8. Woche - Nebellandschaft im Orion

 -  Astrofoto der Woche  - 

Das AdW dieser Woche zeigt eine Fülle von Details aus der zentralen Gegend im Sternbild Orion. Norden liegt auf etwa 10 Uhr. Rechts sieht man den Orion-Nebel M 42 als geschlossene Blase, übergehend in M 43 und NGC 1973-75-77 und von letzterem nur durch dichte Dunkelwolken getrennt. Links oben ist der Emissionsnebel NGC 2024 zu sehen, der von Staubwolken zerfurcht ist. An seiner westlichen Seite befindet sich der Stern Zeta Orionis, visuelle Helligkeit V = 1,77 mag, der mit einem Farbindex B-V = -0,21 mag sehr blau ist. Anschließend folgt nach Süden in Richtung Orion-Nebel die längliche H II-Region IC 434. Sie wirkt wie eine ionisierte helle Kante („bright rim"), in der auch der Pferdekopfnebel eingebettet ist. Bei genauem Hinsehen präsentiert sich IC 434 aber als große, rundliche Form von etwa 2° Durchmesser. Im Zentrum steht der helle Stern Sigma Orionis (visuelle Helligkeit V = 3,73 mag, Farbindex B-V = -0,24 mag = kräftig blau). Im unteren Bildteil, also östlich von M 42 und IC 434, zeigen sich ausgedehnte, sehr lichtschwache Nebel. Auf üblichen Aufnahmen kommen sie in dieser Form und Vielfalt nicht so zur Geltung. Erst bei langer Belichtung wird diese Szenerie deutlich.

Zufällige (?) Fortsetzung der letzten Woche: Auch Werner Probst ist neu in der Runde der AdW-Astrofotografen, auch er ist Österreicher. Wir begrüßen ihn herzlich und nehmen sein eingereichtes Bild mit Freude entgegen. Seit kurzer Zeit besitzt er eine monochrome CCD-Kamera Moravian G2-8300. Mit einem Objektiv Canon EF 200 ausgestattet, richtete er sie auf das „Schwert des Orions" und belichtete 9 x 15 min im H-Alpha-Licht und jeweils 6 x 5 min in RGB. Die H-Alpha-Aufnahme wurde als Luminanzbild verwendet.

RA = 05 h 38 min, DEK = -04° 00´

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