32. Woche: Ptolemäus, Alphonsus und Arzachel im Visier

 -  Astrofoto der Woche  - 

Im AdW 20/2006 hatte uns Thomas Jäger die sehr gut aufgelöste Mondmitte gezeigt. Dort waren unter anderem die bekannten Ringgebirge Ptolemäus, Alphonsus und Arzachel zu sehen. Im damaligen Text hieß es (AdW-Redaktion): "Ptolemäus hat immerhin um die 150 km Durchmesser und ist innen nahezu strukturlos, ohne Zentralberg. Der Sohlenkrater Ammonius ist erkennbar."

Das aktuelle AdW zeigt uns diese Perspektive noch einmal um einen beträchtlichen Anteil in der Auflösung gesteigert. Klar, Ptolemäus hat keinen Zentralberg. Aber was in Ptolemäus an kleinen Sohlenkratern erkennbar wird, scheint unglaublich und erinnert an beste Raumsondenaufnahmen. Beachtenswert auch die Rillen in Alphonsus und Arzachel.

Manfred Wolf von der Fachgruppe Astrofotografie stellte dieses Mosaik am 6. Mai 2006 gegen 22 Uhr an der Volkssternwarte Buchloe her. Er nutzte dazu den hervorragenden Newton-Reflektor mit 440 mm Spiegeldurchmesser und 2003 mm Brennweite. Das Seeing war an diesem Abend für Bodennähe verhältnismäßig gut. Zur Brennweitenverlängerung kam ein Baader FFC zum Einsatz, um die Brennweite auf etwa 5000 mm anzuheben.

Als Kamera benutzte Manfred Wolf eine Philipps ToUCam 840k mit einem vorgeschraubten Gelbfilter. Anschließend wurde mit RegiStax 3 von jeweils ca. 2200 Bildern 10% aussortiert und gestackt, erst einmal leicht geschärft und anschließend mit iMerge zum Mosaik zusammengesetzt. Zum Abschluss wurde nochmals mit Photoshop eine Tonwertkorrektur vorgenommen und endgültig geschärft mit einer unscharfen Maske.

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