten
Auf einer Seite führt der Autor in den Umgang mit dem Atlas und seinem Inhalt knapp ein. Die verwendeten Symbole und Abkürzungen werden im Dritten Abschnitt erläutert.
Als Neuheit sehe ich die Sichtbarkeitsdiagramme an: Auf einem Koordinatenkreuz werden die Objekte entsprechend ihrer Helligkeit (x) und Flächenhelligkeit (y) eingetragen. Der Blasendurchmesser steht für die Ausdehnung.
Es sind keine Mehrfachsterne und Veränderliche Sterne aufgelistet und in den Karten verzeichnet. Für den Einsteiger hilfreich ist die Hervorhebung der Objekte des bekannten „Karkoschka". So erkennt er gleich die beeindruckendsten Ziele.
2) 97 Himmelsregionen
Die Sortierung ist nach den lateinischen Sternbildern in alphabetischer Reihenfolge. Das halte ich für vorteilhaft, denn auch nach vielen Jahren der Beobachtung finde ich eine Region nach dieser Systematik rascher, als mit den strengen schichtenartigen Sektoren vom Pol zum Äquator. Der Nachteil, dass man weniger geläufige Sternbilder vergessen oder übersehen könnte, ist durch die Umgebungsüberblickskarte beseitigt.
Die Beschreibung einer Region beginnt mit dem Überblick des Sternbilds mit seinen benachbarten Arealen. In diese Grafik eingeblendet ist das Sichtbarkeitsdiagramm mit den meisten vorgestellten Objekten. Es folgt die Auflistung der Objekte mit den Kerndaten und einer Kurzbeschreibung . Hierbei wird die englische Sprache verwendet und bei den Objekten des NGC die Abkürzungen, wie sie seit Herschel verwendet werden. Das ist gewöhnungsbedürftig, besonders für den Einsteiger. Grob geschätzt werden 80% der Objekte tiefergehend in Deutsch beschrieben. Dabei werden je nach Eignung oftmals unterschiedliche Instrumentengrößen erwähnt. Der Auflistung folgen oftmals schwarzweiße  Abbildungen. Sie illustrieren einige der markanten Regionen, doch nicht unbedingt die hellen „Klassiker" sondern häufig die lichtschwachen und kleineren Objekte. Abschließend findet der Benutzer die Aufsuchkarte der vorgestellten Region.
Bei der Systematik wundere ich mich etwas. Am Beispiel von M51 wird es deutlich: Er liegt offiziell in Canes Venatici, ist jedoch nur in „Bootes-Nord" und in „Ursa Major" beschrieben. Somit sogar zweimal. Diese Beobachtung geschah zufällig. Wie häufig das auftreten mag kann ich nicht mitteilen.
3) Objektindex und Anhang
Abschließend werden alle nichtstellaren Objekte nochmals nach ihrer Nummer und Seitenangabe aufgelistet. Die Legende der Kartensymbole findet sich anschließend und auch die eher schwammig anmutenden Bezeichnungen zur Teleskopgröße, die bei der Objektbeschreibung verwendet werden, sind erklärt. Zum Beispiel entspricht ein „mittleres" Teleskop einer Optik von 8 bis 10 Zoll Öffnung. Ähnlich werden die Aussagen zur erforderlichen Himmelsgüte erläutert. Die Einsteigerobjekte, die im Karkoschka aufgeführt sind, werden mit ihrem Sichtbarkeitsfenster aufgeführt. Ebenso werden 400 Herschelobjekte und „Sonderobjekte" ihren Sichtbarkeitsperioden zugeordnet. Eine gute Idee. Abschliessend werden die kryptischen Kurzbezeichnungen sowie die Bortleskala dargestellt. Am Ende erhält der Leser noch eine Karte von Ursa Minor zur Schätzung der stellaren Grenzgröße.
