19. Woche: Wüstenstimmung

 -  Astrofoto der Woche  - 

Der Sternenhimmel ist ein geeignetes Motiv für eine Kamera mit Stativ. Bei Langzeitbelichtungen gelingen dann schöne Strichspuraufnahmen. Noch interessanter wird es, wenn die Nacht durch den Mond erhellt wird und die Umgebung mit im Bild festgehalten werden kann. Und wenn sich das Ganze dann auch noch in einer Superlandschaft abspielt, gibt es nichts zu toppen!

Werner E. Celnik, Mitglied der VdS-Fachgruppe Astrofotografie, hatte im letzten Herbst mit Astro-Kollegen eine Exkursion in die libysche Wüste unternommen. Im Felslabyrinth des Maradret (gelegen auf 09° 57.0' Ost, 25° 49.0' Nord) entstand dann am 28.10.2007 um ca. 20:30 MEZ diese beeindruckende Aufnahme des zu 3/4 vollen aufgehenden Mondes vor den Sternbildern Taurus und Auriga. Mit einer feststehenden 6x6-Kamera und Objektiv 1:2,8/50 mm wurde auf Farbdiafilm Fujichrome ISO 100 nur 10 s belichtet. In dieser kurzen Zeit blieb die Erdrotation "eingefroren", d.h. die Sterne konnten als saubere Punkte abgebildet werden. Zudem erhellt das vom gelben Sand reflektierte Mondlicht die Wolken am Horizont von unten. Frage des Bildautors: "Eigentlich sollte es nur ein Stimmungsfoto der Mondnacht in der Wüste werden, doch bei so vielen Sternen darauf ist es doch ein Astrofoto, oder nicht?" Unsere Antwort: Es ist ein Astrofoto, ohne Zweifel. Und dazu eines mit bewährter, filmtechnischer Ausrüstung. Ein sehr gelungenes Bild, und es spornt zum Nachahmen an!

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