<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>Astronomie.de - Aktuelles aus der Astronomie</title>
		<link>http://www.astronomie.de/</link>
		<description>Astronomie.de - Neuigkeiten</description>
		<language>de</language>
		<image>
			<title>Astronomie.de - Aktuelles aus der Astronomie</title>
			<url>http://www.astronomie.de/fileadmin/images/feedicon.gif</url>
			<link>http://www.astronomie.de/</link>
			<width></width>
			<height></height>
			<description>Astronomie.de - Neuigkeiten</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Thu, 23 Feb 2012 00:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Schwarzes Loch mit Superwind</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=937&#38;cHash=11ed45e8e6c00503a8a3e24a681b02de</link>
			<description>Das Schwarze Loch IGR J17091 stellt einen neuen Rekord auf: Es  bläst Materie mit einer Geschwindigkeit von 32 Millionen Kilometern pro  Stunde ins All hinaus. Das zeigen Beobachtungen mit dem  Röntgensatelliten Chandra. Es ist die bislang höchste Geschwindigkeit  für einen „Wind&quot;, der von einem sternengroßen Schwarzen Loch ausgeht.  Bislang kannten die Astronomen solche hohen Windgeschwindigkeiten nur  von supermassiven Schwarzen Löchern in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Schwarze Loch IGR J17091 stellt einen neuen Rekord auf: Es  bläst Materie mit einer Geschwindigkeit von 32 Millionen Kilometern pro  Stunde ins All hinaus. Das zeigen Beobachtungen mit dem  Röntgensatelliten Chandra. Es ist die bislang höchste Geschwindigkeit  für einen „Wind", der von einem sternengroßen Schwarzen Loch ausgeht.  Bislang kannten die Astronomen solche hohen Windgeschwindigkeiten nur  von supermassiven Schwarzen Löchern in Galaxienzentren. Die Forscher,  die im Fachblatt „Astrophysical Journal Letters" über die Entdeckung des  Rekordwinds berichten, vermuten, dass starke Magnetfelder den Gasstrom  antreiben.
<br />„Es ist überraschend, dass dieses kleine Schwarze Loch derart hohe  Windgeschwindigkeiten erzeugen kann, die wir sonst nur bei gigantischen  Schwarzen Löchern sehen", erläutert Jon Miller von der University of  Michigan, einer der beteiligten Wissenschaftler. IGR J17091 ist der  Überrest eines kollabierten Sterns. Solche stellaren Schwarzen Löcher  besitzen typischerweise die fünf- bis zehnfache Masse unserer Sonne. Die  Giganten in den Zentren von Galaxien dagegen enthalten die millionen-  oder gar milliardenfache Masse der Sonne.
<br />Eine weitere Überraschung für die Astronomen ist, dass das Schwarze Loch  IGR J17091 mit seinem Wind mehr Masse ins All hinaus bläst, als es  verschlingt. „Die allgemeine Auffassung ist, dass Schwarze Löcher alle  Materie aufsaugen, die in ihre Nähe kommt", sagt Ashley King, ebenfalls  von der University of Michigan und Erstautorin der Studie. „Doch IGR  J17091 bläst 95 Prozent der einfallenden Materie wieder ins All hinaus."
<br />IGR J17091 ist 28.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das Schwarze  Loch bildet mit einem sonnenähnlichen Stern ein Doppelsystem. Mit seiner  starken Anziehungskraft entreißt das Schwarze Loch dem Stern Materie,  die sich zunächst in einer so genannten Akkretionsscheibe ansammelt.  Frühere Beobachtungen hatten gezeigt, dass IGR J17091 Materie in zwei  stark gebündelte Strahlen auswirft. Diese so genannten Jets waren bei  der Beobachtung des rasanten Winds jedoch nicht mehr vorhanden. Die  Astronomen vermuten daher, dass das Schwarze Loch gesteuert von seinem  starken Magnetfeld abwechselnd die gebündelte Materiestrahlen und den  starken Wind erzeugt.
Quelle: http://xxx.uni-augsburg.de/abs/1112.3648]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mond: Dehnungsrisse trotz Schrumpfung</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=936&#38;cHash=e493b8d2f1bd708fe1b728e8965a2b92</link>
			<description>Auf der Mondoberfläche gibt es zahlreiche Dehnungsrisse – geologische Gräben -, obwohl der Erdtrabant langsam schrumpft. Das zeigen Aufnahmen der amerikanische Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“, die ein Forscherteam im Fachblatt „Nature Geoscience“ präsentiert. Die Gräben sind bis zu 1,8 Kilometern lang und bis zu 500 Meter breit. Da sie kaum von Kratern unterbrochen werden, müssen sie geologisch jung sein. Die Wissenschaftler schätzen ihr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf der Mondoberfläche gibt es zahlreiche Dehnungsrisse – geologische Gräben -, obwohl der Erdtrabant langsam schrumpft. Das zeigen Aufnahmen der amerikanische Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter“, die ein Forscherteam im Fachblatt „Nature Geoscience“ präsentiert. Die Gräben sind bis zu 1,8 Kilometern lang und bis zu 500 Meter breit. Da sie kaum von Kratern unterbrochen werden, müssen sie geologisch jung sein. Die Wissenschaftler schätzen ihr Alter auf maximal 50 Millionen Jahre.
„Aber sie können ebenso gut erst zehn Millionen oder eine Million Jahre alt sein“, sagt Thomas Watters von der Smithsonian Institution in Washington, ein Mitglied des Forscherteams. „Vielleicht sind sie sogar vor 40 Jahren entstanden. Das Verblüffende für uns ist, dass der Mond offenbar noch in jüngster Zeit geologisch aktiv ist.“ Verblüffend für die Wissenschaftler ist außerdem, dass der Mond überhaupt Dehnungsrisse zeigt. „Wir denken, dass sich der Mond in einem Zustand der Kontraktion befindet, da sich sein heißes Inneres langsam abkühlt“, so Watters. „Die Gräben zeigen uns nun, dass es in einigen Gebieten Kräfte gibt, die dieser Schrumpfung entgegen wirken.“
Über die gesamte Mondoberfläche verstreute Falten bestätigen das Bild des schrumpfenden Erdtrabanten. Aus der Größe der Falten ergibt sich, dass der Mond seit seiner Entstehung um etwa 200 Meter geschrumpft ist. In den bisherigen Modellen der Mondentwicklung unterbindet dieser Schrumpfungsprozess die Bildung von geologischen Gräben. Diese Modelle allerdings gehen davon aus, dass der Erdtrabant bei seiner Entstehung vollkommen geschmolzen war. Nach der heute von den Wissenschaftlern favorisierten Theorie hat sich der Mond vor vier Milliarden Jahren aus den Trümmern der Kollision eines marsgroßen Himmelskörpers mit der jungen Erde gebildet. Die Entdeckung der Dehnungsrisse spricht nun nach Ansicht von Watters und seinen Kollegen dafür, dass nur der äußere Teil des jungen Mondes aus flüssigem Magma bestanden hat, während der innere Teil bereits fest war.
Quelle: http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo1387.html]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 21:47:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schwarzes Loch überlebt Tod einer Galaxie</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=931&#38;cHash=ff4082b7273daba57f5b02098799ec9d</link>
			<description>Das bislang einzige bekannte Schwarzes Loch mittlerer Größe ist von  einer großen Ansammlung junger Sterne umgeben. Das zeigen Beobachtungen  eines internationalen Forscherteams mit dem Weltraumteleskop Hubble. Das  sei ein Indiz dafür, dass sich das Schwarze Loch ursprünglich im Zentrum  einer kleinen Galaxien befunden habe, so die Astronomen im Fachblatt  „Astrophysical Journal Letters&quot;. Die Zwerggalaxie sei vermutlich von  einem größeren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das bislang einzige bekannte Schwarzes Loch mittlerer Größe ist von  einer großen Ansammlung junger Sterne umgeben. Das zeigen Beobachtungen  eines internationalen Forscherteams mit dem Weltraumteleskop Hubble. Das  sei ein Indiz dafür, dass sich das Schwarze Loch ursprünglich im Zentrum  einer kleinen Galaxien befunden habe, so die Astronomen im Fachblatt  „Astrophysical Journal Letters". Die Zwerggalaxie sei vermutlich von  einem größeren Sternsystem zerrissen und verschluckt worden, aber das  Schwarze Loch habe diese Katastrophe überlebt.<br /><p><br />„Wir können hier erstmalig die Umgebung des mittelgewichtigen Schwarzen  Lochs beobachten", erklärt Mathieu Servillat vom Harvard-Smithsonian  Center for Astrophysics in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts.  „Und das liefert uns Hinweise auf seine Herkunft und Entstehung."  Gemeinsam mit seinen Kollegen hat Servillat das 290 Millionen Lichtjahre  entfernte Schwarze Loch ESO 243-49 HLX-1 beobachtet, das eine Masse von  20.000 Sonnen besitzt und sich in der Nachbarschaft einer größeren  Galaxie befindet.<br /><p><br />Astronomen kennen einerseits stellare Schwarze Löcher, Überreste  explodierter Sterne mit der mehrfachen Masse der Sonne. Und andererseits  supermassive Schwarze Löcher mit der millionen- oder gar  milliardenfachen Sonnenmasse in den Zentren von Galaxien. Noch gibt es  keine befriedigende Erklärung dafür, wie diese Monster-Löcher entstanden  sind. Eine Theorie besagt, dass sie aus der Verschmelzung  mittelgewichtiger Schwarzer Löcher mit der 10.000- bis 100.000-fachen  Sonnenmasse hervorgegangen sind. ESO 243-49 HLX-1 ist das bislang  einzige bekannte Schwarze Loch in diesem Massenbereich.<br /><p><br />Die Beobachtungen von Servillat und seinen Kollegen zeigen nun, dass  dieses Schwarze Loch von rund einer Million überwiegend jungen Sternen  umgeben ist. Der Sternhaufen hat einen Durchmesser von rund 250  Lichtjahren und die Forscher schätzen das Alter der Stern auf 200  Millionen Jahre. Das ist astronomisch gesehen nicht mehr als ein  Augenblick. Die einzige plausible Erklärung ist nach Ansicht des Teams,  dass vor 200 Millionen Jahren eine Zwerggalaxie von dem benachbarten  großen Sternsystem verschlungen worden ist. Das Schwarze Loch im Kern  dieser Zwerggalaxie hat die Katastrophe überlebt und die große Galaxie  wieder verlassen. Die Sterne sind bei der Kollision der beiden Galaxien  aus Gas in der Umgebung des Schwarzen Lochs entstanden. Über das weitere  Schicksal des Schwarzen Lochs herrscht noch Unklarheit. Möglicherweise  fällt es auf einer Spiralbahn in die große Galaxie hinein und  verschmilzt in mehreren 100 Millionen Jahren mit dem supermassiven  Schwarzen Loch ihrem Zentrum.
Quelle: http://iopscience.iop.org/2041-8205/747/1/L13/]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 13:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Venus dreht sich ungleichmäßig</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=928&#38;cHash=124e5bd5678565121237398e7c5b0d63</link>
			<description>Berge und Täler auf der Venus sind nicht mehr dort, wo die Forscher  sie erwartet haben: Von 2006 bis 2008 durchgeführte Messungen der  europäischen Raumsonde Venus Express zeigen eine Verschiebung von  Oberflächenstrukturen um bis zu 20 Kilometern gegenüber Karten, die auf  Beobachtungen der amerikanischen Sonde Magellan aus den Jahren 1990 bis  1992 basieren. Das zeigt die Analyse der Venus Express-Daten durch ein  europäisches Forscherteam....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berge und Täler auf der Venus sind nicht mehr dort, wo die Forscher  sie erwartet haben: Von 2006 bis 2008 durchgeführte Messungen der  europäischen Raumsonde Venus Express zeigen eine Verschiebung von  Oberflächenstrukturen um bis zu 20 Kilometern gegenüber Karten, die auf  Beobachtungen der amerikanischen Sonde Magellan aus den Jahren 1990 bis  1992 basieren. Das zeigt die Analyse der Venus Express-Daten durch ein  europäisches Forscherteam. Demnach muss die Rotationsperiode der Venus  im Verlauf von 16 Jahren um 6,5 Minuten zugenommen haben.<br /><p><br />„Als die beiden Karten nicht zusammenpassten, dachte ich zunächst, dass  ich einen Fehler bei den Berechnungen gemacht habe", erklärt Nils Müller  vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und  Raumfahrt (DLR), einer der beteiligten Planetenforscher. „Denn die  Messungen von Magellan sind sehr genau. Aber wir haben jede denkbare  Fehlerquelle überprüft." Eine derart starke Zunahme der Tageslänge in  einem astronomisch gesehen kurzen Zeitraum ist ungewöhnlich und bislang  haben die Wissenschaftler keine Erklärung für das Phänomen.<br /><p><br />Die Rotationsdauer der Erde schwankt durch Winde und Gezweiten um etwa  eine Millisekunde im Verlauf eines Jahres. Die Venus besitzt eine  erheblich dichtere Atmosphäre – der Luftdruck am Boden ist 90-mal größer  als auf der Erde. Deshalb könnte der Einfluss atmosphärischer Strömungen  auf die Drehung der Venus stärker sein. Doch solche kurzfristigen  Schwankungen sollten sich im Verlauf von Jahren ausgleichen und nicht  akkumulieren. Neuere Atmosphärenmodelle deuten allerdings darauf hin,  dass die Venus jahrzehntelange Wetterzyklen besitzen könnte – die dann  möglicherweise auch die Rotation auf der Zeitskala von Jahrzehnten  beeinflussen. Ein andere möglicher Erklärungsansatz wäre ein Austausch  von Drehimpuls zwischen Erde und Venus, wenn beide Planeten sich auf  ihren Bahnen nahe kommen.<br /><p><br />Weitere Untersuchungen seien nötig, um die Entwicklung der Venusrotation  zu beobachten und der Ursache der Veränderung auf die Spur zu kommen, so  die Wissenschaftler. Sie weisen auch darauf hin, dass eine genaue  Kenntnis der Drehung des Planeten – und damit der Position von  Oberflächenstrukturen – für künftige Landungen von Sonden auf der Venus  wichtig sind.