<h2>Layout und Kartenmaterial</h2>
Das Format ist DIN-A4 Hoch. Die Karten sind Schwarz auf Weiss. Die Abbildungen der Objekte sind im Graustufenraster. Die Karten sind Ausdrucke des „Cartes Du Ciel" Programms und erinnern an den Sky Atlas 2000 von Tirion. Den Maßstab gibt Stropek mit 1,2°/cm an. Koordinatenlinien sind nicht vorhanden. Die stellare Grenzgröße schwankt zwischen 8,3 und 9,3mag, je nach der Sternendichte.
Die Abbildungen mögen etwas grob erscheinen, die Hauptkarten hingegen sind astrein scharf gedruckt.
Nach einiger Zeit der Benutzung fällt leider auf, dass sich die Druckerschwärze in leichten Schatten auf die Aufsuchkarten legt
<h2>Resümee</h2>
Der Deep Sky Beobachteratlas von Gerhard Stropek verbindet in einzigartiger Weise die Vorteile von Uranometria2000/DeepSky Fieldguide, Nightsky Observer Guide, Deep Sky Reiseatlas und Karkoschka miteinander. Er hat mit über 2200 Objekten nicht so viele wie das nördliche Uranometria Buchduo, dafür reicht er bis –35° Deklination südlicher und deckt somit den gesamten beobachtbaren Himmel für Mitteleuropäer ab. Die Anzahl an Objekten übertrifft so einige andere Kartenführer, so dass der Leser über Jahre hinaus auch mit größeren Instrumenten bestens bedient ist. Das ganze zu einem Buch kombiniert und mit zum Teil detaillierten Beschreibungen von helleren Objekten und weiteren Informationen versehen lässt dieses Werk zu einem unersetzlichen Begleiter für Nacht und „Nebel" – Aktionen werden. Mit dieser Erstausgabe hat der Deep Sky Beobachter Atlas das Zeug zu einem Standardwerk der Amateurastronomie zu werden und ist uneingeschränkt empfehlenswert!
Torsten Güths
Der Rezensent ist Dipl. Wirtschaftsing. FH, seit über 30 Jahren Sternfreund.
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Deep Sky Beobachteratlas<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Gerhard Stropek<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Eigenverlag <link http://www.beobachteratlas.de _blank>www.beobachteratlas.de</link><br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP"><br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Datum:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2010</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">49,90 EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aufbruch in den Weltraum</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=128&#38;cHash=895a3433d5380ac6e91e79b1d410e9b8</link>
			<description>Als Erstes vorweg: Ich war echt fasziniert, als ich anfing, dieses Buch zu lesen.Es handelt von geheimen Raumfahrtprogrammen, dramatischen Pannen und faszinierenden Erlebnissen russischer Kosmonauten.
Das Buch ließt sich wie ein Roman – einfach gut geschrieben! Man kann sich förmlich die Situationen der Kosmonauten vorstellen, die beschrieben werden. Nach wirklich guten Recherchen nach dem Zerfall der Sowjetunion hat der Autor Dinge ans Licht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Als Erstes vorweg: Ich war echt fasziniert, als ich anfing, dieses Buch zu lesen.Es handelt von geheimen Raumfahrtprogrammen, dramatischen Pannen und faszinierenden Erlebnissen russischer Kosmonauten.
Das Buch ließt sich wie ein Roman – einfach gut geschrieben! Man kann sich förmlich die Situationen der Kosmonauten vorstellen, die beschrieben werden. Nach wirklich guten Recherchen nach dem Zerfall der Sowjetunion hat der Autor Dinge ans Licht befördert, die der westlichen Welt nicht oder kaum bekannt wurden -  viele Fehlschläge, Fastkatastrophen und andere Dinge, die damit zusammen hingen.
Lange hat man ja nicht gewusste, was sich in der russischen Raumfahrt ereignet hat. Doch mit diesem Buch werden wir Zeugen der ersten sowjetischen Raumflüge, um die sich viele Gerüchte rankten.
