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Sojus TMA-13M erreicht die ISS

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Quelle: NASA

Dies ist ein Beitrag aus dem Blog "Astroworlds Das Universum ist cool!" von Stefan. Vielen Dank, dass wir ihn hier wiedergeben dürfen.

Sicherlich habt ihr mitkommen, dass am 28. Mai der deutsche Astronaut Alexander Gerst mit zwei anderen Astronauten im Rahmen des ISS-Programms zur Internationalen Raumstation (kurz ISS) geflogen ist. Bei den zwei anderen Astronauten handelt es sich um den US-amerikanischen Astronaut Gregory Wiseman und den russischen Astronaut Maxim Wiktrowitsch. Alexander Gerst soll jetzt für ein halbes Jahr auf der ISS leben und forschen.

Seit 2009 gehört der deutsche Astronaut dem Europäischen Astronautenkorps an. Mehrmals hielt er sich als Ersatzastronaut bereit, falls ein Astronaut ausgefallen wäre. Doch jetzt ist er endlich an der Reihe und hat die Chance auch die Erde mal aus dem All zu sehen und viele weitere Sachen zu entdecken.

Über hundert Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Medizin wird Gerst in dem kommenden halben Jahr im Raumlabor Columbus, dem europäischen Modul der Raumstation durchführen. Die ESA hat der ISS Mission den Namen “Blue Dot”, also auf deutsch ”blauer Punkt" gegeben. Damit meinen sie die Erde, allerdings wird Alexander Gerst die Erde noch immer als großen blauen Planeten sehen. Um die Erde wirklich als kleinen Punkt in der schwarzen Weite des Kosmos zu sehen, müsste Gerst schon zum Mars fliegen.

Natürlich war auch Gerst vor dem Start sehr aufgeregt, jedoch durfte er sich während des Starts per Kopfhörer mit seiner Lieblingsmusik ablenken. Dazu zählten „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und "Major Tom – völlig losgelöst“ von Peter Schilling.

Am 30.05.2014 war es dann endlich soweit. Sojus TMA-13M dockte gegen 3.47 Uhr MESZ an der Internationalen Raumstation an. Rund 8 Stunden waren die Astronauten auf dem Weg zur ISS.

Bis November wird der deutsche Astronaut im All bleiben. In dieser Zeit wird er auf der ISS als Bordingenieur arbeiten und viele Sachen erforschen, wie zum Beispiel Seifenblasen in der Schwerelosigkeit, aber auch die Veränderung des Knieknorpels und neue Metalllegierungen.

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