Quelle: http://dx.doi.org/10.1016/j.icarus.2011.09.026]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 17:50:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kannibalismus unter Zwerggalaxien</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=924&#38;cHash=2bbec46c7d00e67061afa4619beb5db8</link>
			<description>Große Galaxien wachsen, indem sie kleinere Sternsysteme schlucken.  Dieser kosmische Kannibalismus sorgt aber auch für das Wachstum der  kleineren Sternsysteme. Das zeigen Beobachtungen von zwei  internationalen Forscherteams. Die Astronomen haben erstmals beobachtet,  wie eine Zwerggalaxie ein noch kleineres Milchstraßensystem verschlingt.  Die Wissenschaftler berichten in den Fachblättern „Nature&quot; und  „Astrophysical Journal Letters&quot; über ihre...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Große Galaxien wachsen, indem sie kleinere Sternsysteme schlucken.  Dieser kosmische Kannibalismus sorgt aber auch für das Wachstum der  kleineren Sternsysteme. Das zeigen Beobachtungen von zwei  internationalen Forscherteams. Die Astronomen haben erstmals beobachtet,  wie eine Zwerggalaxie ein noch kleineres Milchstraßensystem verschlingt.  Die Wissenschaftler berichten in den Fachblättern „Nature" und  „Astrophysical Journal Letters" über ihre Untersuchungen.<br /><p><br />„Eine Reihe von Modellen sagen vorher, dass Zwerge andere Zwerge  verschlingen sollten. Jetzt haben wir solch eine Mahlzeit erstmals  direkt beobachten können und so ein wichtiges Puzzlestück der  Galaxienentwicklung gefunden", sagt David Martínez-Delgado vom  Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, der eines der beiden  Teams leitet. „Außerdem ist uns NGC 4449 mit einer Entfernung von 12  Millionen Lichtjahren relativ nahe. Das zeigt, dass solche Prozesse auch  im heutigen Universum noch eine Rolle spielen. Sie müssen berücksichtigt  werden, um unsere kosmische Nachbarschaft zu verstehen."<br /><p><br />NGC 4449 ist eine nur schwach leuchtende Zwerggalaxie im Sternbild  Jagdhunde. Schon 2007 hatten Astronomen einen verdächtigen Strom von  Sternen in der Umgebung dieses Systems aufgespürt. Die Beobachtungen von  Martínez-Delgado und seinen Kollegen, sowie einem zweiten Team um  Michael Rich von der University of California in Los Angeles zeigen nun,  dass es sich bei dieser Sternenansammlung ebenfalls um eine Zwerggalaxie  handelt, die allerdings noch kleiner als NGC 4449 ist. Das nun NGC 4449B  getaufte Objekt zeigt eine auffällig gestörte Struktur. Das werten die  Himmelsforscher als Indiz dafür, dass das kleinere System schon einmal  nahe an dem größeren vorbei gezogen ist und nun kurz davor steht, von  NGC 4449 endgültig verschluckt zu werden. Wobei „kurz davor"  astronomisch gesehen immer noch einen Zeitraum von mehreren hundert  Millionen Jahren umfasst.<br /><p><br />Massenabschätzungen der Astronomen für NGC 4449B deuten darauf hin, dass  die Miniatur-Milchstraße beträchtliche Mengen an Dunkler Materie  enthält. Diese geheimnisvolle Substanz sendet selbst kein Licht aus und  macht sich nur durch ihre Schwerkraft bemerkbar. Galaxien, die sehr viel  Dunkle Materie enthalten und nur wenige leuchtende Sterne, sind nur  schwer zu beobachten. Andererseits können sie aber bei einer  Verschmelzung trotzdem einen signifikanten Einfluss auf Form, Größe und  Dynamik der größeren Galaxie ausüben. Die Zwergenmahlzeit von NGC 4449  könnte nach Ansicht von Martinez-Delgado ein Beispiel für eine solche  „versteckten Verschmelzung" sein.
Quellen:<br />http://arxiv.org/abs/1112.2154<br />http://www.nature.com/nature/journal/v482/n7384/full/nature10837.html]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 20:40:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erste Karte eines Exoplaneten</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=923&#38;cHash=93cf37f583f2f4e0ca716caa47a037d2</link>
			<description>Amerikanischen Astronomen ist es erstmals gelungen, ein  zweidimensionales Bild eines Planeten zu erhalten, der einen anderen  Stern umkreist. Es handelt sich nicht um ein Foto, sondern um eine aus  gemessenen Helligkeitsvariationen errechnete Karte. Da die Messungen im  infraroten Strahlungsbereich erfolgt sind, gibt die Karte die  Temperaturverteilung auf dem Planeten wieder. Sie zeigt einen „hot  spot&quot;, eine heiße Region auf dem Äquator des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Amerikanischen Astronomen ist es erstmals gelungen, ein  zweidimensionales Bild eines Planeten zu erhalten, der einen anderen  Stern umkreist. Es handelt sich nicht um ein Foto, sondern um eine aus  gemessenen Helligkeitsvariationen errechnete Karte. Da die Messungen im  infraroten Strahlungsbereich erfolgt sind, gibt die Karte die  Temperaturverteilung auf dem Planeten wieder. Sie zeigt einen „hot  spot", eine heiße Region auf dem Äquator des Himmelskörpers, berichten  die Forscher im Fachblatt „Astrophysical Journal Letters".<br /><p><br />„Eine der größten Herausforderungen bei der Untersuchung extrasolarer  Planeten ist, dass wir die Oberflächen dieser Himmelskörper nicht durch  direkte Beobachtungen auflösen können", schreiben Carl Majeau, Eric Agol  und Nicolas Cowan von der University of Washington in Seattle. Doch es  gibt eine Lösung für das Dilemma, die in der Astronomie bereits in  verschiedenen anderen Situationen zur Anwendung kommt. Zieht nämlich ein  Himmelskörper hinter einem anderen vorüber, so lassen sich aus der  Lichtkurve beim Verschwinden und beim Auftauchen Informationen über die  zweidimensionale Helligkeitsverteilung auf dem bedeckten Objekt gewinnen.<br /><p><br />Majeau, Agol und Cowan wenden dieses Bedeckungs-Verfahren auf den  Planeten HD 189733b an, der einen unserer Sonne ähnelnden Stern  umkreist, der rund 63 Lichtjahre von uns entfernt ist. Der Exoplanet ist  ein so genannter „heißer Jupiter", ein Gasriese, der den Stern auf einer  extrem engen Umlaufbahn umkreist – er braucht nur 2,2 Tage für einen  Umlauf. Der Orbit des Planeten liegt dabei gerade so, dass der Planet  von der Erde aus gesehen regelmäßig vor und hinter dem Stern  vorüberzieht. Damit konnten die Forscher das Bedeckungs-Verfahren auf HD  189733b anwenden. Die enge Umlaufbahn bietet zudem einen weiteren  Vorteil: Die Astronomen können davon ausgehen, dass der Planet gebunden  rotiert, seinem Stern also stets die gleiche Seite zeigt. Somit können  die Wissenschaftler problemlos Daten mehrerer Bedeckungen des Planeten  addieren.<br /><p><br />Die von den drei Astronomen mit dem Bedeckungs-Verfahren erstellte Karte  zeigt, dass der heißeste Punkt auf der Oberfläche des Planeten nicht  exakt dem Stern zugewandt ist, sondern auf dem Äquator um knapp 22 Grad  nach Osten verschoben ist. Das Forscherteam deutet diese Verschiebung  als Indiz für starke Winde in der Atmosphäre des großen Gasplaneten.
Quelle: http://xxx.uni-augsburg.de/abs/1202.1883]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 20:33:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kosmisches Ping-Pong: Doppelsterne können Planeten tauschen</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=922&#38;cHash=79e1f0b177448d1540cc023562953999</link>
			<description>Planetensysteme sind unmittelbar nach ihrer Entstehung alles andere  als stabil: Enge Begegnungen der Himmelskörper können einzelne Planeten  aus dem System herauswerfen. Bei Doppelsternen können Planeten in dieser  chaotischen Entwicklungsphase zwischen den beiden Sternen hin- und  herwandern. Das zeigen Computersimulationen eines Forscher-Duos aus  Großbritannien. Die beiden Wissenschaftler berichten im Fachblatt  „Monthly Notices of the Royal...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Planetensysteme sind unmittelbar nach ihrer Entstehung alles andere  als stabil: Enge Begegnungen der Himmelskörper können einzelne Planeten  aus dem System herauswerfen. Bei Doppelsternen können Planeten in dieser  chaotischen Entwicklungsphase zwischen den beiden Sternen hin- und  herwandern. Das zeigen Computersimulationen eines Forscher-Duos aus  Großbritannien. Die beiden Wissenschaftler berichten im Fachblatt  „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ über die Ergebnisse  ihrer Rechnungen. <br /><p> <br />„Planetensysteme findet man nicht nur bei einzelnen Sternen, sondern  auch bei Doppelsternen unterschiedlichster Art“, schreiben Nickolas  Moeckel und Dimitri Veras von der University of Cambridge. Rund die  Hälfte aller sonnenähnlichen Sterne sind Mitglied in einem Doppel- oder  Mehrfachsystem. Wenn die Abstände der Sterne in einem solchen System  deutlich größer sind als das Zehnfache der Entfernung Erde-Sonne, dann  sollte die Planetenentstehung bei ihnen nahezu unabhängig wie bei einem  Einzelstern verlaufen. „Und damit ist die Bühne bereitet für ein  potenzielles Wechselspiel zwischen stellarer und planetarischer  Dynamik“, so Moeckel und Veras. <br /><p> <br />Die beiden Forscher haben deshalb die dynamische Entwicklung von  Planetensystemen um Sterne in Doppelsystemen mit Abständen von 100 bis  1000 Astronomischen Einheiten simuliert. Eine Astronomische Einheit  entspricht dem mittleren Abstand der Erde von der Sonne. Die meisten  Planeten – 70 bis 85 Prozent -, die durch eine enge Begegnung aus der  Umlaufbahn um einen solchen Stern herausgeschleudert werden, geraten in  den gravitativen Einflussbereich des anderen Sterns des Systems, so das  Ergebnis. In Abhängigkeit von der genauen Geometrie des Systems beginnen  45 bis 75 Prozent der zunächst herausgeworfen Planeten damit, zwischen  beiden Sternen hin- und her zu pendeln. <br /><p> <br />Insgesamt ist eine solche Situation aber weiterhin instabil. Die  Simulationen zeigen, dass ein pendelnder Planet im Mittel nach 10.000  Jahren das Doppelsystem vollständig verlässt. Die Verteilung der  Auswurfzeiten ist allerdings extrem breit – in Einzelfällen kann das  kosmische Ping-Pong auch über eine Million Jahre andauern. „Sehr selten  kann ein Planet auch dauerhaft in eine Umlaufbahn um seinen  ursprünglichen Zentralstern zurückkehren“, sagt Moeckel. „In diesem Fall  geht das aber auf Kosten eines anderen Planeten des Systems, der dann  herausgeschleudert wird.“ <br /> <br />Quelle: <link http://xxx.uni-augsburg.de/abs/1201.6582 - moz-txt-link-freetext>http://xxx.uni-augsburg.de/abs/1201.6582</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mars: Ein großer Ozean und eine extreme Trockenperiode</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=919&#38;cHash=85bda4bc31ebadfbb10dce5a6dc8759b</link>
			<description>Radarmessungen der europäischen Raumsonde Mars Express zeigen über  80 Meter tiefe Sedimentablagerungen auf der Nordhalbkugel des Mars – der  bislang überzeugendste Beweis für die Existenz eines großen Ozeans in  der Frühzeit unseres Nachbarplaneten. Die genaue Untersuchung des  Marsbodens in der nördlichen Polarregion durch die amerikanische Sonde  Phoenix deutet dagegen darauf hin, dass die Oberfläche des Roten  Planeten maximal 5000 Jahre...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Radarmessungen der europäischen Raumsonde Mars Express zeigen über  80 Meter tiefe Sedimentablagerungen auf der Nordhalbkugel des Mars – der  bislang überzeugendste Beweis für die Existenz eines großen Ozeans in  der Frühzeit unseres Nachbarplaneten. Die genaue Untersuchung des  Marsbodens in der nördlichen Polarregion durch die amerikanische Sonde  Phoenix deutet dagegen darauf hin, dass die Oberfläche des Roten  Planeten maximal 5000 Jahre lang offenem Wasser ausgesetzt war. Die im  Fachblatt „Geophysical Research Letters“ von zwei Wissenschaftlerteams  veröffentlichten Forschungsergebnisse geben wenig Hoffnung, dass auf dem  Mars Leben entstanden sein könnte. <br /><p> <br />Mit seiner Radaranlage MARSIS kann Mars Express 60 bis 80 Meter tief  unter die Oberfläche des Planeten schauen. Bis in diese Tiefe hinein  haben Jérémie Mouginot vom Institut de Planétologie et d'Astrophysique  de Grenoble und seine Kollegen Hinweise auf Sedimentablagerungen und Eis  gefunden – und zwar genau innerhalb von Strukturen auf der  Marsoberfläche, die den Küstenlinien eines ausgetrockneten Ozeans  ähneln. Der Ozean ist vermutlich vor etwa drei Milliarden Jahren  entstanden, als tief im Boden verborgenes Eis nach dem Einschlag eines  größeren Asteroiden geschmolzen ist. Innerhalb von weniger als einer  Million Jahren ist der Ozean wieder verschwunden – das Wasser ist zum  Teil gefroren, zum Teil als Dampf ins Weltall entwichen. „Ich glaube  nicht, dass der Ozean lange genug existiert hat, um die Entstehung von  Leben zu ermöglichen“, so Mouginot. <br /><p> <br />Die Untersuchung des Bodens in der nördlichen Arktis des Roten Planeten  durch Tom Pike vom Imperial College London und seinem Team liefert sogar  ein noch pessimistischeres Bild des frühen Mars-Klimas. Die  mineralogische Zusammensetzung des Bodens zeige, so die Forscher, dass  auf dem Nachbarplaneten seit mehreren hundert Millionen Jahren eine  extreme Trockenheit herrsche. Und selbst unter günstigsten Bedingungen  könne der Marsboden maximal 5000 Jahre dem Einfluss von flüssigem Wasser  ausgesetzt gewesen sein. Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass der  Marsboden über die gesamte Oberfläche des Planeten weitgehend homogen  ist. Deshalb ziehen Pike und seine Kollegen aus ihren Daten den Schluss,  dass es insgesamt für einen zu kurzen Zeitraum flüssiges Wasser auf dem  Mars gegeben hat, um Leben zu ermöglichen. <br /><p> <br />Doch 5000 Jahre sind ein zu kurzer Zeitraum, um den Ozean auf der  nördlichen Hemisphäre verschwinden zu lassen. Dieser Widerspruch kann  nur durch weitere Forschungen aufgelöst werden. Zudem gibt es zahlreiche  Indizien dafür, dass es vor vier Milliarden Jahren eine Epoche mit  wärmerem, feuchterem Klima auf dem Mars gab. Wenn in jener Zeit Leben  auf dem Roten Planeten entstanden ist, könnte es tief im Marsboden bis  heute überdauert haben. Um solche Lebensformen nachzuweisen, müsste  allerdings wesentlich tiefer in die Kruste des Roten Planeten gebohrt  werden als es mit heutigen Raumsonden möglich ist. <br /> <br /> <br />Quellen: <link http://www.agu.org/pubs/crossref/2012/2011GL050286.shtml - moz-txt-link-freetext>http://www.agu.org/pubs/crossref/2012/2011GL050286.shtml</link>;  <link http://www.agu.org/pubs/crossref/2011/2011GL049896.shtml - moz-txt-link-freetext>http://www.agu.org/pubs/crossref/2011/2011GL049896.shtml</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 22:51:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Magnetfeldbremse lässt Pulsare alt aussehen</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=920&#38;cHash=18394c32fafdd1781e7fe441c63bbea3</link>
			<description>Millisekunden-Pulsare – rasant rotierende Neutronensterne – stellen  die Astronomen vor ein kurioses Rätsel: Einige von ihnen scheinen älter  zu sein als der Kosmos. Ein deutscher Forscher hat nun eine Lösung für  dieses Rätsel gefunden. Seine Computersimulationen der Entwicklung von  Millisekunden-Pulsaren zeigen, dass in einer entscheidenden Phase das  Zusammenspiel von einströmender Materie und starkem Magnetfeld zu einer  kräftigen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Millisekunden-Pulsare – rasant rotierende Neutronensterne – stellen  die Astronomen vor ein kurioses Rätsel: Einige von ihnen scheinen älter  zu sein als der Kosmos. Ein deutscher Forscher hat nun eine Lösung für  dieses Rätsel gefunden. Seine Computersimulationen der Entwicklung von  Millisekunden-Pulsaren zeigen, dass in einer entscheidenden Phase das  Zusammenspiel von einströmender Materie und starkem Magnetfeld zu einer  kräftigen Abbremsung der Himmelsobjekte führt. Die so verlangsamte  Rotation täuscht dann ein hohes Alter der Neutronensterne vor.<br /><p><br />Wenn ein Stern seinen nuklearen Brennstoff verbraucht hat, bricht sein  Inneres zusammen und ein Neutronenstern entsteht – ein nur etwa 20  Kilometer großes, extrem dichtes Objekt. Ein würfelzuckergroßes Stück  seiner ultrakompakten Materie würde auf der Erde mehrere hundert  Millionen Tonnen wiegen. Neutronensterne besitzen extrem starke  Magnetfelder, die wie bei der Erde zwei Pole besitzen. Ähnlich wie ein  Leuchtturm sendet ein Pulsar entlang seiner Magnetfeldachse Strahlung  aus. Überstreicht diese Strahlung die Erde, so nehmen die Astronomen sie  als periodische Pulse wahr – daher der Name „Pulsar" für einen solchen  Neutronenstern.<br /><p><br />Von besonderem Interesse für Astronomen sind Pulsare mit einer Periode  von Millisekunden – sie wirbeln mehrere hundert Mal pro Sekunde um ihre  eigene Achse. Zu dieser hohen Rotationsgeschwindigkeit kommt es, weil  Materie von einem zweiten Stern auf den Neutronenstern einströmt und so  dessen Drehung beschleunigt. Endet der Materiezustrom, so nimmt die  Rotationsgeschwindigkeit langsam wieder ab. Es gibt jedoch eine Reihe  von Millisekunden-Pulsaren, die so langsam rotieren, dass der  Materiezustrom bei ihnen schon vor einer Zeit aufgehört haben müsste,  die größer ist als das Alter des Kosmos von 13,7 Milliarden Jahren.<br /><p><br />Thomas Tauris vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn hat  nun die entscheidende Entwicklungsphase von Millisekunden-Pulsaren – das  Ende des Materiezustroms – im Computer simuliert. Dabei zeigte sich ein  unerwartetes Phänomen: Beim langsamen Versiegen des Materiezustroms  weitet sich das Magnetfeld des Neutronensterns aus. Schließlich dreht  sich das Magnetfeld in seinen äußeren Bereichen schneller, als das von  außen einfallende Gas. Die Folge: Das Gas wird vom Magnetfeld nach außen  geschleudert und bremst dadurch die Rotation des Pulsars ab. Die  Rechnungen von Tauris zeigen, dass Millisekunden-Pulsare in dieser Phase  rund 50 Prozent ihrer Rotationsenergie verlieren können. Damit löst sich  das Altersrätsel: Bei den bisherigen Altersbestimmungen gingen die  Astronomen von einer langsamen Abbremsung der Rotation aus, die einzig  auf die Emission von Strahlung zurückgeführt wurde.