Wir lesen von Raumfahrern, die auf einer brennenden, fast schon explodierenden Rakete sitzen, oder von einer Raumkapsel, die auf den Eisschollen eines zugefrorenen Sees landete. Die Helden dieser Expeditionen sind russische Kosmonauten, die sich dem Unbekannten stellten und haarsträubende Situationen mit Mut und höchstem Können bewältigten. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, diese Erlebnisse nachzulesen. Interessant und fesselnd zugleich – so mein Eindruck!
Die wirklich gute Arbeit, die der Autor durch seine Recherchen geleistet hat, dokumentiert nicht nur Einblicke in ganz persönliche Erlebnisse der Kosmonauten im Weltraum, sondern schafft auch ein völlig neues Bild des früheren russischen Weltraumprogramms. Also – ich wiederhole mich gern: Ein lohnenswertes 224seitiges Buch, dass seinen Preis wert ist!
Zum Autor:
Mag. Dr. Gerhard Hertenberger, geb. 1967, Studium der Biologie an der Universität Wien. Anschließend Forschungstätigkeit (Institut für Ökologie und Naturschutzforschung – IECB), parallel dazu Engagement in Naturschutz- und Umweltfragen. Seit 2004 als Wissenschaftsjournalist für Biowissenschaften, Weltraumforschung und Archäologie tätig. Beschäftigung mit dem Thema Raumfahrt seit den frühen 80er Jahren, ab 1983 kontinuierliche Mitverfolgung russischer Weltraumaktivitäten über den Kurzwellensender von Radio Moskau.
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Aufbruch in den Weltraum</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Gerhard Hertenberger</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Seifert-Verlag</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">978-3-902406-63-7</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Datum:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2009</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">EUR</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Raumfahrt</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 23:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das Astronomische Jahr 2011</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=98&#38;cHash=86f74c9c161fa540e530b3626981697c</link>
			<description>Das Himmelsgeschehen 2011 quasi ständig vor der Nase zu haben, geht das?  Nein, gemeint ist nicht das hypermoderne interaktive Nasenfahrrad,  sondern eine neue Art eines astronomischen Jahreskalenders in Form eines  DIN A1-Posters. Was auf den ersten Blick etwas seltsam klingen mag, ist  die Fortführung des kurzzeitig auf dem astronomischen Büchermarkt  erschienenen astronomischen Jahres aus dem Oculum-Verlag in anderer Form  und im Eigenverlag...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Himmelsgeschehen 2011 quasi ständig vor der Nase zu haben, geht das?  Nein, gemeint ist nicht das hypermoderne interaktive Nasenfahrrad,  sondern eine neue Art eines astronomischen Jahreskalenders in Form eines  DIN A1-Posters. Was auf den ersten Blick etwas seltsam klingen mag, ist  die Fortführung des kurzzeitig auf dem astronomischen Büchermarkt  erschienenen astronomischen Jahres aus dem Oculum-Verlag in anderer Form  und im Eigenverlag der drei Autoren, die schon für den Jahreskalender  in Heftform verantwortlich zeichneten.
Was bietet dieser neuartige Kalender gegenüber anderen? Durch die  Posterform hat man die aktuellen Ereignisse stets vor Augen. Es lassen  sich schnell die wichtigsten Daten aus dem dreiteiligen Poster ablesen.  Auf der linken Seite findet man die wichtigsten astronomischen  Ereignisse des Jahres, in der Mitte das große Nomogramm, aus dem sich  die Auf- und Untergangszeiten von Sonne, Mond und Planeten im Jahreslauf  sowie Dämmerungszeiten, Mondschein und Mondphasen herauslesen lassen.  Weitere Himmelsereignisse sind rechts daneben etwas ausführlicher  beschrieben. Ganz rechts dann findet man 12 Monatssternkarten, die neben  dem jeweiligen Himmelsanblick zu Mitternacht die Positionen der  Planeten Mars, Jupiter und Saturn sowie der Vollmond zeigen.
