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Kleine, allgemeine Einleitung:Seit vielen jahrzehnten wurde die Photografie zur Erstellung astronomischer Aufnahmen verwendet. Die Möglichkeiten der Photografie sind für den Astro-Amateur nahezu ausgereizt.Seit einigen Jahren gibt es erschwingliches CCD-Equipment für die Astronomie. Ähnlich, wie in der Computertechnik, fallen die Preise und die Leistungsfähigkeit steigt. CCD-Astrokameras unterscheiden sich in vielen Punkten von den z.B. in der Überwachungstechnik eingesetzten Videokameras. Der Hauptnachteil von Videokameras ist die kurze Belichtungszeit von etwa 1/50 sec. Diese kann nicht länger sein, da sonst bei der Wiedergabe kein flüssiges Bild entsteht. Durch diese kurze Belichtungzeit sind Deep-Sky Aufnahmen, welche ein wichtiges Einsatzgebiet der "klassischen" Photografie sind, nicht möglich. CCD-Astrokameras werden in Verbindung mit einem Computer betrieben und bieten ähnlich wie in der Astrophotografie, die Möglichkeit, lang-belichtete Aufnahmen zu machen. |
![]() Kamera und CCD-Autoguider vereinen "Alt" und "Neu" |
![]() Selbst die Lichtglocke über Hamburg ist mit CCD-Technik durchschaubar ![]() CDR's sind das ideale Archiewierungsmedium für die Digitalen Aufnahmen |
Vergleich der CCD-Technik gegenüber der Photografie:Vorteile:
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Nachteile:
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![]() KAF-0401 ein "bezahlbarer" Astro-CCD-Chip 768 x 512 Pixel auf 6,9 x 4,6 mm |
![]() Prinziep einer CCD-Kamera |
Aufbau und Funktion einer Astro-CCD KameraDer wichtigste Teil der Kamera ist der CCD-Chip. Er bestimmt hauptsächlich die Qualität der Bilder. Ein CCD-Chip, wie er in der Astronomie verwendet wird, besteht aus einem rechteckigen Feld, welches in viele kleine Teile (Pixel = Picture-Elements) aufgeteilt ist. Bei der Belichtung fällt eine von der Objekthelligkeit abhängige Menge an Photonen (="Lichtteilchen") auf die Pixel und wird in Form von elektrischen Ladungen gespeichert.Wird der CCD-Chip nach der Belichtung ausgelesen, werden die Ladungen der einzelnen Pixel nacheinander in digitale Signale umgesetzt, welche zu einem Computer übertragen und in Form von Zahlen (Pixelwerten) gespeichert werden. Je mehr Photonen auf ein Pixel gefallen sind, also je stärker die Belichtung war, desto größer ist der Pixelwert, der diesem Pixel zugeordnet wird. Ein Bild besteht im Prinzip also nur aus Zahlen. Diese Zahlen liegen meistens in einem bestimmten Wertebereich. Wie groß dieser Bereich ist, hängt von der Dynamik der aufnehmenden Kamera ab. Eine Kamera mit einer Dynamik von z.B. 12 Bit liefert Pixelwerte im Bereich von 0 ... 4095. Es können also maximal 4096 (2 hoch 12) verschiedene Helligkeitswerte unterschieden werden. |
Kamera und ComputerEs gibt mehrere Möglichkeiten, die Kamera mit dem Computer zu verbinden.Die einfachste und verbreiteteste ist die Anbindung über den Druckeranschluß. (LPT-Parallelport). Der Hauptvorteil dieser Verbindungsart ist ihre Verfügbarkeit auf allen PC's und Laptops (bei einigen besonders kleinen Laptops wird ein Port- Replikator benötigt). In diesem Fall ist eine zusätzliche Spannungsversorgung für die CCD-Kamera erforderlich. Normalerweise beträgt die Spannung 12V. Der Nachteil des Parallelports ist eine relativ langsame Datenübertragung. So kann es passieren, daß bei hochauflösenden CCD-Chips und/oder ungünstiger Programmierung die Bildübertragung mehrere zig-Sekunden dauert. Andere Kameras benötigen ihre eigene PC-Einsteckkarte für die Datenübertragung. Diese kann zwar die Datenübertragung beschleunigen, verhindert aber den Betrieb der Kamera an verschiedenen PC's und schließt die Benutzung von standard-Laptops aus. Die Spannungsversorgung der Kamera erfolgt dann meißt über die Karte (und somit über das PC-Netzteil). |