Quelle: http://www.sciencemag.org/content/335/6068/561.abstract]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 23:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vorhersage von Super-Vulkanausbrüchen</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=911&#38;cHash=0043fcfa7fcd115c0779264a53415410</link>
			<description>Super-Vulkanausbrüche wie die Eruption von Santorin im Jahr 1600 v.  Chr. kündigen sich im Verlauf von Jahrzehnten an. Das zeigt die  Untersuchung von Kristallen im vulkanischen Gestein der griechischen  Insel durch ein Forscherteam aus Frankreich und der Schweiz. Das  Magma-Reservoir hat sich im Verlauf von weniger als einem Jahrhundert  vor der Eruption aufgefüllt. Noch in den letzten Monaten vor dem  Ausbruch fanden auffällige...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Super-Vulkanausbrüche wie die Eruption von Santorin im Jahr 1600 v.  Chr. kündigen sich im Verlauf von Jahrzehnten an. Das zeigt die  Untersuchung von Kristallen im vulkanischen Gestein der griechischen  Insel durch ein Forscherteam aus Frankreich und der Schweiz. Das  Magma-Reservoir hat sich im Verlauf von weniger als einem Jahrhundert  vor der Eruption aufgefüllt. Noch in den letzten Monaten vor dem  Ausbruch fanden auffällige Durchmischungsprozesse in dem Reservoir  statt, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature".<br /><br />Im Gegensatz zu normalen Vulkanen hinterlassen Supervulkane auf Grund  der Größe ihrer Magmakammer bei Ausbrüchen keine Vulkankegel, sondern  riesige Einbruchskessel, so genannte Calderen. „Calderabildende  vulkanische Eruptionen sind seltene Ereignisse mit großer Wirkung, bei  denen innerhalb von Stunden bis Tagen einige zehn bis hin zu Tausenden  von Kubikkilometern an Magma explosionsartig ausgeworfen werden",  schreiben  Timothy Druitt von der Université Blaise Pascal im  französischen Clermont-Ferrand und seine Kollegen. Aufgrund ihrer  Seltenheit konnte bislang keine derartige Katastrophe im Vorfeld  untersucht und vermessen werden – entsprechend gering sind die  Kenntnisse der Geologen über mögliche Frühwarnzeichen.<br /><br />Druitt und seine Kollegen präsentieren nun Ergebnisse, die für ein  Frühwarnsystem bei noch aktiven Supervulkanen wie etwa der Yellowstone  Caldera in den USA von Nutzen sein könnten. Die Forscher haben Kristalle  untersucht, die in das Lavagestein von Santorin eingebettet sind. Aus  der Struktur und dem chemischen Aufbau der Kristalle können die Geologen  Informationen über die Prozesse in der Magmakammer vor dem Ausbruch  ableiten. Bei dem bislang letzten Ausbruch, der nach einer 18.000 Jahre  währenden Ruhephase stattfand, hat der Vulkan 40 bis 60 Kubikmeter an  Lava ausgeworfen.<br /><br />Die Veränderungen vor dem Ausbruch sind zur Überraschung der Forscher  trotz der langen Ruhezeit des Vulkans auf geologisch extrem kurzen  Zeiträumen abgelaufen. Die Analyse der Kristalle zeigt, dass sich die  Magmakammer unter der Santorin-Caldera erst innerhalb von hundert Jahren  vor der Eruption wieder aufgefüllt hat. Der Magma-Zustrom in dieser Zeit  betrug über 0,05 Kubikkilometer pro Jahr, das ist mehr als das 50-fache  des langfristigen Mittelwerts.  Innerhalb von wenigen Monaten kam es  dann zu einer Durchmischung von unterschiedlichen Magma-Arten, die  schließlich in die gewaltige Eruption mündete. Da die Veränderungen im  Magmareservoir eines Supervulkans im Vergleich zu den langen Ruhezeiten  kurzfristig ablaufen, besteht die Chance, sie beispielsweise durch die  Messung von Bodendeformationen im Bereich der Caldera zu erfassen und so  eine frühzeitige Warnung vor einem anstehenden Ausbruch zu erhalten.
Quelle: www.nature.com/doifinder/10.1038/nature10706]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 20:51:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tod eines Planeten</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=908&#38;cHash=fc27fd836527ae39c78d140edbc566d1</link>
			<description>440 Lichtjahre von der Erde entfernt hat sich eine kosmische  Katastrophe zugetragen: Ein alternder Stern hat einen Planeten  zerrissen. Beobachtungen mit mehreren Großteleskopen auf der Erde und im  Weltall haben nun neue Informationen über den zerfallenen Himmelskörper  geliefert: Er war mindestens so groß wie der Zwergplanet Ceres in  unserem Sonnensystem und hat in seiner Zusammensetzung der Erde  geähnelt. Das berichtet ein Team kanadischer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[440 Lichtjahre von der Erde entfernt hat sich eine kosmische  Katastrophe zugetragen: Ein alternder Stern hat einen Planeten  zerrissen. Beobachtungen mit mehreren Großteleskopen auf der Erde und im  Weltall haben nun neue Informationen über den zerfallenen Himmelskörper  geliefert: Er war mindestens so groß wie der Zwergplanet Ceres in  unserem Sonnensystem und hat in seiner Zusammensetzung der Erde  geähnelt. Das berichtet ein Team kanadischer und US-amerikanischer  Forscher im Fachblatt „Astrophysical Journal".
„Unsere detaillierte Analyse, die Daten von sieben verschiedenen  Teleskopen berücksichtigt, zeigt eindeutig, dass der Stern J0738+1835  große Mengen an felsiger, erdähnlicher Materie aufnimmt", schreiben  Patrick Dufour von der Université de Montréal und seine Kollegen. Diese  Materie stamme von einem durch Gezeitenkräfte zerrissenen Himmelskörper,  dessen Überreste jetzt in einer Trümmerscheibe um den Stern kreisen.  J0738+1835 ist eine Weißer Zwerg, das Endstadium eines ursprünglich der  Sonne ähnelnden Sterns, der seinen nuklearen Energievorrat verbraucht  hat. Die Atmosphäre von J0738+1835 ist extrem „schmutzig", sie enthält  viele schwere Elemente, die von außen auf den Stern gefallen sein müssen.
Dufour und seine Kollegen konnten mit ihren Beobachtungen insgesamt 14  Elemente schwerer als Helium in der Atmosphäre des Weißen Zwergs  nachweisen und auch ihre relativen Häufigkeiten messen. Aus den Daten  ziehen die Astronomen den Schluss, dass der zerfallene Planet einen  Durchmesser von mindestens tausend Kilometern hatte und zu weniger als  einem Prozent aus Eis bestand. Das deutet darauf hin, dass er innerhalb  der „Schneegrenze" entstanden ist, die in unserem Sonnensystem zwischen  Mars und dem Asteroidengürtel verläuft. Es hat sich also offenbar um  einen erdähnlichen Himmelskörper gehandelt.
Es gibt aber auch Unterschiede zur Erde: Einige Elemente wie Silizium  und Aluminium treten in signifikant geringerer Konzentration auf. Dabei  handelt es sich um Stoffe, die sich typischerweise in der Kruste eines  Planeten ablagern. Dufour und seine Kollegen spekulieren daher, ein  starker Sternwind könnte die Planetenkruste abgetragen haben, als  J0738+1835 die Entwicklungsphase eines Roten Riesensterns durchlaufen hat.
Quelle: http://arxiv.org/abs/1201.6252]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 17:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Polarstern verliert Masse</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=909&#38;cHash=4525ac955d179ab16c6b462f469f4805</link>
			<description>Der Polarstern verliert jedes Jahr etwa das Äquivalent einer  Erdmasse an Materie. Darauf deutet eine von einem deutsch-amerikanischen  Forscherteam durchgeführte Analyse historischer Beobachtungsdaten in  Kombination mit modernen Messungen hin. Die einen Zeitraum von über 160  Jahre überspannenden Daten zeigen, dass sich die Pulsationsperiode des  veränderlichen Sterns durch den Massenverlust langsam ändert. Die  Astronomen präsentieren ihre...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Polarstern verliert jedes Jahr etwa das Äquivalent einer  Erdmasse an Materie. Darauf deutet eine von einem deutsch-amerikanischen  Forscherteam durchgeführte Analyse historischer Beobachtungsdaten in  Kombination mit modernen Messungen hin. Die einen Zeitraum von über 160  Jahre überspannenden Daten zeigen, dass sich die Pulsationsperiode des  veränderlichen Sterns durch den Massenverlust langsam ändert. Die  Astronomen präsentieren ihre Forschungsergebnisse im Fachblatt  „Astrophysical Journal".<br /><br />„Die beobachtete Rate der Periodenänderung stimmt – wenn man alle  Quellen berücksichtigt – nicht mit den Vorhersagen von  Entwicklungsmodellen für den Stern überein", schreiben Hilding Neilson  vom Argelander Institut für Astronomie in Bonn und seine Kollegen, „es  sei denn, man geht von einem signifikanten Massenverlust aus." Die  Helligkeit des Polarsterns schwankt mit einer Periode von rund vier  Tagen. Schon frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass sich diese  Periode um vier bis fünf Sekunden pro Jahr verlängert.<br /><br />Neilson und seine Kollegen – darunter auch ein Hobby-Astronom – haben  die verfügbaren Daten nun um eigene Beobachtungen aus den letzten zehn  Jahren ergänzt und finden damit eine Zunahme der Periode des Polarsterns  um 4,47 Sekunden pro Jahr – die bislang genaueste Bestimmung dieser  Änderung. Der Polarstern ist ein so genannter Cepheiden-Stern, ein Stern  der sich in einer instabilen Phase am Ende seines Lebens befindet und  deshalb pulsiert. In dieser Entwicklungsphase ist eine Änderung der  Pulsationsperiode normal, aber die beobachtete Änderung passt nicht zu  den Vorhersagen theoretischer Modelle für das Cepheiden-Stadium.<br /><br />Das beste Modell für den Polarstern liefert eine Periodenänderung von  einer Sekunde pro Jahr. Diese Vorhersage lässt sich nur dann mit den  Beobachtungen in Einklang bringen, so Neilson und seine Kollegen, wenn  man davon ausgeht, dass der Stern bei jeder Pulsation Gas ins All  abstößt. Insgesamt sollte der Polarstern auf diese Weise rund eine  Erdmasse an Materie verlieren. Das klingt viel, ist aber weniger als ein  Millionstel der Masse des Sterns. Die Analyse zeigt, so betonen die  Forscher, dass ein Massenverlust einen wichtigen Einfluss auf die  Entwicklung von Cepheiden-Sternen haben kann. Cepheiden haben in der  Astronomie eine große Bedeutung: Sie dienen als „Standardkerzen" bei der  Vermessung der Kosmos. Deshalb ist es für die Himmelsforscher wichtig,  die Physik dieser veränderlichen Sterne genau zu verstehen.
Quelle: http://arxiv.org/abs/1201.0761]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 17:12:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mond-Dynamo lief länger als gedacht</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=907&#38;cHash=26b7c596fb04c2146efad9bc702e5dfd</link>
			<description>Der Mond besaß deutlich länger ein globales Magnetfeld als bislang  vermutet. Noch vor 3,7 Milliarden Jahren – 800 Millionen Jahre nach  seiner Entstehung – hatte der Erdtrabant ein ähnlich starkes Magnetfeld  wie die Erde heute. Das zeigt die Untersuchung von Mondgestein, das 1969  von den Astronauten der Apollo 11-Mission zur Erde gebracht worden war,  durch ein amerikanisches Forscherteam. Vermutlich sei der Mond-Dynamo  durch die Schwerkraft...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Mond besaß deutlich länger ein globales Magnetfeld als bislang  vermutet. Noch vor 3,7 Milliarden Jahren – 800 Millionen Jahre nach  seiner Entstehung – hatte der Erdtrabant ein ähnlich starkes Magnetfeld  wie die Erde heute. Das zeigt die Untersuchung von Mondgestein, das 1969  von den Astronauten der Apollo 11-Mission zur Erde gebracht worden war,  durch ein amerikanisches Forscherteam. Vermutlich sei der Mond-Dynamo  durch die Schwerkraft der nahen Erde in Schwung gehalten worden, so die  Wissenschaftler im Fachblatt „Science".<br /><br />Die Ergebnisse „sind ein Hinweis auf einen grundlegend neuen Weg,  Magnetfelder in einem Himmelskörper zu produzieren, auf eine neue  Energiequelle", erklärt Benjamin Weiss vom Massachusetts Institute of  Technology, der Leiter des Teams. Normalerweise führt die Abkühlung  eines Himmelskörpers zu Bewegungen im flüssigen, aus leitfähigem  Material bestehenden Kern und induziert so elektrische Ströme, die  wiederum das Magnetfeld produzieren. Modellrechnungen zeigen jedoch,  dass ein auf Abkühlung basierender Dynamo-Effekt maximal 300 Millionen  Jahre andauern könnte, dann wäre der Erdtrabant im Inneren völlig  erkaltet und damit auch das Magnetfeld erloschen<br /><br />Der von Weiss und seinen Kollegen untersuchte Gesteinsbrocken wurde vor  3,7 Milliarden Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten an die  Oberfläche des Mondes befördert und ist dort über einen Zeitraum von  rund zwei Wochen abgekühlt. Dabei hat sich das damals herrschende  Magnetfeld in das Gestein eingeprägt. Die Untersuchungen der Forscher  zeigen weiterhin, dass das Gestein seither nicht noch einmal erhitzt  wurde, so dass sich das aufgezeichnete Magnetfeld erhalten hat. „Es war  3,7 Milliarden Jahre in der Tiefkühltruhe, praktisch ungestört", so Weiss.<br /><br />Bleibt die Frage, was den Dynamo im Inneren des Mondes so lange  angetrieben hat. Die Erde besitzt immer noch ein Magnetfeld, weil der  Zerfall radioaktiver Elemente das Erdinnere aufheizt und so die  Bewegungen im Erdkern aufrecht erhält. Eine solche Energiequelle steht  jedoch im Inneren des Mondes aufgrund seiner anderen chemischen  Zusammensetzung nicht zur Verfügung. Als Erklärung bietet sich die  Schwerkraft der Erde an: Vor 3,7 Milliarden Jahren stand der Mond der  Erde noch erheblich näher als heute. Starke Gezeitenkräfte könnten  deshalb das Innere des Mondes kräftig „durchgeknetet" und so die für den  Dynamo-Effekt nötige Bewegung in Gang gehalten haben.
