29. Woche: Schneebedeckte Anden im Mondlicht

 -  Astrofoto der Woche  - 

Hin und wieder erhalten wir Astroaufnahmen, bei denen das Himmelsobjekt eigentlich sekundär ist. Vielmehr geht es dann um die Gesamtwirkung, die das Bild mit einem ungewöhnlichen Vorder- oder Hintergrund erzielt. So auch im AdW dieser Woche, das von Stefan Binnewies, Rainer Sparenberg und Volker Robering stammt. Die Bildautoren schildern ihren Eindruck: „Hier war das Aufnahme-Umfeld unwirklich – die chilenische Atacama-Wüste zwischen San Pedro und den ca. 90 km nördlich liegenden Tatio-Geysiren. Die Schotterstraße erreicht dabei Höhen über 4500 Meter, so auch am Aufnahmeort. Trotz des Südsommers war es mit -6°C ziemlich kalt. Am Horizont sind die nach Gewitterschauern schneebedeckten Anden im Mondlicht zu sehen. Links liegt der 5748 m hohe Cerro Colorado, darüber erkennt man das Sternfeld zwischen der nördlichen Krone und dem Schlangenträger.“

Man kann gut nachvollziehen, warum die drei Sternfreunde bei ihrer nächtlichen Reise angehalten haben, um dieses Motiv für andere zu „konservieren“: Mensch – Himmel – Natur. Ein exotischer Astro-Urlaub ist eben mehr als nur ein teleskopisches Abgrasen bekannter Highlights!

Am 2. Februar 2008 wurde dieses beeindruckende Motiv 20 Sekunden mit einer Canon EOS 5D belichtet. Aufnahmeoptik war ein Tamron-Objektiv mit 28 mm Brennweite bei Blende 2,8 (ISO 1600-Einstellung). Brilliant und klar reichen die Sterne bis zum Horizont. Für solche Motive gilt immer wieder wichtig der Grundsatz: auf die angemessene Belichtung kommt es an!

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