13. Woche: Nachtrag zum Rosetten-Nebel

 -  Astrofoto der Woche  - 

Die astronomischen Fakten zum Objekt waren im AdW 10/2006 zu lesen. Auch wenn der Rosetten-Nebel allmählich weit nach Westen wandert und sich am Abendhimmel verabschiedet, soll er noch einmal vorgestellt und besprochen werden, allerdings nur aus astrofotografischer Sicht. Unser Team findet, dass sich das lohnt, weil der Bildautor einige interessante Dinge mitteilt!

Mark Achterberg schreibt: "Anbei sende ich Ihnen ein Bild aus dem lichtverseuchten Berlin, das mittels 2 DSLRs entstanden ist. Auf einer Belichtung durch den IDAS-Filter war unter meinen Bedingungen nahezu nichts von dem Rosettennebel erkennbar. Hier zeigt sich eindrucksvoll, was für eine ´Wunderwaffe´ ein guter H-Alpha-Filter unter Stadtbedingungen ist!"

Sein 80-mm-ED-Refraktor mit f = 600 mm und Koma-Korrektor sitzt auf einer Montierung EQ6. Die Nachführung erfolgt per visueller Kontrolle am GA-4 inklusive 2x-Barlowlinse an einem 4"-Leitrohr von 1000 mm Brennweite. Als Kamera diente eine Canon EOS 300D ohne IR-Sperrfilter für H-Alpha-Aufnahmen, dazu eine EOS 10D für Grün/Blau.

Die Fokalaufnahme entstand am 28. Januar 2006. Dabei wurde ein Astronomik H-Alpha-Filter von 13 nm Bandbreite benutzt, ein IDAS-Filter wurde für Grün/Blau eingesetzt. Bei ISO 800 betrugen die Belichtungszeiten 7 x 12 min für H-Alpha und 8 x 7 min für Grün/Blau. Am Aufnahmeort Berlin-Heiligensee lag die Grenzgröße im Zenit bei 5,2 mag und das Objekt stand im Verlauf der Belichtung 41 bis 31 Grad über dem Horizont. Die Nachttemperaturen kamen auf -13°C bei der H-Alpha-Aufnahme und auf -5°C für die Grün/Blau-Aufnahmen. Die anschließende Bildbearbeitung geschah mit AstroArt, Photoshop und Neat Image.

RA = 06 h 31.9 min, DEK = 04° 56'

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