26. Woche: Sonnenlauf auf den Lofoten

 -  Astrofoto der Woche  - 

Momentan herrschen in den nördlichen Breiten die "hellen Nächte" vor. Jetzt zur Zeit der Sommersonnenwende sind die Tage am längsten, die Nächte am kürzesten. Im nördlichen Deutschland wird der Nordhorizont selbst zur Mitte der Nacht nicht ganz dunkel. Grund: Die Sonne gelangt beim Durchgang durch den Nordmeridian nicht tief genug unter den Horizont. Während sie in Freiburg 18,6° unter den Nordhorizont kommt, schafft sie es auf der Nordseeinsel in Sylt nur noch auf 11,6°. In Freiburg wird noch die astronomische Dämmerung erreicht (Sonne mindestens 16° unter dem Horizont), in Sylt bleibt der Nordhimmel hell (nautische Dämmerung: Sonne tiefer als 12° unter dem Horizont).

Stehen wir in Skandinavien am nördlichen Polarkreis auf 66,6° nördlicher Breite, so geht die Sonne am kalendarischen Sommeranfang so gerade nicht unter und "schrappt" beim Tiefstand am Nordhorizont entlang. Und am Nordkap schließlich, bei 71° nördlicher Breite, bleibt die Sonne zur Mitternacht sogar 4,4° über dem Nordhorizont.

Siegfried Bergthal besuchte im Sommer 2007 die norwegischen Lofoten, eine Inselgruppe auf ca. 68° nördlicher Breite. Er befand sich damit jenseits des nördlichen Polarkreises, so dass für ihn die Sonne am Aufnahmetag, dem 19. Juni, nicht unterging. Wie der Lauf der Sonne zwischen 22:30 und 1:30 Uhr aussah, zeigt das aktuelle AdW. Alle 30 Minuten entstand eine Aufnahme, wobei eine Canon EOS 300d mit Objektiv 1:2,8/17 - 35 mm (Sigma) verwendet wurde. Die Einzelbilder wurden dann mittels Photoshop zu dieser Montage verarbeitet. Näheres dazu siehe:

http://www.astro-siggi.de/tutorial-mitternachtssonne-norwegen.html

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