![]() Parallelportstecker ![]() PC-Einbaukarte |
![]() Dunkelstrombild: Die Erwärmung durch den Links im Bild liegenden Ausleseverstärker erzeugt zusätzlichen Dunkelstrom. |
Die Entstehung eines BildesBeim erstellen eines CCD-Bildes erhält man (wie bei der Fotografie auch) nicht nur die gewünschten Daten. Diese unerwünschten Effekte entstehen dadurch, daß der Chip sich nicht ideal verhält. Die wichtigsten sind:
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![]() Flatfield-Aufnahme (stark kontrastiert) |
![]() Blooming |
Es ergibt sich also folgende Rechnung (die für jedes Pixel einzeln durchgeführt werden muß): Dies Rechnung führt die Bildverarbeitungs- oder auch bereits selbstständig die Aufnahmesoftware durch. Die dabei entstehenden Bilder verwendet man dann zur Weiterverarbeitung.
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Skalierung - oder die vielen Gesichter eines BildesWie bereits erwähnt, liefert eine CCD-Kamera Bilder mit typischerweise z.B. 4096 (= 12 bit Dynamik) oder bis zu 65536 (= 16 bit Dynamik) Graustufen. Ein normaler PC-Monitor kann allerdings nur maximal 256 Graustufen darstellen.Daher können die vielen Graustufen dazu genutzt werden, den "interessantesten" Teil eines Bildes auch nach der Aufnahme auszuwählen. Dies ist bei vielen Deep-Sky- Objekten besonders wichtig, da dadurch sehr dunkele und sehr helle Bereiche problemlos mit einer Aufnahme erfaßt werden können. Man benötigt nicht unbedingt, wie in der Photografie, eine kurzbelichtete Aufnahme für die Hellen und eine langbelichtete Aufnahme für die dunkelen Teile des Aufnahmeobjektes. |
![]() M42 - dunkel skaliert ... ![]() ... und das gleiche Bild hell skaliert |
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Prinzip des Skalierens / setzen von Schwarz- und Weißpunkt |
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Belichtungszeiten und "Sandwich"- BilderWie ermittelt man die Belichtungszeit ?Bei der konventionellen Astrofotografie war die Belichtungszeit von Deep-Sky- Aufnahmen hauptsächlich von dem Himmelshintergrund abhängig. Bei hellem Hintergrung konnte man in der Regel nur wenige Minuten belichten und mußte sich auf helle Objekte beschränken. Die Belichtungszeit einer CCD-Aufnahme ist von folgenden Kriterien abhängig:
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Häufig wiedersprechen sich diese Bedingungen, deswegen ist ein etwas anderes
Aufnahmeverfahren als bei der Photografie empfehlenswert. Statt einer lange belichteten Aufnahme, lohnt es sich häufig, mehrere, kürzer belichtete Aufnahmen vom gleichen Objekt zu machen, um diese später zu einem Bild zusammenzufassen. Die kurzen Belichtungszeiten verhindern das Erreichen der Sättigung und verringern den Einfluß des Dunkelstromes und Himmelshintergrundes. Werden die Bilder anschließend aufeinanderaddiert, verringert sich das statistische Rauschen, jedoch wird die Bildinformation deutlicher. Somit werden auch sehr dunkle Teile des Aufnahmeobjektes sichtbar, welche vorher im Rauschen der Einzelbilder verschwanden. |
![]() Einzelbild (30 s.) ![]() Summenbild (5x 30 s.) |
![]() Prinzip des "Drehaddierens" |
Dieses Verfahren hat noch zwei entscheidende Vorteile:
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