Quelle: http://www.sciencemag.org/content/335/6067/453]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 09:20:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kalte Ionen hüllen die Erde ein</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=898&#38;cHash=261a4950f585b55744f1791f7ba60788</link>
			<description>Die Atmosphäre der Erde gibt pro Sekunde rund ein Kilogramm kalter  Ionen – also elektrisch geladener Atome – an das Weltall ab. Diese Ionen  hüllen die Erde bis zu einer Entfernung von hunderttausend Kilometern  ein und beeinflussen das Weltraumwetter. Das zeigen Messungen eines  Satelliten der Europäischen Weltraumbehörde Esa, über die ein  Forscher-Duo aus Schweden im Fachblatt „Geophysical Research Letters&quot;  berichtet. Die Entdeckung kann...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Atmosphäre der Erde gibt pro Sekunde rund ein Kilogramm kalter  Ionen – also elektrisch geladener Atome – an das Weltall ab. Diese Ionen  hüllen die Erde bis zu einer Entfernung von hunderttausend Kilometern  ein und beeinflussen das Weltraumwetter. Das zeigen Messungen eines  Satelliten der Europäischen Weltraumbehörde Esa, über die ein  Forscher-Duo aus Schweden im Fachblatt „Geophysical Research Letters"  berichtet. Die Entdeckung kann auch neue Erkenntnisse darüber liefern,  warum beispielsweise der Planet Mars seine Atmosphäre nahezu vollständig  verloren hat.<br /><br />„Je mehr wir nach kalten Ionen Ausschau halten, desto mehr finden wir",  sagt Mats Andre vom Schwedischen Institut für Weltraumforschung in  Uppsala. „Wir wussten bislang nicht, wie viel davon es dort draußen gibt  – es ist erheblich mehr als erwartet." Die von Andre und seinem Kollegen  Christopher Cully nachgewiesenen Ionen stammen aus der oberen Atmosphäre  der Erde. Dort entreißt von der Sonne kommende energiereiche Strahlung  Molekülen und Atomen Elektronen. Die elektrisch geladenen Atome strömen  dann ins All ab. „Kalt" ist dabei ein relativer Begriff: Die Ionen  besitzen immer noch eine Temperatur von rund 500.000 Grad. Aber damit  sind sie erheblich kälter – oder energieärmer – als von der Sonne  stammende Ionen.<br /><br />Andre und Cully haben die niederenergetischen Ionen durch Zufall  entdeckt. Die Forscher arbeiteten mit einem Instrument an Bord eines  Satelliten des europäisch-amerikanischen Cluster-Projekts, das mit vier  baugleichen Raumfahrzeugen das Magnetfeld der Erde untersucht. Das von  den beiden Forschern verwendete Gerät misst das elektrische Feld im  Weltall, lieferte jedoch völlig unverständliche Daten. „Es sah ziemlich  hässlich aus. Wir haben versucht herauszufinden, was mit dem Instrument  falsch war", so der Wissenschaftler. „Dann haben wir begriffen, dass es  völlig in Ordnung ist." Ganz unerwartet waren die beiden Forscher auf  die kalten Ionen gestoßen, die das elektrische Feld um den Satelliten  verändert und so die zunächst unverständlichen Messdaten verursacht haben.<br /><br />Die Entdeckung liefert den Forschern erstmals einen direkten Einblick in  das Abströmen ionisierter Atome aus der Erdatmosphäre. Andre und Cully  betonen, dass sich daraus auch Rückschlüsse auf ähnliche Prozesse bei  anderen Himmelskörpern ziehen lassen könnten. So helfen die Ergebnisse  möglicherweise dabei, die Frage zu beantworten, warum der Planet Mars  seine einst dichte Atmosphäre verloren hat. Außerdem erhoffen sich die  Forscher durch ihre Messungen eine Verbesserung der Vorhersage des  Weltraumwetters. Denn die kalten Ionen beeinflussen die Wechselwirkung  von Sonnenstürmen mit dem Magnetfeld der Erde. Sonnenstürme können  Kommunikations- und Energieversorgungsnetze stören, die Gesundheit von  Astronauten im All gefährden und Satelliten zerstören. Ohne eine genaue  Kenntnis der Verteilung der kalten Ionen sei eine verlässliche  Vorhersage des Weltraumwetters nicht möglich, so die Wissenschaftler.
Quelle: http://www.agu.org/pubs/crossref/pip/2011GL050242.shtml]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 17:50:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wie aus Staub Planeten entstehen</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=894&#38;cHash=c08c0009465d7896bd485e97f9dabff3</link>
			<description>In der rotierenden Gas- und Staubscheibe um einen jungen Sterngeht es turbulent zu: Staubkörnchen stoßen zusammen, kleben aneinanderund zertrümmern sich bei weiteren Kollisionen wieder. Laborexperimenteund Computersimulationen liefern nun neue Erkenntnisse darüber, wieaus diesen chaotischen Prozessen erste Planetenembryos entstehenkönnen: Zentimetergroße Gesteinsbrocken agieren als Saatkörner, dieden Sternenstaub aufsammeln und so langsam zu...</description>
			<content:encoded><![CDATA[In der rotierenden Gas- und Staubscheibe um einen jungen Sterngeht es turbulent zu: Staubkörnchen stoßen zusammen, kleben aneinanderund zertrümmern sich bei weiteren Kollisionen wieder. Laborexperimenteund Computersimulationen liefern nun neue Erkenntnisse darüber, wieaus diesen chaotischen Prozessen erste Planetenembryos entstehenkönnen: Zentimetergroße Gesteinsbrocken agieren als Saatkörner, dieden Sternenstaub aufsammeln und so langsam zu hundert Meter großenPlaneten-Bausteinen anwachsen. Das berichtet ein Forscherteam ausDeutschland in einem online veröffentlichten Forschungsbericht.
Astronomen haben heute eine gute Vorstellung davon, wie Planetenentstehen: In der rotierenden Gas- und Staubwolke um einen jungenStern backen winzige Staubkörnchen zu immer größeren Partikelnzusammen und formen so erste Gesteinsbrocken, die wiederum zuPlanetenembryos anwachsen. Doch ausgerechnet der erste Schritt diesesProzesses ist bislang ungeklärt. Denn die Staubkörnchen backen nichteinfach zusammen - wenn sie mit hoher Geschwindigkeit kollidieren,dann prallen sie entweder aneinander ab oder sie zertrümmern sichgegenseitig.
Fredrik Windmark vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelbergund seine Kollegen haben nun die Ergebnisse neuer Laborexperimenteüber Staubkollisionen in  ihre Computersimulationen der ersten Phaseder Planetenentstehung eingebaut. Es zeigte sich, dass sich durchZusammenstöße von Staubkörnern tatsächlich keine Partikel größer alsein Millimeter bilden können. Als die Forscher jedoch künstlich einekleine Anzahl von ein Zentimeter großen Partikeln in das Szenarioeinfügten, kam der Prozess wieder in Schwung: Die kleinenStaubteilchen lagerten sich an die "Saatkörner" an und ließen diese imVerlauf von einer Million Jahren zu einer Population von hundert Metergroßen Planetenembryos anwachsen.
Die Untersuchung von Windmark und seinen Kollegen zeigt außerdem, dassdas zunächst als störend angesehene Wachstumslimit von einemMillimeter eine überraschend positive Rolle bei der Entstehung derPlanetenembryos spielt. Größere Staubkörner nämlich führen zuErosionsprozessen, die größere Partikel verkleinern statt sieanwachsen zu lassen. Die Entstehung von Planetenembryos funktioniertalso über die Kombination eines Wachstumslimits für Staubkörnchen miteinem Anlagerungsprozess des Staubes an größere Saatkörner. Bleibtnatürlich die Frage, woher diese Saatkörner stammen - hier sindweitere Forschungen nötig.
Quelle: http://arxiv.org/abs/1201.4282]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 17:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schmutziger Schnee an den Mondpolen</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=895&#38;cHash=3436fd7d585d04ad60d7a43314d7ed14</link>
			<description>An den Polen des Mondes gibt es Regionen, die nie vom Licht der  Sonne getroffen werden. Dort ist die Oberfläche stark porös und enthält  einen signifikanten Anteil an gefrorenem Wasser. Das zeigen Messungen  der amerikanischen Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter&quot; LRO, die seit  Juni 2009 den Erdtrabanten umkreist. Die an der LRO-Mission beteiligten  Forscher berichten im Fachblatt „Journal of Geophysical Research&quot; über  ihre Beobachtungen.&lt;br...</description>
			<content:encoded><![CDATA[An den Polen des Mondes gibt es Regionen, die nie vom Licht der  Sonne getroffen werden. Dort ist die Oberfläche stark porös und enthält  einen signifikanten Anteil an gefrorenem Wasser. Das zeigen Messungen  der amerikanischen Sonde „Lunar Reconnaissance Orbiter" LRO, die seit  Juni 2009 den Erdtrabanten umkreist. Die an der LRO-Mission beteiligten  Forscher berichten im Fachblatt „Journal of Geophysical Research" über  ihre Beobachtungen.<br /><br />An den Polen des Mondes steigt die Sonne nie höher als anderthalb Grad  über den Horizont. Dadurch liegt der Boden vieler Krater dauerhaft im  Schatten. Dort könnte sich, so vermuten die Wissenschaftler seit langem,  im Verlauf von Jahrmilliarden gefrorenes Wasser angesammelt haben.  Hinweise auf Wasseransammlungen an den Mondpolen hatten bereits frühere  Sonden geliefert. Doch eine direkte Beobachtung ist schwierig, da die  ewig im Schatten liegenden Regionen naturgemäß kein Sonnenlicht  reflektieren.<br /><br />„Statt Sonnenlicht zu messen, dass direkt von den Kratern reflektiert  wird, haben wir einen indirekten Weg gewählt", erläutert Kurt Retherford  vom Southwest Research Institute in San Antonio, ein maßgeblich an der  LRO-Mission beteiligter Forscher. „Das von uns genutzte Licht stammt von  Wasserstoff-Atomen, die im ganzen Sonnensystem verteilt sind." Die  Wasserstoff-Atome werden von der Sonnenstrahlung angeregt und senden  dann selbst Strahlung in einem eng begrenzten Wellenlängen-Intervall  aus, der so genannten Lyman-Alpha-Linie.<br /><br />Im Rahmen des „Lyman Alpha Mapping Projects" (LAMP), eines speziellen  Detektors an Bord des LRO, haben Retherford und seine Kollegen die von  der Mondoberfläche reflektierte Lyman-Alpha-Strahlung untersucht. Die  Messdaten zeigen, dass die im ewigen Dunkel liegenden Regionen deutlich  weniger Lyman-Alpha-Strahlung reflektieren, als die in der Sonne  liegenden Gebiete. Die beste Erklärung dafür sei, so die Forscher, dass  die Oberfläche dort stark porös ist – Retherford und seine Kollegen  sprechen von einer Porosität von 70 Prozent. Das bedeutet, das Material  an der Oberfläche besteht zu 70 Prozent aus Hohlräumen. „Es ist ein  puderiges mehlartiges Material", so Retherford. Die Daten zeigen  außerdem, dass dieses Material etwa zwei Prozent gefrorenes Wasser  enthält – es ist also eine Art sehr schmutziger Schnee.
Quelle: http://www.agu.org/pubs/crossref/2012/2011JE003913.shtml]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 17:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Planck-Satellit vollendet Kartierung des Urknalls</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=892&#38;cHash=4d3cd6233b755c87c135aaa6a07363f6</link>
			<description>Mission erfolgreich beendet: Am vergangenen Wochenende hat das  Hochfrequenz-Instrument an Bord des europäischen Astronomie-Satelliten  Planck seine Arbeit eingestellt, nachdem planmäßig das als Kühlmittel  verwendete flüssige Helium verbraucht war. Planck erstellt die bislang  genaueste Karte der kosmischen Hintergrundstrahlung, des Strahlungsechos  des Urknalls vor 13,7 Milliarden Jahren. Die Astronomen hoffen auf neue  Erkenntnisse über die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mission erfolgreich beendet: Am vergangenen Wochenende hat das  Hochfrequenz-Instrument an Bord des europäischen Astronomie-Satelliten  Planck seine Arbeit eingestellt, nachdem planmäßig das als Kühlmittel  verwendete flüssige Helium verbraucht war. Planck erstellt die bislang  genaueste Karte der kosmischen Hintergrundstrahlung, des Strahlungsechos  des Urknalls vor 13,7 Milliarden Jahren. Die Astronomen hoffen auf neue  Erkenntnisse über die Frühzeit und die Entstehung des Universums.<br /><br />„Wir haben bessere Daten erhalten, als wir von der Mission erwartet  haben", sagt Jean-Loup Puget von der Université Paris Sud in Orsay, der  Chef-Wissenschaftler des Hochfrequenz-Instruments der Planck-Mission.  Das im Mai 2009 gestartete Observatorium sollte ursprünglich den ganzen  Himmel zweimal erfassen. Doch Planck hat 30 Monate fehlerlos gearbeitet  und sogar fünf komplette Scans des Himmels geschafft. Ein zweites Gerät  an Bord von Planck, das Niederfrequenz-Instrument, kann noch mehrere  Monate weiter Messungen durchführen, die zur Kalibrierung der  Hochfrequenzdaten nützlich sind und so die Qualität der Ergebnisse  weiter verbessern.<br /><br />400.000 Jahre nach dem Urknall hatte sich der Kosmos auf 4000 Grad  abgekühlt und wurde schlagartig für elektromagnetische Strahlung  durchsichtig. Die Expansion des Weltalls hat die damals freigesetzte  Strahlung im Verlauf von Jahrmilliarden auf heute 2,7 Grad über dem  absoluten Nullpunkt abgekühlt. Winzige Temperaturschwankungen in dieser  Hintergrundstrahlung liefern den Astronomen Auskunft über die Entstehung  der ersten Strukturen im Universum, über den Materie- und Energiegehalt  des Kosmos und über den genauen Ablauf des Urknalls. Die Forscher  hoffen, dass die von Planck gelieferte Karte der Hintergrundstrahlung  mindestens dreimal genauer ist als die bislang besten Daten, die der  amerikanische Satellit WMAP von 2001 bis 2010 zur Erde gefunkt hat.<br /><br />Nun müssen die an der Mission beteiligten Forscher mühsam alle Störungen  – wie etwa die Vordergrundstrahlung der Milchstraße - aus den Daten  eliminieren. Mindestens ein Jahr wird die Auswertung der Daten dauern,  schätzt Puget. Von den Astrophysikern in aller Welt werden die  Ergebnisse sehnsüchtig erwartet, denn noch gibt es zahlreiche  konkurrierende Theorien über den Ursprung des Kosmos. „Plancks Daten  werden ganze Familien dieser Modelle aus dem Rennen werfen", so Puget,  „wir wissen nur noch nicht, welche."
