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Alexander Gerst in Darmstadt

von AstroKid Constanze

AstroKid Constanze mit Frau Brigitte Zypries

Am Montag den 2.1.2015 kam Alexander Gerst in die Edith-Stein-Schule nach Darmstadt. Das Event wurde von Brigitte Zypries organisiert, der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Sie ist in diesem Rahmen zuständig für IT, sowie für Luft- und Raumfahrt.

500 Schüler und ich hatten die Chance an einem Vortrag mit anschließender Fragerunde teilzunehmen. Thomas Reiter, ein ehemaliger Astronaut und Direktor der bemannten Raumfahrt bei der ESA, nahm ebenfalls teil.

Vor der Veranstaltung hatte ich das Privileg Alexander Gerst kurz persönlich kennen zu lernen und noch ein Foto zu machen.

Dann ging es mit einem kleinen Film als Einführung los. Danach fing er an über seine Zeit als Astronaut in der Ausbildung und der Vorbereitung zu sprechen. Kurz darauf berichtete er über seine Zeit an Bord der ISS und die Probleme, die er in der Schwerelosigkeit mit alltäglichen Aufgaben hatte. Er erzählte, dass er sich aus reiner Gewohnheit beim Schlafen umdrehen wollte, dies aber in der Schwerelosigkeit kein Ergebnis hervorbringt. Er berichtete aber auch über echte Probleme, zum Beispiel dass sich ein Bolzen, mit dem eines der Experimente (EML/Schwerelosigkeitsschmelzofen) gesichert war, verklemmt hatte und er den Bolzen absägen musste. Damit während des Absägens keine Metallspäne in der Raumkapsel umherfliegen und die Sägespäne nicht die Astronauten und die Experimente gefährden würden, schäumte er die Sägestelle mit Rasierschaum ein, den er reichlich dabei hatte. Er schlussfolgerte an dem Beispiel der Reparatur, die durch den Einsatz des Rasierschaumes erfolgreich geglückt ist, dass in der Raumfahrt viel Kreativität gefragt sei.

Alexander Gerst mit Frau Zypries

Er zeigte Bilder, die er aus dem Orbit aufgenommen hatte und meinte, dass er anfangs nicht erkannte, wo er in diesem Moment war. Die Bilder sahen schön aus, doch hatten teilweise schlimme Hintergründe. Er zeigte uns Fotos von gerodeten Wäldern und erzählte, wie erschüttert er von dem Anblick war. Obwohl er die Zahlen der Umweltzerstörung kannte, konnte er nicht begreifen, warum wir Menschen unseren Planeten zerstören. Wenn sich Außerirdische der Erde nähern würden, wäre der erste Eindruck von den Menschen, dass sie sich gegenseitig bekriegen und die Erde zerstören.

Passend dazu zeigte er uns Bilder von Israel und Palästina, die sein Kollege Reid Wiseman aufgenommen hatte. Sie wussten erst nicht was die schnellen, leuchtenden Punkte waren, die wie Feuerwerk aussahen. Sie waren schockiert, als ihnen bewusst wurde, dass die leuchtenden Punkte Raketen waren und dort Krieg herrscht.

Oft wiederholte er, dass unter den anwesenden Schülern vielleicht die zukünftigen AstronautInnen und IngenieurInnen anwesend sein könnten. Zum Schluss gab es noch Autogramme. Nachmittags hielt er noch einen Vortrag im Esoc in Darmstadt.

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