4. Woche - Gebiet Perseus-Taurus

 -  Astrofoto der Woche  - 

Peter Knappert hat zu Jahresbeginn am 4. Januar diese schöne Weitwinkelansicht des Gebietes Perseus-Taurus aufgenommen. Hier ist ein leichter Ausschnitt wiedergegeben, der aber immer noch ein Feld von rund 20° Längsausdehnung abdeckt (Norden links). Als markante Objekte stechen ins Auge: Der California-Nebel NGC 1499 und die Plejaden M 45. Etwas nördlich des California-Nebels (links davon) befindet sich der 2,9 mag helle blaue Stern Epsilon Persei mit Spektraltyp B0,5 und Farbindex B-V = -0,18 mag. Oben links sieht man den bekannten blauen Veränderlichen Beta Persei mit rund 2,1 mag und einem Farbindex B-V = -0,05 mag. Er ist auch als „Algol" bekannt. Knapp daneben liegt der 3,4 mag helle M4-Stern Rho Persei, der mit B-V = 1,65 mag auffallend rötlich ist.

Wie sich zeigt, stecken NGC 1499 und M 45 in einer riesigen Molekülwolke. Diese Wolke wird erst bei längeren Belichtungszeiten als solche erkennbar, immerhin ist sie ca. 15° vom galaktischen Äquator entfernt. So liegen die Plejaden in einer regelrechten Nebelzone. Im AdW der kommenden Woche wird das noch einmal gesondert aufgegriffen! Ferner kommt ein Objekt zum Vorschein, welches man sehr selten als Fotomotiv sieht: Die Nebelregion IC 348, die grob gesagt zwischen NGC 1499 und M 45 gelegen ist. Sie umgibt den 3,8 mag hellen, blauen Doppelstern 38 Persei vom Spektraltyp B1. Der hellste Nebelbereich liegt etwa 1° westlich des Sterns. Wäre dieses Gebiet nicht einmal ein lohnendes Motiv für unsere „Langzeitbelichter"???

Die Aufnahme entstand mit einer Canon 30d (H-Alpha modifiziert). Objektiv war ein Canon EFL 24-105 mm bei effektiven 40 mm Brennweite bei Blende 4,5. Belichtet wurde 10 x 7 Minuten bei ISO 800. Zur Streulichtunterdrückung wurde ein Filter IDAS-LP2-FF verwendet. Ausgelöst wurde mit einer selbstentwickelten DSLR Timer-Software. Das Summenbild entstand über CS4-Extended, ebenso die Nachbearbeitung. Die automatische Nachführung erfolgte über eine DMK31, und dazu Guidemaster 2.25 beta. Aufnahmeort war Villingen-Schwenningen (Mühlhausen), der private Garten auf 800 m Höhe.

RA = 03 h 40 min, DEK = +32°

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