Quelle: http://www.esa.int/esaCP/SEMXWNMXDXG_index_0.html]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 19:47:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Deutsches Satelliten-Duo liefert bestes 3D-Modell der Erde</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=891&#38;cHash=83b067d12c572f0e303f905e060ea747</link>
			<description>Anderthalb Jahre nach seinem Start hat der deutsche  Erdbeobachtungssatellit TanDEM-X zusammen mit seinem Zwilling TerraSAR-X  die Landflächen der Erde zum ersten Mal komplett abgebildet. Aus den  Satellitendaten entsteht das weltweit erste einheitliche, hochpräzise  und digitale Höhenmodell der irdischen Landflächen in drei Dimensionen.  Mit ihren Radarantennen sollen die beiden Erdbeobachtungssatelliten die  Landoberfläche der Erde bis 2013...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Anderthalb Jahre nach seinem Start hat der deutsche  Erdbeobachtungssatellit TanDEM-X zusammen mit seinem Zwilling TerraSAR-X  die Landflächen der Erde zum ersten Mal komplett abgebildet. Aus den  Satellitendaten entsteht das weltweit erste einheitliche, hochpräzise  und digitale Höhenmodell der irdischen Landflächen in drei Dimensionen.  Mit ihren Radarantennen sollen die beiden Erdbeobachtungssatelliten die  Landoberfläche der Erde bis 2013 mehrfach mit einem Auflösungsvermögen  von einem Meter abtasten. Die Wissenschaftler erwarten insgesamt eine  Datenmenge von 2,5 Millionen Milliarden Byte.<br /><br />"Die Erzeugung genauer Höhendaten erfordert eine präzise Abstimmung der  beiden Satelliten aufeinander", erklärt Gerhard Krieger vom Deutschen  Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der leitende Systemingenieur der  TanDEM-X-Mission. Seit einem Jahr bewegen sich TanDEM-X und TerraSAR-X  nur wenige hundert Meter voneinander entfernt in enger Formation im All,  wobei ihr Abstand zentimetergenau kontrolliert werden muss. TerraSAR-X  war bereits im Juni 2007 gestartet, sein Zwilling TanDEM-X folgte drei  Jahre später. Im Tandemflug liefern die beiden Satelliten Radarbilder  von zwei unterschiedlichen Punkten, die sich – wie beim räumlichen Sehen  mit zwei Augen – zu einem dreidimensionalen Bild zusammenfügen lassen.<br /><br />Die Genauigkeit der Höhenmessungen hängt dabei davon ab, wie gut der  Boden die Radarpulse reflektiert, die von den Satelliten ausgesendet und  wieder empfangen werden. Wüstengebiete sind beispielsweise schwieriger  zu erfassen, da dort das Signal im wahrsten Sinne des Wortes  "versandet". Auch Gebiete mit dichter Vegetation, zum Beispiel  Regenwälder, erfordern zusätzliche Aufnahmen mit speziell angepasstem  Satellitenabstand.<br /><br />Neben der Erstellung der ersten einheitlichen, hochgenauen Höhenkarte  der gesamten Erdoberfläche können die Satellitendaten auch für Fragen  der Landschaftsnutzung und Vegetation, der Hydrologie, Geologie oder  auch Glaziologie genutzt werden. TanDEM-X und TerraSAR-X liefern  Informationen zur Schneehöhe oder zur Veränderung der Eismassen an den  Polen, geologische Karten aus Vulkanregionen und Erdbebengebieten.  Selbst die Geschwindigkeit von Schiffen oder Fahrzeugen im  Straßenverkehr und Veränderungen in der Natur und auf  landwirtschaftlichen Nutzflächen können von den Satelliten erfasst  werden. Die Daten stehen über Astrium Geoinformation Services auch  kommerziellen Nutzern zur Verfügung.
Quelle:  http://www.dlr.de/dlr/de/desktopdefault.aspx/tabid-10376/684_read-2451/]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 19:46:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Astronomen beobachten zerfallenden Planeten</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=888&#38;cHash=75234905543d5986586b22c282461ae6</link>
			<description>1500 Lichtjahre von der Erde entfernt verdampft ein kleiner Planet  in der heißen Strahlung seines Sterns. Das zeigen Beobachtungen mit dem  Weltraumteleskop Kepler. Der merkurähnliche Himmelskörper umkreist des  Stern KIC 12557548 in einem Abstand von etwa zwei Millionen Kilometer –  das ist ein Dreißigstel der mittleren Entfernung Merkurs von der Sonne.  In der intensiven Strahlung des Sterns hat der Planet eine Lebensdauer  von rund 200...</description>
			<content:encoded><![CDATA[1500 Lichtjahre von der Erde entfernt verdampft ein kleiner Planet  in der heißen Strahlung seines Sterns. Das zeigen Beobachtungen mit dem  Weltraumteleskop Kepler. Der merkurähnliche Himmelskörper umkreist des  Stern KIC 12557548 in einem Abstand von etwa zwei Millionen Kilometer –  das ist ein Dreißigstel der mittleren Entfernung Merkurs von der Sonne.  In der intensiven Strahlung des Sterns hat der Planet eine Lebensdauer  von rund 200 Millionen Jahren, schreibt ein internationales Forscherteam  online in der wissenschaftlichen Datenbank arXiv.<br /><br />Das im März 2009 gestartete Satelliten-Observatorium überwacht die  Helligkeit von 156.000 Sternen in einer kleinen Region in den  Sternbildern Schwan und Leier, die etwa ein Vierhundertstel des gesamten  Himmels ausmacht. Wenn ein Planet von der Erde aus gesehen zufällig vor  seinem Stern vorüberzieht, dann schwächt er dessen Helligkeit  geringfügig ab. Eine periodische Wiederholung solcher Bedeckungen ist  also ein Indiz für die Existenz eines Planeten. Bislang hat Kepler mehr  als 2300 Planeten-Kandidaten bei anderen Sternen aufgespürt, darunter  auch den Begleiter von KIC 12557548.<br /><br />Doch die von Kepler gemessene Lichtkurve des Sterns verblüffte die  Forscher. Die Bedeckungen „kehren periodisch alle 15,685 Stunden wieder,  aber sie variieren in ihrer Tiefe zwischen maximal 1,2 Prozent und  minimal 0,2 Prozent", schreiben Saul Rappaport vom Massachusetts  Institute of Technology in Cambridge und seine Kollegen. Normalerweise  können die Astronomen aus der Stärke der Lichtabschwächung bei der  Bedeckung sofort die Größe des Planeten bestimmen – und natürlich sollte  diese Größe sich nicht von Umlauf zu Umlauf verändern. Rappaport und  sein Team ziehen aus den Beobachtungen deshalb den Schluss, dass der  Planet von einer veränderlichen Wolke aus Gas und Staub umgeben ist.<br /><br />KIC 12557548 ist ein Stern, der nicht viel kleiner ist als unsere Sonne.  Seine Strahlung heizt den Planeten auf rund 1800 Grad Celsius auf – eine  Temperatur, bei der das Gestein auf der Oberfläche verdampft. Der  aufsteigende Dampf reißt Staubpartikel mit und strömt ins Weltall ab.  Pappaport und seine Kollegen schätzen, dass der Planet ein Zehntel der  Erdmasse besitzt – damit ist seine Schwerkraft zu gering, um das  Abströmen von Gas und Staub aufzuhalten. Wie die Forscher weiter  berichten, zeigen die Lichtkurven der Bedeckungen eine leichte  Asymmetrie. Die Astronomen deuten dies als Indiz für einen  langgestreckten Schweif aus abströmendem Gas und Staub, den der Planet  kometengleich hinter sich her zieht.
Quelle: http://xxx.uni-augsburg.de/abs/1201.2662]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 20:57:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Astronomen finden bislang kleinstes Planetensystem</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=887&#38;cHash=84d7513233143f9ce20fe92eaa8b5129</link>
			<description>Vor gerade einmal drei Wochen verkündeten Astronomen die Entdeckung  der ersten erdgroßen Planeten bei anderen Sternen. Jetzt ist dieser  Rekord bereits geknackt: Beobachtungen mit dem Satelliten-Observatorium  Kepler zeigen drei Planeten, die deutlich kleiner sind als unsere  Heimatwelt. Die drei Exoplaneten kreisen auf engen Bahnen um einen  Zwergstern – das ganze System ähnele eher Jupiter und seinen Monden als  dem Sonnensystem, so die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Vor gerade einmal drei Wochen verkündeten Astronomen die Entdeckung  der ersten erdgroßen Planeten bei anderen Sternen. Jetzt ist dieser  Rekord bereits geknackt: Beobachtungen mit dem Satelliten-Observatorium  Kepler zeigen drei Planeten, die deutlich kleiner sind als unsere  Heimatwelt. Die drei Exoplaneten kreisen auf engen Bahnen um einen  Zwergstern – das ganze System ähnele eher Jupiter und seinen Monden als  dem Sonnensystem, so die Entdecker im Fachblatt „Astrophysical Journal".<br /><br />„Es ist das kleinste Planetensystem, das wir bislang gefunden haben",  erklärt John Johnson vom Exoplanet Science Institute der Nasa, der  Leiter des Entdecker-Teams. Die drei neu entdeckten Planeten umkreisen  den rund 125 Lichtjahre entfernten Stern KOI-961, einen roten  Zwergstern, der nur etwa ein Sechstel so groß ist wie unsere Sonne. Die  Planeten sind 0,78-, 0,73- und 0,57-mal so groß wie die Erde und ihre  Umlaufzeiten um KOI-961 betragen weniger als zwei Tage. Auf diesen engen  Bahnen ist die Oberflächentemperatur zu hoch, um die Existenz von  flüssigem Wasser und Leben zu ermöglichen.<br /><br />Doch die Forscher betonen, dass es sich um die ersten felsigen Planeten  handele, die um einen Roten Zwerg entdeckt wurden – die  Wahrscheinlichkeit sei groß, dass es viele ähnliche Planeten in den  lebensfreundlichen Zonen solcher Zwergsterne gäbe. „Acht von zehn  Sternen in der Milchstraße sind Rote Zwerge", so Johnson, „das steigert  die Chancen, dass es außerirdisches Leben gibt – das ist das ultimative  Ergebnis unserer Forschung. Wenn diese Planeten so häufig sind, wie es  scheint, dann wimmelt es in der Galaxis von kleinen, lebensfreundlichen  Planeten um leuchtschwache Rote Zwerge."<br /><br />Das im März 2009 gestartete Weltraumteleskop Kepler überwacht 156.000  Sterne auf winzige Helligkeitsschwankungen. Periodische Änderungen der  Sternhelligkeit können die Anwesenheit eines Planeten verraten, wenn  dieser auf seiner Bahn von der Erde aus gesehen regelmäßig vor dem Stern  vorüberzieht. Aus der Stärke der Helligkeitsänderung können die  Astronomen dann unmittelbar die Größe des Planeten bestimmen. Bislang  hat Kepler über 2300 Planeten-Kandidaten bei anderen Sternen aufgespürt.
Quelle: http://arxiv.org/abs/1201.2189]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 20:55:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Alle Sterne haben Planeten</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=882&#38;cHash=f813f016b6793c21ed9b4ade48195291</link>
			<description>Über 700 Planeten bei anderen Sternen haben die Astronomen in den  vergangenen 16 Jahren aufgespürt. Doch bislang blieb die Frage offen,  wie häufig Sterne von Planeten umkreist werden. Nach sechs Jahren  intensiver Überwachung von mehreren Millionen Sternen präsentiert ein  internationales Forscherteam nun die Antwort: Im Mittel besitzt jeder  Stern in der Milchstraße mindestens einen Planeten. Die Wissenschaftler  berichten im Fachblatt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Über 700 Planeten bei anderen Sternen haben die Astronomen in den  vergangenen 16 Jahren aufgespürt. Doch bislang blieb die Frage offen,  wie häufig Sterne von Planeten umkreist werden. Nach sechs Jahren  intensiver Überwachung von mehreren Millionen Sternen präsentiert ein  internationales Forscherteam nun die Antwort: Im Mittel besitzt jeder  Stern in der Milchstraße mindestens einen Planeten. Die Wissenschaftler  berichten im Fachblatt „Nature" über ihre Beobachtungen.<br /><br />„Unsere Daten zeigen, dass es in der Milchstraße mehr Planeten gibt als  Sterne", erläutert Arnaud Cassan vom Institut d'Astrophysique de Paris,  einer der beteiligten Astronomen. „Außerdem haben wir herausgefunden,  dass leichtere Planeten, wie Super-Erden oder kühle Neptuns, häufiger  vorkommen als schwere." Bei den bislang entdeckten Exoplaneten gibt es  eher ein Übergewicht massereicher Riesenplaneten, aber das liege an  einem Auswahleffekt der verwendeten Methoden, so Cassan.<br /><br />Denn die meisten der Exoplaneten haben sich entweder verraten, weil sie  mit ihrer Schwerkraft an ihrem Zentralstern zerren und ihn so zum  Torkeln bringen, oder weil sie von der Erde aus gesehen regelmäßig vor  dem Stern vorüberziehen und dabei seine Helligkeit geringfügig  abschwächen. Beide Verfahren präferieren naturgemäß große Planeten auf  engen Umlaufbahnen und liefern dadurch ein verzerrtes Bild der  Häufigkeit von Planeten.<br /><br />Die Untersuchung von Cassan und seinen Kollegen basiert auf einer  anderen Methode, auf dem so genannten Mikro-Gravitationslinseneffekt.  Dabei registrieren die Forscher die Lichtablenkung im Schwerefeld von  Sternen und Planeten – sie führt dazu, dass die Helligkeit von im  Hintergrund eines Planetensystems liegenden Sternen charakteristische  Schwankungen zeigt. Diese Methode erlaubt den Nachweis von Planeten über  einen weiten Bereich von Massen und Bahndurchmessern.<br /><br />Die statistische Analyse von über den Zeitraum von 2002 bis 2007  gesammelten Lichtkurven von mehreren Millionen Sternen zeigt, dass 62  Prozent der Sterne eine Super-Erde mit der fünf- bis zehnfachen Masse  der Erde und 52 Prozent der Sterne einen kühlen neptunähnlichen Planeten  mit der 10- bis 30-fachen Erdmasse besitzen. Jupiterähnliche Planeten  kommen mit 17 Prozent deutlich seltener vor. Die Daten lassen vermuten,  so die Forscher, dass erdähnliche Planeten sogar noch häufiger sind als  Super-Erden. „Früher haben wir gedacht, die Erde sei einzigartig in der  Milchstraße", so Daniel Kubas, ein weiteres Mitglied des Teams. „Doch es  scheint Milliarden von Planeten mit Massen ähnlich der Erde zu geben,  die Sterne in der Galaxis umkreisen."