Dieser neue Kalender ist sehr kompakt und enthält alle wesentlichen  Informationen über die Himmelsereignisse im Jahr 2011. Allenfalls die  kleine Schrift könnte dem einen oder anderen ein wenig Probleme  bereiten. Dennoch ist er eine sinnvolle Alternative, um einen schnellen  Überblick über das Himmelsgeschehen zu erlangen, ohne hierfür ein Buch  heraussuchen oder den Computer einschalten zu müssen. Gut in der Wohnung  oder den Vereinsräumen platziert, wird man stets daran erinnert, mal  wieder in den Sternenhimmel zu schauen. Wer mehr wissen möchte, sollte  die Website: http://www.astronomischesjahr.de aufrufen. Dort findet man  das Poster auch als interaktive Karte. Bezogen werden kann dieser  Posterkalender über diverse Astrohändler, nicht aber direkt über die  Autoren.
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Das astronomische Jahr 2011<br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Friedrich, Susanne; Friedrich, Peter; Schurig, Stefan</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Eigenverlag, Nürnberg (2010)</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP"><br /></td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Datum:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2010</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">EUR 14,90</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Jahrbuch</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wie Mathematiker ticken (2010)</title>
			<link>http://www.astronomie.de/bibliothek/buchbesprechungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=85&#38;cHash=6da45f7e5eec0255ae28cd9c848cea9e</link>
			<description>Dies ist ein Buch, das mich sehr nachdenklich stimmt: „Wie Mathematiker  ticken&quot; von David Ruelle. Ich bin wohl mit einer falschen  Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen. Der Titel sowie die  Unterzeile „Geniale Köpfe – ihre Gedankenwelten und ihre größten  Erkenntnisse&quot; versprechen eigentlich eine spannende und unterhaltsame  Reise durch das Wesen der Mathematik und ihrer Koryphäen. Darüber könnte  und hat man schon viele Bücher...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Dies ist ein Buch, das mich sehr nachdenklich stimmt: „Wie Mathematiker  ticken" von David Ruelle. Ich bin wohl mit einer falschen  Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen. Der Titel sowie die  Unterzeile „Geniale Köpfe – ihre Gedankenwelten und ihre größten  Erkenntnisse" versprechen eigentlich eine spannende und unterhaltsame  Reise durch das Wesen der Mathematik und ihrer Koryphäen. Darüber könnte  und hat man schon viele Bücher geschrieben. David Ruelle ist ein  ausgezeichneter Physiker und Mathematiker, der mit seinen Arbeiten zur  Chaos-Theorie dynamischer Systeme und der Charakterisierung des  „Seltsamen Attraktors" bekannt und vielfach geehrt wurde. Also im  Prinzip gute Voraussetzungen für ein attraktives Buch.
Der englische Originaltitel lautet „The Mathematician's Brain", was sich  schon trockener anhört. Aber dies charakterisiert das Buch schon  besser. Es ist ein staubtrockenes Buch, mühsam zu lesen, eine seltsame  Auswahl von beschriebenen Personen und mathematischen Erkenntnissen  sowie gewagter Thesen und leider auch einigen fachlichen Fehlern.
Was versucht Ruelle mit dem Buch zu erreichen? Seine These lautet in  etwa, dass die herausragenden Mathematiker exzentrisch waren und sind  bzw. diese Exzentrik Voraussetzung für ihre Leistungen wäre. Natürlich  fällt es einem nicht schwer, zumindest der erste Teil der These aus dem  Bauch heraus zuzustimmen. Dazu kennt man genügend Anekdoten über  Mathematiker, wie zum Beispiel der aktuelle Fall von Grigori  Jakowlewitsch Perelman, der sowohl die bedeutendste Auszeichnung für  Mathematiker (die Fields-Medallie) als auch eine Millionen Dollar als  Auszeichnung für die Lösung der Poincaré-Vermutung ablehnte und allein  mit seiner Mutter am Rande von St. Petersburg lebt.
