3. Platz - Ralf Burkart/Kreuels, Stephan Küppers, Michael Kunze, Mark Schocke

2. Woche - Der Cirrusnebel – schon einmal so gesehen?

 -  Astrofoto der Woche  - 

Supernova-Überreste sind vielfältig in ihren Erscheinungsformen. Meistens zeigen sie im optischen Licht auffällige Filamentstrukturen, besonders in den vier Emissionslinien [O III], H-Alpha, [N II] und [S II]. Andere wiederum sind nur im Bereich der Radiowellenlängen auszumachen und mit üblichen fotografischen Mitteln unauffindbar. Allen gemeinsam ist eine sich ausdehnende Gashülle, die bei einer lang zurückliegenden Explosion eines massereichen Sterns fortgeschleudert wurde.

Im aktuellen AdW (Norden links) wird der bekannte Cirrusnebel im Schwan vorgestellt, einer der prominentesten Supernovareste. Aber den kennen wir eigentlich doch schon, oder? Denkste! So wie hier bestimmt nicht! Schaut man das Bild genau an, so wird man von einer Fülle selten gesehener Details beeindruckt, dazu bitte das Bild herunterladen und ins Detail gehen. Diese Darstellung wurde nur dadurch möglich, dass vier Bildautoren ihre einzelnen Aufnahmen zu einem gesamten Bild kombiniert haben. Es handelt sich durchweg um Schmalbandaufnahmen, angefertigt von den "Niederrheinern" Ralf Burkart/Kreuels, Stephan Küppers, Michael Kunze und Mark Schocke – alle Mitglieder der VdS-Mailingliste Astrofotografie. Sie zeigen ihr Ergebnis als AdW hier zum ersten Male der Öffentlichkeit, dafür einen herzlichen Dank an die Autoren!

Zum astronomischen Hintergrund soll hier nichts berichtet werden, dazu möge der interessierte Leser in den AdWs 40/2014, 41/2013 oder 48/2011 nachschauen (siehe Archiv). Stattdessen wird ein Artikel für die Sommerausgabe des VdS-Journals mit mehr Informationen vorbereitet. Darin wird ein aufschlussreiches Detail zur Sprache kommen, welches in üblichen Forenpräsentationen völlig untergeht.

Zu den Aufnahmedaten: Alle vier verwendeten ein 200-mm-Objektiv (Canon 1:2,8), dazu eine CCD-Kamera Moravian 8300. Ralf Kreuels belichtete am Niederrhein bei Blende 2,8 bzw. 4,5 (für die hellen Sterne) insgesamt ca. 25 Stunden. Die Einelschüsse in H-Alpha und [O III] wurden 30 s belichtet. Bei der Bildverarbeitung wurden die Sterne verkleinert. Stephan Küppers nahm seine Bildserie innerhalb von fünf Tagen in Südfrankreich auf. Er belichtete bei Blende 4 vier Stunden in H-Alpha und 3 Stunden in [O III], Einzelbelichtung jeweils 20 min. Michael Kunze belichtete 8,5 Stunden H-Alpha und 4 Stunden [O III], bei 10 min Einzelbelichtung. Mark Schocke schließlich schaffte innerhalb von drei Tagen 18 x 15 min H-Alpha und 19 x 15 min [O III]. Die Filter hatten eine Halbwertbreite von 12 nm (Astronomik).

Und alles zusammen? 53 Stunden und 45 min! Dazu bitte einen kräftigen Applaus!


Koordinaten J2000.0:

RA = 20 h 42 min, DEK = +37°

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