Quelle: http://www.nature.com/doifinder/10.1038/nature10684]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 22:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erstmals fotografiert: Das kosmische Netz der Dunklen Materie</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=881&#38;cHash=624ffcb6e2bb600ec1638d6e4b8ed771</link>
			<description>(RK) Die Dunkle Materie – der geheimnisvolle Hauptbestandteil des  Universums – bildet genau wie die sichtbare Materie ein kosmisches Netz  aus Filamenten und Knoten. Das zeigt die Analyse von zehn Millionen  verzerrten Galaxienbildern, die ein internationales Forscherteam am  Montag auf einer Fachtagung in Austin im US-Bundesstaat Texas  vorgestellt hat. Computersimulationen der kosmischen Entwicklung hatten  bereits eine solche Verteilung der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(RK) Die Dunkle Materie – der geheimnisvolle Hauptbestandteil des  Universums – bildet genau wie die sichtbare Materie ein kosmisches Netz  aus Filamenten und Knoten. Das zeigt die Analyse von zehn Millionen  verzerrten Galaxienbildern, die ein internationales Forscherteam am  Montag auf einer Fachtagung in Austin im US-Bundesstaat Texas  vorgestellt hat. Computersimulationen der kosmischen Entwicklung hatten  bereits eine solche Verteilung der Dunklen Materie vermuten lassen.<br /><br />„Wir freuen uns, dass unsere Ergebnisse diese Erwartungen so gut  bestätigen", sagt der Leiter des Projekts, Ludovic Van Waerbeke von der  University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Fünf Jahre lang hat  eine Spezialkamera am Canada-France-Hawaii-Telescope Galaxien in  Entfernungen von bis zu sechs Milliarden Lichtjahren aufgenommen. Van  Waerbeke und seine Kollegen haben diese Daten nun akribisch ausgewertet,  um eine Karte der großräumigen Verteilung der Dunklen Materie zu erstellen.<br /><br />Rund 80 Prozent der Materie im Kosmos ist unsichtbar – sie sendet keine  Strahlung aus und tritt nur über ihre Anziehungskraft in Erscheinung. Es  ist die Schwerkraft dieser Dunklen Materie, deren Zusammensetzung immer  noch ein großes Rätsel für die Forscher ist, die Galaxien und  Galaxienhaufen zusammenhält. Unsichtbare Materie abzubilden klingt  zunächst paradox – doch es ist wiederum die Schwerkraft, die die Dunkle  Materie verrät. Ihre Schwerkraft nämlich verbiegt die Lichtstrahlen  ferne Galaxien und verzerrt so deren Aussehen. Aus diesen Verzerrungen  können die Forscher daher Rückschlüsse auf die Verteilung der  mysteriösen Substanz ziehen.<br /><br />Computersimulationen der kosmischen Evolution zeigen, dass sich Galaxien  und Galaxienhaufen dort bilden, wo auch die Dichte der Dunklen Materie  am größten ist. Die netzartige Verteilung der sichtbaren Materie folgt  daher der Verteilung der Dunklen Materie. Mit dem Canada-France-Hawaii  Telescope Lensing Survey (CFHTLenS) ist es Van Waerbeke und seinen  Kollegen erstmals gelungen, das Netz der Dunklen Materie sichtbar zu  machen. „Unsere Karte der Dunklen Materie ist hundertmal größer als alle  bisherigen Karten", so der Forscher. Jetzt wollen die Wissenschaftler  das Verfahren auf Daten des Very Large Telescopes der Europäischen  Südsternwarte ESO anwenden und damit die Karte der Dunklen Materie  nochmals um das Zehnfache erweitern. Die Astrophysiker hoffen, auf diese  Weise auch Informationen über den physikalischen Aufbau der Dunklen  Materie zu erhalten.
Quelle: http://www.cfhtlens.org/]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sternhaufen M67 ist nicht der Geburtsort der Sonne</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=874&#38;cHash=6fa03241a7c27c5850dc5f8f19c7e89d</link>
			<description>Der 2700 Lichtjahre entfernte Sternhaufen M67 gilt unter Astronomen  seit einigen Jahren als möglicher Geburtsort unserer Sonne. Detaillierte  Computersimulationen der Bahnbewegungen zeigen nun jedoch, dass unser  Zentralgestirn nicht gemeinsam mit M67 entstanden sein kann. Das  berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt Astronomical  Journal. Die Suche nach dem Geburtsort der Sonne geht also weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Unsere dynamische...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der 2700 Lichtjahre entfernte Sternhaufen M67 gilt unter Astronomen  seit einigen Jahren als möglicher Geburtsort unserer Sonne. Detaillierte  Computersimulationen der Bahnbewegungen zeigen nun jedoch, dass unser  Zentralgestirn nicht gemeinsam mit M67 entstanden sein kann. Das  berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt Astronomical  Journal. Die Suche nach dem Geburtsort der Sonne geht also weiter.<br /><br />„Unsere dynamische Ergebnisse demonstrieren überzeugend, dass M67 nicht  der Geburtshaufen unseres Sonnensystems sein kann", schreiben Barbara  Pichardo von der Universidad Nacional Autónoma de México und ihre  Kollegen. Die Wissenschaftler haben 350.000 Simulationen der Umlaufbewegungen der  Sonne und des Sternhaufens um das Zentrum der Milchstraße bis zu 4,57  Milliarden Jahre in die Vergangenheit - also bis zur Geburt der Sonne -  durchgerechnet und nach engen Begegnungen zwischen beiden gesucht. Bei allen derartigen  Passagen, so fanden sie heraus, hat sich die Sonne mit einer  Geschwindigkeit von über 20 Kilometern pro Sekunde gegenüber M67 bewegt.  Wenn die Sonne jedoch durch enge Begegnungen mit anderen Sternen mit so  hoher Geschwindigkeit aus dem Haufen herausgeworfen worden wäre, hätte  diese Wechselwirkung eine protoplanetarische Gas- und Staubscheibe oder  ein bereits entstandenes Planetensystem zerstört.<br /><br />Das Alter von M67 liegt zwischen 3,5 und 5 Milliarden Jahren – in guter  Übereinstimmung mit dem Alter der Sonne von etwa 4,6 Milliarden Jahren.  Auch die chemische Zusammensetzung der Sonne und der Sterne in dem  Haufen stimmen hervorragend überein. Außerdem überschneiden sich die  Umlaufbahnen des Sternhaufens und der Sonne. Und schließlich: Numerische  Simulationen zeigen, dass M67 seit seiner Entstehung rund 80 Prozent  seiner Sterne durch enge Begegnungen verloren hat. Bei all diesen  Indizien lag die Vermutung nahe, dass auch die Sonne einst ein Mitglied  des Sternhaufens war. Doch diese Hypothese muss nach den Simulationen  von Pichardo und ihrem Team nun wohl zu den Akten gelegt werden.
Quelle: http://xxx.uni-augsburg.de/abs/1201.0987]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 11:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Saturnmond Titan ist energetisch im Gleichgewicht</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=870&#38;cHash=6b161d9a38b1f455986b1bef23dced2f</link>
			<description>Titan, der größte Mond des Planeten Saturn, besitzt eine  ausgeglichene Energiebilanz. Er strahlt ebenso viel Energie als  infrarote Wärmestrahlung ab, wie ihm durch die Sonnenstrahlung  zufließen. Das zeigen Messungen aus den Jahren 2004 bis 2010, die  amerikanische Forscher im Fachblatt „Geophysical Research Letters&quot;  präsentieren. Die genaue Kenntnis der Energiebilanz ist für die  Wissenschaftler eine wichtige Grundlage für die Entwicklung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Titan, der größte Mond des Planeten Saturn, besitzt eine  ausgeglichene Energiebilanz. Er strahlt ebenso viel Energie als  infrarote Wärmestrahlung ab, wie ihm durch die Sonnenstrahlung  zufließen. Das zeigen Messungen aus den Jahren 2004 bis 2010, die  amerikanische Forscher im Fachblatt „Geophysical Research Letters"  präsentieren. Die genaue Kenntnis der Energiebilanz ist für die  Wissenschaftler eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Wetter-  und Klimamodellen für einen Himmelskörper.<br /><br />„Das globale Energiebudget von Planeten und Monden ist ein kritischer  Faktor, der die Änderung des Klimas auf diesen Objekten beeinflusst",  schreiben Liming Li von der University of Houston und seine Kollegen.  Das Team hat unter anderem Messungen mit einem speziellen  Infrarot-Spektrometer an Bord der amerikanischen Raumsonde Cassini  ausgewertet. Cassini umkreist seit 2004 den Saturn und fliegt regelmäßig  nahe an Titan und anderen Monden des Planeten vorüber.<br /><br />Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre  - und der einzige Himmelskörper mit einem ähnlichen  Flüssigkeitskreislauf wie auf der Erde. Allerdings übernimmt auf Titan  aufgrund der niedrigen Temperaturen von im Mittel minus 180 Grad Celsius  flüssiges Methan die Rolle von Wasser. Es gibt auf dem Saturnmond  Niederschläge, Flussläufe und große Seen. Die Messungen von Li und  seinen Kollegen sind ein wichtiges Indiz dafür, dass diese Bedingungen  auf Titan nicht nur vorübergehender Natur, sondern langfristig stabil sind.<br /><br />Nicht alle Himmelskörper im Sonnensystem sind wie Titan und auch die  Erde im energetischen Gleichgewicht. So strahlen Jupiter, Saturn und  Neptun signifikant mehr Energie ab, als sie von der Sonne empfangen.  Diese Himmelskörper müssen also eine innere Energiequelle besitzen. Eine  mögliche Erklärung für den Energieüberschuss wäre ein langsames  Schrumpfen dieser Planeten. So könnte beispielsweise eine jährliche  Schrumpfung um drei Zentimeter die zusätzlich abgestrahlte Energie  Jupiters liefern.
Quelle: http://www.agu.org/pubs/crossref/2011/2011GL050053.shtml]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 22:49:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Saturnmond Enceladus täuscht langsamere Rotation des Planeten vor</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=869&#38;cHash=e645aebcaf94ec63d8f068ae063579e1</link>
			<description>Langwellige Radiostrahlung vom Planeten Saturn stellt die  Astronomen seit langen vor ein Rätsel: Sie variiert ungefähr, aber nicht  exakt mit der Rotationsdauer des Himmelskörpers. Ein Team schwedischer  und amerikanischer Forscher hat nun eine mögliche Erklärung für das  Phänomen gefunden: Staub und elektrische geladene Teilchen vom  Saturnmond Enceladus treten mit der Magnetosphäre des Planeten in  Wechselwirkung und modulieren dadurch die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Langwellige Radiostrahlung vom Planeten Saturn stellt die  Astronomen seit langen vor ein Rätsel: Sie variiert ungefähr, aber nicht  exakt mit der Rotationsdauer des Himmelskörpers. Ein Team schwedischer  und amerikanischer Forscher hat nun eine mögliche Erklärung für das  Phänomen gefunden: Staub und elektrische geladene Teilchen vom  Saturnmond Enceladus treten mit der Magnetosphäre des Planeten in  Wechselwirkung und modulieren dadurch die Radiostrahlung.<br /><br />Die so genannte Kilometerstrahlung hat ihren Ursprung in den  Polarlichtern über den Polen des Planeten. Da Saturn keine feste  Oberfläche besitzt, haben die Astronomen die Modulation der  Kilometerstrahlung zur genauen Bestimmung seiner Eigendrehung genutzt.  Messungen durch die Raumsonden Voyager 1 und 2 Anfang der 1980er Jahren  ergaben eine Periode von 10 Stunden und 39 Minuten. Ein  Vierteljahrhundert später lieferten die Sonden Galileo und Cassini zur  Überraschung der Wissenschaftler jedoch einen deutlich anderen Wert,  nämlich 10 Stunden und 45 Minuten.<br /><br />Damit war klar, dass die Periode der Kilometerstrahlung nicht exakt mit  der Rotation des Saturns übereinstimmen kann, denn so schnell kann sich  die Drehung eines Planeten nicht verlangsamen. Tatsächlich lieferte 2007  eine genaue Untersuchung der Schwerkraft mithilfe von Cassini einen Wert  von 10 Stunden und 32 Minuten für die Eigendrehung Saturns. Warum die  Modulation der Kilometerstrahlung davon abweicht und obendrein  veränderlich ist, blieb bislang ein Mysterium.<br /><br />Michiko Morooka vom Schwedischen Institut für Weltraumphysik in Uppsala  und ihre Kollegen präsentieren nun eine mögliche Erklärung für das  Rätsel. Die Wissenschaftler haben mit einem Spezialinstrument an Bord  von Cassini die Umgebung der Umlaufbahn des Saturnmonds Enceladus  untersucht. Der mit einem Durchmesser von 500 Kilometern  sechstgrößte  Mond Saturns ist geologisch aktiv und stößt Eispartikel und Wasserdampf  ins All aus. Die Messungen von Morooka und ihrem Team zeigen, dass sich  aus dem ausgestoßenen Material ein staubiges Plasma bildet, das die  Magnetosphäre Saturns beeinflusst. Diese Wechselwirkung, so die  Forscher, könnte auch zur beobachteten Modulation der Kilometerstrahlung  führen.
Quelle: http://www.agu.org/pubs/crossref/2011/2011JA017038.shtml]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 01:29:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zwillingssonden erreichen den Mond</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=863&#38;cHash=d9a5cc11bb647c3df71d78f7daee1daa</link>
			<description>Gleich zwei amerikanische Raumsonden erreichen zum Jahreswechsel  nach einer fast viermonatigen Reise den Mond. Die Zwillingssonden der  GRAIL-Mission sollen das Schwerefeld des Erdtrabanten mit hoher  Genauigkeit vermessen und so einen Blick in das Innere des  Himmelskörpers erlauben. Aus den Informationen über den inneren Aufbau  des Mondes erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über seine  Entstehung und Entwicklung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Diese...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Gleich zwei amerikanische Raumsonden erreichen zum Jahreswechsel  nach einer fast viermonatigen Reise den Mond. Die Zwillingssonden der  GRAIL-Mission sollen das Schwerefeld des Erdtrabanten mit hoher  Genauigkeit vermessen und so einen Blick in das Innere des  Himmelskörpers erlauben. Aus den Informationen über den inneren Aufbau  des Mondes erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über seine  Entstehung und Entwicklung. <br /><br />„Diese Mission wird die Lehrbücher über die Entwicklung des Mondes  umschreiben“, sagt Maria Zuber vom Massachusetts Institute of  Technology, Chefwissenschaftlerin des GRAIL-Projekts. „Die beiden  Raumfahrzeuge haben während des Fluges so gut funktioniert, dass wir  einen kompletten Test aller wissenschaftlichen Instrumente durchführen  konnten. Ihre Leistung entsprich vollständig den wissenschaftlichen  Anforderungen.“ <br /><br />GRAIL steht für Gravity Recovery and Interior Laboratory, auf Deutsch  etwa: Labor zur Untersuchung der Schwerkraft und des inneren Aufbaus.  Die Sonden sollen den Erdtrabanten 90 Tage lang in 55 Kilometern Höhe  und in einem Abstand von etwa 200 Kilometern als Tandem umkreisen.  Mithilfe von Mikrowellen wird der Abstand der beiden Sonden ständig mit  hoher Genauigkeit überwacht. Diese Technik erlaubt es, das Schwerefeld  des Mondes präzise zu vermessen. So lassen sich nicht nur Abweichungen  von der exakten Kugelform, sondern auch die Verteilung der Massen im  Inneren bestimmen. Auf diese Weise erhalten die Forscher genaue  Informationen über den inneren Aufbau des Erdbegleiters. Bislang ist  beispielsweise unklar, wie groß der eisenhaltige Kern des Mondes ist.  Die Forscher erhoffen sich auch eine Antwort auf die Frage, warum die  Kruste des Mondes auf der erdabgewandten Seite mit 150 Kilometern etwa  doppelt so dick ist wie auf der erdzugewandten Seite. <br /><br />Die GRAIL-Sonden sind nicht auf dem direkten Weg zum Mond geflogen,  sondern auf einer langgestreckten, Treibstoff sparenden Bahn. GRAIL-A  schwenkt am 31. Dezember um 22.21 Uhr, GRAIL-B am 1. Januar um 23.05 Uhr  Mitteleuropäischer Zeit in eine Umlaufbahn ein, die nahezu exakt über  die Pole des Mondes führt. Die Manöver dauern jeweils rund 40 Minuten  und ändern die Geschwindigkeiten der Raumfahrzeuge um 691 Kilometer pro  Stunde.