Der zweite Teil der These ist schon schwerer zu fassen. Muss man  exzentrisch sein oder eine andere Geisteshaltung haben um ein guter  Mathematiker zu sein? Was sind die Voraussetzungen für hervorragende  Leistungen in der Mathematik? Auch hier ist die Stammtischmeinung „Man  muss verrückt sein um sich mit so etwas zu beschäftigen" schnell  aufgestellt. Aber kann man dies auch belegen?
Als Wissenschaftler ist es generell nicht ausreichend, nur Anekdoten zu  besitzen. Man muss zeigen, dass die These hinreichend statistisch belegt  werden kann. Und da kommen schon die Probleme. Denn es existieren auch  herausragende Mathematiker und Physiker, die ganz normal sind sowie noch  viel mehr verrückte Wissenschaftler, die alles andere als herausragend  sind. Und wie verhält es sich in der allgemeinen Bevölkerung, also in  der Gruppe der Nichtwissenschaftler. Leider mangelt es hier an einer  klaren Argumentationslinie und harten Fakten. Im Kapitel „Turings Apfel"  wird dieser Mangel offensichtlich, es kam mir so vor, als würde er  endgültig Ursache und Folge nicht mehr trennen, was in der obskuren  These gipfelt, dass übermäßige Gehirntätigkeit die Glatzköpfigkeit  fördert könnte.
Was wird anstelle einer klaren Argumentationslinie geboten? Ruelle zeigt  an einer Auswahl von mathematischen Errungenschaften und der  Mathematiker, die hinter diesen Erfolgen stehen, das Mathematik  abgehoben und die Mathematiker verschroben sind. Die Auswahl der Themen  und Personen stammen aus seiner persönlichen Erfahrung. Dies ist  sicherlich ein guter Ansatz, wenn man bei Anekdoten bleiben möchte,  birgt aber die Gefahr einer Einseitigkeit (Bias), von unbeachteten  Kofaktoren („Muss man einen gewissen Geisteszustand besitzen, um mit dem  Autor persönlichen Kontakt gehabt zu haben?") und erschwert so die  Verallgemeinerung der Schlussfolgerungen. Außerdem deckt sich die  Auswahl nicht unbedingt mit dem Vorwissen der Leserschaft (muss auch  nicht) und dem Optimum der Auswahl (was schon wichtiger ist).
Auch schafft es Ruelle nicht, die mathematischen Errungenschaften so  darzustellen, dass auch Nichtwissenschaftler verstehen, was damit  gemeint ist und was das Besondere dabei war. Und ausgerechnet bei der  einfachsten Darstellung, dem Satz des Pythagoras, findet man noch einen  Fehler. Dies lässt einem sofort an der Richtigkeit bzw. korrekten  Darstellung der anderen Errungenschaften zweifeln.
Ich buche dieses Werk als eine vertane Chance ab, dieser spannenden und  amüsanten Fragestellung auf den Grund zu gehen. Da habe ich mir wirklich  mehr versprochen.
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Wie Mathematiker ticken</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Ruelle, David</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Springer, Berlin</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">9783642041105</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Datum:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2010</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">EUR 19,95</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Space Missions - Der Mars (Metallbox-Edition)</title>
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			<description>Eine Besprechung über eine DVD zu schreiben, kommt bei mir nicht so oft  vor, doch dieses Mal ist es wirklich notwendig, denn über keine meiner  Neuerwerbungen der letzten Zeit habe ich mich so geärgert, wie über  diese. Mein Lieblingsplanet im Sonnensystem ist der Mars und so  erwartete ich beim Kauf der DVD auch etwas über ihn zu erfahren,  vielleicht Videos vergangener Missionen, Animationen künftiger Projekte  oder schlicht möglichst neue...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Besprechung über eine DVD zu schreiben, kommt bei mir nicht so oft  vor, doch dieses Mal ist es wirklich notwendig, denn über keine meiner  Neuerwerbungen der letzten Zeit habe ich mich so geärgert, wie über  diese. Mein Lieblingsplanet im Sonnensystem ist der Mars und so  erwartete ich beim Kauf der DVD auch etwas über ihn zu erfahren,  vielleicht Videos vergangener Missionen, Animationen künftiger Projekte  oder schlicht möglichst neue Aufnahmen der derzeit in der Marsumlaufbahn  befindlichen Raumsonden gezeigt bekommen. Doch jetzt, nach einer Stunde  und 20 Minuten, warte ich immer noch auf das eigentliche Thema. Man  weiß ja, das man nicht alles im Leben bekommt, was man erwartet, aber in  diesem Fall könnte man schon fast von einer Art Mogelpackung sprechen.
