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Astrofoto des Jahres 2020

Das Jahr 2020 hatte sogar 53 Kalenderwochen im Angebot. Trotzdem kam es am Ende nur zu 50 Bildern, da wie jedes Jahr immer mal etwas Ungeplantes dazwischen kommen kann. Aber auch mit 50 Bildern hatte die Fachgruppe Astrofotografie im Februar 2021 wieder genug zu tun, das alljährliche „Astrofoto des Jahres“ zu wählen. Aus der oben genannten Grundgesamtheit aller im Jahr 2020 veröffentlichten „Astrofotos der Woche“ (AdW) wurden dabei folgende erste drei Plätze nominiert:
 

Platz 1: Yannik Akar, Woche 47 – Was hat sich denn da in Sh2-129 versteckt?

Platz 2: Fabian Neyer, Woche 25 – Helle und dunkle Nebel im Sternbild Chamäleon

Platz 3: Daniel Pölzl, Woche 14 – Der Supernovarest G206.9+2.3 im Einhorn
 

Die drei Siegerbilder sind an dieser Stelle noch einmal abgebildet. Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern, aber auch herzlichen Dank an die vielen treuen Einsender. Nicht zu vergessen ist der Dank an unsere fleißigen FG-Mitglieder und FG-Freunde beim Wählen! Die Wahlbeteiligung war selten so hoch bei dieser Wahl. Möglicherweise kann man der Pandemie hinsichtlich dieser Wahl sogar doch etwas Gutes zuschreiben.

Thorsten Zilch, Ihr AdW-Team der FG Astrofotografie

Platz 1: Woche 47 – Was hat sich denn da in Sh2-129 versteckt?

Heute wird ein AdW präsentiert, das in der Belichtungszeit schon extrem ist. Yannick Akar ist der Bildautor. Er ist neu im Kreis der AdW-Astrofotografen, daher begrüßen wir ihn hier ganz herzlich! Er zeigt uns seine Darstellung einer HII-Region, die seit jeher das Interesse der Astrofotografen auf sich gezogen hat: Sh2-129. Diese HII-Region liegt im Cepheus, und zwar etwa 4° nordwestlich des Cepheusnebels IC 1396, in welchem der bekannte Elefantenrüssel IC 1396A steckt. Die Frage ist, ob der Emissionsnebel Sh2-129 einen geschlossenen Ring bildet oder ob er nach Nordwesten hin geöffnet ist. Das Bildfeld beträgt 156' x 116' mit Norden etwa oben und Osten links. Dazu dann weiter unten.

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Platz 2: Woche 25 – Helle und dunkle Nebel im Sternbild Chamäleon

Heute ist es uns eine besondere Freude, wieder einmal ein von Fabian Neyer eingereichtes AdW vorzustellen. Es zeigt eine kleine Detailansicht aus dem extrem südlichen Sternbild Chamäleon (lat.: chamaeleon, astronomische Abkürzung: cha). Dieses unscheinbare Sternbild erstreckt sich im Rektaszensionsbereich von etwa 8 bis 14 h zwischen -76° und -83° Deklination. Es erstreckt sich unmittelbar nördlich des Sternbilds Octans, wo auch der südliche Himmelspol liegt. Das Bild entstand unter dem Himmel Namibias auf der Astrofarm Tivoli. Mit einem Apochromaten TEC110FL (Blende 5,6) und einer CCD-Kamera Moravian G3-16200M wurde wie folgt belichtet: 180 min (L), 100 min (R), 150 min (G) und 170 min (B), insgesamt also 10 Stunden. Das hier dargestellte Bildfeld misst 118' x 147'. Auch für die Aufnahmen südlicher Objekte herrscht die astronomische Konvention: Norden oben, Osten links. Verwendete Software: CCDAutoPilot, MaxIm DL, PixInsight und Photoshop CS6.

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Platz 3: Woche 14 – Der Supernovarest G206.9+2.3 im Einhorn

Supernova-Überreste (SNR) sind beliebte astrofotografische Motive, meistens werden jedoch die bekannten Standardobjekte gewählt wie der Cirrusnebel im Schwan, der Krebsnebel M1 im Stier oder IC 443 in den Zwillingen. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass diese Objekte relativ hell und damit ohne großen Aufwand erreichbar sind. Die lichtschwächeren SNR-Vertreter hingegen sind astrofotografisch anspruchsvolle Motive. Von dieser Sorte wird uns heute ein kaum bekanntes Objekt präsentiert: der SNR G206.9+2.3.

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