<br />Quelle:  <link http://www.nasa.gov/home/hqnews/2011/dec/HQ_11-426_GRAIL_Highlights.html - moz-txt-link-freetext>http://www.nasa.gov/home/hqnews/2011/dec/HQ_11-426_GRAIL_Highlights.html</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 23:25:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Astro-Software archiviert antike Bücher</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=862&#38;cHash=99e0357e173e7b4d9b8f728df90a063b</link>
			<description>Antike Bücher und Handschriften dauerhaft für die Nachwelt erhalten  – vor diesem Problem steht die Vatikanische Apostolische Bibliothek. Ein  Bildbearbeitungs- und Archivierungsprogramm aus der Astronomie soll nun  dabei helfen, die wertvollen Manuskripte auch für künftige Generationen  zugänglich zu machen. In einem Pilotprojekt scannen  Vatikan-Bibliothekare und Astrophysiker der Europäischen Weltraumbehörde  Esa einen Teil der umfangreichen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Antike Bücher und Handschriften dauerhaft für die Nachwelt erhalten  – vor diesem Problem steht die Vatikanische Apostolische Bibliothek. Ein  Bildbearbeitungs- und Archivierungsprogramm aus der Astronomie soll nun  dabei helfen, die wertvollen Manuskripte auch für künftige Generationen  zugänglich zu machen. In einem Pilotprojekt scannen  Vatikan-Bibliothekare und Astrophysiker der Europäischen Weltraumbehörde  Esa einen Teil der umfangreichen Bestände der Bibliothek des Heiligen  Stuhls ein.<br /><br />In den 1970er Jahren entwickelten Wissenschaftler der Nasa und der Esa  gemeinsam FITS, das „flexible image transportation format", auf Deutsch:  flexibles Transport-Format für Bilder. Ursprünglich für die  Radioastronomie konzipiert, findet FITS heute in allen Bereichen der  Himmelskunde Verwendung. „Alle Arten von Daten, die in der Astronomie  anfallen, passen in dieses Format", erklärt Pedro Osuna, der Leiter der  wissenschaftlichen Archive der Esa.<br /><br />Eines der großen Probleme bei der digitalen Archivierung von Bildern und  Daten ist die schnelle Veränderung der Standards: Schon nach wenigen  Jahren können alte Daten von neuen Programmen häufig nicht mehr  verarbeitet werden. FITS wurde von Anfang an so konzipiert, dass dieses  Problem nicht auftritt. „Ein Programm, das heutige FITS-Daten lesen  kann, kann auch welche von vor zwanzig Jahren lesen", so Osuna. „FITS  ist grundsätzlich rückwärtskompatibel."<br /><br />Diese Eigenschaft macht FITS auch zur idealen Lösung für die Bibliothek  des Vatikans. Die Bibliothek enthält rund zwei Millionen Bücher und  Manuskripte, darunter über 150.000 Handschriften-Bände aus der Zeit vor  der Erfindung der Druckerpresse – einige dieser Schriften sind bis zu  1800 Jahre alt.
Quelle: http://www.esa.int/esaCP/SEM01RAX9WG_index_0.html]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 10:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Komplexe Moleküle färben Pluto rot</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=861&#38;cHash=d89de278fe189c461c1dd032d1236ed6</link>
			<description>Die Oberfläche des Zwergplaneten Pluto ist möglicherwiese von  Kohlenwasserstoffen und Nitrilen bedeckt. Darauf deuten Beobachtungen  eines amerikanischen Forscherteams mit dem Weltraumteleskop Hubble hin.  Die Messungen zeigen starke Absorptionen im ultravioletten  Strahlungsbereich, die typisch für solche komplexen Moleküle sind. Die  Substanzen könnten auch die zunehmende rote Verfärbung des  Himmelskörpers erklären, schreiben die Astronomen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Oberfläche des Zwergplaneten Pluto ist möglicherwiese von  Kohlenwasserstoffen und Nitrilen bedeckt. Darauf deuten Beobachtungen  eines amerikanischen Forscherteams mit dem Weltraumteleskop Hubble hin.  Die Messungen zeigen starke Absorptionen im ultravioletten  Strahlungsbereich, die typisch für solche komplexen Moleküle sind. Die  Substanzen könnten auch die zunehmende rote Verfärbung des  Himmelskörpers erklären, schreiben die Astronomen im Fachblatt  „Astrophysical Journal".<br /><br />Pluto ist gegenwärtig 32-mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde.  Ursprünglich als neunter Planet des Sonnensystems gezählt, wurde der  Himmelskörper nach der Entdeckung mehrerer ähnlicher Objekte am Rand des  Sonnensystems 2006 der neu geschaffenen Klasse der Zwergplaneten  zugeordnet. Die Oberfläche Plutos ist von gefrorenem Methan,  Kohlenmonoxid und Stickstoff bedeckt.<br /><br />Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass diese Stoffe unter dem Einfluss  ultravioletter Strahlung und hochenergetischer Teilchen aus dem Weltall  chemisch miteinander reagieren und komplexere Moleküle bilden können.  Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder im US-Bundesstaat  Colorado und seine Kollegen haben nun den fernen Himmelskörper erstmals  mit einem hochempfindlichen UV-Spektrographen an Bord des Hubble Space  Telescopes beobachtet, um nach Spuren solcher Substanzen zu suchen.<br /><br />Die Wissenschaftler fanden tatsächlich signifikante Absorptionen im  mittleren Ultraviolettbereich, wie sie für Kohlenwasserstoffe und Nitrilen typisch sind. Beobachtungen in den vergangenen Jahren hatten  gezeigt, dass Pluto sich langsam rötlich verfärbt. Stern und seine  Kollegen vermuten nun, dass die Kohlenwasserstoffe für die rötliche  Farbe verantwortlich sind. Möglicherweise handelt es sich um  jahreszeitliche Veränderungen. Pluto hat 1989 den sonnennächsten Punkt  seiner Bahn passiert und entfernt sich nun bis 2113 immer weiter von der  Sonne.
Quelle: http://iopscience.iop.org/1538-3881/143/1/22/]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 12:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Löst Jupiters Kern sich auf?</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=859&#38;cHash=e30ff7d45ac693efb67900bf0374980f</link>
			<description>Der felsige Kern Jupiters löst sich möglicherweise langsam auf und  reichert die Atmosphäre des größten Planeten unseres Sonnensystems so  mit schweren Elementen an. Das zeigen Berechnungen eines amerikanischen  Forscher-Duos. Das Szenario liefert auch eine Erklärung dafür, warum  Jupiters Kern kleiner ist als der Saturns – Simulationen der  Planetenentstehung lassen das Gegenteil erwarten. Die beiden  Wissenschaftler präsentieren ihre Theorie...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der felsige Kern Jupiters löst sich möglicherweise langsam auf und  reichert die Atmosphäre des größten Planeten unseres Sonnensystems so  mit schweren Elementen an. Das zeigen Berechnungen eines amerikanischen  Forscher-Duos. Das Szenario liefert auch eine Erklärung dafür, warum  Jupiters Kern kleiner ist als der Saturns – Simulationen der  Planetenentstehung lassen das Gegenteil erwarten. Die beiden  Wissenschaftler präsentieren ihre Theorie online in der  wissenschaftlichen Datenbank arXiv.<br /><br />„Gasriesen entstehen nach heutigen Erkenntnissen durch die Ansammlung  von Wasserstoff und Helium um einen ursprünglichen Kern aus Gestein und  Eis", schreiben Hugh Wilson und Burkhard Militzer von der University of  California in Berkeley. Wenn die Kerne mehr als die zehnfache Erdmasse  erreicht haben beginnen sie mit ihrer Gravitation das Gas aus ihrer  Umgebung anzuziehen. So haben Jupiter und Saturn ihre ausgedehnten  Atmosphären aus Wasserstoff und Helium erhalten. Messungen von  Raumsonden deuten jedoch darauf hin, dass der Kern Jupiters weniger als  die zehnfache Erdmasse auf die Waage bringt – während der Kern des  kleineren Saturn das 15- bis 30-fache der Erdmasse enthält. Außerdem  enthält die Atmosphäre Jupiters deutlich mehr schwere Elemente als die  Sonne, deren Zusammensetzung die des ursprünglichen Gases im jungen  Sonnensystem widerspiegelt.<br /><br />Die Berechnungen von Wilson und Militzer zeigen nun eine Lösung für  beide Rätsel auf. Als repräsentatives Beispiel für die Materie im Kern  des Planeten wählten die beiden Forscher Magnesiumoxid, einen wichtigen  Bestandteil von Gesteinen. Im Inneren von Jupiter herrschen physikalisch  extreme Bedingungen: Bei einer Temperatur von 20.000 Grad Celsius ist  der Druck rund 40 Millionen Mal höher als der irdische Luftdruck.  Derartige Bedingungen, unter denen sich Wasserstoff wie eine Flüssigkeit  verhält, lassen sich bislang im Labor nicht realisieren. Wilson und  Militzer mussten daher komplexe quantenmechanische Rechnungen  durchführen, um das Verhalten von Magnesiumoxid in dieser Situation zu  analysieren.<br /><br />Die Berechnungen zeigen, dass sich Magnesiumoxid bei einem derart hohen  Druck bei Temperaturen oberhalb von 10.000 Grad Celsius in flüssigem  Wasserstoff auflöst. „Das führt zu einer erheblichen Umverteilung des  felsigen Materials in Jupiter und auch in großen Exoplaneten", so Wilson  und Militzer. Da Saturn kleiner ist als Jupiter sind die Bedingungen in  seinem Inneren nicht extrem genug, um zu einer Auflösung des Kerns zu  führen. Die beiden Wissenschaftler sehen die Chance, dass  spektroskopische Untersuchungen der Atmosphären von großen Gasplaneten  bei anderen Sternen schon bald eine Überprüfung ihres Szenarios der  Kernauflösung ermöglichen.
Quelle: http://arxiv.org/abs/1111.6309]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 23:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Geröstete Planeten</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=857&#38;cHash=bc06c29381e7f8e9b4136fad08ab45a1</link>
			<description>Der 3800 Lichtjahre entfernte Stern KOI 55 wird möglicherweise von  zwei erdgroßen Planeten auf extrem engen Umlaufbahnen umkreist. Das  behauptet ein internationales Forscherteam auf Basis von Messungen des  Satellitenteleskops Kepler. Die Entdeckung wäre ungewöhnlich, denn KOI  55 ist ein so genannter heißer Unterzwerg, ein Stern am Ende seines  Lebens der bereits die aufgeblähte Riesenphase hinter sich gebracht.  Diese Riesenphase sollten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der 3800 Lichtjahre entfernte Stern KOI 55 wird möglicherweise von  zwei erdgroßen Planeten auf extrem engen Umlaufbahnen umkreist. Das  behauptet ein internationales Forscherteam auf Basis von Messungen des  Satellitenteleskops Kepler. Die Entdeckung wäre ungewöhnlich, denn KOI  55 ist ein so genannter heißer Unterzwerg, ein Stern am Ende seines  Lebens der bereits die aufgeblähte Riesenphase hinter sich gebracht.  Diese Riesenphase sollten Planeten auf engen Bahnen nach vorherrschender  Meinung der Himmelsforscher nicht überleben – entsprechend umstritten  ist die Entdeckung.<br /><br />„Wenn unsere Sonne sich zu einem Roten Riesen aufbläht, dann verschlingt  sie die Erde", erklärt Elizabeth Green vom Steward Observatory der  University of Arizona. „Nur Planeten mit erheblich größeren Massen, wie  Jupiter oder Saturn, können diese Phase möglicherweise überleben." Green  und ihre Kollegen vermuten daher, dass zwei große Planeten sich dem  alternden Stern auf Spiralbahnen genähert haben. In der Riesenphase des  Sterns haben die Planten dann ihre ausgedehnten Atmosphären verloren,  übrig geblieben sind nur ihre kleinen, kompakten Kerne. Zugleich haben  die Planeten, so die These von Green und ihrem Team, auch die  Entwicklung des Sterns beeinflusst.<br /><br />Denn normalerweise wird ein Stern ähnlich unserer Sonne nach Durchlaufen  des Riesen-Stadiums zu einem Weißen Zwerg. Bei einigen Sternen scheint  die Entwicklung aus bislang unbekannten Gründen jedoch anders zu  verlaufen – sie werden zu einem heißen Unterzwerg. Diese Sterne haben  ihre äußeren Schichten früh verloren und dort konnte deshalb keine  weitere Fusion von Wasserstoff von Helium stattfinden. Planeten auf  engen Umlaufbahnen, die im Riesenstadium innerhalb der Sternatmosphäre  verlaufen, könnten zu einem solchen Verlust der äußeren Sternschichten  führen.<br /><br />Green und ihre Kollegen haben bei KOI 55 eine Vielzahl von  Helligkeitsänderungen gefunden. Die meisten davon lassen sich durch  Schwingungen erklären, die für Unterzwerge typisch sind. Für zwei  Oszillationen mit Perioden von 5,8 und 8,2 Stunden finden die Forscher  jedoch keine derartige Erklärung. Sie sehen in den Schwankungen daher  das von den Planeten reflektierte Sternenlicht, das in seiner Stärke im  Rhythmus der Umlaufbahn schwankt. Andere Astronomen halten diese  Interpretation und die daraus abgeleiteten Folgerungen für gewagt. So  weist Eliza Kempton von der University of California in Santa Cruz  darauf hin, dass Green und ihre Kollegen keine verlässlichen Aussagen  über die Größe der vermeintlichen Planeten machen können. Es könnte sich  demnach auch, so Kempton, um Riesenplaneten handeln, die erst in der  Spätphase des Sterns aus der abgestoßenen Hülle entstanden sind.  Weitere, genauere Beobachtungen sind also nötig, um die Behauptungen von  Green und ihrem Team zu untermauern oder zu widerlegen.
Quelle:  http://www.nature.com/nature/journal/v480/n7378/full/nature10631.html]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erstmals erdgroße Exoplaneten entdeckt</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=856&#38;cHash=d8bd187ae151b4aeba00a77722cbea8d</link>
			<description>Der 950 Lichtjahre entfernte Stern Kepler-20 besitzt einen  Planeten, der nahezu exakt erdgroß ist, sowie einen weiteren Begleiter,  der sogar kleiner ist als die Erde. Das zeigen Beobachtungen mit dem  amerikanischen Satellitenteleskop Kepler, über die ein internationales  Forscherteam berichtet. Einer der Planeten könnte eine dichte Atmosphäre  aus Wasserdampf besitzen, schreiben die Wissenschaftler in der  Online-Ausgabe des Fachblatts...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der 950 Lichtjahre entfernte Stern Kepler-20 besitzt einen  Planeten, der nahezu exakt erdgroß ist, sowie einen weiteren Begleiter,  der sogar kleiner ist als die Erde. Das zeigen Beobachtungen mit dem  amerikanischen Satellitenteleskop Kepler, über die ein internationales  Forscherteam berichtet. Einer der Planeten könnte eine dichte Atmosphäre  aus Wasserdampf besitzen, schreiben die Wissenschaftler in der  Online-Ausgabe des Fachblatts „Nature".<br /><br />Die beiden neu entdeckten Planeten Kepler-20e und Kepler-20f haben den  1,03-fachen bzw. 0,87-fachen Radius der Erde, so Francois Fressin vom  Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics im amerikanischen Cambridge  und seine Kollegen. Die Himmelskörper umkreisen ihren Stern auf sehr  engen Umlaufbahnen: Ein Jahr dauert bei ihnen lediglich 6,1 bzw. 19,6  irdische Tage. Kepler-20 ist ein sonnenähnlicher Stern, seine  Leuchtkraft ist nur geringfügig schwächer als die der Sonne.<br /><br />Aufgrund der engen Umlaufbahnen herrschen auf den Oberflächen der beiden  Planeten vermutlich hohe Temperaturen von 770 bzw. 430 Grad Celsius.  Aufgrund theoretischer Überlegungen gehen Fressin und seine Kollegen  davon aus, dass die beiden erdgroßen Exoplaneten auch in ihrem Aufbau  der Erde ähneln, also einen Eisenkern und einen felsigen Mantel  besitzen. Bei der Temperatur des äußeren der beiden Planeten sehen die  Wissenschaftler die Möglichkeit, dass er eine dichte Atmosphäre aus  Wasserdampf entwickelt hat.<br /><br />Kepler überwacht 156.000 Sterne auf winzige Helligkeitsschwankungen.  Periodische Änderungen der Sternhelligkeit können die Anwesenheit eines  Planeten verraten, wenn dieser auf seiner Bahn von der Erde aus gesehen  regelmäßig vor dem Stern vorüberzieht. Aus der Stärke der  Helligkeitsänderung können die Astronomen dann unmittelbar die Größe des  Planeten bestimmen. Bei Kepler-20 waren bereits zuvor drei größere  Planeten bekannt – insgesamt besitzt der Stern also mindestens fünf  Begleiter.
