Okularprojektion

Die Okularprojektion ist die einfachste Methode, um höhere Vergrößerungen zu erreichen, damit stellt sie aber auch hohe Ansprüche an die Nachführgenauigkeit: Mit der Vergrößerung wachsen die Belichtungszeiten, und Fehler machen sich schneller bemerkbar. Bei dieser Methode wird die Kamera ohne Objektiv hinter dem Okular befestigt, Sie benötigen daher eine Spiegelreflexkamera (DSLR) mit T2-Adapter.

In der Regel werden Sie die DSLR mit einem Variablen Projektionsadapter hinter dem Okular befestigen. Dabei handelt es sich um eine Hülse, in der ein 1,25"-Okular versenkt wird, die Kamera wird dann am T2-Gewinde dieser Hülse befestigt. Wenn die Hülse verschiebbar ist, können Sie so die Vergrößerung verändern. Einige Okulare haben ein Gewinde an der augenseitigen Linsenfassung, sodass Sie – eventuell über einen weiteren Adapter – die Kamera direkt an das Okular schrauben können.

Fokussieren müssen Sie dann über den Kamerasucher oder über die Live-View-Funktion des Kameradisplays, falls vorhanden. Da Sie nun schon recht hoch vergrößern, ist es umso wichtiger, dass Sie einen Moment mit ruhiger Luft erwischen. Machen Sie wieder eine Aufnahmeserie und wählen Sie die besten Aufnahmen aus.

Beginnen Sie mit möglichst langen Okularbrennweiten, dann vergrößern Sie nicht allzu hoch, und tasten Sie sich dann an eine ideale Vergrößerung heran. Diese hängt davon ab, wie gut Ihre Montierung ist und was Sie fotografieren wollen. Ausgedehnte Meere benötigen weniger Vergrößerung als kleine Krater oder Rillen. Die Vergrößerung können Sie durch Tausch des Okulars oder durch verändern des Kameraabstands ändern. Auch hier sollten Sie möglichst mit einem Fernauslöser arbeiten. Falls Ihre Kamera eine Spiegelvorauslösung hat, nutzen Sie sie.

Suchen Sie für die Belichtungszeit wieder einen Kompromiss aus niedrigem Rauschen (kleiner ISO-Zahl) und kurzer Belichtungszeit (wenig Luftunruhe).

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