35. Woche: Sternfelder mit großem Aufnahmewinkel

 -  Astrofoto der Woche  - 

Früher wurde die Sternfeldfotografie mit Kleinbildspiegelreflexkameras gern auf Farbdiafilm vorgenommen. Ektachrome 200 und ähnliche Filme waren für diese Art der Astrofotografie sehr gut geeignet. Heute haben die digitalen Spiegelreflexkameras dieses Arbeitsgebiet problemlos mit übernommen. Die Chipgröße ist mit dem KB-Format vergleichbar, die bewährten Objektive können weiterhin verwendet werden, das Warten auf entwickelte Diafilme entfällt. Außerdem sind die Pixel so klein und von ihrer Anordnung in Matrixform her so effizient, dass hinsichtlich des Signal/Rausch-Verhältnisses bessere Bildergebnisse erreicht werden können als mit den streuenden Filmkörnern.

Das hier gezeigte AdW besteht aus zwei Teilbildern. Im linken Bild sehen wir die Milchstraße im Gebiet Adler. Knapp westlich neben Atair liegt ein Motiv, welches man auch einmal mit längerer Brennweite aufnehmen könnte - die "dreiteilige Dunkelhöhle". Das rechte Bild zeigt die Szenerie im Schwan um den Nordamerikanebel bis zu den Nebeln um Gamma Cygni.

Unser neuer Kollege im Kreis der AdW-Einsender, Dr. Nicolai Wiegand, den wir hiermit herzlich begrüßen, hat seine Canon EOS 300Da mit Canon EF 1:1,4/50 mm auf Blende 4 abgeblendet. Prima, denn so erhält er eine bessere Zeichnung in den Bildecken und eine geringere Vignettierung. Auf einer Montierung EQ6 plus Skywatcher ED 80 lief die Kamera "piggy back" mit. Bei einer Empfindlichkeitseinstellung von ISO 1600 wurden die Bilder jeweils 14 x 120 s belichtet. Außerdem wurden je 8 Darkframes abgezogen. Die Bearbeitung erfolgte mit Deep Sky Stacker und Photoshop.

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