14. Woche - Mars am 25. März 2014

 -  Astrofoto der Woche  - 

Ein so bemerkenswertes Bild wie das aktuelle AdW darf einfach nicht in die Warteschlange, denn Aktualität muss Vorrang haben! Ralf Burkart-Kreuels gelang dieser "Schnappschuss" mit Hilfe der Videotechnik. Er schreibt: "Anbei mein bisher bester Mars, ich stand bisher mit ihm auf Kriegsfuß. Jetzt endlich hat es geklappt. Da es sich um ein G(RGB) handelt, heben sich sehr schön die Wolkenschleier von der Oberfläche des Planeten ab."

Was zeigt das Bild? Zum Aufnahmezeitpunkt hatte der "Rote Planet" einen scheinbaren Durchmesser von nur 14 Bogensekunden. Norden ist oben, wir blicken auf die nördliche Polkappe. Sie ist vo einem dunklen Saum umgeben, zeigt aber knapp außerhalb noch ein abgetrenntes helles und längliches Eisfeld. Darunter schließt wie ein breiter Gürtel das dunkle Gebiet Utopia an. Mit seiner Spitze deutet es im linken Randbereich auf die Große Syrte, die in einen bläulichen Schimmer getaucht ist. Die Mitte der sichtbaren Marsoberfläche wird durch das helle Gebiet Elysium dominiert. Daran schließt sich nach rechts Amazonis an. Südlich wird diese helle Zone durch zwei parallele dunkle Bänder begrenzt: nahe der Großen Syrte das Mare Tyrrhenum, gefolgt vom Mare Cimmerium. Knapp rechts der Bildmitte (Zentralmeridian bei 230°) sticht eine markante weiße Wolke ins Auge. Sie liegt dicht bei Elysium Mons. Am rechten Bildrand bemerkt man bläulich-weiße Schleierwolken. In ihnen verbirgt sich Olympus Mons - der höchste Marsvulkan.

Als Aufnahmeteleskop diente ein Celestron 11 bei 8400 mm Brennweite, Videokamera war eine DMK 21AU618. Es wurden viele kleine Videos à 30 Sekunden belichtet. Die Farbdaten wurden mit einer DBK 21 in einem Stück aufgenommen. Wer Näheres zur Aufnahmetechik erfahren möchte, wende sich direkt an den Autor, der aber momentan im Urlaub weilt - ein wenig Geduld!

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