Die H-alpha Fotografie

Aufnahmetechnik und Belichtungszeit

Bei der Fotografie chromosphärischer Erscheinungen wird, im Gegensatz zur normalen Sonnen - Mond - oder Planetenfotografie, ausschliesslich fokal gearbeitet, also ohne Okularprojektion. Zum einen weil die Belichtungszeiten zu lang werden (zumindest beim DayStar Filter) und zum anderen weil, wie schon öfter erwähnt, die Luftunruhe tagsüber wesentlich stärker ist. Allenfalls ist das Dazwischenschalten eines fotografischen Telekonverters (bei guten Seeingkonditionen) möglich.

Wichtig ist, zumindest auch für den Anfänger, eine sorgfältige Dokumentation seiner Aufnahmen, damit er aus den wahrscheinlich begangenen Fehlern lernen kann.

Die groben Richtwerte für Belichtungszeiten (mit dem unten erwähnten Kodak TP 2415) liegen für den Protuberanzenansatz, bei einem Öffnungsverhältnis von 1:10 bis 1:15 und 10 Å Halbwertsbreite bei ca. 1/60--1/500 Sekunde bei fokaler Aufnahmetechnik. Die Belichtungszeit ist von folgenden Faktoren stark abhängig: erstens von der Stellung der Irisblende des Ansatzes und zweitens von der Durchsicht (nicht dem Seeing) der Erdatmosphäre, also einfach ausgedrückt: je blauer der Himmel desto kürzer die Belichtungszeit.

Bei einem DayStar Filter (HWB= 0,5 Å) liegen die Belichtungszeiten (bei normalem Grossstadthimmel) bei ca. 1/8-1/15 Sekunde für die Oberfläche und bei 1/8-1 Sekunde für Randprotuberanzen. Bei besseren Bedingungen, ausserhalb der Grossstädte sind diese Zeiten zu halbieren. Die Belichtungszeiten für die Coronado Filter sind deutlich kürzer (bei einem Öffnungsverhältnis von 1:10 Oberfläche ca. 1/125- und Protuberanzen ca. 1/30 sek.)..

Aufnahmen

Zum Schluss noch einige Bilder, die im direkten Vergleich die Phtosphäre und die Chromosphäre der Sonne zeigen. Das letzte Bild ist eine Zeitreihe, die Änderungen in der Chromosphäre in kurzer Zeit zeigt.

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