Mögliche, langfristige Beobachtungsprogramme (auch für die H-alpha Beobachtung)

von Wolfgang Paech

Die Beobachtungsprogramme dieses Abschnitts dienen interessierten Sonnenbeobachtern und -fotografen als Anregung, um sich mit Fragen der Auswertung eigener Beobachtungen zu beschäftigen. Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Vorhabens ist aber ein gewisses Mass an Kontinuität der Beobachtungen. Dieses gilt hier genauso wie für andere Gebiete der Amateurastronomie auch.

  • fotografische Relativzahl (man bestimmt sie aus Fokalaufnahmen, wobei immer das gleiche Instrument benutzt werden soll. Ein k-Faktor muss bestimmt werden)
  • Flächenbestimmung von Flecken und Gruppen (mit Schablonen in geeigneten Massstäben lassen sich leicht Flächen bestimmen. Verzerrungskorrekturen müssen berücksichtigt werden)
  • morphologische Entwicklung (aus Fotos oder Zeichnungen beschreibt man die Veränderungen einer Gruppe. Pro Tag sollten zwei bis drei Beobachtungen vorliegen)

Positionsbestimmung

  • Untersuchung von Eigenbewegungen (globale Bewegungen von Flecken oder Herden. Bewegungen innerhalb von Fleckengruppen. Koordinaten aus Positionsbestimmungen am Fernrohr oder aus Fotos. Positionsfotos im Abstand von zwei bis drei Stunden)
  • kurzzeitige Veränderungen (schnelle Bewegungen einzelner Poren innerhalb von Gruppen. Positionsfotos im Abstand weniger Minuten)
  • Fackel- und Polfackeluntersuchungen
  • Lichtbrücken (visuelle und fotografische Beobachtungen stündlich bzw. täglich)
  • Strukturen von Umbren und Penumbren (langfristige Beobachtungen erforderlich. Verwendung von Fotoarchiven)
  • Granulation (Bedingung sind grosse Instrumente und sehr gute atmosphärische Verhältnisse. Aufnahmeabstand 10 bis 15 Minuten mit Motorkamera)
  • Photosphärische Fackeln auf der Scheibe
  • Protuberanzenrelativzahl (im H-alpha-Licht und mit Protuberanzenansätzen)
  • Entwicklung von Flares (nur im H-alpha Licht)

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