33. Woche: Der Schwan mit extrem großem Aufnahmewinkel

 -  Astrofoto der Woche  - 

Sternfelder werden grundsätzlich mit kurzbrennweitigen Optiken aufgenommen. Waren früher Filme (besonders im Mittelformat) das Aufnahmemedium, so haben heute auch hier die digitalen Sensoren den Siegeszug angetreten. Dank großflächiger Chips mit sehr kleinen Pixeln können die bewährten Objektive weiter eingesetzt werden.

Ein immer wieder attraktives Motiv ist – wer könnte ernsthaft daran zweifeln – der Schwan. Er ist angefüllt mit auffälligen roten Gasnebeln sowie zahlreichen dunklen Staubwolken. Aber in unserem aktuellen AdW wurde auch eine dermaßen weitwinkelige Optik eingesetzt, dass auch der Anschluss in Richtung Adler und Cepheus sichtbar ist. Dadurch wird der abwechselungsreiche Verlauf der nördlichen Milchstraße erkennbar.

Als Neuzugang in unserer AdW-Runde begrüßen wir Jürgen Wohlfarth. Er schickte erstmals ein Astrofoto ein und schrieb: „Dann wünsche ich meinem AdW viel Glück. Anbei sende ich Ihnen, wie ich finde, eine sehr hübsche Übersichtsaufnahme der Milchstraße im Sternbild Schwan.“

Er nahm das Bild am 29.05.2009 während seines Urlaubes am Würzjoch (Dolomiten) auf. Als Aufnahmeoptik diente ein Fisheye-Objektiv Zenithar 16mm, abgeblendet auf Blende 4.5 an einer modifizierten Canon EOS 300D. Die Kamera befand sich Huckepack auf einem Orion ED 80 Apo. Parallel wurde mit einem Skywatcher 102 mm / 500 mm und Maxim DL nachgeführt (Pardon, Jürgen Wohlfahrt: der Riepe hat „geguidet“ grinsend durch „nachgeführt“ ersetzt). Die Montierung war eine Fornax 51 mit FS2-Steuerung. Belichtet wurde 10 x 180 s (dazu jeweils der Dunkelfeldabzug). Die anschließende Bildbearbeitung erfolgte mit Fitsworks und PS CS2.

RA = 20 h 30 min, DEK = +40°

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