2. Woche: Der Orion-Nebel unter dem Himmel Südafrikas

 -  Astrofoto der Woche  - 

Und noch einmal ein großartiger Orion-Nebel! Wieder eine Feldgröße mit einem überwältigenden Einblick in die gesamte Zone. Man vergleiche mit dem AdW der letzten Kalenderwoche 1/2007: Die Farbe des Himmelshintergrundes ist anders, weil ein anderes Aufnahmesystem Verwendung fand. Es ist eine enorme Tiefe vorhanden, in der die vordergründigen bläulichen Staubschleier und Reflexionsnebel regelrecht plastisch in die Dunkelnebel eingebettet sind. Auch dieses Bild macht deutlich, dass der gesamte Komplex um M 42 eine zusammenhängende Nebelzone bildet, in der M 42/43 selbst als geschlossene runde Blase erscheint, die von innen heraus aufgeblasen wird. Sehr schön kommt auch ein schwaches, rötlich leuchtendes Nebelgebiet heraus, in das der kleine, helle Reflexionsnebel NGC 1999 (unten rechts, sternförmig) eingebettet ist.

Dieter Willasch nahm diese weitwinkelige Sicht des Orion-Nebels am 18. und 19. November 2007 auf. Seine Sternwarte steht in Somerset West, Südafrika. Aufnahmeteleskop war ein Refraktor TMB 80 f/6, kombiniert mit einem 0,8-fachen Fokalreduktor von Tele Vue. Der Refraktor lief huckepack auf einem 10-zölligen Meade LX 200 GPS mit. Als Kamera fungierte eine QHY8/ALccd 6c. Entsprechend der Bildtiefe war auch die Belichtungszeit sehr lang: 51 x 5 min über MaxIm DL, dazu ein IDAS LPS-Filter. Eine Kalibrierung wurde nicht vorgenommen. Die Nachführung geschah mittels Meade DSI Pro II am LX 200. MaxIm DL war die Nachführ-Software. Für die Bildbearbeitung wurden ImagesPlus und Photoshop verwendet.

M 42 RA = 05 h 35.4 min, DEK = -05° 27´
M 43 RA = 05 h 35.6 min, DEK = -05° 16´

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