25. Woche: Drei Tage alter Mond mit aschgrauem Licht

 -  Astrofoto der Woche  - 

Wir begrüßen René Pascal, unser neuestes Mitglied in der Runde der AdW-Astrofotografen. Er schickte ein bemerkenswertes Mond-Mosaik, das man im dunklen Raum am Monitor betrachten sollte. Der Monitor darf dabei keinesfalls zu dunkel eingestellt sein, um die richtige Wirkung des aschgrauen Mondlichts zu erzielen. Dazu schreibt der Bildautor: "Es war nicht mein erster Versuch, den so jungen Mond in hoher Auflösung inklusive aschgrauem Mondlicht abzulichten, doch frühere Versuche fielen aufgrund der Luftunruhe in Horizontnähe oder des Helligkeitsunterschiedes zwischen dunkler und heller Seite und dadurch bedingter Überstrahlungen der dunklen Seite nie zu meiner Zufriedenheit aus. Am 17.4.2010 gelang mir dieses Mosaik."

Aufnahmegerät war ein Celestron 8 auf Superpolaris-Montierung. Die Mondsichel ist ein Mosaik aus ca. 16 Bildern, aufgenommen mit einer 1/2"-Videokamera Hitachi HV-C20 bei f = 4000 mm, mit RegiStax gestackt (Sortierrate ca. 5-10% von jeweils 500 Frames). Die dunkle Seite wurde mit einer Canon EOS 1000D durchs C8 bei f = 2000 mm in 2 Teilen aufgenommen. Der krasse Helligkeitsunterschied und Überstrahlungen in den Bildern sind ein Problem beim Zusammenfügen der Bilder von Sichel und aschgrauem Licht. Daher wurde in Photoshop mit Masken gearbeitet, die aus der überbelichteten Sichel generiert wurden. An einigen Stellen musste trotzdem, auch aufgrund der Veränderung am Terminator über die ca. 2 Stunden, der Pinsel an der Maske angesetzt werden.

Sein Tipp für den nächsten Versuch an diesem Objekt: die Bilder der dunklen Seite zuerst aufnehmen, auch wenn man die bessere Luftruhe des noch höher stehenden Mondes für das hoch aufgelöste Mosaik nutzen möchte.

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