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1997 starteten die Sonden "Cassini" und "Huygens" zusammen, holten Schwung an Venus, Erde sowie Jupiter und erreichten 2004 endlich Saturn.

Schon beim Anflug wurden viele Bilder von Saturn, seinen Ringen und Monden gemacht und daraus neue Erkenntnisse gewonnen. So entdeckte "Cassini" gleich zwei neue Monde. Anschließend wurde erstmal "Hygens" auf dem Saturnmond Titan abgesetzt. "Cassini" übermittelte die dabei gewonnenen Daten an die Erde. Schon das waren bemerkenswerte Informationen und Neuigkeiten. Gletscher, Seen, Vulkane, Wolken aus Methan, große flache Ebenen waren zu erkennen ... . Nach dem Ende der "Hygens" Mission im Januar 2005 begann "Cassini" mit der intensiven Untersuchung von Saturn und seinen Monden. So fand die Sonde

  • beim Mond Enceladus einen Mantel aus Wassereis und Anzeichen für Vulkanismus,
  • entdeckte weitere Monde und Saturnringe,
  • unterschiedliche Dicken der Saturnringe,
  • Polarlichter,
  • Stürme,
  • Blitze,
  • einen riesigen Sturm (8000km Durchmesser) am Südpol,
  • ein enormes regelmäßiges Sechseck am Nordpol

Die NASA gab einige Zahlen der Mission bekannt. So wurden:

  • 2,5 Millionen Befehle ausgeführt,
  • 7,9 Milliarden Kilometer gereist,
  • 635 GB wissenschaftliche Daten gesammelt,
  • 3948 wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht,
  • 6 Monde entdeckt,
  • 294 Umrundungen des Saturns vollführt,
  • 162 mal an einem der vielen Monde gezielt vorbei geflogen,
  • 453.048 Bilder aufgenommen,
  • 27 Länder an der Mission beteiligt und
  • 360 mal die Triebwerke gezündet.

Das Ende der Mission war nun notwendig, da der Treibstoff zur Regelung der Position zu Ende ging. Die Wissenschaftler wollten verhindern, dass die Sonde dort unkontrolliert durch die Gegend schwebt oder gar auf einen der Monde stürzt. Vielleicht gibt es da ja doch irgendwie Leben und das soll nicht durch menschliche Einflüsse verunreinigt werden. Deshalb haben sie sich entschlossen, die Sonde gezielt in der Saturnatmosphäre zu zerstören.

Am 15. September tauchte sie dann um 13:53 Uhr in die Atmosphäre ein und schon kurze Zeit später brach sie in der dichten Hülle auseinander. Aufgrund der großen Entfernung zwischen Erde und Saturn erreichte das letzte Signal der Sonde die Erde erst ungefähr 83 Minuten nachdem die Sonde verglüht war.

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