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Dies ist ein Beitrag aus dem Blog "Astroworlds Das Universum ist cool!" von Stefan. Vielen Dank, dass wir ihn hier wiedergeben dürfen.

Der 21. Juni. Ein besonderer Tag.

Der 21. Juni ist ein besonderer Tag, weil da endlich der Sommer beginnt. Und wie ihr sicher gemerkt habt, ist der kalendarische Sommeranfang immer am 21. Juni jeden Jahres. Warum das jetzt so ist und warum es jedes Jahr das gleiche Datum ist, möchte ich hier in diesem Artikel heute erklären:

Jetzt sind wir ja offiziell im Sommer. Zu erst kommt bzw. gibt es ja den meteorologische Sommeranfang, welcher am 01.06. war, dann den phänologische Sommerbeginn und dann den kalendarische bzw. astronomische Sommeranfang. Heute spezialisieren wir uns natürlich auf den astronomischen Sommeranfang. Dieser war dieses Jahr am 21. Juni, schon wieder. Aber warum ist das jedes Jahr der selbe Termin?

Das alles hängt mit der Erdumlaufbahn zusammen. Denn die Erdumlaufbahn ist nicht kreisförmig, sondern eher oval. Und die Erdachse ist um 23,5 Grad geneigt. Diese Neigung sorgt ebenfalls dafür, dass hier auf der Erde die Jahreszeiten entstehen, da die Sonnenstrahlen immer unterschiedlich eintreffen. Wäre die Erdneigung gleich null, dann gäbe es keine Jahreszeiten, weil an jedem Ort der Erde die Temperatur mehr oder weniger konstant wäre.

Astronomisch betrachtet beginnt der Sommer mit der Sonnenwende. Diese Sonnenwende gibt es 2 Mal im Jahr. Einmal am 21. Dezember, in diesem Fall die "Wintersonnenwende" und einmal im Sommer, die "Sommersonnenwende". Schließlich ist dies dann auch der längste Tag auf der Erde. Das ist also der Grund, warum der Sommerbeginn immer am 21. Juni jedes Jahr stattfindet.

Aber das ist nicht der Grund, warum es im Sommer immer wärmer ist, als im Winter. Wie sehr uns die Sonne wärmt, hängt davon ab, wie die Erde zur Sonne steht.  Zitat aus Sternengucker:

"Den entferntesten Punkt von der Sonne (das Aphel der elleipischen Umlaufbahn), erreicht die Erde Anfang Juli – Hochsommer in Bayern! Rund 152 Millionen Kilometer ist die Sonne jetzt entfernt, ihr Licht braucht acht Minuten und 27 Sekunden bis zu uns. Anfang Januar dagegen erreicht uns das Sonnenlicht 17 Sekunden früher, denn wir sind um fünf Millionen Kilometer näher an der Sonne. Doch in diesem so genannten Perihel, dem sonnennächsten Punkt unserer Umlaufbahn mit nur 147 Millionen Kilometern Abstand, herrscht in Bayern tiefster Winter. Die Jahreszeiten entstehen nicht durch die Entfernung der Erde zur Sonne, sondern durch die Neigung der Erdachse zur Ekliptik – und sie sind um so ausgeprägter, je weiter man vom Äquator entfernt ist. …

Der Sommerpunkt ist das Pendant zum Winterpunkt: Am 21. oder 22. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand – 23,5 Grad nördlich des Himmelsäquators. Dadurch klettert sie in Bayern mittags 65,5 Grad über den Horizont. Es ist der längste Tag des Jahres, südlich des Äquators hingegen der kürzeste. Lange Tage und steil einfallende Sonnenstrahlen erwärmen unsere Gefilde maximal – es ist Sommer, während auf der Südhalbkugel Winter herrscht. Am Südpol geht die Sonne gar nicht auf, am Nordpol geht sie dafür nicht unter. Im Sommer- und Winterpunkt hat sich die Sonne am weitesten vom Himmelsäquator entfernt – es sind die Wendepunkte ihrer Bahn."

Die Jahreszeiten entstehen also nicht durch die Entfernung der Erde zur Sonne, sondern durch die Neigung zur Erdachse (zur Ekliptik). Und am 21. Juni fällt eben das meiste Licht von der Sonne auf die Erde, weil die Erde sich im Aphel befindet und die Sonne durch die Neigung ihren höchsten Stand am Himmel erreichen kann. Der 21. Juni war, ist und wird auch immer der astronomische bzw. kalendarische Sommerbeginn bleiben. Astronomisch gesehen bleibt der Sommer noch bis zum 23. September. Also genießt ihn! Ich wünsche allen Schülern schöne und erholsame Sommerferien und allen Erwachsenen einen schönen Urlaubt!

 

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