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Mondhasen oder ein Besuch in der Volkssternwarte Geschwister Herschel in Hannover

von Rosi Paech

Wenn man nachts den Mond anschaut, sieht es manchmal so aus, als ob ein Hase auf dem Mond ist.

Weil wir nicht an den Mondhasen oder den Mann im Mond glauben, wollen wir wissen, wie der Mond tatsächlich aussieht.

Deshalb besuchen wir die Volkssternwarte Hannover, die ganz in unserer Nähe ist.

Die Volkssternwarte Hannover liegt auf dem Lindener Berg, dem höchsten Punkt der Stadt.

Dort ist ein riesiger, alter, gemauerter Wasserspeicher, in dem sich das Wasser für die Stadt Hannover befindet. Von hier - hoch über der Stadt - kann man den Himmel am besten beobachten.

Dieses Schild steht am Eingang vor dem Tor.

Man kann darauf lesen, an welchem Ort auf der Welt die Sternwarte ist, denn die zwei Zahlenangaben sind die geographische Länge und Breite.

Herr Paech schließt uns das Tor auf. Er wird uns die Sternwarte und das große Fernrohr zeigen, mit dem man den Mond ganz genau sehen kann.

Die Volkssternwarte ist ein Verein, der ungefähr 100 Mitglieder hat. Herr Paech ist Mitglied, deshalb hat er einen Schlüssel.

Die Räume der Sternwarte sind in dem alten Wasserwärterhaus untergebracht.

Zum Eingang muss man die Treppe hoch zur oberen Tür.

Dahinter kann man die Wand des Wasserspeichers sehen.

Wir betreten die Räume der Sternwarte.

Dieser Raum ist Bücherei und Treffpunkt der Vereinsmitglieder. Jedes Vereinsmitglied trägt sich in ein Buch ein, wenn es in der Sternwarte ist.

Im Vortragssaal nebenan steht dieses Modell eines sehr alten Fernrohres, wie es vor 230 Jahren der Astronom Herschel gebaut hat. Nach Herschel und seiner Schwester ist die Volkssternwarte benannt: Volkssternwarte Geschwister Herschel

Aber wo ist nun das große Fernrohr, mit dem wir den Mond ganz genau ansehen können?

Wir müssen steile Treppen hochsteigen, bis auf das Dach des riesigen Wasserbehälters.

Nun sind wir auf dem höchsten Punkt von Hannover und können über alle Häuser hinwegschauen.

Und da ist schon ein Fernrohr. Ob wir damit den Mond beobachten?

Herr Paech meint, dass der Mond schon sehr gut mit solch einem Gerät zu sehen ist, aber dass die Sternwarte noch ein besseres Fernrohr hat.

Aber wo?

Hinter uns steht diese verschlossene Kuppel.

Die Kuppel wird aufgeschlossen.

Im Dach befindet sich ein Spalt, den man öffnen kann. Sonst könnte man nicht aus der Kuppel zum Himmel hinausschauen.

Außerdem ist das Dach drehbar, damit man in alle Richtungen blicken kann.

Jetzt kann man auch das Fernrohr im Kuppelspalt sehen.

Das ist das Fernrohr in voller Länge. Es wird auch Linsenfernrohr oder Refraktor genannt.

Am hinteren Ende, dort wo man hineinschaut, ist eine Vergrößerungslinse, das Okular.

Herr Paech hat das Fernrohr umgedreht und zeigt uns das vordere Ende des Refraktors. Da ist eine sehr große Vergrößerungslinse eingebaut, das Objektiv.

Vielleicht hast du dieses Wort schon einmal gehört. Fotoapparate haben ein Objektiv, durch das man fotografiert.

So sieht der Mond durch das große Fernrohr aus. Man kann die Krater und Gebirge erkennen. Vom Mondhasen oder dem Mann im Mond ist nichts zu sehen.

Will man den Mond fotografieren, schraubt man das Okular ab und eine Kamera an. Man schaut durch die Kamera, stellt das Bild scharf und drückt auf den Auslöser.

Bei unserem Besuch konnte Herr Paech uns den Mond allerdings nicht durch das Fernrohr zeigen, weil es noch hell war.

Wir haben mit unserer Geschichte eben ein bisschen gemogelt.

Hier siehst du, wie die große Kuppel bei Nacht aussieht, wenn der Mond beobachtet und fotografiert wird.

Wer sich mit Sternbildern auskennt, kann über der Kuppel am Himmel den Orion mit seinem Gürtel aus drei Sternen erkennen.

Aber nicht nur der Mond ist durch das Fernrohr zu sehen. Auf diesem Foto sind die Planeten Jupiter und Saturn.

Wenn du auch einmal eine Sternwarte besuchen möchtest, findest du hier bestimmt eine Adresse ganz in deiner Nähe.

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