21. Woche - Die schmalste Mondsichel aufnehmen?

 -  Astrofoto der Woche  - 

Das Problem ist bekannt: Je jünger und damit schmaler ich die abendliche Mondsichel im Bild einfangen will, desto näher steht diese zur Sonne. Beobachtung und Fotografie sind durch die Sonnennähe aber merklich erschwert. Je horizontnäher der Mond steht, desto mehr steckt er in den Zonen schlechten Seeings. Wichtig ist daher eine möglichst große Höhe über dem Horizont. Das aber heißt: Früh den Mond finden und aufnehmen, auch wenn dann die Kontraste wegen des hellen Himmels noch ziemlich gering sind! Das Auffinden ist also stets mit dem Kampf gegen die Abenddämmerung verbunden. Je länger ich nach dem Auffinden warte, desto dunkler wird es zwar, aber desto tiefer sinkt der Mond auch in die trüben atmosphärischen Schichten. Damit ist auch klar, dass wir zu Zeiten einer möglichst steilen Ekliptik den besten Erfolg haben.Auf der Suche nach dem „jungen Mond“ setzte Fachgruppenmitglied Manfred Wolf am 22. Februar einen Feldstecher ein. Er schreibt: „Die erste Sichtung gelang mir um 18 h 25 MEZ, die erste Aufnahme datiert von 18 h 42 MEZ.“ Das aktuelle AdW entstand mit einer Canon 450d und einem Teleobjektiv von 300 mm Brennweite. Die Belichtung erfolgte automatisch bei aufziehender Eintrübung.

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