47. Woche: Messier 31, die Andromeda-Galaxie

 -  Astrofoto der Woche  - 

Die „nur“ 2,6 Millionen Lichtjahre entfernte Nachbargalaxie M31 wird von Astrofotografen immer wieder als Motiv gewählt. Von den zahlreichen Einsendungen soll diesmal aber nur eine vorgestellt werden. Herbert Walter ist der Einsender, und als neues Mitglied unserer AdW-Runde begrüßen wir ihn herzlich! Er schreibt: „Ein oft fotografiertes Objekt. Trotzdem möchte ich es Ihnen einsenden, da es mit relativ einfacher Ausrüstung gemacht wurde. Im Gegensatz zu den high-tech Endgeräten kam hier ein „nur“ ein kleiner, billiger Refraktor und eine EOS 20Da zum Einsatz. Ein ideales und kostengünstiges Set für jene, die mit Astrofotografie beginnen und nicht sofort sehr viel Geld in die Ausrüstung investieren wollen.“

Sehr schön kommt die helle Kernregion in ihrer gelblichen Färbung zum Ausdruck, wo die älteren Sterne der Population II überwiegen. Die daraus entspringenden langen Spiralarme zeichnen sich durch jüngere Sterne aus, so dass die Farbe stark ins Bläuliche tendiert. Hier sind viele Gebiete der Sternentstehung zu sehen, wie beispielsweise im Süden NGC 206. Und sehr kontrastreich heben sich die vielen Dunkelwolken zwischen den Spiralarmen ab. Unmittelbar benachbart liegen die beiden Begleitgalaxien NGC 205 und M 32. Die kleinere M32 scheint in dieser Projektion klar vor den Außenzonen von M31 zu stehen. Gut kommt – wegen der reichlichen Belichtungszeit und wegen des guten Himmels – auch die riesige Ausdehnung von M31 zur Geltung.

Das Foto entstand am 8. September 2008, Aufnahmeort war Inzersdorf im oberösterreichischen Kremstal. Mit der schon erwähnten EOS 20Da und einem Refraktor William Megrez von 72 mm Öffnung und 432 mm Brennweite (f/6) wurde 22 x 360 s (2h 12min) belichtet. Dabei wurde auch ein TS Flattener (ohne Brennweitenreduzierung) eingesetzt.

Einen herzlichen Glückwunsch vom AdW-Team!

RA = 00 h 42 min 44 s, DEK = +41° 16´ 09´´

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