Quelle:  http://www.nature.com/nature/journal/vnfv/ncurrent/full/nature10780.html]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Herzschlag&quot; verrät kleinstes Schwarzes Loch</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=855&#38;cHash=f04eab8311e91c38a4ce7403025ec45f</link>
			<description>Die Röntgenquelle IRG J17091-3624 ist vermutlich das bislang  kleinste bekannte Schwarze Loch. Darauf deuten Messungen des  amerikanischen Spezial-Satelliten RXTE hin. Die Röntgenstrahlung des  Objekts zeigt schnelle, von den Astronomen als &quot;Herzschlag&quot; bezeichnete  Variationen, die am besten zu einer Masse des Schwarzen Lochs von  weniger  als drei Sonnenmassen passen. Über die Messungen des  Herzschlags von IRG J17091-3624 und die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Röntgenquelle IRG J17091-3624 ist vermutlich das bislang  kleinste bekannte Schwarze Loch. Darauf deuten Messungen des  amerikanischen Spezial-Satelliten RXTE hin. Die Röntgenstrahlung des  Objekts zeigt schnelle, von den Astronomen als "Herzschlag" bezeichnete  Variationen, die am besten zu einer Masse des Schwarzen Lochs von  weniger  als drei Sonnenmassen passen. Über die Messungen des  Herzschlags von IRG J17091-3624 und die Interpretation dieser Daten  berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Astrophysical  Journal Letters".<br /><br />Meist sorgen supermassive Schwarze Löcher für Schlagzeilen - Giganten  mit der millionen- oder gar milliardenfachen Masse der Sonne in den  Zentren von Galaxien. IRG J17091-3624 ist nun das genaue Gegenteil, ein  so genanntes stellares Schwarzes Loch - hervorgegangen aus einem  sterbenden, kollabierenden Stern - am unteren Ende der Massenskala für  die exotischen Himmelsobjekte. Das Schwarze Loch ist offenbar Mitglied  in einem Doppel-System und saugt Materie von seinem Begleiter ab, einem  normalen Stern.<br /><br />Diese Materie fällt nicht direkt in das Schwarze Loch, sondern bildet  zunächst eine rasch rotierende Scheibe um die Schwerkraft-Falle.  Instabilitäten am inneren Rand der Scheibe führen dann zum Einfall von  Materie und zur Freisetzung hochenergetischer Röntgenstrahlung. Bislang  kannten die Astronomen lediglich ein stellares Schwarzes Loch mit einer  stark flackernden Röntgenstrahlung: GRS 1915+105 mit einer Masse von 14  Sonnen, rund 40.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Herzschlag von  IRG J17091-3624 ist jedoch etwa 20-mal schneller als bei GRS 1915+105.<br /><br />"So, wie der Herzschlag einer Maus schneller ist als der eines  Elefanten, so hängt auch der Herzschlag eines Schwarzen Lochs von seiner  Masse ab", erklärt Diego Altamirano von der Universität Amsterdam, ein  an den RXTE-Messungen beteiligter Astrophysiker. Zusammen mit seinen  Kollegen hat er Beobachtungsdaten des RXTE-Satelliten aus einem Zeitraum  von sechs Monaten ausgewertet, um die beiden Schwarzen Löcher  miteinander zu vergleichen.
Quelle: http://iopscience.iop.org/2041-8205/742/2/L17/]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 23:23:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der Mond hat eine Ionosphäre</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=845&#38;cHash=dfa63553d0596aeadf63a17cec6f4490</link>
			<description>Eine Welt förmlich ohne Atmosphäre besitzt dennoch  eine Ionosphäre. Seit nunmehr Jahrzehnten schon steht diese Feststellung  ohne befriedigende Begründung fast schon im wahrsten Wortsinne im Raum.  Die Idee eines atmosphärenlosen Körpers mit gleichzeitiger Ionosphäre  ergibt zunächst einmal auch gar keinen Sinn. Und dennoch, der Erdmond  verfügt über so eine Schicht, in der sich vornehmlich Ionen und freie  Elektronen befinden. Die Ionosphäre...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Welt förmlich ohne Atmosphäre besitzt dennoch  eine Ionosphäre. Seit nunmehr Jahrzehnten schon steht diese Feststellung  ohne befriedigende Begründung fast schon im wahrsten Wortsinne im Raum.  Die Idee eines atmosphärenlosen Körpers mit gleichzeitiger Ionosphäre  ergibt zunächst einmal auch gar keinen Sinn. Und dennoch, der Erdmond  verfügt über so eine Schicht, in der sich vornehmlich Ionen und freie  Elektronen befinden. Die Ionosphäre der Erde entsteht durch solare  Strahlungseinflüsse, sowohl in elektromagnetischer Form, was  insbesondere auf Ultraviolett- und Röntgenstrahlung zutrifft, als auch  als Teilchenstrahlung, was hauptsächlich Elektronen und Protonen  betrifft. Durch ihren Einfluss werden Elektronen im Bereich der Meso-  bzw. Thermopause von den dortigen Atomen gelöst. Es entstehen so  positive Ionen und freie Elektronen, was zu einem elektrisch leitenden  Bereich der Atmosphäre führt. Beim Erdmond indes müssen alternative  Umstände die Ausbildung einer beobachtbaren Ionosphäre ermöglichen, denn  er verfügt über keine Atmosphäre im klassischen Sinne.
Seine Exosphäre erhält er durch kleinere  Mengen Gas, das sich durch radioaktiven Zerfall bildet und aus dem  Mondinneren ausgast. Zweite Quelle sind die Atome, die der Sonnenwind  von der Oberfläche sprengt. Die Mond-Ionosphäre hingegen verdankt ihre  Existenz dem reichlich vorhandenen Regolith. Kleine Regolithpartikel  umschwirren ständig in großen Mengen den Mond und sind so unter anderem  auch der solaren UV-Strahlung ausgesetzt. Ultraviolettes Licht lädt den  Mondstaub zehnmal stärker auf als bislang vermutet worden war. Und,  ebenfalls anders als spekuliert, entwickeln »große« Teilchen mit einem  Durchmesser von ein bis zwei Mikrometern eine stärkere Ladung als  kleine, etwa 0,5µm große Partikel. Darüber hinaus wird der Mondstaub  durch die elektromagnetische Strahlung ionisiert. Dieses Zusammenspiel  lässt die Ionosphäre des Mondes auch ohne gleichzeitige Anwesenheit eine  Atmosphäre entstehen. Inwieweit der abgeschwächte Sonnenwind in einem  solaren Minimum weiterhin die Bildung einer Mondionosphäre zulässt, ist  unbekannt. Insofern nimmt der Erdmond nach jetzigem Wissen eine  Sonderstellung ein. Denn es ist kein weiterer Himmelskörper bekannt, bei  dessen Ionosphäre physikalisch verwitterte Lockersedimente einen  Großteil der Rolle des Atmosphärengases übernehmen.
Lars-C. Depka
<img style="float: left; margin: 10px; border: 0pt none;" src="uploads/RTEmagicC_interstellarum_06.jpg.jpg" alt="" width="200" height="33" />In Kooperation mit der Zeitschrift Interstellarum - Die Zeitschrift für den Amateur-Astronomen
 
Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von Interstellarum mit den neusten Nachrichten aus dem Bereich Astronomie und Raumfahrt unter http://www.oculum.de/newsletter/astro/100/40/5/145.tr4xs.asp]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Festmahl für das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=848&#38;cHash=1269386a8e4a25c659a8d836b995de41</link>
			<description>Eine Gaswolke mit der dreifachen Masse der Erde nähert sich mit  hoher Geschwindigkeit dem supermassiven Schwarzen Loch Sagittarius A* im  galaktischen Zentrum. Das zeigen jahrelange Beobachtungen eines  internationalen Forscherteams mit dem Very Large Telescope VLT der  Europäischen Südsternwarte ESO in Chile.  Schon jetzt zieht die  gewaltige Anziehungskraft des Schwarzen Lochs die Wolke auseinander,  berichten die Astronomen im Fachblatt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Gaswolke mit der dreifachen Masse der Erde nähert sich mit  hoher Geschwindigkeit dem supermassiven Schwarzen Loch Sagittarius A* im  galaktischen Zentrum. Das zeigen jahrelange Beobachtungen eines  internationalen Forscherteams mit dem Very Large Telescope VLT der  Europäischen Südsternwarte ESO in Chile.  Schon jetzt zieht die  gewaltige Anziehungskraft des Schwarzen Lochs die Wolke auseinander,  berichten die Astronomen im Fachblatt "Nature".<br /><br />Regelmäßige Aufnahmen mit dem VLT zeigen, wie sich die Gaswolke auf  einer langgestreckten Ellipsenbahn dem Schwarzen Loch nähert. In den  vergangenen sieben Jahren hat sich die Geschwindigkeit der Wolke dabei  nahezu verdoppelt, derzeit liegt sie bei 8 Millionen Kilometern pro  Stunde. Mitte 2013 wird die Wolke den so genannten Ereignishorizont des  Schwarzen Lochs in einem Abstand von nur 40 Milliarden Kilometern  passieren - astronomisch gesehen ein Katzensprung.<br /><br />"Nur zwei Sterne sind dem schwarzen Loch seit dem Beginn unserer  Beobachtungen im Jahr 1992 so nahe gekommen", erläutert Stefan Gillessen  vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, einer  der beteiligten Forscher. "Im Unterschied zu diesen Sternen - die bei  den Vorbeiflügen keinen Schaden genommen haben - wird die Gaswolke  komplett zerrissen werden, wenn die Gezeitenkräfte rund um das Schwarze  Loch an ihr zerren." Die Anziehungskraft ist auf der dem Schwarzen Loch  zugewandten Seite der Gaswolke erheblich stärker als auf der dem  Schwarzen Loch abgewandten Seite. Diesen Unterschied bezeichnen die  Astrophysiker als Gezeitenkraft, da ein ähnlicher Effekt der  Mond-Anziehungskraft die Gezeiten der irdischen Ozeane verursacht. Im  galaktischen Zentrum ist die Wirkung weitaus dramatischer: Die Gaswolke  zerreißt und ihre Überreste fallen in das Schwarze Loch hinein.<br /><br />Bei der Annäherung an das Schwarze Loch heizt sich das Gas, so erwarten  die Astronomen, auf mehrere Millionen Grad auf. Das führt dann zu einer  deutlich erhöhten Strahlung im Röntgenbereich. "Detaillierte  Beobachtungen der Strahlung aus dem galaktischen Zentrum geben uns in  den nächsten Jahren die einmalige Gelegenheit, in Echtzeit zu verfolgen,  wie das supermassereiche Schwarze Loch Materie schluckt", so Gillessen.<br /><br />Mit einer Entfernung von rund 26.000 Lichtjahren ist Sagittarius A* das  einzige supermassive Schwarze Loch, dessen Entfernung klein genug ist,  um derartige Detailstudien zu ermöglichen. Jahrelange Beobachtungen der  Sternbahnen rund um das Gravitationsmonster haben ergeben, dass es  ungefähr 4,3 Millionen Sonnenmassen besitzt. Die meiste Zeit verhält es  sich still und zeigt nur gelegentlich kleine Strahlungsausbrüche. Zwar  kann aus Schwarzen Löchern keine Strahlung entkommen - daher ihr Name -,  aber einfallende Materie heizt sich auf, sendet dann Strahlung aus und  verrät so die Existenz der dunklen Schwerkraft-Monster.
Quelle: www.nature.com/doifinder/10.1038/nature10652]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 23:29:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sternexplosion: Weder Riese noch Zwerg</title>
			<link>http://www.astronomie.de/aktuelles-und-neuigkeiten/aktuelles-aus-der-astronomie/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2011&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=847&#38;cHash=d813dadc27e2c6d282ba725fbac1005b</link>
			<description>Eine am 24. August am Himmel aufgeleuchtete Supernova hat den  Astronomen neue Erkenntnisse über die Vorgängersterne dieser  Sternexplosionen geliefert. Dank eines automatischen  Überwachungsprogramms konnten die Forscher die Supernova bereits elf  Stunden nach ihrem Aufleuchten beobachten - ein neuer Rekord. Außerdem  fand die Explosion in einer Entfernung von &quot;nur&quot; 21 Millionen  Lichtjahren statt und konnte deshalb besonders gut untersucht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine am 24. August am Himmel aufgeleuchtete Supernova hat den  Astronomen neue Erkenntnisse über die Vorgängersterne dieser  Sternexplosionen geliefert. Dank eines automatischen  Überwachungsprogramms konnten die Forscher die Supernova bereits elf  Stunden nach ihrem Aufleuchten beobachten - ein neuer Rekord. Außerdem  fand die Explosion in einer Entfernung von "nur" 21 Millionen  Lichtjahren statt und konnte deshalb besonders gut untersucht werden.  Wie zwei internationale Forscherteams im Fachblatt "Nature" berichten,  handelt es sich bei der Supernova um einen explodierten Weißen  Zwergstern, der mit größter Wahrscheinlichkeit von einem normalen Stern  umkreist wurde.<br /><br />Die Supernova vom 24. August ist vom Typ Ia. Solche Sternexplosionen  sind für die Astronomen von besonderer Bedeutung, da sie bei der  Vermessung des Kosmos als so genannte Standardkerzen dienen: Sie  besitzen eine einheitliche Charakteristik, aus der sich die Entfernung  der Explosion bestimmen lässt. Trotz dieser wichtigen Rolle gibt es  bislang keine vollständige Theorie der Explosionen. Klar ist lediglich,  dass bei Supernovae des Typs Ia ein Weißer Zwerg explodiert, der  Mitglied in einem Doppelsternsystem ist. Ob der zweite Stern aber ein  Roter Riese, ein normaler Stern oder ebenfalls ein Weißer Zwerg ist, war  bislang völlig unklar.<br /><br />Nun können die Astronomen jedoch mit Sicherheit ausschließen, dass es  sich um einen Roten Riesenstern handelt. "Wenn es dort einen Riesenstern  in einer engen Umlaufbahn gegeben hätte, dann hätten wir eine Art  Feuerwerk sehen müssen, als die Trümmer der Supernova auf ihn geprallt  sind", so Daniel Kasen, ein an den Beobachtungen beteiligter  Astrophysiker von der University of California in Berkeley. "Aber wir  haben keine solchen Blitze beobachtet und daraus können wir schließen,  dass der Begleiter nicht viel größer sein kann als unsere Sonne."<br /><br />Auch einen Weißen Zwergstern als Begleiter glauben die Forscher  ausschließen zu können - allerdings auf Basis theoretischer  Überlegungen, die noch nicht hieb- und stichfest sind. Wenn diese  Überlegungen korrekt sind, bliebe lediglich ein normaler Stern ähnlich  unserer Sonne als Begleiter des explodierten Weißen Zwergs übrig.  Allerdings gelten diese Schlussfolgerungen streng genommen nur für die  Supernova vom 24. August. Ob sie sich auf alle Sternexplosionen des Typs  Ia verallgemeinern lassen, können nur weitere Beobachtungen zeigen,  möglichst an noch näher gelegenen Supernovae. Doch explodierende Sterne  sind seltene Phänomene, in einer typischen Galaxie wie unserer  Milchstraße gibt es etwa eine Supernova in zweihundert Jahren. Es kann  also einige Jahrzehnte dauern, bis die Astronomen wieder die Gelegenheit  haben, eine Supernova in unserer kosmischen Nachbarschaft zu beobachten
Quelle: http://dx.doi.org/10.1038/nature10646]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles aus der Astronomie</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 23:27:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>
