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Astro-Comic 09 / 2017 - Neueröffnung! Das Ski-Paradies Miranda

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St. Moritz, Ischgl, Zermatt – diese Skigebiete sind alle Schnee von gestern, denn das Wintersport-Paradies auf Uranus Mond Miranda ist das neue Zentrum der Après-Ski-Welt! Wallende Hügel mit perfektem Pulverschnee, steile Klippen mit majestätischem Ausblick auf den hellblauen Uranus und Abends natürlich noch ein paar Bierchen in der Skihütte – das alles bietet Miranda den anreisenden Ski-Touristen!

Dies wollen uns zumindest Uranus und Neptun weismachen, die scheinbar groß in das Wintersport-Business eingestiegen sind. Aber sind die Bedingungen auf Miranda wirklich gut genug, um den österreichischen und schweizer Alpen den Rang abzulaufen und das pulsierende Zentrum des Ski-Tourismus an den Rande des Sonnenystems zu verlegen?

Zunächst die Vorteile eines gemeinsamen Familienurlaubs auf Miranda: Der Mond zeichnet sich durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft aus. Große Teile sind mit Kratern und extremen Verwerfungen übersät, andere Teile wiederum sind glatt und weich wie eine Schweizer Bergwiese (nur eben ohne die Wiese). Diese glatten Gebiete (man nennt sie Coronae) sind also perfekt für Ski-Anfänger, während die erfahrenen Profis in den Krater-Gebieten auf ihre Kosten kommen, die es sicherlich mit jeder schwarzen Piste auf der Erde aufnehmen können. Neben diesen Vielzahl an interessanten Pisten ist sicherlich auch der tolle Ausblick auf den blau schimmernden Gasplaneten Uranus ein echtes Highlight für jeden Miranda-Urlauber!

Falls Ihr nun schon eure Koffer gepackt und die Skier aufs Dach eurer Rakete geschnallt habt, solltet Ihr die Wahl eures Urlaubsziel vielleicht doch noch mal überdenken – eine Reise zu Miranda hat nämlich leider auch einige Nachteile.
Für viele Leute gehört die Anreise zwar schon zum Urlaub dazu, doch bei einem mindestens 10-jährigen Hinflug zu Miranda wird auch das gemeinsame Singen und Kassettenhören langweilig.
Das Après-Ski-Vergnügen könnte außerdem durch die niedrigen Temperaturen auf dem Uranus-Mond gestört werden – bei bis zu -213 Grad würden sich selbst Ski-Profis nicht mehr die schneebedeckten Hügel runter schlängeln. Und das leckere Käse-Fondue nach einem harten Tag würde einfach im Topf gefrieren.

Winterurlaub auf Miranda ist also nur etwas für wirklich Hartgesottene. Die Après-Ski-Tycoons in Ischgl und co. müssen sich keine Sorgen machen – Uranus und Neptun stellen keine ernsthafte Konkurrenz dar.

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