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Das Ereignis am 21.01.
Nach der verregneten totalen Sonnenfinsternis von August
haben wir am 21. Januar die Chance eine totale Mondfinsternis zu erleben. Um 3
Uhr morgens wird man, gutes Wetter vorausgesetzt, das Ereignis von Europa,
Afrika, Amerika aus beobachten können. Um 4.00 Uhr tritt der Mond in den
Kernschatten der Erde, ab jetzt "sieht man etwas"! Gegen 5.00 Uhr ist der Mond
total verfinstert, was bis 6.20 Uhr anhält. Kurz vor Monduntergang, gegen
7.20 Uhr ist der Spuk vorrüber, der Mond tritt aus dem Kernschatten aus.
Wie entsteht die Mondfinsternis?
Im Gegensatz zur totalen Sonnenfinsternis, die in einem
nur etwa 50-100 km breiten und mehrere tausend Kilometer langen Streifen auf
der Erdoberfläche zu beobachten ist, kann die totale Mondfinsternis
sozusagen von der halben Erde aus gesehen werden. An jedem Punkt der Erde, an
dem der Mond zur Zeit der Mondfinsternis über dem Horizont steht, ist die
Finsternis zu beobachten.
Eine Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond in den
Schatten der Erde eintritt. Das kann nur zur Vollmondzeit passieren, nur dann
stehen Sonne, Erde und Mond in exakt einer Linie, die Erde kann ihren Schatten
auf den Mond werfen. Diese Stellung nehmen die Planeten zwar jeden Monat einmal
ein, aber die Mondbahn ist leicht gegen die Ebene der Erdbahn um die Sonne
geneigt. In den meisten Monaten läuft deshalb der Mond über oder
unter dem Erdschatten vorbei. Nur etwa einmal pro Jahr oder einmal alle zwei
Jahre trifft der Erdschatten den Mond.
Eigentlich sollte man meinen, daß der Mond
völlig schwarz werden sollte, wenn er plötzlich des Sonnenlichtes
beraubt wird. Doch dem ist nicht so. |
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Kurz vor der Totalität sieht man hier den Mond im
Kernschatten der Erde rötlich leuchten. Der überbelichtete Teil des
Mondes rechts unten wurde vom Kernschatten noch nicht verdunkelt.
(Amateuraufnahme)
Der rote Mond
Der Mond erscheint uns während der etwa
einstündigen totalen Mondfinsternis rötlich. Die Erdatmosphäre
bricht den roten Anteil des Sonnenlichtes in den Erdschatten hinein. Von der
Mondoberfläche aus wäre noch ein roter Ring um die Erde zu
beobachten, wenn die Sonne hinter der Erde steht. Doch die Farbtönung kann
variieren. Besonders wenn sehr viele Staubpartikel und Schadstoffe in der
Atmosphäre der Erde enthalten sind, fallen Mondfinsternisse sehr dunkel
aus, der Mond wird dunkelrot bis braun. So war es z.B. in den Jahren nach dem
Ausbruchs des Vulkans Pinantubo auf den Phillipinen.
Bedeutung für die Forschung
So können durch Mondfinsternisse Aussagen über
den Zustand der Erdatmosphäre getroffen werden. Es gibt aber noch weitere
Möglichkeiten wissenschaftlicher Forschung im Rahmen der Mondfinsternis.
Dadurch, daß der Mond wesentlich dunkler ist als normal, wird es
möglich, auch schwächere Sterne um ihn herum wahrzunehmen, ihre
Bedeckung durch den Mond zu beobachten und damit die Mondbahn genauer zu
vermessen. |