35. Woche: M 27, der große PN im Füchschen

 -  Astrofoto der Woche  - 

M 27 wurde im Sommer 1764 von Charles Messier entdeckt. Der Planetarische Nebel im Sternbild Füchschen hat einen scheinbaren Durchmesser von 8´ x 5´und ein scheinbare visuelle Helligkeit von 7.6 mag. Die Hantel repräsentiert die typische bipolare Struktur vieler PN, wobei Kopf und Fuß der Diaboloform kräftige Anteile des Wasserstoffs im roten H-Alpha-Licht emittieren. An der Hantel befinden sich links und rechts die Henkel. Sie leuchten intensiv im grünen Licht des zweifach ionisierten Sauerstoffs [O III] und geben dem gesamten PN eine elliptische Form. M 27 ist etwa 1000 Lichtjahre entfernt. Der Zentralstern von 13.9 mag sollte auf dunklem Hintergrund mit einem 200-mm-Teleskop so eben noch visuell nachweisbar sein, aber der helle Nebelkörper vereitelt das durch Kontrastminderung. So wird der Zentralstern in den meisten Amateurteleskopen nur fotografisch nachweisbar bleiben.

Siegfried Bergthal nahm M 27 am 27. August 2004 mit einem Takahashi Mewlon 210 auf. Der benutzte Telekompressor lieferte f = 1762 mm. Mit einer CCD-Kamera SBIG ST-2000 wurde folgendermaßen belichtet: 30 min für das Luminanzbild, 30 min für den Rotauszug und jeweils 15 min für den Grün- und Blauauszug.

RA = 19 h 59.6 min, DEK = +22° 43'

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