Warum? Nun, der Titel und der Begleittext weisen auf den Mars als  nächste Herausforderung für die bemannte Raumfahrt hin. Seltsam nur,  dass er in dem knapp anderthalbstündigen, aus verschiedenen  amerikanischen Fernsehbeiträgen zusammengestückelte Film so gut wie gar  nicht vorkommt. Und dann gibt es noch krasse Übersetzungsfehler: Gleich  zu Anfang werden kurz die VIKING-Mssionen erwähnt, bevor ein Beitrag  über VOYAGER gezeigt wird. Hier lauert die erste Falle für den  Übersetzer. Danach soll die Temperatur in heißen Zonen auf dem Saturn  500 Mio°C betragen. Saturn heißer als die Sonne? Danach wird eine gute  halbe Stunde erst einmal über die Anfänge des Shuttle-Programms  berichtet. Einige Kurzbemerkungen (der Sprecher wirkt wie in einem  schlecht gemachten Amateurfilm), einige alte Marsbilder und ein paar  Grunddaten aus einem Astronomiebuch, sowie die Behauptung, Wasser auf  dem Mars sei eine gesicherte Tatsache (das ist sie leider immer noch  nicht) wird zur Geschichte der ISS übergeleitet, über die Zusammenarbeit  zwischen der Raumstation und der Bodenstation bzw. die Auswertung von  Forschungsergebnissen berichtet. Auch einige „noch zu installierende  Module", die längst an der ISS fest installiert sind (wer hat den „alten  Kram" bloß zusammengestellt) werden beschrieben.
Nach über einer Stunde dann kommt die Überschrift Space Mission Mars.  Endlich geht es los, denke ich so bei mir. Leider wieder eine  Enttäuschung: Statt etwa einer Animation über eine bemannte Marsmission  werden kurz vergangene Missionen wie der Flug des russischen ZARYA  (Start am 20.11.1998!!!) und wieder verschiedene Missionen zur ISS  vorgestellt. Daran ändert sich bis zum Schluss leider überhaupt nichts.
Da fragt man sich als Käufer doch, was das soll? Geht es nur darum,  Käufer mit einem interessanten Thema anzulocken und dann bewusst übers  Ohr zu hauen? Ich kann das fast nicht glauben, dass man so dreist ist.  Zwar wird als Produktionsjahr 2008 angegeben, aber selbst da hat es  schon viele interessante Marsbilder und –animationen gegeben!
Andererseits: Wer sich für die Geschichte des Shuttle-Programms und der  ISS interessiert, wird allerdings wenig enttäuscht, denn unter diesem  Lichte betrachtet, ist das eine wirklich tolle DVD, wenn auch mit  schlechten Kommentaren. Allen anderen, die hier etwas über den Mars zu  sehen erhoffen, sei angeraten: Finger weg, Geld sparen!
 
<table cellspacing="3"> <tbody> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Titel:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">Space Missions - Der Mars (Metallbox-Edition)</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Autor:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">keine Angabe</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Verlag:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">keine Angabe</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">ISBN:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">DVD</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Datum:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">2010</td> </tr> <tr> <td width="80" align="LEFT" valign="TOP">Preis:</td> <td align="LEFT" valign="TOP">EUR 9,99</td> </tr> </tbody> </table>]]></content:encoded>
			<category>Buchbesprechung / Sonnensystem</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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