Das Astrofoto des Jahres 2016

Präsentiert von der VdS-Fachgruppe

Die Mitglieder der Fachgruppe Astrofotografie als auch die Teilnehmer an der Mailingliste dieser Fachgruppe hatten Anfang des Jahres 2017 wieder die Aufgabe, das Astrofoto des Jahres zu wählen. Aus einer Grundgesamtheit von insgesamt 52 Astroaufnahmen, die durch das „Astrofoto der Woche“ (AdW) unter Astronomie.de innerhalb eines Jahres aus dem Kreis der deutschsprachigen Astrofotografen im Wochenrhythmus veröffentlicht werden, galt es wieder die ersten drei Plätze zu nominieren.

Nach Abschluss der Wahl konnten dann folgende drei Platzierungen bestimmt werden:

Platz 1: Hans Jürgen Mayer, 5. Woche - Galaktische Wolken im Cepheus

Das heute vorgestellte Objekt LDN 1251 ist als Dunkelnebel klassifiziert. Es handelt sich um eine Dunkelwolke aus dem Katalog von Beverly T. Lynds (1962). Dabei stehen die drei Buchstaben "LDN" als Abkürzung für Lynds´ Dark Nebulae. Im heutigen AdW (Norden oben, Osten links) erkennen wir LDN 1251 als 13' ausgedehnten, hellen Nebel.

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Platz 2: Rudolf Dobesberger, 53. Woche - Die Geminiden – ein Komposit vom 15. Dezember 2015

Die Geminiden sind als Meteorstrom schon länger bekannt als die berühmten Perseiden. Sie wurden erstmals 1862 durch englische und amerikanische Beobachter erwähnt. Von der nördlichen Erdhalbkugel aus sind die Geminiden zwischen dem 7. und 18. Dezember ideal sichtbar, das Häufigkeitsmaximum tritt um den 14. Dezember ein. Die Einfallsgeschwindigkeit der „Schnuppen“ liegt bei moderaten 35 km/s (IMO 2015). Der scheinbare Ort am Himmel, von dem aus die Geminiden scheinbar heranfliegen (der so genannte "Radiant"), hat in der Zeit des Maximums die Position RA = 7 h 30 min und DE = 33°. Das ist knapp nördlich von Castor, dem Hauptstern des Sternbilds Zwillinge (Gemini), was dem Meteorstrom den Namen „Geminiden“ eingebracht hat. Der Radiant ist aber zeitlich veränderlich. Innerhalb des Monats Dezember verschiebt er sich deutlich, da die Erde in diesem Zeitraum einen Teil ihrer kurvigen Bahn um die Sonne vollführt. Damit ändert sich dann eben auch der Blickwinkel auf den Radianten.

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Platz 3: Peter Remmel, 51. Woche - Ein Portrait von NGC 6888

Im Sternbild Schwan liegt der helle Wolf-Rayet-Nebel NGC 6888. Das aktuelle AdW zeigt ihn in einem 36' x 36' großen Gesichtsfeld (Norden liegt bei 1:30 Uhr). Seine Gestalt brachte ihm den Namen "Sichelnebel" ein. Aber bei genauem Hinsehen setzt sich die Sichel auf der dunklen Seite als eine geschlossene Ellipse fort, die im Südostbereich am lichtschwächsten ist.

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Die drei Siegerbilder sind an dieser Stelle noch einmal abgebildet. Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern, aber auch recht herzlichen Dank an die vielen treuen Einsender!

Ihr AdW-Team der FG Astrofotografie

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