39. Woche: Der „Kokon-Nebel“

 -  Astrofoto der Woche  - 

Im nördlichen Schwan liegt die langgestreckte Dunkelwolke Barnard 168. Sie ist bei dunklem Nachthimmel bereits mit einem Feldstecher erkennbar. In ihrem östlichen, verdickten Ende eingebettet befindet ein 7 mag heller Emissionsnebel mit einem scheinbaren Durchmesser von 12´. Im englischen Sprachgebrauch als „cocoon nebula“ bezeichnet, gleicht er einem Kokon, in dem sich ein Insekt verpuppt, daher im Deutschen „Kokon-Nebel“.

Was verbirgt sich dort? Der Kokon-Nebel umgibt den kleinen Offenen Sternhaufen IC 5146, der auch als Collinder 470 bezeichnet wird. Er besteht überwiegend aus schwachen Sternen der 12. Größenklasse und darunter. Der hellste Stern, der auch als überwiegender Energielieferant für die Anregung des Kokon-Nebels verantwortlich ist, ist BD+46 3474 mit V = 9.74 mag. Er besitzt den Spektraltyp B1V und gehört damit den blauen Hauptreihensternen an.

Siegfried Bergthal hat diese Aufnahme am 18.09.2004 mit einem Takahashi Mewlon 210 plus Telekompressor bei f = 1762 mm angefertigt. Mit einer SBIG ST-2000 wurde das Luminanzbild 90 min belichtet, 60 min für rot und je 30 min für grün und blau.

RA = 21 h 53.5 min, DEK = +47° 16’

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